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Channel: Ads / Werbeanzeigen / Advertising – Facebook Marketing und Social Media Blog | Hutter Consult AG

Facebook: Hat das Gendern Auswirkungen auf die Performance von Ads?

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Julian Gottke widmete sich diesem Thema in einem Lab-Experiment: Ausgangsbasis war eine Landingpage, auf der die Besucherinnen und Besucher ein eBook mit Instagram-Tipps herunterladen konnten. Mit einer zweitgeteilten Studie im A/B-Test wurde zuerst geprüft, ob gegenderte Ad-Copys gegenüber nicht-gegenderten zu einer höheren CTR und einem niedrigeren CPC führen. Im zweiten Teil wurden die Creatives mit gendergerechter Sprache versehen und die Performance der Werbewirkung gemessen.

Die Hypothesen des Agorapulse-Teams waren:

  • Gendern im Text der Werbeanzeige führt zu mehr Klicks.
  • Gendern im Creative der Werbeanzeige führt zu einer besseren Performance.
Screenshots der Ad

Quelle: agorapulse.com

Das Targeting

Bei allen Varianten wurde dasselbe Targeting verwendet:

  • 3% Lookalike auf Website Purchases (Zielgruppengröße: 1,1 Mio.)
  • Location: Deutschland, Österreich, Schweiz
  • Alter: 25-54
  • Laufzeit: 10 Tage
  • Sprache: Deutsch
  • Placement: Facebook Newsfeed

Auch die Laufzeit sowie Adspend waren mit 10 Tagen und 250 Euro (in der ersten Stufe) bzw. 500 Euro (in der zweiten Testphase) jeweils identisch.

Die Ergebnisse

Wie man anhand der Screenshots erkennen kann, lagen die Landing Page Views im ersten Test etwas höher und der Cost per Result leicht niedriger.

Ergebnis Studienphase 1

Quelle: agorapulse.com

In der zweiten Stufe der Studie zeigten die gegenderten Creatives auch eine bessere Leistung bei den Landing Page Aufrufen und den Cost per Result.

Phase 2 der Studie

Quelle: agorapulse.com

Die gesamte Studie mit Angaben zu den erreichten Zielgruppen ist hier zu finden.

Fazit

Die jeweiligen gegenderten Anzeigen haben zwar gewonnen, die Unterschiede sind aber in diesem Vergleich noch nicht in einem Bereich, der eine signifikante Steigerung zeigt. Ein interessanter Ansatz ist die Studie allemal und es wird sich zeigen, wie sich diese Zahlen in Zukunft auswirken.


Facebook: Verifizierte Domains mit Partnern teilen

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Seit dem Release von iOS 14.5 wurde für die Konfiguration der acht Conversion Events im Aggregated Events Measurement (AEM) ein Admin-Zugriff auf den Business Manager benötigt, in welchem die dazugehörige Domain verifiziert wurde – also auf den Business Manager, dem die Domain gehört. Ein Delegieren des Zugriffs auf die Domain war nicht möglich und Unternehmen mussten somit das Konfigurieren und Priorisieren der Pixel-Events für ihre Domain selber oder via Screensharing vornehmen.

Partner-Zugriff auf verifizierte Domains im Business Manager

Das gehört (endlich) der Vergangenheit an. Facebook hat das Feature, mit welchem Unternehmen ihre verifizierten Domains mit Partnern teilen können, finalisiert und in allen Business Managern zur Verfügung gestellt. Somit kann ab sofort Partnern und Agenturen Zugriff auf die Domain erteilt und damit die Konfiguration und Priorisierung der hinterlegten Pixel-Events in externe Hände gegeben werden:

Dialog für das Teilen einer verifizierten Domain mit einem anderen Business Manager-Konto

Verifizierte Domains mit einem anderen Business Manager teilen

Um eine Domain mit einem anderen Business Manager Konto zu teilen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es muss ein Business Manager existieren, in welchem die Domain verifiziert wurde (Anleitung für die Domainverifizierung im Business Managers). Nicht-verifizierte Domains können nicht geteilt werden.
  • Der Partner / die Agentur muss ebenfalls einen Business Manager haben. Für das Teilen der Domain wird hier die dazugehörige Unternehmens-ID benötigt.

Sind diese Bedingungen erfüllt, kann eine Domain wie folgt geteilt werden:

  1. Business Manager aufrufen: https://business.facebook.com
  2. In den Bereich “Unternehmenseinstellungen” wechseln
  3. Im Menü den Punkt “Brand Safety” ausklappen und auf “Domains” klicken
  4. Die gewünschte, verifizierte Domain auswählen
  5. Auf den Button “Partner zuweisen” klicken
  6. Die Unternehmens-ID des Partners / der Agentur eintragen
  7. Festlegen, ob ein “eingeschränkter Zugriff” (der Partner sieht rein die definierten Events, kann aber keine Änderungen vornehmen) oder die “uneingeschränkte Kontrolle” (der Partner kann Events hinzufügen und ändern) erteilt werden soll
  8. Auf “Weiter” und dann auf “Fertig” klicken, um den Zugriff zu erteilen

Der Zugriff auf die Domain kann jederzeit im Tab “Partner” angepasst oder entfernt werden.

Fazit

Die Möglichkeit, verifizierte Domains zu teilen, hat vielen Agenturen und Werbetreibenden lange gefehlt. Mit dem neuen Feature wird die Bewirtschaftung und Konfiguration der acht Conversion-Events deutlich vereinfacht – vorbei sind die Zeiten, an welchen Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Event-Priorisierung geschrieben oder Unternehmen via Screensharing umständlich durch den Business Manager gelotst werden mussten. Und auch wenn die Wartezeit auf diese Funktion sehr lange war: hilfreich ist die Option zum Teilen einer Domain auch zum aktuellen Zeitpunkt noch.

Facebook: Rollout neuer Platzierungen über Automatic Placements

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Die Einstellung im Kampagnensetup “Automatic Placements” wird noch von vielen Werbetreibenden vermieden, da sie lieber die Kontrolle behalten möchten, in welchen Platzierungen ihre Anzeigen erscheinen sollen. Mit dieser Einstellung können ihnen jedoch in Zukunft einige zusätzliche Platzierungen durch die Lappen gehen. Facebook rollt aktuell zwei neue Platzierungen aus, welche jedoch nur verfügbar sein sollen, wenn die automatische Platzierung angewählt wurde.

Reels Ads

Die Plattform hat nun den Rollout von Reels Ads in der automatischen Anzeigenplatzierung angestossen. Wird also in einer Anzeigengruppe die automatische Platzierung gewählt, werden die Werbeanzeigen nun auch auf der Reels Platzierung ausgespielt. Zudem lässt Facebook nun zu, dass auch für Reels Ads die Placement Asset Customisation sowie die Dynamic Creative Optimierung verfügbar sind. Ausserdem wird neu zugelassen, dass nicht nur Videos im 9:16 Format in der Reels Platzierung ausgespielt werden.

Für alle Werbetreibende, welche die automatische Platzierung nutzen, aber nicht auf Reels erscheinen möchten, müsste dies mit der manuellen Platzierung angepasst werden.

Instagram Shop

Da E-Commerce auf Instagram weiterhin gut von der Community angenommen wird und hier ein grosses Potenzial für Werbetreibende besteht, fügt sich der Instagram Shop nun als automatische Platzierung mit ein. Denn genau an diesem Ort lassen sich Personen inspirieren, entdecken viele Marken und stöbern durch Produkte. Genau der richtige Ort, um als Unternehmen Produkte anhand von Anzeigen zu präsentieren. Bald werden also Kampagnen, welche die automatische Platzierung gewählt haben und auf Website-Conversions, Produktkatalogverkäufe und Link-Klicks optimieren, dafür freigeschaltet. Die Umstellung soll bereits seit dem 19. August erfolgt sein.

Es ist aktuell noch nicht möglich, Anzeigen nur auf der Instagram Shop Platzierung auszuliefern.

Fazit

Der blaue Riese bietet weiterhin viele neue Möglichkeiten für Werbetreibende, ihre Anzeigen in der grossen Facebook Welt präsentieren zu können. Auch wenn die Ausspielung im Instagram Shop anfangs noch tiefer sein wird als gewohnt, bleibt es zu wünschen, dass potenzielle Kunden hier abgeholt werden, die bereits mit einer Kaufabsicht die Plattform geöffnet haben. Wir sind gespannt, ob das Werbetreibende davon überzeugt, ihre alten Gewohnheiten abzulegen.

Facebook: Funktion und Auswirkungen des Feedback Scores

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Facebook kann anhand des Feedback Scores bzw. dem Zufriedenheitswert die Werbeanzeigen für eine Facebook Seite einschränken, deaktivieren sowie den Zugang zu den Commerce-Funktionen einschränken. Dies hat für viele Werbetreibende auf der Plattform weitreichende Konsequenzen. Was kann man als Seitenbetreiber oder Werbetreibender unternehmen, damit es nicht so weit kommt? Diese und einige weitere Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet oder zumindest klargestellt.

Facebook Bewertungen 

Das Facebook sein Bewertungssystem nun schon seit mehr als vor 3 Jahren – nämlich im Jahr 2018 – von der Sternenbewertung auf Rezensionen oder besser gesagt auf Empfehlungen umgestellt hat, sollte bekannt sein. In diesem Sinne kann jeder Facebook Nutzer eine Seite empfehlen, oder eben nicht.

Sämtliche Personen mit einem gültigen Facebook-Profil können nach Empfehlungen gefragt werden:

Facebook Beitrag auf dem Mobile (Quelle: Facebook)

Eine Seite empfehlen, indem diese geteilt wird:

Facebook Beitrag auf dem Desktop (Quelle: Facebook)

Oder es wird direkt auf der Seite eine Bewertung abgegeben:

Facebook Seite mit Bewertungsmöglichkeit (Quelle: Facebook)

Im Rahmen dieses Artikels wollen wir die Bewertungsfunktion auf der Facebook Seite genauer unter die Lupe nehmen. Damit eine Seite Bewertungen erhalten kann, muss die entsprechende Funktion für die Seite aktiviert werden. Der Tab «Bewertungen» kann von einem Facebook Administrator über den Reiter «Vorlagen und Tabs» in den «Seiteneinstellungen» aktiviert werden.

Facebook Seiteneinstellungen (Quelle: Facebook)

Die Frage, ob der Tab «Bewertungen» pauschal bei allen Seiten aktiviert werden soll oder nicht, ist pauschal nicht zu beantworten. Ebenso sollte es völlig einleuchten, dass positive Bewertungen schön sind, aber die negativen besonders beachtet und nach klar definierten Richtlinien bearbeitet werden müssen.

Das aber Empfehlungen – vor allem im Bereich Gastronomie und E-Commerce – nicht mehr wegzudenken sind, liegt auf der Hand. Dass aber ein negatives Kundenfeedback auf Facebook die Bewerbungsmöglichkeiten der Seitenbetreiber einschränkt – ist einmalig und spricht dafür – dass Facebook es hier ernst meint und «schwarze Schafe» entsprechend drastisch abstraft.

Auf der entsprechende Facebook Seite kann der Käufer, Konsument oder Gast der repräsentierten Unternehmung eine Rezension verfassen und das Unternehmen weiterempfehlen, oder eben nicht.

Empfehlungen und Bewertungen auf der Facebook Seite (Quelle: Facebook)

Beim Verfassen einer Facebook Rezension müssen folgende Vorgaben seitens Facebook beachtet werden.

  • Die Rezension sollte am besten in Prosa verfasst werden und mindestens 25 Zeichen beinhalten.
  • Die seitens Facebook vorgeschlagenen Tags können, müssen aber nicht angewählt werden.
  • Optimalerweise werden die Rezensionen bei der Zielgruppenauswahl auch auf öffentlich gesetzt, damit möglichst alle potenziellen Kunden davon profitieren können.

Positive Bewertung (Quelle: Facebook)

Negative Bewertung (Quelle: Facebook)

Facebook hat unlängst erkannt, dass die sozialen Aspekte auf der Plattform wichtig sind und ist daher auch bestrebt, den bestehende Bewertungsprozess zu verbessern und befragt die Seitenbetreiber proaktiv nach Verbesserungsmöglichkeiten.

Feedback zum Bewertungsprozess (Quelle: Facebook)

Basierend auf den Rezensionen bzw. den Empfehlungen oder nicht Empfehlungen wird seitens Facebook ein Score oder Zufriedenheitswert berechnet. Dieser Score ist einerseits für den Seitenbetreiber im Dashboard im Detail erläutert und wird für den Seitenbesucher in der Form einer Zahl in der Suche und auf der Seite angezeigt.

Bewertungen der Unternehmensseiten in der Suche (Quelle: Facebook)

Bewertungen der Unternehmensseiten im Tab «Bewertungen» (Quelle: Facebook)

Erläuterungen zu den Bewertungen der Unternehmensseiten im Tab «Bewertungen» (Quelle: Facebook)

Facebook Feedback Score

Personen, die einen Kauf über eine Anzeige oder über die Facebook Seite getätigt haben, werden automatisch zur Bewertung aufgefordert. Diese Umfragen werden seitens Facebook erstellt, sobald genügend Kunden vorhanden sind und ergänzen die proaktiv von den Personen getätigten Rezensionen auf der Unternehmensseite.
Als Seitenbetreiber mit entsprechenden Zugriffsrechten kann der aktuelle Feedback Score über das Dashboard aufgerufen werden.

Damit ein Feedback-Score (von 0 bis 5) ermittelt und angezeigt werden kann, braucht es eine gewisse Anzahl von Rezensionen. Bei zu wenig Rezensionen, wie unten zu sehen, wird kein Feedback Score erstellt.

Zu wenig Feedback für ein Score (Quelle: Facebook)

Die fünf Score-Stufen

Jede Score-Stufe von 0-5 hat eine andere Bedeutung und Einfluss auf die Werbeanzeigen und E-Commerce Funktionalitäten der Unternehmensseite.

Was bedeuten nun diese fünf Score-Stufen für ein Unternehmen und was bewirken sie?

  • Score 4 bis 5: Gutes Kundenfeedback
    • Optimal ist ein Wert von 4 bis 5. Hier sind die Kunden mit dem Kauf oder der Dienstleistung zufrieden und die grosse Mehrheit hat ein positives Feedback abgegeben. Die Anzeigen werden optimal geschaltet und erreichen ein möglichst grosses Zielpublikum.

Guter Feedback Score (Quelle: Facebook)

  • Score 3 bis 4: Durchschnittliches Kundenfeedback
    • Der Score von 3-4 ist immer noch eine sehr gute Bewertung und es gibt noch keinen Grund drastische Massnahmen zu treffen, wobei immer ein möglichst hoher Score angestrebt werden wollte.
  • Score 2 bis 3: Unzufriedenes Kundenfeedback
    • Das Unternehmen steht kurz davor, Einschränkungen bei der Auslieferung der Werbeanzeigen zu erhalten. Hier gibt es Grund zu Handeln und es müssen schnellstens Verbesserungen vorgenommen werden. Das bedeutet, dass eine Verbesserung der Qualität des Produktes, des Kundenservice, wie auch der Lieferbedingungen angestrebt werden muss. Es muss alles unternommen werden, damit der Score nicht noch tiefer fällt.
  • Score 1 bis 2: Auslieferung der Werbung wird eingeschränkt
    • Die Auslieferung von Werbeanzeigen wird eingeschränkt. Anzeigen kosten gleich viel, obwohl sie weniger Personen erreichen. Das bedeutet, dass die Werbeanzeigen im Verhältnis teurer sind.

Gibt es die Seite jedoch erst seit weniger als einem Jahr (siehe Seitentransparenz), kann schon bei einem Score von zwei gar keine Anzeige mehr geschalten werden und es gelten die folgenden Einschränkungen.

  • Score 0 bis 1: Werbung wird deaktiviert
    • Diese Seite kann aufgrund von äusserst schlechtem Kundenfeedback keine Anzeige mehr auf Facebook schalten. Das bedeutet, dass die Anzeigen nicht mehr ausgespielt werden. Facebook möchte, dass sich das Unternehmen grundlegende Überlegungen anstellt und Massnahmen trifft, damit sich der Score wieder verbessert.

Schlechter Feedback Score (Quelle: Facebook)

Der Zufriedenheitswert wird seitens Facebook laufend aktualisiert, damit der Werbetreibende stehts einen aktuellen Überblick über die Erwartungen der Kunden angezeigt bekommt.

Facebook hat basierend auf den Rezensionen den oben beschriebene Feedback Score ermittelt und dabei für den Seitenbetreiber das Feedback nochmals in einzelne Kategorien unterteilt. Dieses detaillierte Feedback soll den Seitenbetreiben bzw. das Unternehmen gezielt aufzeigen, in welchen Bereichen die Kundenerwartungen erfüllt und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.

Detailliertes Feedback (Quelle: Facebook)

Pro Kategorie wird visualisiert, ob für den entsprechenden Bereich die Kundenerwartungen erfüllt, übertroffen oder nicht erfüllt werden.

Facebook analysiert hierbei die folgenden fünf Bereiche im Detail:

  • Produktqualität
    • Betrifft defekte, nicht wie beschriebene und mangelhafte Artikel.
  • Korrektheit der Bestellung
    • Betrifft falsche Artikel, ungenaue Angaben, unerwartete Gebühren.
  • Versand
    • Betrifft verspätete Lieferungen, unklare Versanddetails, Artikel nicht erhalten.
  • Rückerstattung oder Umtausch
    • Betrifft den Vorgang und die Verfügbarkeit von Rücksendungen und Umtausch.
  • Kommunikation
    • Betrifft mündliche und schriftliche Kommunikation zwischen Kunden und dem Unternehmen.

Feedback Score verbessern 

Um den Feedback Score zu verbessern und stabil zu halten, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Facebook schlägt automatisch Verbesserungenvorschläge anhand von Kundenbewertungen vor. Es gibt jedoch ein paar grundlegende Punkte die langfristig zu einem guten Score verhelfen.

  • Klar und deutlich angeben, was verkauft wird
    • Wichtig ist, dass die Produkte, die verkauft werden, klar beschriftet sind. Das heisst nicht mit leeren Versprechungen anpreisen oder falsche Bilder verwenden. Der Käufer soll genau wissen, was er kauft und später erhält.
  • Klare Lieferbedingungen und -dauer
    • Die Lieferbedingungen müssen richtig angegeben werden. Bei Lieferverzögerungen oder langen Lieferzeiten muss der Käufer vorab informiert werden. Die Lieferkosten müssen von Anfang an klar kommuniziert werden. Ein Tipp ist, bei Lieferverzögerungen oder knappen Warenbeständen, Anzeigen mit einem kurzen Hinweis zu erstellen. So weiss der Kunde, dass mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden muss.
  • Guter Kundenservice
    • Bei Fragen oder Unklarheiten braucht es einen zuverlässigen Kundenservice. Für den Kunden muss klar sein, wie und wo er den Kundenservice erreicht, und was erwartet werden kann. Hier hilft auch eine FAQ Seite für häufig gestellte Fragen. Hilfreich ist, wenn angeben wird, bis wann mit einer Antwort vom Kundenservice gerechnet werden kann.
  • Kundennachfrage anpassen
    • Der Warenbestand sollte an die Kundennachfragen angepasst werden, sodass es nicht zu Lieferverzögerungen kommt. Falls Kunden sich Veränderungen der Produkte wünschen, sollte die Nachfrage geprüft werden. Kritik und Verbesserungsvorschläge von Kunden müssen regelmässig ausgewertet werden, da diese meist sehr hilfreich sind.
  • Zielgruppe bestimmen
    • Es ist wichtig, dass die Produkte und die Anzeigen der Zielgruppe angepasst werden. Somit fühlen sich die Kunden angesprochen und die Nachfrage steigt. Die Produkte, sowie das Design sollten fortlaufend modernisiert werden.
  • Produktqualität
    • Sehr wichtig ist die Qualität des Produktes. Das Preis-Leistungsverhältnis sollte angemessen sein und das Produkt muss eine gute Qualität aufweisen, damit die Kunden zufrieden sind und schlussendlich einen Mehrwert aus dem Produkt ziehen können.

Bewertungen melden / Einspruch einlegen

Leider kommt es immer wieder auch mal vor, dass Personen – oder Bots – Rezensionen abgeben, die als Seitenbetreiber so nicht akzeptiert werden können. Hier kann die Bewertung über die drei Punkte oben rechts an Facebook gemeldet werden.

Support erhalten (Quelle: Facebook)

Meldeoptionen (Quelle: Facebook)

Hat eine Seiten einen tiefen Feedback Score, kann im Business Manager eine manuelle Überprüfung beantragt werden. Facebook schreibt hierzu:
“Wenn dein Unternehmenskonto aufgrund einer Betriebsunterbrechung oder Änderung, die du zur Unternehmensverbesserung vorgenommen hast, eingeschränkt wird, kannst du eine Überprüfung des Zufriedenheitswerts deines Unternehmenskontos beantragen.” (Quelle: Facebook)

Überprüfung beantragen (Quelle: Facebook)

Grundsätzlich sperrt Facebook eine Seite in einem Unternehmenskonto nicht unmittelbar und schreibt hierzu:
“Verkäufer, deren Unternehmenskonto einen niedrigen Zufriedenheitswert aufweist, erhalten eine Warnung mindestens 30 Tage bevor wir etwaige Maßnahmen für das Unternehmenskonto ergreifen.” (Quelle: Facebook)

Aber Achtung, zu oft sollte diese Überprüfung nicht in Anspruch genommen werden, denn nach der dritten «nicht erfolgreichen» Überprüfung bleibt die Seite (Konto) für Werbezwecke gesperrt.

Endgültige Sperrung (Quelle: Facebook)

Vorsicht bei Boostern! 

Da viele Werbetreibende ein Problem mit ihren Facebook Feedback Scores haben, wurde eine neue Marktlücke entdeckt, nämlich die sogenannten Feedback Score Booster. Bei sogenannten Boostern wird eine rasche Steigerung der Facebook Scores versprochen. Als Werbetreibender auf Facebook wird ein gewisser Tarif zu einer gewissen Leistung bezahlt. Es wird also für eine Anzahl von positiven Feedbacks bezahlt. Wichtig zu wissen ist, dass es sich bei den Boostern um erfundene Kundenbewertungen handelt. Booster sind eine Massnahme, um schlechte Scores zu umgehen. Facebook weist, jedoch explizit darauf hin, dass das ein Verstoss gegen die Richtlinie zum Umgehen von Systemen ist und Folgen nach sich ziehen kann. Zum Beispiel kann dann auf dieser Seite gar keine Werbung mehr geschaltet werden. 

,,Wir möchten darauf hinweisen, dass jeder Versuch, diese Maßnahmen zu umgehen, einen Verstoß gegen unsere Richtlinie zum Umgehen von Systemen darstellt und Folgen nach sich ziehen kann.’’  (Quelle: Facebook)

Feedback Booster sind nicht empfehlenswert, da es ein Verstoss gegen die Richtlinien von Facebook ist und Konsequenzen mit sich ziehen kann. Grundsätzlich gibt man viel Geld aus und ob es dann wirklich funktioniert, ist nicht garantiert. Die Kosten variieren von 250 Dollar für 50 Feedbacks bis zu über 8’000 Dollar für 2’500 Feedbacks. Durch die Tipps, um den Score zu verbessern, sollten solche Booster gar nicht nötig sein. Langfristig sollte eine Verbesserung des Unternehmens vorgenommen werden und von den Boostern wird abgeraten. Ausserdem ist es hilfreich einen Facebook Business Partner herbeizuziehen, um die richtige Beratung für die Facebook Feedback Scores zu erhalten. Dieser kann bei der Optimierung der Anzeigen und den Produkten zur Seite stehen. 

Weitere Informationen zum Thema Feedback Scores: 

Fazit 

Bei einem guten Kundenservice und guter Produktqualität bestehen eigentlich keine Sorgen. Wichtig ist eine fortgehende Verbesserung vorzunehmen, Produktkontrollen einzuführen und zu definieren wie Rezensionen – nicht nur auf Facebook – bewirtschaftet werden. So sollte es zu keiner Verschlechterung der Scores kommen und falls doch, sollte umgehend gehandelt werden. Bei einem Score von 0-2 ist es sehr zeitaufwändig, wieder in einen höheren Score zurückzuerlangen. Deshalb ist es wichtig, grossen Wert auf die Scores zu legen und diese regelmässig zu kontrollieren.

Facebook: Neue Bewerbungsfunktion für Conversionsteigerung in «in-App Store» im Test

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E-Commerce hat vor allem im letzten Jahr stark an Bedeutung gewonnen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass auch Facebook vermehrt auf dieses Streckenpferd setzt und Facebook sowie Instagram Shops weiter vorantreibt.

Mit dem neusten Feature, welches zurzeit im Test ist, können Werbetreibende wählen, ob sie einen Teil des Traffics zu ihrem «in-App Store» auf Facebook oder Instagram schicken möchten:

Dabei handelt es sich zwar nur um ein kleines Update, welches aber interessante Möglichkeiten bieten könnte. Facebook gibt den Werbetreibenden so die Möglichkeit, 10% des Traffics in den Facebook oder Instagram Shop statt auf eine Webseite zu leiten.

Mit dieser Entwicklung hat Facebook das Ziel herauszufinden, wie die erreichten Personen am besten konvertieren. Facebook hat die Möglichkeit, das Verhalten derjenigen zu beobachten, welche sich für einen Opt-in beim Test entschieden haben. So kann das Unternehmen Daten sammeln und daraus neue Erkenntnisse gewinnen.

Fazit

Eine User-Journey soll sich so nutzerfreundlich wie möglich gestalten. Deshalb befürworten wir die Entwicklung von Facebook und sind davon überzeugt, dass sich solche Tests und Entwicklungen positiv auf künftige Kampagnen auswirken werden.

Facebook: Das Aus für Offer Ads

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Offer Ads sind eine effektive Art der Werbeanzeigengestaltung, um entsprechende Rabatte, Coupons oder Aktionen zu bewerben. Diese eignen sich ideal in der Customer Journey, um beispielsweise Rabatt-Codes an Warenkorbabbrecher auszuspielen und somit doch noch zu einem Einkauf zu überzeugen. Doch in Kürze stehen diese vor dem Aus.

Facebook streicht das Format ab 11. Oktober 2021

Wer in den vergangenen Tagen eine entsprechende Offer Ad aufsetzen wollte, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit auf den Hinweis im Werbeanzeigenmanager gestossen:

Hinweis im Ads Manager (Quelle: Facebook Business Manager)

Wer demnach noch Offer Ads einsetzen möchte, sollte diese noch vor dem 11. Oktober aufsetzen. Allerdings ist noch unklar, wie bereits zuvor erstellte Offer Ads nach diesem Datum ausgeliefert werden oder ob diese automatisch deaktiviert werden. Ein Feedback seitens Facebook dazu steht noch aus. Auch welche Alternative Facebook im Warnhinweis konkret anspricht, ist nicht ganz nachvollziehbar.

UPDATE vom 24.09.2021:

Facebook hat sich zwischenzeitlich dazu geäussert und bereits angekündigt, dass es demnächst explizite Call-To-Action Buttons für Codes geben wird:

“We will soon be making a change to our Offer ads product on Facebook. Offer ads is a format that allows businesses to add a unique offer or promo code to their ads on Facebook & Instagram, and use an offer-specific CTA like ‘Get Code’.

After extensive analysis, we have taken the decision to deprecate this product as we consider developing a new, Shops centric offer ads product. In the meantime, we recommend that you continue to add offers to your ads by simply including offer details in the ad copy or creative.”

Alternative Möglichkeiten Rabatte zu bewerben

Das Aus der Offer Ads bedeutet nicht zugleich auch das Aus für das Bewerben von Rabatt-Codes im Retargeting. Diese können weiterhin im Creative und/oder in den Texten und im Titel der Werbeanzeige erwähnt und dargestellt werden. Idealerweise werden dabei Codes beworben die einfach und prägnant sind, beispielsweise “SALE15” oder “RABATT15”, sodass sich (alle) potentiellen Käufer den Wortlaut einfach merken können. Alternativ können Werbeanzeigen auch direkt mit UTM-Parametern erweitert werden, die einen entsprechenden Nachlass direkt berücksichtigen, sobald die Person auf die Werbeanzeige klickt und den Online-Shop besucht.

Fazit

Das Aus der Offer Ads kann mit gemischten Gefühlen betrachtet werden, wurden diese gut umgesetzt und strategisch richtig platziert, sind diese ein effektives Instrument im Performance Marketing. Mit EAN-Codes konnten Kunden zudem mittels Online Werbung in den stationären Handel bewegt werden und somit online und offline miteinander verbinden.

Facebook: Änderungen an den Kampagnen-Zielen im Werbeanzeigenmanager

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Facebook aktualisiert nach und nach die möglichen Kampagnen-Ziele im Werbeanzeigenmanager und vereinfacht damit die Auswahl des Ziels, das am besten auf das Geschäftsziel einer Kampagne abgestimmt ist. Neu werden Werbetreibende und Unternehmen bei der Erstellung einer Kampagne nur noch aus 6 statt der gewohnten 11 Ziele auswählen können.

Die neuen Kampagnen-Ziele im Überblick

Mit dem anstehenden Update stehen neu folgende sechs Kampagnen-Ziele zur Auswahl:

  • Awareness
  • Traffic
  • Engagement
  • Leads
  • App Promotion
  • Sales

Die alten und neuen Kampagnen-Ziele im Vergleich

Die bisher bekannten Ziele wurden nach dem jeweiligen zu erwartenden Geschäftsergebnis gruppiert. Die Funktionen und Features der “alten” Ziele verschwinden damit nicht, sondern bleiben unter einem neuen Namen erhalten.

Nachfolgend findet sich ein Vergleich der bisherigen mit den neuen Zielen:

Bisheriges Ziel Neues Ziel
Brand Awareness (Markenbekanntheit) Awareness
Reach (Reichweite) Awareness
Traffic (Traffic) Traffic
Engagement (Interaktionen) Engagement
App Installs (App-Installationen) App Promotion
Video Views (Videoaufrufe) Engagement
Lead Generation (Leadgenerierung) Leads
Messages (Nachrichten) Engagement
Leads
Conversions (Conversions) Engagement
Leads
Sales
Catalog Sales (Katalogverkäufe) Sales
Store Traffic (Store Traffic) Sales

Auswahl von “Conversion Locations” und “Conversion Events”

Mit den geplanten Änderungen der Kampagnen-Ziele wird es neu auch notwendig sein, für die jeweils festgelegten Ziele eine sogenannte Conversion Location festzulegen. Die Conversion Location ist der Ort, an dem die gewünschte Conversion eintreten soll. Wenn beispielsweise eine Kampagne mit dem Ziel Leads erstellt wird, können folgende Optionen als Conversion Location ausgewählt werden: Webseite, Instant Forms, Messenger, Telefon oder App.

Je nach gewählter Conversion Location wird dann in einem nächsten Schritt das Conversion Event ausgewählt. Als Conversion Event stehen wie gewohnt die durch das Facebook Pixel, die Facebook Conversions API oder das Facebook SDK übermittelten Event-Signale und daraus gebildete Custom Conversions zur Verfügung.

Soll also das Ziel der Kampagne die Kontaktaufnahme möglicher Kunden über die Webseite sein, wird die Kampagne wie folgt konfiguriert:

  • Kampagnen-Ziel: Leads
  • Conversion Location: Website
  • Conversion Event: Contact

Hinweis:
Nicht jede Conversion Location wird mehr als eine Option für die Auswahl des Conversion Events haben, da je nach Conversion Location das dazugehörige Event vorausgesetzt wird. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Facebook Messenger als Conversion Location ausgewählt wird. In diesem Fall stehen keine Optionen zur Festlegung des Conversion Events zur Verfügung.

Auswirkungen auf bestehende Kampagnen

Kampagnen, die vor der Einführung der neuen Ziele erstellt werden, bleiben unverändert und aktiv. Es wird nicht notwendig sein, diese direkt beim Roll-out der neuen Kampagnenziele anzupassen. Gemäss ersten Angaben von Facebook können bestehende Kampagnen mindestens bis Ende 2021 bearbeitet und dupliziert werden – unabhängig vom Zeitpunkt des Releases der neuen Ziele.

Auswirkungen auf das Reporting

Am Reporting im Werbeanzeigenmanager werden keine Änderungen vorgenommen. Da jedoch die Ziele konsolidiert werden, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass in Berichtstabellen auf Kampagnenebene des Werbeanzeigenmanagers die Ausgabe nicht berechneter Ergebnisse zunimmt. Diese Ergebnisse werden gemäss Facebook leer oder mit einem Bindestrich ausgewiesen.

Ergebnisse auf Anzeigengruppen- und Anzeigenebene sind davon nicht betroffen.

Roll-out der neuen Kampagnen-Ziele

Facebook führt die neuen Kampagnen-Ziele nach und nach ein. Zum aktuellen Zeitpunkt sind diese nur in der US-Version des Facebook Business Hilfebereichs dokumentiert, weshalb von einer initialen Einführung auf US-Werbeaccounts ausgegangen werden kann. Ob der Hinweis auf die mögliche Bearbeitung alter Kampagnen bis Ende 2021 den definitiven Abschluss des Roll-outs kennzeichnet, ist wahrscheinlich, lässt sich aber nicht definitiv bestätigen.

Heisst: Abwarten und den Account bzw. die Accounts beobachten. Wie von Facebook gewohnt, werden Anpassungen pro Account freigeschaltet – sobald nur noch 6 Kampagnenziele ausgewählt werden können, wurde der dazugehörige Account auf die neuen Kampagnenziele umgestellt.

Fazit

Die Konsolidierung der bestehenden in die neuen sechs (denjenigen von Google sehr ähnlichen) Kampagnen-Ziele macht durchaus Sinn und vereinfacht die Auswahl des Ziels bei der Erstellung einer neuen Facebook Kampagne. Der Aufbau mit Conversion Locations und Conversion Events mag im ersten Moment ungewohnt wirken, ist aber – wenn mit der Kampagne ein klares Geschäftsziel verfolgt wird – sehr logisch und selbsterklärend. Insgesamt wirkt Facebook mit der geplanten Aktualisierung der vorhandenen Unklarheit über den Sinn und Zweck der bestehenden Kampagnen-Ziele entgegen und macht so einen Schritt in die richtige Richtung.

Facebook: Die Schätzung der potenziellen Reichweite wird ungenauer

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Facebook stellt während der Erstellung einer Kampagne Vorhersagen bzw. Schätzungen zur Verfügung, die Werbetreibenden helfen, die geschätzte Anzahl von Personen zu sehen, welche die ausgewählten Kriterien für die Ausrichtung und Platzierung von Werbeanzeigen erfüllen oder wie Werbeanzeigen in Abhängigkeit von diesen Auswahlen abschneiden könnten. Dazu gehören die potenzielle Reichweite, die geschätzten täglichen Ergebnisse und – bei Verwendung von Interessenkategorien – eine Schätzung der Anzahl der Personen, die ein bestimmtes Interesse haben könnten.

Nun hat Facebook angekündigt, dass sich die Darstellung und Angabe dieser Schätzungen ändern wird, indem potenzielle Reichweiten neu in Bereichen und nicht mehr mit spezifischen Zahlen ausgewiesen werden:

“In order to make the presentation of those pre-campaign estimates consistent, we are changing Potential Reach and interests into ranges instead of specific numbers, which is how Estimated Daily Results are already presented. Ranges are also in line with how pre-campaign estimates are presented on other platforms across the advertising industry. As part of this update, we will also be changing the name of Potential Reach to Estimated Audience Size.”
(Quelle: Facebook)

Ziel dieser Aktualisierungen ist es, die Darstellung von Reichweitenschätzungen stärker an die anderen Plattformen in der Werbebranche anzugleichen und den Werbetreibenden mehr Konsistenz bei den verschiedenen Arten von Metriken, die Facebook im Vorfeld einer Kampagne zur Verfügung stellt, zu bieten. So gleicht sich die Anzeige der geschätzten Zielgruppengrösse unter anderem an die Anzeige der geschätzten täglichen Ergebnisse an, die den Einfluss des Anzeigenbudgets auf die Leistung einer Anzeige prognostiziert. Diese Prognose wird bereits als Spanne und nicht als spezifische Zahl ausgewiesen.

Ein Zusammenhang dieser Neuerungen mit anderen werbe- und messungsbezogenen Änderungen, die aufgrund von iOS 14 vorgenommen wurden (und werden), besteht nicht.

Aus “Potenzielle Reichweite” wird “Geschätzte Zielgruppengrösse”

Facebook beginnt am 5. Oktober mit dem Roll-out der genannten Anpassungen. Ab diesem Zeitpunkt ändert Facebook auch den Namen der Metrik “Potenzielle Reichweite” in “Geschätzte Zielgruppengröße”. Die geschätzte Zielgruppengrösse gibt an, wie viele Personen die Kriterien für die Zielgruppenansprache und Anzeigenplatzierung erfüllen, die Werbetreibende bei der Erstellung einer Anzeige auswählen.

Quelle: Facebook

Wie auf dem Screenshot zu sehen, wird die neue Anzeige der geschätzten Zielgruppengrösse breiter gefasst und als Spanne ausgegeben, wobei die potenzielle Reichweite in diesem Beispiel eine mögliche Abweichung von 10 Millionen Nutzern abdeckt. Nicht alle Schätzungen werden so breit gefächert sein, aber die Grundprämisse ist dieselbe – Facebook zeigt jetzt eine viel allgemeinere Reichweitenschätzung an.

Diese neue Anzeige wird für “Potenzielle Reichweite”, “Geschätzte tägliche Ergebnisse” und für Interessenkategorien verwendet, um die Anzahl der Personen zu schätzen, die ein bestimmtes Interesse haben könnten.

Fazit

Die Vorhersage der potenziellen Reichweite war schon immer eine Schätzung und keine Garantie dafür, dass die spezifizierte Zielgruppe tatsächlich der angegebenen Grösse entspricht. Mit der Anpassung der Darstellung gleicht Facebook also nicht nur die Ausgabe der Metriken für Anzeigen im Vorfeld von Kampagnen an, sondern wirkt auch dem Problem entgegen, dass aufgrund der Berechnung der potenziellen Reichweite die Vorhersagen zu ungenau und die Zahl der zu erreichenden Menschen zu hoch ausgewiesen werden können. Es ist davon auszugehen, dass durch die neue Darstellung bislang vorgenommene Fehlinterpretationen der Metrik abnehmen und die Schätzungen automatisch als das wahrgenommen werden, was sie sind: Schätzungen.


Facebook: Die detaillierte Targeting-Ausweitung wird teilweise standardisiert

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Bereits Ende September haben wir in einem Blogbeitrag darüber berichtet, dass Facebook regelmässige Updates für die detaillierte Targeting-Ausweitung durchführt. Dies ist vor allem für Werbetreibende relevant, welche innerhalb von Kampagnen mit dem Ziel Conversions auf entweder Conversions, Wert- oder App-Events optimieren, denn da wird die Targeting Expansion nun automatisch angewandt.

Die Targeting-Ausweitung verwendet detaillierte Targeting-Eingaben als Richtlinie für die Auslieferung. Das heisst, dass die detaillierten Targeting-Eingaben weiterhin erfasst werden, jedoch werden möglicherweise Anzeigen ausgeliefert, die über die detaillierten Targeting-Auswahlen hinausgehen, sofern eine Leistungssteigerung vorhergesagt wird.

Warum diese Standardisierung

Facebook hat dies in der Vergangenheit getestet und dabei folgendes festgestellt:

  • Bei Conversion-Kampagnen mit der detaillierten Targeting-Ausweitung sanken die durchschnittlichen Kosten pro inkrementeller Conversion um rund 37 %.
  • Bei Conversion-Kampagnen mit der Lookalike Expansion sank der durchschnittliche CPA um 17,3 %.

Diese Veränderung sollte somit zu besseren Ergebnissen führen.

Worum es bei der detaillierten Targeting-Ausweitung genau geht

Auf Anzeigengruppen-Ebene im Facebook Ads Manager kann die detaillierte Targeting-Ausweitung aktiviert oder deaktiviert werden:

Quelle: Screenshot Facebook Ads Manager

Sobald diese Funktion aktiviert ist, wird Facebook ermöglicht, eine breitere Personengruppe anzusprechen als die, die im Bereich zum detaillierten Targeting bereits festgelegt wurde.

Die Aktivierung eignet sich also, falls die Anzeigen zusätzlichen Personen angezeigt werden sollen, wenn sie mehr oder günstigere Ergebnisse erzielen. Facebook setzt die Erweiterung nur dann ein, wenn die Performance dadurch verbessert wird. Falls die Option also nicht angewählt wird, hat Facebook gar nicht die Möglichkeit dies überhaupt zu testen, weshalb eine Standardisierung also durchaus Sinn ergibt.

Je nach Kampagnen-Ziel ist die Targeting-Ausweitung nun automatisch (kann nicht geändert werden) oder standardmässig deaktiviert (kann aber aktiviert werden).

Wie die Targeting-Ausweitung funktioniert

Facebook richtet sich bei der Anzeigenauslieferung nach demografischen Angaben, Interessen und Verhaltensweisen, die im Rahmen des detaillierten Targeting ausgewählt wurden. Gleichzeitig werden auch dynamisch Entscheidungen für die Anzeigenauslieferung, die sich vorteilhaft auf die Performance auswirken können, getroffen.

Falls Facebook also Werbechancen ausserhalb der definierten Zielgruppe findet, gestattet die Targeting-Ausweitung dynamisch Anpassungen vorzunehmen, je nachdem, wo die bessere Performance verzeichnet wird. So würde die Zielgruppe also nicht weiter vergrössert werden.

Die Ausweitung ist speziell für das detaillierte Targeting und nicht auf Targeting nach Standort, Alter oder Geschlecht anwendbar. Targeting-Ausschlüsse oder andere Targeting-Optionen ausserhalb des detaillierten Targetings (bezüglich Alter, Geschlecht, Standort und Sprache) werden somit weiterhin berücksichtigt.

Was sich nun ändert

Die Targeting-Ausweitung wird also nun bei der Optimierung für Conversions, Wert oder App-Ereignissen automatisch aktiviert, während das Ziel “Conversions” verwendet wird:

Quelle: Screenshot Facebook Ads Manager

Neu wird in diesem Fall die Targeting-Ausweitung somit automatisch aktiviert und kann nicht mehr deaktiviert werden:

Quelle: Screenshot Facebook Ads Manager

Bei der Optimierung für andere Aktionen als Conversions, Wert- oder App-Events ist die Targeting-Ausweitung standardmässig deaktiviert, kann jedoch aktiviert werden.

Fazit

Eigentlich ist diese Standardisierung durchaus sinnvoll, da die Tests ja gezeigt haben, dass sich die Ergebnisse verbessern. Leider zeigt es im Ads Manager jedoch nicht an, wie stark die Ausweitung angewendet wird, wenn sie aktiviert ist. Zusätzliche Conversions ausserhalb der festgelegten Zielgruppe durch die Targeting-Ausweitung sind also nicht sichtbar.

Facebook: Neue Wege für Unternehmen zur Vorweihnachtszeit

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Pünktlich kurz vor den Feiertagen kündigt Facebook neue Produkte an, welche vor allem Kleinunternehmen vorantreiben sollen. Zum Beispiel Audio- und Videoanrufe in der Business Inbox im Messenger, Live-Audio-Räume und einen erweiterten Zugang zu Terminbuchungen. Diese Produkte sollen kleinen Unternehmen dabei helfen, ihre Kunden online noch besser erreichen zu können.

Video- und Audioanrufe im Messenger

Die Vorlieben der Menschen für die Art und Weise, wie sie mit Unternehmen sprechen möchten, entwickeln sich weiter. Um kleinen Unternehmen eine bequeme Möglichkeit zu bieten, mit Kunden in einer privaten Umgebung zu kommunizieren und die Vorteile von Telefon-, Videoanrufen und Messaging in einer App zu nutzen, testet Facebook mit ausgewählten kleinen und mittleren Unternehmen Audio- und Videoanrufe über Business Inbox im Messenger. Diese Funktion ermöglicht es Unternehmen, nahtlos mit Kunden über Audio- und Videokommunikation direkt von der Plattform aus in Kontakt zu treten und zu kommunizieren.

Video- und Audioanrufe im Messenger (Quelle: Facebook News)

Live-Audio-Räume für kleine Unternehmen

Die Plattform erweitert zudem die Möglichkeit, Live-Audio-Räume zu erstellen. So können nun ausgewählte kleine Unternehmen, soziale Audioerlebnisse auf Facebook nutzen. Mit dieser Ausweitung können kleine Unternehmen Live-Unterhaltungen zu Themen veranstalten, die für ihre Kunden relevant sind. Ausserdem können sie so von neuen potenziellen Kunden entdeckt werden. So können KMU Freunde, Follower, Creator oder beliebige Zuhörer in den Raum einladen, um als Speaker den Raum zu leiten. Als Gastgeber können Speaker im Voraus oder während der Unterhaltung eingeladen werden.

Live-Audio-Räume für kleine Unternehmen (Quelle: Facebook News)

Globale Ausweitung der Terminbuchung

Ein weiteres Update betrifft die Terminbuchung, welche schrittweise für alle kleinen Unternehmen weltweit ausgerollt wird. Terminbuchungen auf Facebook sind eine einfache und kostenlose Möglichkeit für Kleinunternehmer, Termine von neuen und bestehenden Kunden über ihre Facebook-Seite zu erhalten und zu verwalten. Ausserdem können Kunden damit Termine bei lokalen Dienstleistern zu günstigen Zeiten buchen.

Globale Ausweitung der Terminbuchung (Quelle: Facebook News)

Unterstützung von Kleinunternehmen mit personalisierten Werbeanzeigen

Facebook zeigt bereits Personen, wie die personalisierten Anzeigen, die sie sehen, ihnen helfen, neue Dinge zu entdecken, die sie lieben. Gleichzeitig werden dadurch kleine Unternehmen unterstützt. Nun testet die Plattform weitere Möglichkeiten, um Personen mitzuteilen, dass sie ein kleines Unternehmen unterstützen, wenn sie auf eine personalisierte Anzeige klicken. Schon bald werden Personen eine Informationsmeldung in ihrem Feed sehen, wenn ihnen eine Anzeige eines Kleinunternehmens “gefällt” oder sie bei dieser mit “love” reagiert haben.

Unterstützung von Kleinunternehmen mit personalisierten Werbeanzeigen (Quelle: Facebook News)

Erleichtertes Einkaufen mit WhatsApp-Sammlungen

Die Produkte eines Unternehmens können jetzt direkt im Unternehmensprofil angezeigt werden. Facebook führt Katalogsammlungen für kleine Unternehmen auf der ganzen Welt ein. Sammlungen ermöglichen es Unternehmen, Artikel in ihren Katalogen nach Kategorien zu organisieren, damit Kunden nicht mehr durch lange Listen von Artikeln blättern müssen, um wirklich das zu finden, was sie suchen.

Ein Restaurant kann beispielsweise Kollektionen für Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts erstellen, und ein Bekleidungsgeschäft könnte Kollektionen für Herren- und Damenkleidung, Hemden, Hosen und mehr hinzufügen. Sobald sich die Kunden für ein Produkt entschieden haben, können sie es in ihren Warenkorb legen und die Bestellung an das Unternehmen schicken.

Einkaufen mit WhatsApp-Sammlungen (Quelle: Facebook News)

Unternehmen, die an der Erstellung einer Kollektion interessiert sind, erfahren hier, wie das geht.

Zeit sparen und die Online-Präsenz verwalten

Um Unternehmen dabei zu helfen, Zeit zu sparen und die Erfüllung von Feiertagsverkäufen zu priorisieren, werden nach und nach neue Tools innerhalb der Facebook Business Suite eingeführt. Diese werden weitere Einblicke bieten. Auch der Prozess der Anzeigenerstellung wird optimiert.

In der Facebook Business Suite werden neue Funktionen eingeführt, die Unternehmen dabei helfen, noch mehr Zeit zu sparen. Zum Beispiel die Möglichkeit, reine Instagram-Anzeigen auf dem Desktop zu erstellen. Es werden neue Einblicke zur Messung der Anzeigenleistung bereitgestellt, einschliesslich Empfehlungen zur Zielgruppe, Optimierungen für laufende Kampagnen und einfachem Zugriff auf bewährte Verfahren aus Blueprint und dem Hilfecenter.

Unternehmen wird es erleichtert, das richtige Ziel auszuwählen, wenn sie eine Werbeanzeige auf ihrer Facebook-Geschäftsseite erstellen. So werden elf Ziele in nur drei zusammengefasst. Wir berichteten darüber.

Der Prozess der Anzeigenerstellung im Anzeigenmanager wird vereinfacht, um die Kampagnenziele besser mit den traditionellen Marketingzielen wie Bekanntheit, Website-Traffic, Leads oder Umsatz abzustimmen.

Fazit

Wir sind gespannt, wie die Updates bei kleinen Unternehmen ankommen werden. Für sie bieten Live-Audio-Räume eine tolle Chance, um mit ihrer Community in Kontakt zu treten und ihr Geschäft damit zu unterstützen. Facebook wird ausserdem weitere Möglichkeiten testen, um hervorzuheben, dass personalisierte Werbeanzeigen ein wichtiger Weg sind, um kleine Unternehmen auf Facebook und Instagram zu entdecken und ihnen dabei zu helfen, sich von einer Idee zu einer Existenzgrundlage zu entwickeln. Da wir Werbetreibende wissen, dass die Vorweihnachtszeit nicht zu unterschätzen ist, sollten sich Unternehmen also so schnell wie möglich Gedanken dazu machen, wie sie die neuen Produkte bei sich einsetzen können.

Marketing-Strategie: Facebook/Instagram Ads vs. Google Ads – Möglichkeiten in der Kurzübersicht

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Unternehmen, die ihre bezahlte Werbepräsenz online steigern möchten, kommen nicht an den zwei Giganten Google Ads und Facebook Ads (respektive Instagram Ads) vorbei. Die Entscheidung, auf welcher Werbeplattform das eigene Unternehmen Fuss fassen soll, fällt vielen anzugehenden Werbetreibenden schwer. Eine definitive Antwort gibt es dafür nicht. Im besten Fall ist es kein «Entweder-oder». Google Ads, Facebook Ads und Instagram Ads arbeiten jeweils mit ihren einzigartigen Vorteilen in einer umfassenden Omnichannel Marketingstrategie zusammen.

Wenn das Marketingbudget lediglich den Fokus auf eine Plattform zulässt, gibt es wichtige Faktoren, die bei der Wahl der Werbeplattform beachtet werden sollten. Es gibt also keine klare Antwort auf die Frage «Soll das Mediabudget in Google Ads oder Facebook Ads investiert werden?» Vielmehr muss hinterfragt werden:

  • Welche Advertising-Plattform passt am besten zum eigenen Unternehmen und Produkten?
  • Was ist das Ziel einer Werbekampagne?
  • Was für ein Budget steht zur Verfügung?
  • Welche Phase der Customer Journey wird angegangen?

Im folgenden Artikel wird ein Überblick über die wichtigsten Entscheidungsfaktoren bei der Wahl der Werbeplattform gegeben. Dabei werden die beiden Plattformen Google Ads und Facebook Ads inklusive Instagram Ads mit deren unterschiedlichen Vorteilen beschrieben und die Unterschiede erklärt.

Wie funktionieren Google Ads?

Die Suchmaschine Google ist aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Mit einem Marktanteil von über 90 % und über 70’000 Suchen pro Sekunde (September, 2021) ist es die grösste und wichtigste Suchmaschine online. Von allen Internetnutzern wird die Suchmaschine von über 91 % aktiv verwendet (September, 2021). Werbetreibende können dieses enorme Publikum gezielt mit Werbeanzeigen erreichen. Dafür bietet Google eines der grössten und beliebtesten Pay-per-Click Werbenetzwerke weltweit, nämlich die eigene Werbeplattform namens Google Ads (früher bekannt als Google AdWords).

Bei Google Ads werden mehrere verschiedene Arten von Werbeanzeigen unterschieden: Suchanzeigen, die auf den Suchergebnis-Seiten in der Google Suchmaschine erscheinen und Werbebanner-Anzeigen, die im Display-Netzwerk angezeigt werden. Erstere werden eingeblendet, wenn ein Kunde ein Keyword in die Suchleiste von Google tippt. Ober- und unterhalb der organischen Suchergebnisse sind die Suchanzeigen zu sehen, die von Werbetreibenden zu dem eingegebenen Suchbegriff geschaltet werden. Displayanzeigen hingegen erscheinen auf Partnerwebseiten von Google, dem sogenannten Display-Netzwerk. Dieses beinhaltet weltweit unzählige Webseiten und deckt etwa 90 % des gesamten Internets ab (September, 2021).

Besitzt der Werbetreibende einen Web-Shop, können auch Google Shoppinganzeigen eingesetzt werden, um Produkte direkt in den Suchergebnissen anzuzeigen. Hierbei kann ein dynamischer Feed eingesetzt werden, um alle gelisteten Produkte aus dem Web-Shop via Shopping-Anzeige auffindbar zu machen. Mit der Videoplattform YouTube bietet Google Ads eine weitere Plattform, um Werbeanzeigen zu platzieren. Hier können Videoanzeigen vor, in und nach Videos abgespielt werden.

Kosten & Abrechnung

Um Werbekampagnen auf Google Ads schalten zu können, muss eine Zahlungsmethode im Google Ads Werbekonto hinterlegt werden. Welche Zahlungsmethoden verfügbar sind, ist von Land und Währung abhängig. Für die Schweiz sind beispielsweise nur Zahlungen per Kreditkarte, Debitkarte oder Ersatzkreditkarten möglich.

Werbetreibende bestimmen selbst, wie viel Budget ausgegeben werden soll. In den Kampagnen kann ein durchschnittliches Tagesbudget oder ein Laufzeitbudget hinterlegt werden. Beim durchschnittlichen Tagesbudget optimiert Google selbst die Verwendung des Budgets und investiert das Budget, wenn die Wahrscheinlichkeit Klicks oder Conversions zu erreichen höher ist. So kann an manchen Tagen mehr wie das festgelegte durchschnittliche Tagesbudget ausgeben werden, an anderen Tagen weniger.

Bezahlt wird bei Google Ads, sobald ein Internetnutzer auf eine Anzeige eines Werbetreibenden klickt. Die Höhe des Betrages, die der Werbetreibende bereit ist für diesen Klick zu bezahlen, bestimmt dieser selbst. Ein sogenanntes Cost-per-Click-Gebot (CPC-Gebot) kann vom Unternehmen für jedes Keyword bestimmt werden. Die tatsächlichen Kosten für einen Klick sind jedoch nicht nur vom eigenen CPC-Gebot abhängig, sondern von den Geboten anderer Werbetreibender und dem Qualitätsfaktor der eigenen Werbeanzeige, der wiederum von zahlreichen Faktoren abhängt.

Vorteile von Google Ads

  • Die enorme Reichweite. Werbetreibende können auf alle für sie relevanten Keywords Anzeigen schalten und somit die schier endlose Zielgruppe erreichen.
  • Vor Mitbewerbern in den Suchergebnissen erscheinen. Wenn die eigene Website von der Zielgruppe nicht gefunden wird, sinkt die Chance der Verkäufe an potenziellen Kunden. Mit Google Suchanzeigen ist es möglich über den organischen Suchergebnissen zu erscheinen und somit gegeben falls auch vor den Mitbewerbern.
  • Lücken im SEO schliessen. Während der Aufbau einer entsprechenden organischen Sichtbarkeit in den Suchmaschinen ein langwieriger Prozess ist, der viele Faktoren berücksichtigt, kann mit Google Ads kurzfristig eine Kampagne gestartet werden, um die Zielgruppe zu erreichen.
  • Vollständige Kontrolle über die Kampagnensteuerung. Zu jedem Zeitpunkt kann der Werbetreibende die Ausspielung der Werbeanzeigen steuern. Das umfasst sowohl die Keywords und Anzeigentexte, aber auch den Zeitpunkt der Ausspielung. So ist es möglich, die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt zu erreichen und eine Conversion zu ermöglichen.
  • Die erneute Ansprache von potenziellen Kunden. Mit Remarketing-Listen und eigens erstellen Kampagnen können Interessenten und kaufbereite Zielgruppen mittels Retargeting wieder auf die eigene Website geführt werden. So können auch Websitebesucher und Warenkorbabbrecher erneut angesprochen und zum Kaufabschluss geführt werden.
  • Vollständige Messbarkeit und Skalierbarkeit. Alle Werbeaktivitäten über Google Ads können mit Google Analytics oder andren Analytics-Tools gemessen und analysiert werden. So kann zu jederzeit die Auswirkungen der eignen Werbemassnahmen nachverfolgt werden. Diese Daten können wiederum genutzt werden, um die Performance zu analysieren und mit gezielten Massnahmen die Leistung nach oben zu skalieren und zu optimieren.
  • Noch mehr Reichweite durch Machine-Learning. Google identifiziert die Gemeinsamkeiten der Personen, die sich in den erstellen Remarketing-Listen befinden und bündelt diese in neuen Listen, sogenannten «Similar Audiences» oder «Ähnliche Zielgruppen». Werbetreibende können so Konsumenten ansprechen, die den bisherigen Kunden oder Website-Besuchern sehr ähnlich sind und somit die Reichweite der eigenen Werbemassnahmen weiter erhöhen.

Wie funktionieren Facebook/Instagram Ads?

Facebook ist eine Social Media Plattform für Privatpersonen und verzeichnet mit über 2.8 Milliarden (Januar, 2021) monatlichen aktiven Mitgliedern die meiste Aktivität aller Social Media Netzwerke. Instagram stammt ebenfalls aus dem Hause Facebook und verzeichnet ebenfalls über 1.2 Milliarden (Januar, 2021) monatlich aktive Personen. Auch Unternehmen können ihren Auftritt auf Facebook und Instagram pflegen und somit mit den Menschen in Kontakt treten, Neuigkeiten teilen und Produkte bewerben. Mit der hauseigenen Werbeplattform, dem Facebook Ads Manager, können Werbekampagnen auf beiden Plattformen erstellt und verwaltet werden.

Unternehmen nutzen den Facebook Ads Manager, in dem sie Werbeanzeigen erstellen, die dann im Werbenetzwerk von Facebook und Instagram erscheinen. Dies umfasst sowohl die mobile Facebook App, Facebook im Browser, Instagram und das sogenannte Audience Network. Das sind Webseiten, Apps und Instant Articles, die zum Facebook Netzwerk gehören. Innerhalb dieser Plattformen gibt es wiederum zahlreiche Platzierungen, in denen die Werbeanzeigen des Unternehmens erscheinen. So kann die Anzeige beim Facebook Mitglied während des Scrollens im Newsfeed erscheinen, aber auch während Stories der Freunde angesehen werden. Viele weitere Platzierungen stehen dem Werbetreibenden zur Verfügung, beispielsweise der Facebook Markplatz, Video-Feeds, Instagram Shop, Instagram Explore und einige weitere. Zusätzlich können über den Facebook Ads Manager auch Anzeigen auf Instagram und im Messenger gebucht werden. Werbeanzeigen, die auf Facebook ausgespielt werden, zählen zur Paid Social Werbung.

Kosten & Abrechnung

Abgerechnet wird auf Facebook und Instagram auf unterschiedliche Arten. Wenn ein Facebook Ads Konto erstellt wird, muss eine Zahlungsmethode hinterlegt werden. Unterschieden wird zwischen automatischen und manuellen Zahlungen. Werbetreibende können ein Abrechnungslimit bestimmen. Wird dieser Betrag erreicht, rechnet Facebook automatisch ab. Bei der manuellen Zahlungsmethode wird dem Account Geld hinzugefügt, welches so lange genutzt wird, bis es aufgebraucht ist. Mögliche Zahlungsmittel bei beiden Methoden sind PayPal, Kreditkarte oder Lastschrifteinzug. Ab einem ausgegebenen Betrag von CHF 10’000 monatlich, kann auch via Rechnung abgerechnet werden.

Auch auf Facebook und Instagram kann das investierte Budget selbst bestimmt werden. In Kampagnen kann Tages- oder Laufzeitbudget eingestellt werden. Der Werbetreibende kann das Budget zu jederzeit nach unten oder oben anpassen. Ist das Budget aufgebraucht, werden keine Anzeigen mehr ausgeliefert. Bezahlt wird bei Facebook nur für den Klick, den das Ad erhält, oder die Impression, die durch die Anzeige generiert wird. Die Höhe des zu zahlenden Betrags basiert auf dem Facebook Auktionssystem, indem alle Anzeigen von Werbetreibenden gegeneinander antreten und auf Faktoren wie Gebot und Anzeigenrelevanz bewertet werden. Mehr zur Funktionsweise vom Facebook Auktionssystem gibt es in diesem Blogbeitrag zu lesen: Facebook Werbeanzeigen Auktionen.

Vorteile von Facebook Ads

  • Die Zielgruppen-Grösse. Auch Facebook mit seinen über 2.8 Milliarden (Januar, 2021) monatlich aktiven Mitgliedern und Instagram mit über 1.2 Milliarden (Januar, 2021) monatlich aktiven Mitgliedern, bieten ein enormes Potenzial zur Erreichung der gewünschten Zielgruppe. Dabei findet sich beinahe jede Demografie wieder. Ausserdem ist es möglich, die Werbeanzeigen neben Facebook und Instagram auch auf dem Messenger und im Audience Network auszuliefern, wodurch die potenzielle Reichweite erneut erhöht wird.
  • Die Zielgruppen Granularität. Personen auf Facebook und Instagram teilen nahezu jedes Detail ihres Lebens in den sozialen Netzwerken. In Facebook Posts und Instagram Kommentaren werden über persönliche Meilensteine, Berufswechsel, der eigenen Heirat, die Geburt des Kindes und vielem mehr im Netzwerk geteilt. Ausserdem wird tagtäglich Inhalt konsumiert und damit interagiert oder geteilt. Dies bietet Werbetreibenden eine immense Auswahl an Zielgruppenmerkmalen, um ein möglichst genaues und zielführendes Targeting zu erreichen.
  • Das Erreichen ähnlicher Zielgruppen mit Lookalike Audiences. Werbetreibende haben die Möglichkeit, unter Berücksichtigung der geltenden Datenschutzbestimmungen, Kundeninformationen aus der eigenen Datenbank hochzuladen und basierend auf den Informationen ähnliche Zielgruppen, wie die vorhandenen Kunden anzusprechen. Facebook filtert diese Kundendaten, vergleicht sie mit den eigenen Datenbanken und Third-Party Daten und findet somit statistische Zwillinge, die von Werbetreibenden mittels sogenannter Lookalike Audiences angesprochen werden.
  • Das Vorherrschen von visuellem Content. Anders als bei den Suchanzeigen von Google Ads, kommt es bei Facebook und Instagram Ads hauptsächlich auf den visuellen Content an, der in den Werbeanzeigen verwendet wird. Das Ziel ist, dass sich die Werbeanzeige nahtlos zwischen den Bildern und Videos im Newsfeed des Facebook-Mitglieds eingliedert. Werbetreibende haben hier endlose Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erlangen, mit statischem und Bewegtbild, mit emotionalen oder lustigen Inhalten und anderen kreativen Botschaften.
  • Kunden in jedem Schritt der Customer Journey erreichen. Die vielen unterschiedlichen Ziele, auf die Facebook/Instagram Ads Kampagnen ausgerichtet werden, ermöglichen die richtige Ansprache potenzieller Kunden in jeder Marketingstrategie. Befindet sich der Konsument im oberen Bereich des klassischen Marketing-Trichters, kann dieser mit einer Kampagne vom Typ Reichweite oder Brand Awareness auf das Unternehmen bzw. dessen Produkte aufmerksam gemacht werden. In der Consideration Phase stehen eine Vielzahl an Kampagnen-Typen zur Verfügung. Mittels Traffic Kampagnen können Personen effektiv auf den eigenen Webauftritt geleitet werden, während Engagement Kampagnen Reaktionen auf Facebook Beiträge als Ziel haben. Kampagnen können App Installs der eigenen Smartphone App, Videoviews auf hochgeladene Videos, neue Leads zu Dienstleistungen und Nachrichtenanfragen über den Messenger generiert werden. Auch für die Converison-Phase stehen drei Kampagnen-Typen zur Verfügung, nämlich Conversions, Katalogverkäufe und Ladenbesuche.
  • Grosser ROI trotz kleinem Budget. Mit Facebook und Instagram Ads kann mit einem sehr geringen Budget ein starker Return on Investment (ROI) erreicht werden. Da im Auktionsprozess sowohl das Gebot, die geschätzte Aktionsrate und die Anzeigenqualität berücksichtigt werden, haben auch kleine Unternehmen mit geringerem Budget die Chance, Anzeigen auszuliefern. Besonders für kleine Unternehmen sind Facebook Ads daher eine sehr erschwingliche und preiswerte Möglichkeit, Online-Marketing zu betreiben und einen hohen ROI zu erzielen.
  • Kunden in unterschiedlichsten Platzierungen erreichen. Im Facebook Ads Manager können insgesamt 21 Platzierungen auf Facebook, Instagram, Messenger und im Partnernetzwerk ausgewählt werden. Neben den Feed-Platzierungen können Werbeanzeigen in Stories und Reels, In-Stream, in der Suche, in den Nachrichten, In-Article und auf Apps und Websites über die verschiedenen Plattformen hinweg erscheinen.

Was sind die Unterschiede?

Die Absicht des Konsumenten

Der grösste Unterschied von Facebook Ads zu Google Ads ist die Absicht des Werbe-Empfängers und dessen Art der Nutzung beider Plattformen. Es kommt also ganz darauf an, in welcher Phase einer Customer Journey sich ein potenzieller Kunde befindet und welcher Kanal in dieser Phase besonders effektiv ist. Bei Google unterscheidet sich die Absicht wiederum zwischen Suchnetzwerk und Displaynetzwerk. Das Google Suchnetzwerk hilft potenziellen Käufern, das passende Unternehmen zu finden. Es ist also absichtsbasiert. Personen geben einen Suchbegriff bei Google ein und bekommen Anzeigen basierend auf der Anfrage ausgespielt. Diese Werbeanzeigen können von werbetreibenden Unternehmen mittels Google Ads Suchkampagnen erstellt werden. Das Google Displaynetzwerk ähnelt jedoch der Werbung auf sozialen Netzwerken. Konsumenten bewegen sich in diesem Netzwerk während sie auf Websiten surfen oder YouTube Videos ansehen. Eine Person ist also nicht aktiv auf der Suche nach einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Brand. Werbetreibende können diese Personen mit Display- und Videowerbeanzeigen erreichen. Zusammengefasst, im Google Suchnetzwerk sucht ein potenzieller Kunde aktiv und von selbst ein Produkt oder eine Lösung für ein Problem. Mit klassischem Pull-Marketing kann dieser mögliche Kunde auf das eigene Unternehmen aufmerksam gemacht und in einen Lead umgewandelt werden. Bewegt sich der Kunde im Google Displaynetzwerk kann dieser mit Push-Marketing erreicht und auf die eigene Brand aufmerksam gemacht werden.

Bei Facebook Ads und Instagram Ads verhält es sich ähnlich wie beim Google Displaynetzwerk. Facebook/Instagram Ads erreichen einen potenziellen Kunden, während dieser nicht aktiv nach einer Problemlösung oder einem Produkt sucht. Personen sind auf Facebook, um sich mit Familie und Freunden zu vernetzen und sich Bilder anzusehen. Die Anzeigen erscheinen demnach, wenn das Facebook-Mitglied in seiner Freizeit durch den Newsfeed scrollt. Facebook hilft Unternehmen, potenzielle Kunden zu finden. Hier wird Push-Marketing verwendet, um den Konsumenten basierend auf verschiedensten Zielgruppen-Merkmalen eine Anzeige auszuspielen und ihn bestenfalls in einen Lead umzuwandeln. Ein Bedürfnis muss beim Konsumenten erst erweckt und die Nachfrage geschaffen werden.

Unterschiedliche Kanäle

Je nachdem wo sich die Zielgruppe von Werbetreibenden aufhält, sollte auch der Kanal in dem geworben wird, sorgfältig ausgewählt werden. Google Ads bietet hier Platzierungen im Google Suchnetzwerk und somit in den Google Suchergebnissen an sowie bei Google Suchnetzwerkpartnern. Mit dem Google Displaynetzwerk können die Anzeigen auf Millionen von Webseiten zur Anzeigenschaltung erscheinen. Gleichzeitig stehen dem Werbetreibenden Anzeigenplatzierungen vor, während und nach YouTube Videos sowie auf der gesamten YouTube Plattform zur Verfügung. Auch in Gmail und dem Google Play Store können Anzeigen erscheinen.

Sollen Personen hingegen auf sozialen Netzwerken erreicht werden, bieten Facebook Ads sowie Instagram Ads mehr Möglichkeiten. Werbetreibende können Anzeigenplätze auf Facebook, der Messenger-App, Instagram und dem gesamten Audience Network von Facebook kaufen. Facebook Ads sowie Instagram Ads bieten eine Vielzahl von unterschiedlichen Werbemöglichkeiten, die vor allem visuelle Medien wie Bilder und Videos in unterschiedlichsten Formaten in den Vordergrund rücken. Zusätzlich unterscheiden sich Facebook/Instagram Ads und Google Ads in deren Angebot an unterschiedlichen Typen von Werbeanzeigen, Platzierungen und Targeting-Optionen.

Wie soll für eine Plattform entschieden werden?

Welches Budget steht zur Verfügung?

Bevor man sich für eine von beiden Werbeplattformen entscheidet, muss vorab festgelegt sein, wie viel Budget zur Verfügung steht. Damit das Geld zielgerichtet eingesetzt wird, gilt es zu definieren, wie viel Geld investiert werden soll, um einen neuen Kunden zu gewinnen. Je nach zur Verfügung stehendem Budget können auch beide Plattformen bedient werden. Falls nicht, ist es empfehlenswert erst die potenziellen Kunden ins Visier zu nehmen, die am nächsten am Kaufabschluss stehen. Wenn man den klassischen Marketing-Funnel betrachtet, ist es leichter, erst die Personen zu Käufern umzuwandeln, die schon mit dem Unternehmen interagiert haben. Somit sollte also das Budget in die erneute Ansprache mittels Retargeting fliessen. Übrige Ressourcen können dann in höheren Funnel-Stufen eingesetzt werden.

Wie steht es um die Mitbewerber?

Wird Google Ads in Betracht gezogen, sollte erst die eigene Branche, die Mitbewerber und das Zielgebiet unter die Lupe genommen werden. Mit dem kostenlosen Google Ads Keyword Planner können die wahrscheinlichen Kosten für die Anzeigenschaltung über Google Ads berechnet werden. Das ist ratsam, denn es gibt Branchen oder Nischen-Themen, die einen sehr hohen Klickpreis auf Keywords aufweisen. Wenn hier nur ein niedriges Budget zur Verfügung steht, kann je nach Klickpreis das Werbebudget schnell aufgebraucht sein. Wenn beispielsweise ein Budget von CHF 50 am Tag zur Verfügung steht und der durchschnittliche Klickpreis des Keyword-Sets bei CHF 15 liegt, gehen sich am Tag höchstens 3 bis 4 Klicks aus. Ziel ist es jedoch, eine grosse Auslieferung der Anzeigen zu erreichen, damit Suchende auf Google auch die eigenen Produkte und Dienstleistungen finden können. Möglicherweise ist bei einem kleineren Budget die Nutzung von Facebook Ads mit seinen detaillierten Targeting-Möglichkeiten die sinnvollere Alternative.

Welches Ziel wird verfolgt?

Ohne definiertes Marketingziel nützen die besten Marketingkampagnen nichts. Angehende Werbetreibende sollten also jedenfalls definieren, was das Ziel der Online-Marketingaktivitäten ist. Je nachdem, ob die Absicht Brand Awareness, Reichweite, neue Leads oder mehr Verkäufe ist, kann sich schon eine Tendenz zu einer Werbeplattform oder einem Werbenetzwerk entwickeln. Durch die visuelle Natur der Anzeigenformate der Facebook/Instagram Ads empfiehlt sich diese Plattform besonders, um Brand Awareness zu generieren und Kaufinteresse zu erschaffen. Google Ads im Displaynetzwerk bieten ebenfalls die Möglichkeit visuell ansprechende Anzeigen an den Konsumenten auszuliefern und somit Brand Awareness und Reichweite zu schaffen. Facebook und Instagram Ads bietet hier jedoch die grössere Vielfalt an ansprechenden Werbeformaten. Gleichzeitig eignen sich Facebook/Instagram Ads für das Einführen neuer Produkte oder das Schaffen einer neuen Marke. Ist das Ziel der Werbeaktivitäten, die Steigerung der Verkäufe oder neue Leads zu gewinnen, ist möglicherweise Google Ads die bessere Wahl.

Soll ein völlig unbekanntes Produkt oder eine komplett neue Dienstleistung lanciert werden, sind Facebook Ads und Instagram Ads die bessere Wahl. Die Chancen sind hoch, dass noch kein oder nur sehr geringes Suchvolumen vorhanden ist, wodurch Werbeanzeigen im Google Ads Suchnetzwerk keine grosse Wirkung erzielen werden. Mit Facebook und Instagram kann jedoch aktiv eine potenzielle Zielgruppe erreicht werden, welche Interesse am neuen Produkt oder der Dienstleistung haben könnte. Alternativ können Google Ads Suchkampagnen genutzt werden, um Suchanfragen zu Problemlösungen mit einer Werbeanzeige abzufangen. Sucht eine Person also nach Alltagstipps gegen Rückenschmerzen, bringt eine Werbeanzeige zu einem neuen Produkt, welches Rückenschmerzen lindert, gegebenenfalls den gewünschten Traffic auf die Website. Ähnlich verhält es sich, wenn die eigene Brand im Vergleich zu den Mitbewerbern noch recht unbekannt ist. Zwar kann auch bei Google Ads durch den Mechanismus des Qualitätsfaktors ein kleines Unternehmen sich gegen grosse Brands durchsetzen, jedoch klicken Suchende in der Google Suche häufig erst bekannte Brands, zu denen schon ein gewisses Vertrauen aufgebaut wurde. Facebook/Instagram Ads hingegen können genutzt werden, um eine Werbeanzeige direkt im Feed des Konsumenten erscheinen zu lassen und somit Wiedererkennungswert und Brand-Vertrauen zu schaffen.

Fazit

Sowohl Facebook/Instagram Ads als auch Google Ads haben jeweils ihre markanten Vorteile und eine generelle Aussage, welche von beiden Plattformen die bessere Wahl ist und genutzt werden soll, kann nicht getroffen werden. Beide haben Stärken, die von der jeweils anderen Plattform nur bedingt erfüllt werden können. Sowohl Google Ads als auch Facebook/Instagram Ads statten jedoch Werbetreibende mit einer Vielzahl an Kampagnen-Typen, Werbeanzeigenformaten und Targeting-Möglichkeiten aus. Im Hinblick auf die Customer Journey empfiehlt es sich aus beiden Plattformen das Beste rauszunehmen und auf das eigene Unternehmen anzuwenden. So können Facebook/Instagram Ads genutzt werden, um Brand Awareness in sozialen Netzwerken zu generieren, während Google Ads, Display- und Videoanzeigen die Reichweite auf Webseiten und YouTube Videos erhöhen. Beide Plattformen helfen, das Suchvolumen betreffend den eigenen Produkten und Dienstleistungen zu erhöhen, welches mit Google Ads Suchanzeigen wieder abgeholt werden kann. Eine Symbiose aus Facebook, Instagram und Google Ads führen schlussendlich zu einem Kaufabschluss oder einem neuen Lead.

Ist es nicht möglich, beide Plattformen zu bedienen, empfiehlt es sich zu evaluieren, welches Budget zur Verfügung steht, was die Zielsetzung der Online-Marketingaktivitäten ist, ob das eigene Produkt oder die Dienstleistung zur jeweiligen Plattform passt und wie es um die eigene Bekanntheit und die Mitbewerber steht. Je nachdem kann auf eine Plattform fokussiert werden. Facebook Ads stehen im Rampenlicht, wenn es um Brand Awareness, Produktbekanntmachung und transportieren von visuellen Reizen und Emotionen geht. Google Ads holt Kunden ab, die auf der Suche nach einer Problemlösung sind, vermitteln komplexe Informationen und erleichtern Entscheidungen.

Wichtig ist zu erkennen, welche Plattform schlussendlich die bessere Performance für das Unternehmen erzielt. Kostet ein Lead via Google Ads doppelt so viel als über Facebook Ads und die Anzeigen über Google Ads erzielen allerdings doppelt so viele Leads, muss abgewogen werden, welche Leads die höhere Qualität haben. Darum ist das Fazit: Keine Plattform kann als besser bezeichnet werden, denn sie arbeiten am besten in Symbiose. Da heisst es testen, testen, testen, was für das eigene Unternehmen am besten funktioniert.

Quellen

Facebook: Neue Einschränkungen für Immobilien-, Job- und Kredit-Anzeigen zur Verhinderung von Diskriminierung

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In Anlehnung an die Änderungen, die in den USA und Kanada zum Schutz vor potenziell unrechtmässiger Diskriminierung bei Anzeigen für Wohnungs-, Arbeits- und Kreditangebote vorgenommen wurden, erweitert Facebook den Anzeigenerstellungsprozess und erlaubt die Erhebung bestimmter persönlicher Daten (z. B. Alter, Geschlecht, Standort usw.) bei Lead-Ads und Anzeigen zur Lead-Generierung im Messenger für Werbetreibende innerhalb Europas nicht mehr. Die nachfolgenden Informationen beziehen sich auf Anpassungen vonseiten Facebook, welche voraussichtlich per 7. Dezember 2021 in Kraft treten.

Was ändert sich genau?

Werbetreibende, die Anzeigen für Wohnungs-, Arbeits- oder Kreditmöglichkeiten schalten, welche sich an Personen in Europa richten oder Anzeigen mit Zielseiten verlinken, die Kreditmöglichkeiten beinhalten, müssen diese Anzeigen als spezielle Anzeigenkategorie deklarieren. Diese Anzeigenkategorien sind wie folgt unterteilt:

  • Kredite: Anzeigen, die für Kreditmöglichkeiten werben (auch auf der Zielseite der Anzeige): Dazu gehören langfristige Kredite, wie z. B. Kreditkonsolidierung, Refinanzierungsdienste und Haus- oder Autofinanzierung, sowie Kreditkartenangebote, einschliesslich Markenanzeigen für Kreditkarten, unabhängig von einem bestimmten Angebot.
  • Jobs: Anzeigen, die Informationen über bezahlte oder unbezahlte Arbeitsmöglichkeiten bieten (auch auf der Zielseite der Anzeige): Dazu gehören Auflistungen mit Stellenbezeichnungen, Stellenbeschreibungen, Praktikumsmöglichkeiten, Angebote für Vertragsarbeit und Anzeigen, in denen Vergünstigungen eines Unternehmens beschrieben werden, unabhängig von einem konkreten Stellenangebot.
  • Immobilien: Anzeigen für den Verkauf oder die Vermietung von Wohnungen und wohnungsbezogenen Dienstleistungen (auch auf der Zielseite der Anzeige): Dazu gehören Angebote für die Vermietung von Wohnungen, offene Häuser, Grundstücksverkäufe, Immobiliendienstleistungen, temporäre Unterkünfte (z. B. Kurzzeitvermietungen, Ferienvermietungsunternehmen), Pflegeheime oder Einrichtungen für Langzeitpflege. Zu den damit zusammenhängenden Dienstleistungen gehören Hypotheken und andere wohnungsbezogene Finanzierungen und möglicherweise auch Hausbesitzer- oder Hypothekenversicherungen sowie Schätzungsdienste.

Quelle: Facebook Ads Manager

Einschränkungen des Targetings

Die folgenden Targeting-Beschränkungen gelten für alle Anzeigen in Bezug auf Kredite, Jobs und Immobilien in Europa:

  • Die Möglichkeit, nach Alter (standardmässig 18 – 65), Geschlecht und Postleitzahl zu suchen, wird entfernt.
  • Die verfügbaren Optionen für das Targeting von Interessen wurden erheblich reduziert. Alle detaillierten Targeting-Optionen, die geschützte Klassen beschreiben oder sich auf diese zu beziehen scheinen, sind ebenfalls nicht mehr verfügbar.
  • Ortsbezogene Ausrichtung erfordert in den meisten Ländern einen Mindestradius von 25 Kilometern für die Stadt/den Ort.
  • Kein Zugang zu Lookalike Audiences, stattdessen Erstellung einer Special Ad Audience. Eine Special Ad Audience ähnelt einer Lookalike Audience, bei der Geschlecht, Alter, Postleitzahl oder andere ähnliche Kategorien nicht berücksichtigt werden.

Limitationen bei Lead Ads

Bei Lead-Anzeigen und Anzeigen zur Lead-Generierung im Messenger, die auf Europa ausgerichtet sind, ist die Erfassung bestimmter personenbezogener Daten nicht mehr erlaubt. Die folgenden Informationen dürfen nicht mehr erfasst werden:

  • Demografische Fragen: Geburtsdatum, Geschlecht, Materialstatus, Beziehungsstatus.
  • Standortinformationen: Strasse, Ort, Postleitzahl. Werbetreibende können jedoch benutzerdefinierte Felder verwenden, um nach dem bevorzugten Standort des Kunden zu fragen.

Fragen und Antworten

  • Was sollen betroffene Werbetreibende nun tun?
    Aktuelles Targeting überprüfen und allfällige nicht-diskriminierende Alternativen diskutieren. Einrichtung von Testkampagnen mit speziellen Anzeigenkategorien, um die Auswirkungen auf die Interessenausrichtung zu überprüfen. Überprüfen der Lead-Ads und deren Abfragen und wenn Zweifel bestehen, ob eine Anzeige in die Kategorie der Sonderanzeigen fällt, sich an den Facebook-Vertreter des Vertrauens wenden.
  • Welche Länder betreffen die Änderungen?
    Betroffen von den Änderungen sind die Länder Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Island, Liechtenstein, Norwegen und Zypern, alle Kanalinseln (Guernsey), alle Kanalinseln (Jersey), Isle of Man, Monaco, britische Stützpunkte auf Zypern (Akrotiri und Dhekeli), Andorra, San Marino, Vatikanstadt, Schweiz, Martinique, Mayotte, Guadeloupe, Französisch-Guayana, Réunion, Saint-Martin, Madeira, Azoren und Kanarische Inseln.
  • Was passiert bei Werbetreibenden, die Immobilien-, Job- und Kreditanzeigen schalten, die auf mehrere Länder abzielen?
    Sobald Werbetreibende ihre Anzeigen als Wohnungs-, Beschäftigungs- und Kreditanzeigen deklarieren, werden sie zur Länderauswahl geführt, um die Länder anzugeben, die sie in ihrer ausgewählten Zielgruppe ansprechen möchten. Wenn Werbetreibende Kampagnen erstellen, die auf mehrere Länder betreffen, sind bei der Anzeigenerstellung nur die Targeting- und Lead-Ads-Optionen verfügbar, welche auf dem am stärksten eingeschränkten Land basieren.
  • Was geschieht mit laufenden Kampagnen, die vor dem 7. Dezember eingerichtet wurden?
    Anzeigen, die nicht den speziellen Anzeigenkategoriefluss verwenden und in den Geltungsbereich der HEC-Richtlinie (Housing, Employment & Credit) fallen, werden gestoppt, bis die erforderlichen Anpassungen vorgenommen wurden.
  • Kann ich noch benutzerdefinierte Zielgruppen verwenden?
    Ja, benutzerdefinierte Zielgruppen können verwendet werden.
  • Kann ich noch Lookalike-Zielgruppen verwenden?
    Für die spezielle Anzeigenkategorie werden Lookalike-Zielgruppen durch spezielle Zielgruppen ersetzt. Eine Special Ad Audience ähnelt einer Lookalike Audience, da sie Ähnlichkeiten im Online-Verhalten der Personen in ihrer Quelle nutzt, um eine neue Zielgruppe zu bilden. Eine Special Ad Audience wird jedoch so angepasst, dass sie den Einschränkungen bei der Zielgruppenauswahl entspricht, die mit der von ihrer Kampagne gewählten Special Ad Category verbunden sind.

Weitere Informationen

Die nachfolgenden Artikel und Quellen bieten zusätzliche Detailinformationen zu den Einschränkungen ab 7. Dezember 2021:

Fazit

Facebook sorgt mit den weiteren Einschränkungen einerseits, dass Werbetreibende den Schutz vor potenziell unrechtmässiger Diskriminierung aktiv angehen. Andererseits schützt Facebook seine User vor Werbeanzeigen, welche deren Alter, Region und weitere sensiblen Merkmale direkt ansprechen. Wer also im Segment Immobilien, Kredite oder Jobs bisher Anzeigen geschaltet hat, sollte vor dem 7. Dezember 2021 die nötigen Anpassungen bei den Kampagnen im Ads Manager vornehmen und Warnhinweise vonseiten Facebook beachten.

Facebook: Dynamic Ads – eine Kurzübersicht

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Facebook Dynamic Ads (DA) sind aus dem Online Advertising nicht mehr wegzudenken. Sie bieten die Möglichkeit, die Produkte aus dem Online-Shop dynamisch darzustellen, sodass Personen, welche bereits Interesse an einem Produkt signalisiert haben, das für sie am relevantesten Produkt angezeigt erhalten. Diese dynamische Anzeige stellt Facebook automatisch für Handy, Tablet und Desktop bereit. Durch diese Möglichkeit muss nicht für jeden einzelnen Artikel aus dem Produktekatalog eine Anzeige erstellt werden, was enorm Ressourcen einspart. Es empfiehlt sich, die DA-Kampagnen durchgehend zu schalten.

Was es für solche DA-Kampagnen benötigt und wie sie aufgesetzt werden, wird in diesem Beitrag erläutert.

Targeting

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Targeting-Optionen: 1. Prospecting und 2. Retargeting.

  1. In der Prospecting-Stufe werden potenzielle Kunden angesprochen, die das Unternehmen oder die Produkte noch nicht kennen und demnach die Webseite auch noch nicht besucht haben. Diese Personen haben aber grundlegend an Themen rund um die Produkte/das Unternehmen Interesse. Man spricht von der grösstmöglichen erreichbaren und relevanten Zielgruppe.
  2. In der Retargeting-Stufe werden Personen angesprochen, welche bereits Interesse an bestimmten Produkten auf der Webseite oder in einer App gezeigt haben. Diese Personen müssen letztendlich vom Angebot überzeugt und zu einem Kauf animiert werden.

Typen

Nebst den «klassischen» Dynamic Product Ads unterscheidet Facebook noch zwischen folgenden Arten:

Travel Ads

Wenn eine Person einen Flug oder ein Hotel gesucht aber nicht gebucht hat, besteht die Möglichkeit, mit Travel Ads relevante Anzeigen zu den Reisezielen auszuspielen. Es ist möglich, Verfügbarkeiten und Preise in Echtzeit zu verwenden, die auf den gewünschten Reisezielen und -daten der angesprochenen Person basieren.

In der Prospecting-Stufe bietet Facebook die Möglichkeit, mit Trip Consideration zu arbeiten. Hier wird der Algorithmus verwendet, um potenzielle Reisende zu finden. Die sogenannte Reiseerwägung kann in der Anzeigeschaltung aktiviert werden, wenn das Werbeziel Conversions ausgewählt wird. Facebook priorisiert so die Auslieferung an Personen, die verreisen möchten.

In der Retargeting-Stufe werden schliesslich Personen angegangen, welcher bereits auf der Webseite oder in der App Unterkünfte, Flüge, etc. angeschaut haben. Facebook gleicht hier die Daten mit den Interessen der Nutzer ab.

Mehr Informationen zu den Travel Ads, wie man diese nutzt und branchenspezifische Kampagnentipps gibt es hier. Wie man Travel Ads einrichtet, wird hier aufgezeigt.

Innerhalb der Travel Ads unterscheidet man zwischen folgenden drei Arten:

  1. Hotel Ads: Hierbei wird ein Katalog verwendet, der die Hotelelemente wie beispielsweise die Hotel-ID, Hotelzimmerinformationen, Check-in Datum, die Länge des Aufenthaltes und mehr enthält. Mehr Informationen zum Datenfeed für Hotel Ads sind hier.
  2. Flight Ads: Der Datenfeed für Flight Ads beinhaltet Informationen zum Flug wie beispielsweise Abflug-Flughafen, Zieldestination, Preis und mehr. Die genauen Spezifikationen sind hier aufgeführt.
  3. Destination Ads: Auch dieser Datenfeed unterscheidet sich bei den Inhalten. Hier werden Informationen wie das Reiseziel (inkl. Adresse) mitgegeben. Die Spezifikationen sind diesem Beitrag zu entnehmen.

Automotive Ads

Hierbei handelt es sich um dynamische Anzeigen, welche für den Automobilmarkt optimiert sind. Der Produktkatalog wird hier als Fahrzeugkatalog bezeichnet. Der Vorteil dabei ist, dass die relevanten Angaben wie Marke, Modell, Baujahr etc. hinterlegt werden können. Mit Automotive Ads können interessierte Personen auf ein Leadformular, eine Webseite oder eine Produktdetailseite weitergeleitet werden. Auch diese Art von dynamischen Anzeigen bietet die Möglichkeit – wie auch die Travel Ads – Personen zu erreichen, welche ein Fahrzeug suchen.

Hier wird zwischen zwei Arten unterschieden: Den Automotive Inventory Ads und Automotive Offer Ads. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Real Estate Ads

Diese Anzeigeform wurde spezifisch für die Immobilienbranche entwickelt. Wie auch die regulären Dynamic Ads wird hier der Facebook-Pixel oder das SDK verwendet, um interessierte Personen zu erreichen. Es besteht aber zudem die Möglichkeit, Personen anzusprechen, welche bereits nach ähnlichen Inseraten gesucht haben. Beim Produktkatalog für Real Estate Ads werden zusätzlich noch Informationen wie die Adresse, die Anzahl von Schlaf- und Badezimmern sowie Angaben zum Ort (Stadtteil oder Stadt) hinterlegt. Wichtig ist, dass ein Katalog mindestens 100 Immobilieninserate enthält.

Bei den Real Estate Ads sind die Anzeigeformate Carousel Ad oder Single Image Ad möglich, wobei gemäss Facebook, Carousel Ads bessere Ergebnisse erzielen. Die Best Practices für Real Estate Ads können hier eingesehen werden. Ebenfalls zu berücksichtigen im Bereich Targeting müssen hier die «Einschränkungen für Immobilien-Anzeigen».

Anzeigeformen & Gestaltungsmöglichkeiten

Alle relevanten Informationen wie Name des Produkts, Bild, Preis, Verfügbarkeit etc. werden aus dem Produktekatalog gezogen. Die Anzeigen müssen also nicht einzeln erstellt und bearbeitet werden. Wichtig ist demnach, dass allfällige Änderungen direkt im Produktekatalog vorgenommen werden.

Es gibt verschiedene Formen von Dynamic Product Ads:

  • Carousel Ad
  • Einzelnes Bild
  • Collection Ad

Die Anzeigen werden auf Facebook (Feed, rechte Spalte, Marketplace), Instagram (Feed und Stories), dem Audience Network (Nativ, Banner und Interstitial) oder im Messenger (Startseite) ausgespielt. Zudem gibt es verschiedene Gestaltungsoptionen wie Slideshow, Overlays oder Angebote. Die Gestaltungsmöglichkeiten können in den Creative Tools von Facebook vorgenommen werden. Es können eigens kreierte Rahmen, Kataloginformationen wie beispielsweise der Rabatt in Prozenten oder Produktmarkierungen ins Bild eingefügt werden. Mehr zu den Designspezifikationen für Dynamic Ads sind hier zu finden.

Die Gestaltungsmöglichkeiten der Travel Ads unterscheiden sich von den restlichen dynamischen Anzeigearten. So kann man beispielsweise bei den Hotels den Preis, einen durchgestrichenen Preis oder Rabatte in Prozent einfügen. Dafür ist die Farbe wählbar. Bei den Flügen und Reisezielen wird nur ein Overlay mit dem Preis unterstützt. Dafür kann das Bild in Form eines Rechtecks, Kreis oder Dreiecks angezeigt werden.

Auf der unten abgebildeten Grafik wird eine Collection Ad (Bild 1), ein Carousel Ad (Bild 2) und ein Carousel Ad mit Overlay (Bild 3) gezeigt:

Quelle: Screenshots DA-Anzeigen

Erfahrungsgemäss funktionieren Anzeigen mit einem auffälligen Overlay besser. Sie generieren die nötige Aufmerksamkeit und regen die Person zum Klicken an. Collection Ads eignen sich zudem gut, um ganze Produktpaletten zu bewerben. Durch das Video im oberen Bereich kann zudem Awareness geschaffen werden.

Voraussetzungen

Tracking

Um DPA-Kampagnen zu schalten, ist ein sauberes Tracking auf der Webseite (Online-Shop) wichtig. Denn nur so werden die relevanten Signale an Facebook übergeben. Dies ist wichtig für die Ausspielung der Produkte, die Optimierungen und zu guter Letzt sollte auch die Performance der Kampagne korrekt gemessen werden können.

Für ein umfassendes Tracking der Webseite auf Facebook/Instagram wird der Facebook Pixel oder für mobile Applikationen das Facebook SDK benötigt. Der Facebook Pixel Basiscode erfasst auf allen Seiten automatisch die PageViews, auf welchen er integriert wird. Nebst dem Basiscode müssen auch diverse Eventcodes inkl. den notwendigen Parametern definiert werden, um weitere Handlungen der Nutzer zu erfassen. Folgende Codes sind für die Schaltung von Dynamic Product Ads wichtig (je nach Dynamic Ads Typ können sich diese Events und notwendigen Konfigurationen jedoch unterscheiden):

  • Inhalt anzeigen: Nachverfolgen der Aufrufe von Produkten (ViewContent)
  • Produkt in den Warenkorb legen: Nachverfolgung, wenn ein Produkt in den Warenkorb gelegt wird (AddToCart)
  • Kauf: Nachverfolgen, wenn ein Produkt gekauft wurde (Purchase)

Durch das iOS14-Update ist es leider nicht mehr möglich, immer alle Events zu messen. Sobald eine Person das Tracking ablehnt, wird nur ein Signal Facebook übergeben, weshalb die Events im Werbekonto priorisiert werden müssen. Mehr Details zum Thema werden in der Podcast Episode 45 – Fragen und Antworten zum iOS14 Update – erläutert sowie in den folgenen Artikeln:

Wenn eine App verwendet wird, muss das Facebook SDK in der mobilen App installiert werden. Wie das geht, wird in diesem Beitrag erläutert. Anschliessend muss der Pixel oder SDK mit dem Katalog verknüpft werden, um die Anzeigen dynamisch ausspielen zu können.

Produktekatalog anhand des Beispieles Dynamic Product Ads

Damit die Produkte aus dem Shop beworben werden können, braucht es einen Produktekatalog (Datenfeed) mit allen relevanten Informationen, welcher auf Facebook bzw. im Business Manager (Bereich Commerce Manager) hochgeladen werden muss. Es können mehrere Datenfeeds integriert werden. Der Datenfeed kann sich je nach Anzeigetyp (Product Ad, Travel Ad, Automotive Inventory Ad, Real Estate Ad) unterscheiden. Auf die unterschiedlichen Spezifikationen für die Anzeigen wurde bereits eingegangen.

Basiert der Shop auf Shopify, Magento oder BigCommerce, braucht es diesen Schritt nicht, da es sich hierbei um die Partner von Facebook handelt und die Produkte automatisch übergeben werden. Produktkataloge können im Werbeanzeigemanager unter «Unternehmenseinstellungen», «Kataloge» hochgeladen und im «Commerce Manager» bearbeitet werden:

Quelle: Screenshot Werbeanzeigemanager / Commerce Manager Hutter Consult AG

Unter «Auswahl» können zudem verschiedene Produktpaletten erstellt werden. So können in verschiedenen Kampagnen unterschiedliche Produkte beworben werden.

Quelle: Screenshot Commerce Manager Hutter Consult AG

Wichtig ist, dass der Produktekatalog fehlerfrei ist. Zudem ist es empfehlenswert, Produkte, welche nicht mehr an Lager sind, zu kennzeichnen oder gar nicht erst aufzunehmen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Grösse der Produktpalette. Je mehr Produkte in einem Katalog enthalten sind, desto mehr Möglichkeiten hat Facebook, die Zielgruppe richtige zu erreichen. Bei den dynamischen Produkteanzeigen empfiehlt sich eine Mindest-Produktanzahl von 20, bei den spezifischen dynamischen Anzeigen wie Immobilien oder Reisen sind es deutlich mehr. Die Best Practices von Facebook für die Verwaltung von Produktpaletten in einem Katalog sind hier zu finden.

Feed Management Tool: Ein fehlerfreier Datenfeed ist für die Erstellung von DA-Kampagnen essenziell. Da auch für andere E-Commerce-Tätigkeiten (beispielsweise Google Shopping) Datenfeeds benötigt werden, diese aber teils andere Informationen benötigen, ist es wichtig, den Überblick zu bewahren. Es gibt speziell entwickelte Feed Management Tools, welche es den Unternehmen erleichtern, die Daten zu aggregieren, kategorisieren und zu standardisieren. So können die eigenen Anforderungen verwaltet, die Produkte kategorisiert und der Datenfeed einfach aufbereitet, zentral verwaltet und von einem Ort aus den verschiedenen Plattformen zur Verfügung gestellt werden.

DA-Kampagnen erstellen

1. Die DA-Kampagnen werden wie auch andere Anzeigen im Facebook Werbeanzeigemanager erstellt. Dynamische Ads sind nur mit folgenden Zielen möglich:

  • Katalogverkäufe
  • App-Installationen
  • Leadgenerierung
  • Conversions
  • Traffic
  • Nachrichten

2. Nachdem das Kampagnenziel gewählt wurde, kann der Produktekatalog auf Kampagnen-, Anzeigegruppen- oder Anzeigenebene ausgewählt werden. Auf welcher Ebene die Kataloge ausgewählt werden, hängt von der Zielsetzung ab:

  • Katalogverkäufe: Kampagnenebene
  • App-Installationen oder Leadgenerierung: Anzeigegruppe
  • Conversions, Traffic oder Nachrichten: Anzeigenerstellung

3. Beim Ziel «Katalogverkäufe» sind die geschalteten Anzeigen automatisch dynamisch. Bei den App-Installationen oder Leads erscheinen nach der Auswahl des Produktkatalogs im Tab «Zielgruppe» die dynamischen Targeting-Optionen.

4. Nun müssen wie bei den übrigen Kampagnen das Budget, die Zielgruppen sowie Platzierungen definiert werden.

5. Auf Anzeigenebene wird schliesslich die Anzeige erstellt. Wie eingangs erwähnt, gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten bei der Anzeigenerstellung. Es empfiehlt sich, verschiedene Anzeigen zu testen, da nicht immer die gleiche Gestaltungsart die «Bestperformende» ist.

6. Wir empfehlen, mit unterschiedlichen Kampagnen und Produktepaletten zu arbeiten, um den gewünschten Zielwert zu erreichen. Eine Aufsplittung der Produkte vereinfacht Optimierungen, während dem die Kampagne aktiv ist.

Beispiel einer DA-Kampagne mit Produkten

  1. In einer ersten Stufe werden die definierten Zielgruppen mit  BroadDynamic Product Ads angesprochen (Prospecting). Es wird empfohlen, mit mehreren Zielgruppen zu arbeiten und verschiedene Anzeigeformate oder Gestaltungsmöglichkeiten wie Carousel Ads, Collection Ads und Overlays zu testen. Allenfalls macht es auch Sinn, verschiedene Produktekataloge zu bewerben. Möglichst viele Personen innerhalb der Zielgruppe sollen mit den Werbemitteln interagieren. Je nach Anzahl Signalen bzw. Conversion-Events empfiehlt sich eine Optimierung auf einer der Events «ViewContent», «InitiateCheckout», «AddToCart» oder «Purchase».
  2. In einer zweiten Stufe werden schliesslich Personen angegangen, welche sich in den letzten 14 Tagen ein Produkt angeschaut haben, dieses jedoch weder in den Warenkorb gelegt noch gekauft haben. Diese Personen werden nochmals (Remarketing) mit einem Dynamic Product Ad angesprochen. Je nach Datenfeed können die ausgespielten Produkte und Zeitintervalle ausgeweitet werden.

Hier eine Möglichkeit:

Eine Person schaut sich in der ersten Stufe Produkt A an, kauft dieses aber nicht. Ihr wird nun in der Retargetingstufe über 14 Tage Produkt A ausgespielt. Kauft sie dieses nicht, wird ihr weitere 14 Tage Produkt B (ein ähnliches Produkt, welches sich beispielsweise nur in der Form von Produkt A unterscheidet) ausgespielt. Wird auch in dieser Zeit kein Kauf generiert, werden der Person noch Topseller der Kategorie über 7 Tage gezeigt.

Die Optimierung in dieser Stufe erfolgt auch wieder je nach Signaleingang auf einer der oben aufgeführten Events.

Kauft eine Person in der definierten Zeit kein Produkt, verlässt sie automatisch den Funnel.

Fazit

Dynamic Ads sind eine schöne Form, Verkäufe über Facebook/Instagram Ads zu steigern. Dadurch, dass die Anzeigen dynamisch ausgespielt werden, können die Bedürfnisse der Zielgruppe spezifisch angegangen werden. Es werden jeweils automatisch die relevanten Produkte/Inhalte ausgespielt.

Ein grosser Vorteil von Dynamic Ads ist, dass diese ressourcensparend sind. Sie generieren nach dem Aufsetzen meist weniger Pflegeaufwand, vor allem, wenn es eine Vielzahl an Produkten sind, welche beworben werden. Auch sind diese Feed-basiert und werden automatisiert geschalten. Zudem wird empfohlen, dynamische Anzeigen fortlaufend zu bewerben bzw. die Kampagnen durchgehend laufen zu lassen. Da es sich hierbei um automatisierte Kampagnen handelt, werden die Artikel laufend optimiert und beworben. Dynamic Ads sind zudem einfach skalierbar.

Ein weiterer Vorteil von Dynamic Ads ist, dass das Anzeigenlimit von Facebook weniger belastet wird. Es können also mehr Anzeigen für beispielsweise Branding Massnahmen usw. eingesetzt werden.

Wir empfehlen Unternehmen, welche einen Online-Shop betreiben bzw. Waren/Dienstleistungen in den erläuterten Themenfelder anbieten, dynamische Anzeigen zu schalten. Zu Beginn kann dies in Form eines Testes sein. Falls die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, kann eine Always-on Kampagne geschalten werden. Wichtig ist, dass dynamische Kampagnen, da viele Facetten vom Katalog über die technische Integration, die Datenqualität im Feed, Cross- und Up-Selling, usw. beachtet werden müssen, von Anfang an sauber und durchdacht konzipiert werden, um hier langfristig und kontinuierlich erfolgreich zu sein.

Facebook: Einschränkungen der Targeting-Optionen in Planung

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Meta plant Einschränkungen im Targeting von Zielgruppen mit Werbeanzeigen, die Faktoren wie religiöse Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung, Ethnie, Gesundheit und viele weitere Faktoren nutzen. Diese Targeting-Möglichkeiten sollen komplett entfernt werden, um die Anzeigenschaltung basierend auf sensiblen Themen zu verhindern. Ab 19. Januar 2022 treten die Änderungen für Werbetreibende auf Meta’s Plattformen Facebook, Instagram, Messenger und im gesamten Audience Network in Kraft.

Welche Targeting-Optionen sind betroffen?

Graham Mudd, Vizepräsident Produktmarketing bei Meta, kündigte in einem Blogpost an, dass die Social-Media-Plattformen sich den wandelnden Erwartungen der Konsumenten in Bezug auf Art und Weise, wie Werbetreibende sie auf den Werbeplattformen erreichen können, besser gerecht werden wollen. Dabei soll verhindert werden, dass Werbetreibende die bereitgestellten Targeting-Optionen missbrauchen. Meta reagiert hiermit auf anhaltende Kritik, welche die Micro-Targeting Möglichkeiten betreffen. Bürgerrechtsorganisationen forderten Facebook dazu auf, Mechanismen zu entfernen, welche zu Diskriminierung oder zu Targeting von schutzbedürftigen Gruppen führt. Nun hat das Unternehmen laut eigenen Angaben das Feedback von «Bürgerrechtsexperten, politischen Entscheidungsträgern und anderen Interessensgruppen» berücksichtigt und sich entschieden, diverse Targeting-Optionen aus dem detaillierten Targeting zu entfernen. So soll sichergestellt werden, dass Werbeanzeigen auf den Social-Media-Plattformen nicht zu negativen Erfahrungen für Menschen in unterrepräsentierten Gruppen führen.

Ab 19. Januar 2022 entfernt Facebook’s Mutterkonzern Meta Optionen aus dem detaillierten Targeting, welche von Personen möglicherweise als sensibel wahrgenommen werden. Dazu zählen Ursachen, Organisationen oder Personen des öffentlichen Lebens, die sich auf Gesundheit, Rasse oder ethnische Zugehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Religion oder sexuelle Orientierung beziehen. Meta erwähnt explizit folgende detaillierte Targeting-Optionen als Beispiel:

  • Gesundheitliche Ursachen (z. B. «Lungenkrebsbewusstsein», «Weltdiabetestag», «Chemotherapie»)
  • Sexuelle Orientierung (z. B. «gleichgeschlechtliche Ehe» und «LGBT-Kultur»)
  • Religiöse Praktiken und Gruppen (z. B. «Katholische Kirche» und «Jüdische Feiertage»)
  • Politische Überzeugungen, soziale Themen, Ursachen, Organisationen und Zahlen
Gewisse Interessen-Targeting-Möglichkeiten werden zukünftig nicht mehr verfügbar sein.

Gewisse Interessen-Targeting-Möglichkeiten werden zukünftig nicht mehr verfügbar sein. Quelle: Facebook Ad Manager

Bei den entfernten Interessen-Targeting-Optionen hat der Facebook Algorithmus nicht die physischen oder persönlichen Merkmale der Personen berücksichtigt. Viel mehr wurden Konsumenten anhand derer Interkationen mit Inhalten auf den Werbeplattformen eingeschätzt und dementsprechend der betreffenden Zielgruppe hinzugefügt. Diese Einschränkungen im Zielgruppen-Targeting betrifft nicht nur Facebook, sondern auch alle anderen Meta-Plattformen. Demnach wird es auch bei Instagram, dem Messenger und im Audience Network nicht mehr möglich sein, Zielgruppen basierend solchen sensiblen Interessen anzusprechen.

Die Targeting-Einschränkungen sind nicht auf die oben genannten Beispiele limitiert. Meta kündigt an, dass die Targeting-Optionen laufend überprüft und aktualisiert werden, sowie dass regelmässig Targeting-Optionen entfernt werden, um das Anzeigensystem zu vereinfachen, einen Mehrwert für Werbetreibende und Personen zu bieten und das Missbrauchspotenzial zu verringern.

Zusätzliche Optionen in den Werbepräferenzen

Mit den Einstellungen zu den Facebook Werbepräferenzen können Personen festlegen, welche Anzeigen ihnen auf Facebook präsentiert werden. Dabei ist es zwar nicht möglich, Werbeanzeigen komplett auszuschalten, es können Präferenzen definiert und Optionen hinterlegt werden, um festzulegen, welche Informationen Facebook verwenden darf, um darauf basierend Anzeigen auszuliefern. Menschen wird so ermöglicht einzustellen, welche Werbung sie weniger sehen wollen. Dabei können Anzeigen von gewissen Werbetreibenden verborgen werden, aber auch gewisse Werbethemen.

Bisher konnten Personen Werbethemen ausblenden, welche von Politik, Wahlwerbung, Kindererziehung, Haustieren und Alkohol handelten. Mit Anfang 2022 will Meta den Menschen mehr Optionen für die Individualisierung der präferierten Werbethemen zur Verfügung stellen. Hinzukommen sollen mehrere individualisierbare Werbethemen in den Einstellungen, welche mehr Kontrolle über den Anzeigeninhalt geben, unter anderem Glücksspiel und Gewichtsverlust.

Einstellungen zu den Werbepräferenzen.

Einstellungen zu den Werbepräferenzen. Quelle: Facebook.com

Welche Targeting-Optionen stehen noch zur Verfügung?

Für gewisse Unternehmen und Organisationen entfällt mit diesen Änderungen der Targeting-Optionen ein bedeutendes Werkzeug, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Werbetreibende, welche diese Interessen-Targeting-Optionen in Verwendung haben, können diese ab 19. Januar 2022 nicht mehr verwenden. Um die negativen Auswirkungen für betroffene Werbetreibende gering zu halten, verspricht Meta, das Anzeigensystem weiterzuentwickeln, sodass es allen Werbetreibenden einen Mehrwert bietet.

Folgende Targeting-Optionen stehen als Alternative zur Verfügung, um Konsumenten mit Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und Interessensgruppen zusammenzubringen:

  • Alter und Geschlecht: Targeting basierend auf demografischen Merkmalen wie Alter und Geschlecht kann weiterhin eingestellt werden.
  • Engagement Custom Audiences: Personen, die bereits mit dem Unternehmen oder der Organisation interagiert haben, können in Zielgruppen aufgenommen werden. So können Konsumenten angesprochen werden, welche bereits ein «Gefällt mir» auf der Facebook-Seite hinterlassen haben oder ein Video im News-Feed gesehen haben.
  • Lookalike Audiences: Vorhandene Engagement Custom Audiences oder Website Custom Audiences können als Quelle für Lookalike Audiences dienen. So können statistische Zwillinge zu Personen gefunden werden, die bereits auf der Website waren, oder mit dem Unternehmen auf Facebook, Instagram, dem Messenger oder im Audience Network interagiert haben.
  • Website Custom Audiences: Targeting auf Personen, die bereits die Website des Unternehmens oder der Organisation besucht haben, ist weiterhin möglich.
  • Location Targeting: Standortbasiertes Targeting ist weiterhin verfügbar. So können Werbetreibende in einem gewissen Radius um das eigene Ladengeschäft werben oder Regionen auswählen, in welche ihr Produkt versendet werden kann.
  • Upload von Kundendaten: Unternehmen und Organisationen können Kundendaten hochladen und basierend auf diesen eine benutzerdefinierte Zielgruppe erstellen. Diese kann auch als Grundlage für weitere Lookalike Audiences dienen. Hierfür ist allerdings zwingend die Erlaubnis der betroffenen Personen erforderlich.

Fazit

Organisationen und Unternehmen, welche ihre Zielgruppen über detaillierte Targeting-Optionen basierend auf Interessen im Zusammenhang mit sensiblen Themen angesprochen haben, können ab 19. Januar 2022 diese Targeting-Möglichkeit nicht mehr verwenden. Dadurch und aufgrund der Veränderungen in den Einstellungsmöglichkeiten der Werbepräferenzen, wird das Erreichen der Zielgruppe für Unternehmen, welche die betroffenen Targeting-Möglichkeiten für eine positive Werbebotschaft verwendet haben, erschwert. Diesen Werbetreibenden bleibt nichts anderes übrig, als auf andere Targeting-Optionen umzusteigen.

Facebook: Lead Ads – eine Kurzübersicht

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Es ist bereits über 6 Jahre her, als die ersten Tests mit Lead Ads auf Facebook durchgeführt wurden. Und seither hat sich nicht nur das AdFormat weiterentwickelt. Lead Ads haben vor allem in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen. Denn einer der grossen Vorteile der Lead Ads ist, dass das Format innerhalb der Plattform funktioniert. Es benötigt also keine Landingpage und der Nutzer bleibt auf der Plattform, weshalb es keine Einschränkungen bezüglich Tracking gibt.

Aber wie sind die Möglichkeiten von Lead Ads und welche Vorteile bringen diese nebst dem Fakt des nahtlosen Trackings? In diesem Blogbeitrag geben wir eine Übersicht zum immer beliebter werdenden AdFormat.

Was sind Lead Ads?

Leads sind potenzielle Kunden, die durch das Übermitteln von Daten über das Leadformular Interesse am Produkt oder an einer Dienstleistung geäussert haben. Durch Lead Ads können solche Leads generiert werden. Es sind im Grunde genommen Ads mit integriertem Formular zur Leadgenerierung. Klickt man auf das Bild oder Video der Anzeige, öffnet sich das erstellte Formular direkt auf Facebook/Instagram. Dabei werden Daten wie Name, Vorname und E-Mail-Adresse automatisch ausgefüllt, was benutzerfreundlich ist. Der Lead findet auf der Plattform (in der Facebook Mobile App oder Instagram Mobile App) selbst statt und der Nutzer wird nicht auf eine externe Landingpage weitergeleitet. Es bestehen keine Datenverluste durch eingeschränkte Trackingmöglichkeiten.

Bereits im Blogbeitrag von 2015 wurden die Möglichkeiten von Lead Ads ausführlich aufgezeigt. In den letzten Jahren hat sich das Format jedoch weiterentwickelt.

Aufbau, Arten und Ziele

Lead Ads können im Werbeanzeigenmanager direkt erstellt werden. Dafür erstellt man eine neue Kampagne und wählt das Ziel «Leadgenerierung»:

Erstellen einer «Leadgenerierung» Kampagne

Auf Kampagnenebene werden wie gewohnt die Buchungsart, bei Bedarf «Budgtoptimierung auf Kampagnenebene» sowie «A/B-Test» definiert. Eine Stufe weiter unten – auf der Ebene der Anzeigengruppe – wird nebst den üblichen Einstellungen wie die Auswahl der Seite, allenfalls das Budget, Laufzeit, die Zielgruppe (Achtung: Mindestalter von 18 ist notwendig) sowie die Platzierungen auch die Lead-Methode definiert. Dabei kann zwischen folgenden Methoden ausgewählt werden:

Instant-Formulare

Beim Instant-Formular ist standardmässig die Optimierung auf ein «Höheres Volumen» festgelegt. Über diesen Formulartyp können Nutzer schnell und einfach ihre Informationen einreichen, was oft eine höheren Anzahl Leads generiert. Eine hohe Anzahl an Leads ist aber nicht immer die beste Option. Wenn qualifizierte Leads höher gewertet werden, sollte die Optimierung auf «höhere Kaufabsicht» vorgenommen werden. Instant-Formulare mit dem Optimierungsziel «höhere Kaufabsicht» zeichnen sich durch drei Merkmale aus:

  • Kontextinformationen, die angeben, dass dein Unternehmen Kontakt aufnehmen wird.
  • Vorschaubildschirm, auf dem Nutzer die Informationen bestätigen können.
  • Slider-Button auf dem Vorschaubildschirm, mit dem das Instant-Formular gesendet werden kann.

Diese Funktionen verhindern oftmals, dass Personen das Formular einreichen, welche nur gering am Produkt oder an einer Dienstleistung interessiert sind.

Achtung: Instant-Formulare für höhere Kaufabsicht wird nur auf dem Facebook- und Instagram-Mobile-Feed, nicht aber auf dem Desktop ausgespielt.

Click-to-Call Ads

Anruf-Anzeigen sind Ads, bei denen man versucht, Personen dazu anzuregen, ein Unternehmen anzurufen.

Bei den Click-to-Call Ads unterscheidet man zwischen zwei Arten: Click-to-Call Ads mit und ohne Anruferweiterung. Bei der Anzeige ohne Anruferweiterung wird die Anzeige (Bild oder Video) mit einem «Jetzt anrufen»-Button versehen. Klickt ein Nutzer auf diesen Button, öffnet sich auf dem Smartphone die Wählhilfe, auf dessen die Telefonnummer angezeigt wird. Bei der Click-to-Call Ad mit Anruferweiterung wird man nach dem Button-Klick auf eine Webseite geführt, damit man sich über die Produkte oder Dienstleistungen informieren kann, bevor der Anruf getätigt wird. Der Anruf-Button erscheint erst auf der Landingpage.

Ein kleiner, aber wichtiger Punkt ist, dass man beide Anzeige-Arten so planen kann, dass diese nur während der Öffnungszeiten des Unternehmens sichtbar sind, um Anrufe ins Leere zu vermeiden.

Die Anzeigen ohne Anruferweiterung werden auf Traffic oder Leadgenerierung, diejenigen mit Anruferweiterung auf Conversion optimiert. Mehr Details zu den Zielen und Platzierungen erläutert Facebook hier:

Bei den ausgewiesenen Leads handelt es sich gemäss Facebook aber lediglich um eine Schätzung, denn ob der Anruf auch wirklich stattgefunden hat, kann die Plattform nicht messen.

Automatisierter Chat: Click-to-Message Ads

Diese Art von Anzeige leitet einen Nutzer direkt zu den Messenger-, Instagram- oder WhatsApp-Nachrichten, damit dieser mit dem Unternehmen kommunizieren kann. Dabei können mehrere Kontaktpunkte angegeben werden. Facebook entscheidet dann, wo eine Unterhaltung am wahrscheinlichsten stattfinden wird und leitet den Nutzer entsprechend weiter. Vor dem Klick auf die Anzeige wird dem Nutzer gezeigt, auf welche App er weitergeleitet wird.

Die Ziele von Click-to-Message Ads sind Nachrichten, Traffic oder Conversions. Je nach Ziel wird die Platzierung bzw. die Plattform beeinflusst:

  • Click-to-Messenger Ads: Platzierung auf Facebook, Instagram oder Messenger möglich
  • Click-to-Instagram Ads: Platzierung nur auf Instagram möglich
  • Click-to-WhatsApp Ads: Platzierung auf Facebook und Instagram möglich

Best Practices für Click-to-Message Ads hat Facebook hier aufgeführt.

Wird das erste Mal ein Leadformular erstellt, müssen zuerst die Nutzungsbedingungen für Lead Ads von Facebook akzeptiert werden. Die Anzeige sowie das Leadformular wird schlussendlich bei der Anzeigenerstellung erstellt. Das Lead Formular kann zudem über die Facebook Seite (Beitragsoptionen) in der Formularbibliothek erstellt werden. Dort besteht ebenfalls die Möglichkeit, eine Vorschau abzurufen, nicht mehr benötigte Leadformulare zu archivieren oder Leads herunterzuladen.

Auf die Erstellung der Lead Ads wird in diesem Artikel nicht weiter eingegangen. Wie Lead Ads im Werbeanzeigemanager erstellt werden, erläutert Facebook in diesem Beitrag.

Achtung: Ist ein Leadformular einmal publiziert, kann dieses nicht mehr bearbeitet werden. Falls es im Nachgang noch Anpassungen gibt, muss das Formular dupliziert oder neu erstellt werden.

Der Einsatz von Lead Ads empfiehlt sich vor allem bei folgenden Zielsetzungen: Generierung von Newsletter Anmeldungen, Angebotsanfragen, Rückrufe oder Informationen zum Unternehmen anfordern. Die Möglichkeiten der Kundenakquisition durch Lead Ads wurden bereits in diesem Blogbeitrag aufgezeigt.

Best Practice

Bei der Erstellung bzw. beim Einsatz von Leadgenerierungs-Kampagnen sollten einige Punkte beachtet werden. Facebook hat eine Auflistung an Tipps erstellt, welche helfen sollen, mehr Personen zu erreichen und die Conversion Rate zu erhöhen:

  • Ansprechende Bilder oder Videos und relevanter Call-to-Action-Button verwenden: Wie bei jeder Anzeige ist es wichtig, die Aufmerksamkeit des Nutzers zu gewinnen. Ansprechende Anzeigen animieren die Person eher, die Anzeige anzuschauen und zu klicken.
  • Laufzeit & Budget: Es ist wichtig, dass die Laufzeit und das Budget überdacht werden. Denn die eintreffenden Leads sollten vom Unternehmen auch weiterverarbeitet werden können und nicht zu Ressourcenengpässen führen.
  • Automatische Platzierungen: Auch wenn auf Instagram nicht alle Funktionen verfügbar sind, empfiehlt sich immer, die Anzeigen plattformübergreifend zu schalten, um die Reichweite zu erweitern. Dies gilt grundsätzlich für alle Kampagnen.
  • Einsatz von Custom Audiences und Lookalike Audiences: Durch den Einsatz von Custom Audiences und sogenannten Zwillingszielgruppen kann die relevante Zielgruppe erweitert und interessierte Personen weitergezogen werden.
  • Verknüpfung des CRM: Durch das Verwenden der Informationen aus dem CRM hat Facebook relevante Informationen, um die Kampagne entsprechend zu optimieren und die Qualität der Leads zu steigern. Hier eine Liste der verfügbaren CRM- und Kundensystemintegrationen für Lead Ads.
  • Nutzer informieren: Durch die Einleitung im Lead Ad bzw. dem Abbilden relevanter Informationen können Unklarheiten beim Nutzer beseitigt und die Vorteile aufgezeigt werden.
  • Einfachheit & Nutzerfreundlichkeit: Der Nutzer soll nicht überfordert werden. Demnach ist es wichtig, nur die essenziellen Punkte anzufragen und mit Fragen einzusetzen, welche eine lediglich eine kurze Antwort benötigen. Durch den Einsatz von Fragen mit automatisch ausgefüllten Antworten kann die Teilnahme für den Nutzer weiter vereinfacht werden.
  • Die Verwendung von Multiple-Choice-Fragen kann zur besseren Leadqualität führen. Mehr zu antwortabhängigen Fragen wurde bereits von Thomas Hutter im Blog erläutert.
  • Abschluss: Beim Abschluss-Bildschirm können Nutzer auf weitere Handlungen hingewiesen werden, um die User-Journey weiterzuführen.
  • A/B-Test: Mit einem A/B-Test können verschiedene Formulare getestet und dadurch an die Zielerreichung hingearbeitet werden.

Folgende Punkte können beim Erstellen der Lead Ads zu Problemen führen und sollten deshalb beachtet werden:

  • Stolperfalle Sprache: Beim Erstellen eines Formulars ist standardgemäss die Sprache Englisch eingestellt. Diese sollte unter Einstellungen angepasst werden, damit die Felder im Formular auch in der korrekten Sprache angezeigt werden.
  • Teilen: Es kann zwischen «eingeschränkt» und «offen» ausgewählt werden, wobei bei «eingeschränkt» nur diejenigen das Formular ausfüllen können, die die Anzeige direkt ausgeliefert bekommen haben. Es wird empfohlen, die Standardeinstellung zu ändern und «offen» auszuwählen, damit das Formular auch geteilt werden kann.
  • Kein Link zu den Datenschutzbestimmungen: Eine Verlinkung zu den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens ist Pflicht.
  • Weniger ist nicht immer mehr: Es werden in der Regel mehr Leads generiert, wenn das Formular einfach gestaltet ist und weniger abgefragt wird. Weniger ist aber nicht immer mehr! Die Qualität der Leads wird dadurch meist beeinflusst. Somit ist es immer vorgängig abzuwägen, ob Qualität oder Quantität für das Unternehmen wichtiger ist.
  • Die Dankesseite bzw. Abschluss sollte ausgefüllt werden.

Qualität vs. Quantität

Nebst den Lead Ads besteht die Möglichkeit, die Leads bzw. in diesem Fall die Conversions über eine Landingpage zu generieren. Der grösste Unterschied – abgesehen vom Tracking und der Formulargestaltung – liegen wohl in der Qualität der Leads: Obschon die Quantität beim Einsatz der Lead Ads meist höher ist, ist die Qualität bei den Conversions über eine Landingpage meist besser. Die Qualität der Leads über eine Lead Ad kann vorwiegend über die Gestaltung der Anzeige beeinflusst werden. So generieren Anzeigen, bei welchen mehr Informationen abgefragt werden, vorwiegend die qualitativ besseren Leads. Es besteht aber auch die Möglichkeit, solche Vermutungen zu testen und unterschiedliche Leadformulare gegeneinander auszutesten (A/B-Test). Auch können mehrere Kampagnen mit unterschiedlichen Leadgenerierungs-Zielen (Leadformular oder Conversion) parallel aufgesetzt und gegeneinander getestet werden. Solche A/B-Tests werden immer wieder empfohlen durchzuführen und können dem Unternehmen interessante Erkenntnisse bieten.

Schnittstelle

Aber wie fliessen die auf Facebook generierten Leads in das CRM des Unternehmens? Durch eine CRM-Integration können die Leads automatisiert weiterverarbeitet werden. Ein manueller Auszug ist nicht nötig. Die Liste der Tools ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Dadurch ist eine Anbindung direkt oder durch eine weitere Schnittstelle nahezu immer möglich.

Custom Audiences durch Lead Formular

Durch den Einsatz von Leadformularen können auch Custom Audiences und Lookalike Audiences gebildet werden. Es bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Personen, welche das Formular geöffnet haben
  • Personen, welche das Formular geöffnet, aber nicht abgeschickt haben
  • Personen, welche das Formular geöffnet und abgeschickt haben

Ob ein Retargeting auf die Custom Audiences sinnvoll ist bzw. ob die Custom Audiences einbezogen oder besser ausgeschlossen werden, ist je nach Fall abzuwägen. Beispielsweise ist es möglicherweise sinnvoller, Personen, welche das Formular geöffnet, aber nicht abgeschickt haben im Retargeting auszuschliessen, statt noch einmal anzugehen. Denn Personen, welche das Formular geöffnet, aber nicht abgeschickt haben, haben wohl auch kein Interesse am Angebot.

Mittels den erstellten Custom Audiences können auch Lookalike Audiences erstellt werden. Dies ist vor allem für eine Zielgruppenerweiterung interessant.

Die Daten der Leadformulare zur Erstellung von Custom Audiences können insgesamt 90 Tage verwendet werden.

Wie komme ich zu den Leads

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie die Leads eingesehen werden können:

1. Leads Center

Eine Möglichkeit, die Leads einzusehen ist der Weg über die Facebook Seite. Über das «Leads Center» können die Einträge angeschaut, heruntergeladen, aber auch zusätzliche Leads (manuell oder durch einen Upload) hinzugefügt werden. Das Ergänzen der Leads ist sinnvoll, wenn beispielsweise Custom Audiences oder Lookalike Audiences der Leads gebildet werden.

Wie oben bereits erwähnt, können Leads auch über die Beitragsoptionen auf der Facebook Seite heruntergeladen werden.

2. Facebook Business Manager

Eine andere Möglichkeit, die Einträge herunterzuladen ist über den Facebook Business Manager. Auf der Anzeige selbst können mittels dem Handlungsmenü die Leads heruntergeladen werden:

Herunterladen von Leads über den Facebook Business Manager

Vor- / Nachteile Lead Ads

Wie fast jedes Format hat auch ein Lead Ad Vor- und Nachteile:

✔ schnelle Ladezeit & Zeitersparnisse für den Nutzer bei der Datenerfassung
✔ unkompliziertes und stimmiges Nutzererlebnis
✔ Mobile-First-Ansatz (Mobile optimiert)
✔ keine Trackingeinschränkungen
✔ relativ kostengünstig
✔ Custom Audiences können aufgrund des Leadformulars gebildet werden
✔ Standarddaten wie Name und E-Mail-Adresse werden vorausgefüllt
✔ A/B-Test von unterschiedlichen Formularen einfach möglich
✔ Quantität

✖ Eingeschränkt in der Formulargestaltung
✖ Schnittstelle/CRM sollte zuerst angebunden werden à Einmalaufwand
✖ Stolpersteine «Sprache» und «Teilen»
✖ Qualität

Fazit

Facebook Lead Ads sind ideal, um Leads innerhalb der Plattform zu generieren und bieten viele Vorteile. Entgegen vielen Annahmen sind diese einfach umgesetzt und können eine grosse Wirkung haben. Dennoch sind die Nachteile nicht zu verachten. Es ist wichtig, gerade die Qualität im Auge zu behalten. Auch empfiehlt sich, immer mal wieder verschiedene Ansätze zu testen, um so das Ziel effektiver zu erreichen. Wenn man die Stolpersteine kennt und ihnen entsprechend Beachtung schenkt, steht einer Leadgenerierungs-Kampagne nichts im Wege. Der Einsatz von Leadgenerierungs-Kampagnen kann für jedes Unternehmen spannend sein und es wird empfohlen, diese zumindest zu testen.


Podcast: Facebook Dynamic Ads optimieren

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Facebook Dynamic Ads sind nicht mehr wegzudenken. Insbesondere E-Commerce Unternehmen setzen auf die dynamische Auslieferung von Produkten auf Facebook und Instagram. Die Werbung, welche genau die Produkte anzeigt, für die man sich kürzlich interessiert hat, bzw. die man in den Warenkorb gelegt, aber nicht gekauft hat.

In der 57. Episode des Digital Marketing Upgrade Podcasts haben wir mit Daniel Stark über die Facebook Dynamic Ads Grundlagen besprochen. Nun kommt die Episode mit den Tipps und Tricks für Fortgeschrittene.

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Ist der Katalog mit dem Commerce Manager verbunden, das Facebook Pixel und die Conversions API korrekt integriert, kann es mit Dynamic Ads losgehen. In dieser Episode zeigt Daniel Stark auf, wie die Dynamic Ads optimiert werden können. Mit welchen Taktiken er mit seinen Kunden regelmässige Erfolge feiert. Und er zeigt auch auf, mit welchen Möglichkeiten die Facebook Dynamic Ads auch im grafischen Bereich optimiert werden können.

Diese Episode richtet sich an Facebook Werbetreibende, die bereits Erfahrungen mit Dynamic Ads haben und nun Ideen und Möglichkeiten suchen, die Anzeigen und die Auslieferung weiter zu optimieren.

Hier einige Blogbeiträge, die ebenfalls interessant sind:

 

 

Facebook: Tagesbudget richtig bestimmen

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Schon mal vorab. In diesem Beitrag wird nicht aufgezeigt, welches Tagesbudget eingesetzt werden soll. Denn das ist, und das wissen die meisten Werbetreibenden, sehr stark vom angebotenen Produkt oder Dienstleistung, der Zielsetzung und auch der Marke abhängig. Dann kommen noch weitere Faktoren wie Jahreszeit, Laufzeit, Werbeplatzierung und –gestaltung und mehr weitere dazu. Also nein, es gibt keinen einheitlichen Richtwert. Doch es gibt Ansätze, wie das optimale Tagesbudget berechnet werden kann. Und diese Ansätze werden in diesem Beitrag gezeigt.

Was ist der Unterschied von Tagesbudget und Laufzeitbudget? 

Zuerst etwas Theorie: Im Facebook Werbeanzeigen Manager gibt es zwei Arten von Budget. Das Tagesbudget und das Laufzeitbudget. Die beiden Budgetarten können entweder auf der Anzeigegruppe oder bei aktivierter Kampagnenbudget-Optimierung (CBO) auf Kampagnen-Ebene ausgewählt und bestimmt werden. Und was ist nun der Unterschied?

Tagesbudget 

Das Tagesbudget ist der Betrag, den Werbetreibende bereit sind, pro Tag für eine Anzeigengruppe oder Kampagne auszugeben. Dazu ist aber zu beachten, dass Facebook bei der Auslieferung das Budget um bis zu 25 % überziehen kann, wenn die Chancen für eine optimale Auslieferung bestehen. Sprich, wenn das Tagesbudget bei 100 Euro ist, hat der Algorithmus die Möglichkeit, bis zu 25 % oder mehr auszugeben, wenn der Algorithmus dies als sinnvoll erachtet. 

Vorteile

  • Die Ausgaben sind plus/minus 25 % gleichmässig.
  • Es wird auf die durchschnittlichen Kosten optimiert.

Nachteil

  • Unter Umständen werden schlechtere Resultate erzielt, da die Auktion nicht alle Chancen nutzen kann, da die Obergrenze auf maximal 25 % des Tagesbudgets definiert ist. 
  • Tagesbudget ist nur bei mehrtägigen Kampagnen einsetzbar.

 Anwendung

  • Tagesbudget ist bei fortlaufenden Kampagnen sinnvoll. Auch Kampagnen, die auf Conversions optimiert werden, ist das Tagesbudget sehr beliebt, da das Tagesbudget entsprechend der Performance ohne weiteres erhöht oder reduziert werden kann.  
  • Wenn regelmässige Resultate ohne markanten Spitzen erzielt werden.

Spezielles

Das Tagesbudget berechnet sich immer von 0:00 bis 23:59 Uhr. Startet eine Kampagne mit Tagesbudget von 100 Euro mittags um 12:00 Uhr, wird Facebook am ersten Tag nur ca. 50 Euro ausgeben. 

Laufzeitbudget 

Beim Laufzeitbudget ist der Algorithmus darauf bedacht, genau das definierte Laufzeitbudget im ausgewählten Zeitraum auszugeben. Dabei ist der Algorithmus frei, wie das Budget innerhalb der einzelnen Tage verteilt werden kann. Ist die Laufzeit sieben Tage und das Budget auf 700 Euro gesetzt, heisst das nicht, dass nun pro Tag 100 Euro ausgegeben werden. Der Algorithmus erhöht und minimiert die täglichen Ausgaben je nach Chancen in der Auktion. Gibt es Tage, wo der Algorithmus mehr Chancen wahrnehmen kann, wird auch mehr ausgegeben. Aber über die Laufzeit bleibt es das definierte Laufzeitbudget. 

Vorteile

  • Unter Umständen bessere Resultate, da die Auktion an Tagen mit besseren Auktionsmöglichkeiten mehr Chancen wahrnehmen kann. 
  • Klare Budgetierung ohne die Gefahr, dass das Budget überzogen wird. 

 Nachteile

  • Die Ausgaben sind ungleichmässig und dadurch wird auch die Performance ungleichmässig ausfallen. 

 Anwendung

  • Wenn die Laufzeit klar definiert und das Budget fix vorgegeben ist. 
  • Wenn die Resultate nicht gleichmässig erzielt werden sollen. 
  • Wird oftmals bei Kampagnenzielen durchgeführt, die weniger Optimierungspotential haben, beispielsweise bei Reichweite- und Engagement-Kampagnenzielen. 

Wie hoch sollte das Tagesbudget sein? 

Die Frage zur Höhe des Tagesbudgets wird immer wieder in Gruppen, aber auch in den Seminaren von Hutter Consult gestellt. Die Antwort lautet darauf immer wie beim Anwalt: «kommt darauf an». Es gibt jedoch einige Berechnungsmethoden, die genutzt werden können, um ein mögliches Tagesbudget zu definieren. 

Variante 1: Geschätzte Ergebnisse pro Tag 

Facebook hilft bei der Einrichtung der Kampagnen und gibt auch geschätzte Ergebnisse pro Tag an. Diese Schätzungen basieren auf den bisherigen Kampagnendaten im entsprechenden Werbekonto, dem definierten Tagesbudget, den Marktdaten, Targeting-Kriterien und Werbeplatzierungen. Die Zahlen geben einen ersten Eindruck, wie die Performance ausfallen könnte. Aber Vorsicht! Diese Zahlen sind reine Schätzungen und variieren teilweise massiv von den effektiven Ergebnissen. 

Diese Möglichkeit bietet jedoch die einfachste und schnellste Art, ein mögliches Tagesbudget zu bestimmen. Denn je nach ausgewähltem Kampagnenziel werden die geschätzten Ergebnisse pro Tag angepasst. 

Wenn Werbetreibende eine Kampagne mit dem richtigen Ziel auswählen und eine Anzeigegruppe erstellen, können in dieser Anzeigegruppe die Zielgruppe und auch die Werbeplatzierungen ausgewählt werden. Anschliessend kann unter Budget und Zeitplan das Tagesbudget ausgewählt und einen Betrag im Feld Budget eingetragen werden. Nun zeigt Facebook in der rechten Spalte die geschätzten Ergebnisse an. Dabei werden bei Traffic-Kampagnen «Klicks», bei Video-Kampagnen «ThruPlays» und bei Conversion-Kampagnen «Conversions» als Ergebnisse geschätzt. Wird beim Ergebnis der Wert «> 10» angezeigt, so ist davon auszugehen, dass das Tagesbudget zu klein für dieses Kampagnenziel bzw. diese Anzeigegruppe ist. Wird ein von/bis Wert dargestellt, ist es ein leichtes nun selbst abzuschätzen, ob die auferlegten Ziele damit erreicht werden oder ob das Budget höher sein sollte. 

Variante 2: Mit Benchmarks Tagesbudget errechnen 

Mit Benchmarks sind nicht irgendwelche Zahlen aus dem Netz gemeint, die aufzeigen, wie hoch die durchschnittliche Klickrate oder der durchschnittliche Klickpreis ist, sondern interne Benchmarks von vergangenen Kampagnen. Sind somit im Werbekonto bereits Kampagnen durchgeführt worden, kann auf Basis dieser Werte ein Benchmark definiert werden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn je nach Kampagnenziel sind die Werte massiv unterschiedlich. So hat eine Kampagne mit dem Ziel «Video Views» deutlich tiefere Klickraten als eine Traffic-Kampagne, da der Algorithmus bei den beiden Kampagnenzielen unterschiedlich optimiert und ausliefert. Daher ist es wichtig im Werbeanzeigenmanager bei der Suche oben, nach dem entsprechenden Ziel zu filtern.  

Ein Beispiel: Ein Online-Shop möchte die neue Kollektion mittels Facebook und Instagram Ads bewerben und dabei direkt Verkäufe generieren. Es handelt sich da also um eine Kampagne mit dem Ziel «Conversions». Nun geht der Werbetreibende in das Werbekonto und filtert im Werbekonto oben in der Suche nach Ziel «Conversion». Wichtig, unbedingt den Zeitraum bei Bedarf anpassen. Je nach Anzahl der Kampagnen sollte der Zeitraum auf ein halbes Jahr oder sogar noch länger gewählt werden.  Nun werden dem Werbetreibenden alle Kampagnen angezeigt, die mit dem Ziel Conversions ausgeliefert wurden. Wenn die Spalte «Kosten pro Conversion» eingeblendet wird, ist in der Darstellung schnell ersichtlich, was in der Vergangenheit für eine Conversion ausgegeben wurde. Jetzt kann eruiert werden, wie viele Conversions im Optimalfall pro Tag generiert werden sollten und multipliziert die Kosten pro Conversion mit der Anzahl der gewünschten Conversions. Somit bekommt man einen Anhaltspunkt für das Tagesbudget. 

Sind die durchschnittlichen Kosten pro Conversion bei 5 Euro und es sollen täglich 10 Conversions generiert werden, dann ist das Tagesbudget bei mindestens 50 Euro. 

Das gleiche Vorgehen ist auch bei Video-, Reichweiten-, Traffic- und sonstigen Kampagnen zu wählen.  

Grundsätzlich gilt hier die Regel, je mehr Conversions in einer kurzen Zeit erzielt werden, desto schneller verlässt die Werbeanzeigengruppe die Lernphase. 

Variante 3: Betriebswirtschaftliche Kostenkalkulation 

Diese Variante ist für Werbetreibende sinnvoll, die Conversions-Kampagnen umsetzen möchten und bisher noch keine Erfahrungswerte vergangener Kampagnen sammeln konnten. 

Bei dieser Variante wird eine betriebswirtschaftliche Berechnung von möglichen Kosten bzw. dem möglichen Tagesbudget aufgezeigt. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, dies zu berechnen. In diesem Beitrag werden zwei valide Möglichkeiten vorgestellt: 

1. Möglichkeit: Auf Basis des durchschnittlichen Warenkorbwerts

Der durchschnittliche Warenkorbwert des eigenen Shops ist, oder sollte zumindest, jedem Werbetreibenden bekannt sein. Hier ein Beispiel eines deutschen Modehändlers mit einem Warenkorbwert von durchschnittlich 250 Euro. Die Kalkulation wäre wie folgt: 

Warenkorbwert brutto: € 250
– Mehrwertsteuer: € 39.90 (19 %)
– Retouren: € 105.05 (50 % durchschnittliche Retourenquote)
– Materialkosten: € 31.50 (30 %)
= Netto-Umsatz: € 73.10 

Das heisst, bei einem Warenkorbwert von 250 Euro bleiben dem Online-Shop rund 73.10 Euro. Weiter kommen Kosten wie Personal, Mieten, IT, Versicherungen, Marketing und mehr dazu. In diesem Beispiel wird von einem Anteil von rund 20 % der Netto-Kosten ausgegangen. Dies ergibt somit einen Ertrag vor Steuern von rund 58 Euro.

Im Umkehrschluss heisst dies, dass eine Conversion bis zu 58 Euro kosten darf und das Unternehmen dabei immer noch im Break-even ist. Mit Conversion-Werte darunter wird ein Gewinn erzielt. (Es wurde bewusst eine einfache Kalkulation gewählt, da die ganze Preiskalkulation inklusiv Steuerthematik und auch Kundenwert über eine gewisse Laufzeit, den Rahmen hier gesprengt hätte.)

Nach Bestimmung dieses Wertes, kann der Werbetreibende anhand der Ziele definieren, wie viele Conversions pro Tag erzielt werden sollen und multipliziert diese mit den errechneten maximalen Conversion-Kosten. Daraufhin geht es an die Optimierung und die Beobachtung, ob die effektiven Conversion-Werte dem errechneten Conversion-Wert entspricht. 

2. Möglichkeit: Preiskalkulation von Produkten & Dienstleistungen

Die zweite Möglichkeit unterscheidet sich wenig von der ersten Variante. Diese wird aber meist bei Shops eingesetzt, die nur wenige Produkte haben bzw. die Produkte einzeln gekauft werden. Beispielsweise wenn ein Unternehmen einen Online-Kurs anbietet, ein kostenpflichtiges E-Book oder sonstige Dienstleistungen. 

Hier wird vom Bruttoproduktpreis die Mehrwertsteuer, allfällige Rabatte, Material- & Produktionskosten, Personalkosten, Mieten, Marketingkosten, IT-Kosten, Abschreibungen, Versicherungen und weitere Kosten anteilsmässig subtrahiert, um so die optimalen Conversion-Kosten zu errechnen. Auch hier gilt wieder, das angestrebte Ziel im Tagesbudget einzurechnen. Sind die errechneten Conversion-Kosten bei 150 Euro und Ziel ist es, ein Monatsumsatz von 10’000 Euro zu generieren, sind dies rund 66 Conversions. Aufgeteilt auf 30 Tage ist dies ein Tagesbudget von 330 Euro (2 Conversion pro Tag à 150 Euro). 

Wichtiger Hinweis

Insbesondere bei Conversion-Kampagnen benötigt der Algorithmus pro Anzeigegruppe in den ersten sieben Tagen 50 Conversions, damit die Anzeigegruppe aus der Lernphase kommt. Bei der zweiten Möglichkeit, sollten somit pro Tag mehr als sieben Conversions generiert werden, damit das System aus der Lernphase kommt. Bedeutet also, dass das Tagesbudget mindestens bei 1’050 Euro sein sollte.   

Weitere Tipps rund um das Tagesbudget 

Einer der grossen Vorteile des Tagesbudgets ist, dass je nach Performance der Anzeigegruppe bzw. der Kampagne, ohne grosse Rechnerei erhöht und reduziert werden kann. Aber Vorsicht! Wird das Tagesbudget zu schnell zu stark erhöht oder reduziert, gerät der Algorithmus unter Druck und beginnt neu mit der Lernphase. Deshalb die Empfehlung: die Regel 20/3. Jeden dritten Tag das Tagesbudget um 20 % erhöhen oder reduzieren, falls Anpassungen am Tagesbudget notwendig oder sinnvoll sind. Also bei gutlaufenden Kampagnen nicht einfach das Budget verdoppeln, sondern dies über einen längeren Zeitraum alle drei Tage um 20 % erhöhen. 

Fazit 

Das Tagesbudget hat zwar ein paar Nachteile, wie die Unsicherheit, wie viel Budget effektiv ausgegeben wird. Dafür auch sehr viele Vorteile. Insbesondere Performance Marketer arbeiten gerne mit dem Tagesbudget, da das Budget anhand der 20/3 Regel je nach Performance erhöht oder reduziert werden kann.  

Unabhängig der Budgetart ist es wichtig, genügend Budget einzuplanen. Lieber ein höheres Tagesbudget dafür eine kürzere Laufzeit als umgekehrt.  

Facebook: Wie mit automatisierten Regeln mehr Performance erzielt werden kann

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Facebook bietet Werbetreibenden die Möglichkeit, mittels «Automatisierten Regeln» gewisse Anpassungen in der Kampagnensteuerung zu automatisieren. Wir zeigen anhand von Beispielen auf, wie durch automatisierte Regeln die Performance gesteigert werden kann und was es dabei zu beachten gilt.

Warum automatisierte Regeln sinnvoll sein können

Der Grundgedanke von «Automatisierten Regeln» besteht darin, gewisse Aktionen in Abhängigkeit von erzielten Kennzahlen wiederkehrend zu automatisieren.

Allerdings können durch manuelle Auswertungen des Nutzerverhaltens, beispielsweise basierend auf historischen Meta-Pixel (ehemals Facebook-Pixel) Daten und/oder CRM-Daten, automatisierte Regeln auch die Budgetsteuerung entsprechend beeinflussen.

Beispiel 1: Budgeterhöhungen und -Reduktionen zu definierten Zeitpunkten

Die meisten Langzeit-Kampagnen werden mit «Tagesbudget» definiert, da diese einfacher skalierbar sind und nicht zwingend abhängig von fixen End-Daten sind. Dadurch liefert Facebook das Budget jeden Tag (+/- entsprechenden Schwankungen) gleichmässig verteilt aus. Auch an Wochenenden.

Auswertungen von Kampagnen können zeigen, dass Personen an bestimmten Wochentagen tendenziell mehr gewünschte Conversions tätigen als an anderen Tagen. Dies kann auch daran liegen, dass Personen aufgrund von Freizeit oder Saisonalitäten an bestimmten Wochentagen stärker auf den Social Channels aktiv sind, der Werbedruck allerdings an allen Wochentagen konstant bleibt.

Ist dem Werbetreibenden bekannt, ob und an welchen Wochentagen die meisten Conversions erzielt werden, so kann die Performance durch automatisierte Regeln gesteigert werden.

Beispiel: Der Werbetreibende stellt fest, dass an Sonntagen die Performance historisch am besten ist, so kann folgendes Regel-Logik angewandt werden.

Regel Nr. 1 – Jeden Sonntag, 00:00 Uhr Tagesbudgets um x% erhöhen

Screenshot: Automatisierte Regel Facebook Ads

 

Screenshot: Automatisierte Regel Facebook Ads

Regel Nr. 2 – Jeden Montag, 00:00 Uhr Tagesbudgets um y% reduzieren
(Achtung: y ist nicht gleich x, siehe Punkt «Das gibt es bei Regeln zu beachten»)

Screenshot Automatisierte Regel Facebook Ads

 

Screenshot Automatisierte Regel Facebook Ads

So kann einerseits ohne Zusatzkampagne dafür gesorgt werden, dass an definierten Wochentagen mehr Mediabudget investiert wird, an welchen angenommen werden kann, dass entsprechend mehr Conversions erzielt werden.

Beispiel 2: Wetterabhängige Regeln definieren

Vorab: Nein, diese Regel kann (noch) nicht erkennen, wie sich das Wetter in den kommenden Tagen verhalten wird und auf Basis dessen definierte Aktionen durchführt. Aber damit ist möglich «Regeln auf Abruf» zu erstellen. Diese Regeln werden im Vorfeld erstellt und deaktiviert.

Kann angenommen werden, dass beispielsweise das Wetter am Wochenende schlecht ist (insbesondere im Sommer von hoher Relevanz) kann die Regel am Freitag aktiviert werden. So kann sichergestellt werden, dass das zu erwartende höhere Nutzeraufkommen auf den Social Channels bestmöglich ausgereizt werden kann und zugleich das Momentum der höheren Conversion-Wahrscheinlichkeit zunutze gemacht wird.

Grundsätzlich kann hier die identische Regel-Logik wie in Beispiel 1 angewandt werden – allerdings mit dem Hintergrund, dass diese nicht automatisch jede Woche aktiviert wird, sondern nur auf manuellen Abruf.

Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit die Regeln in die andere Richtung zu definieren und bei zu erwartendem Schönwetter die Tagesbudgets zu reduzieren. Basis dieser Annahme besteht darin, dass Personen insbesondere im Sommer bei Schönwetter weniger auf den Social Channels aktiv sind.

Das gibt es bei Regeln zu beachten…

… oder auch: das sind die häufigsten Fehler im Umgang mit automatisierten Regeln:

  • Es braucht jeweils eine Regel für die Budgeterhöhung und eine Regel für die Budgetreduktion, damit die Tagesbudgets wieder die ursprüngliche Höhe erreichen.
  • Werden Regeln mit %-Angaben definiert, dürfen die Sätze bei Erhöhung und Reduktion nicht ident sein, siehe Beispielrechnung:

Falsch: Tagesbudget CHF 100.00 +50% = CHF 150.00 -50% = CHF 75.00
-> Dadurch würde sich das Basis-Tagesbudget jede Woche reduzieren

Richtig: Tagesbudget CHF 100.00 +50% = CHF 150.00 –33% = CHF 100.40
-> Dadurch bleibt das Basis-Tagesbudget (+/-) gleichbleibend

  • Frequenz der Handlung korrekt auswählen, beispielsweise einmal wöchentlich. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Regel mehrfach ausgelöst wird und somit das Budget deutlich mehr erhöht als gewollt.
  • Werden Regeln nicht mehr benötigt, müssen diese vor der nächsten automatisischen Aktivierung wieder manuell deaktiviert oder gelöscht werden.

Was passiert mit der Lernphase?

In den umgesetzten Kampagnen wurde bisweilen keine Kampagne in der Lernphase zurückgesetzt, sowohl bei Budgeterhöhung als auch bei der Budgetreduktion. Dabei wurden ausschliesslich Steigerungen von max. 50% des Tagesbudgets angewandt. Dennoch sollte man diesen Punkt mehrfach laufend prüfen. Ein Nicht-Zurücksetzen der Lernphase kann durch das Vorgehen der Beispielanwendungen nicht garantiert werden.

Fazit

Automatisierte Regeln können neben der Aufwandreduktion zugleich zur Steigerung der Conversions und effizienterem Mediabudgeteinsatz führen. Mehrere Fliegen mit einer Klatsche – oder wenn wir einen unserer Kunden zitieren dürfen: «Einfach Porno!»

 

Facebook: Neue Retargeting-Möglichkeit für Kataloginteraktion

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Facebook Dynamic Ads (DA) sind das A und O im E-Commerce Bereich und bieten wie es der Name schon vermuten lässt, die Möglichkeit Anzeigen dynamisch auszuspielen. Viele Werbetreibende haben das Potential von Dynamic Ads sowohl im Prospecting als auch im Retargeting bereits erkannt. Nun geht Meta einen Schritt weiter und launcht neue Retargeting-Möglichkeiten.

Neue Custom Audiences für Retargeting

Seit Kurzem ist es für Werbetreibende möglich, eine benutzerdefinierte Zielgruppe, basierend auf Personen, die mit Artikeln aus dem Katalog interagiert haben, zu erstellen.

Technisch gesehen konnte diese Zielgruppe bereits früher schon erstellt werden, indem eine Custom Audience auf Basis von Website-Aktivitäten mit Hilfe von Events und Parametern erstellt wurde, aber diese neue Retargeting-Option macht es viel einfacher, diese Art von Audience zu erstellen. Darüber hinaus kann diese Custom Audience  nicht nur für Katalogverkäufe, sondern auch für verschiedene Arten von Kampagnenzielen verwendet werden. Beispielsweise kann eine Custom Audience basierend auf Kataloginteraktionen für Leadgenerierung verwendet werden oder eine Custom Audience basierend auf Purchase für eine bestimmte zeitlich eingeschränkte Aktion (zB Valentinstag) in einer Conversionkampagne verwendet werden.

Im Konkreten können Zielgruppen von Personen erstellt werden, die Produkte aus einem bestimmten Produktset angesehen, in den Warenkorb gelegt oder gekauft haben. So wie auch beim Website Retargeting beträgt die Retargeting Zeitspanne beim Katalog max. 180 Tage. Leider können derzeit aber (noch) keine Custom Audiences auf Basis von geteilten Katalogen (Collaborative Ads) erstellt werden.

Custom Audience basierend auf Katalog-Aktivitäten (Quelle: Adsmanager)

Fazit

Mit diesen neuen Targeting-Möglichkeiten soll es Werbetreibenden einfacher gemacht werden Personen spezifischer anzusprechen. Aufgrund der Tatsache, dass diese neuen Custom Audiences nicht nur für Katalogverkäufe, sondern auch für andere Kampagnenziele verwendet werden können, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und somit neue Möglichkeiten für Kampagnenstrategien gegeben.

 

Podcast: Aussagen von Experten – und warum diese (teilweise) falsch sind #AFBMC Special

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Anlässlich der Allfacebook Marketing Conference vom 16. und 17. März 2022 haben Thomas Hutter und Daniel Stark 15 Aussagen von Experten unter die Lupe genommen. Im Facebook und Instagram Advertising Kosmos gibt es zwischenzeitlich unzählige (selbst ernannte) Experten, die in YouTube Videos, in Live-Sessions auf Facebook, Instagram, LinkedIn und Co. Weisheiten und Ratschlägen heraushauen. Und es gibt immer wieder Werbetriebende, die solche Aussagen aufgreifen – und noch schlimmer, umsetzen.

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Thomas Hutter ist CEO der Hutter Consult AG, Partner der MYTY Group und einer DER Experten, wenn es um Facebook und Instagram Advertising geht. In dieser Episode hat er aus seinem Vortrag anlässlich der Allfacebook Marketing Conference einige Aussagen von mutmasslichen Facebook und Instagram Experten widerlegt und auch direkt aufgezeigt, warum diese offensichtlich falsch sind.

Folgende Aussagen werden in der Episode auf den Prüfstand gelegt und diskutiert:

  • «Nur tiefe CPMs sind gute CPMs.»
  • «Skaliere das Budget nicht mehr als 25 % alle 3 Tage»
  • «Es gibt nur eine Frequenz, die maximale Frequenz!»
  • «Mach so viele Ad-Varianten wie nur möglich, denn mehr ist immer besser!»
  • «Leads über Lead Formulare sind in der Regel Schrott.»
  • «Custom Audiences bringen mit iOS 14.5 nichts mehr.»
  • «Dynamic Ads sind nur was für E-Commerce & Tourismus.»
  • «Ohne Pixel kann man auf Facebook nicht erfolgreich werben.»
  • «Facebook und Instagram sind für B2B ungeeignet.»

Die Website der Allfacebook Marketing Conference bietet neben dem Programm zu künftigen Konferenzen auch einen Bereich mit den Slides den vergangenen Vorträgen.

Facebook: Anpassungen der Feed Fusszeile bringt neue Spezifikationen mit sich

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Der mobile Facebook Feed bekommt am 8. April ein kleines, aber auch wichtiges Update. Facebook führt dann eine verbesserte Fusszeile ein, welche sowohl organische Beiträge als auch Werbeanzeigen betrifft. Das Nutzererlebnis soll demnach verbessert werden und Unternehmen soll damit geholfen werden, ihre Geschäftsziele besser zu erreichen.

Die neuen Spezifikationen für Titel und Beschreibung

Facebook selbst hat nun die neu empfohlenen Spezifikationen für einzelne Bild- und Videoformate als auch für Karussell-Formate festgelegt. Dabei wird die Zeichenanzahl von Titel und Beschreibung in den Spezifikationen geringfügig reduziert:

Bild- und Videoformat

  • Empfohlen Titel: 27
  • Empfohlen Beschreibung: 27

Karussell-Format

  • Empfohlen Titel: 32
  • Empfohlen Beschreibung: 18

Das neue Design der Fusszeile macht es möglich, dass Posts über alle Platzierungen hinweg (z. B. Instant Articles) gleich bleiben und für Personen besser lesbar werden. Werbeanzeigen können dadurch durchaus performanter und leistungsfähiger werden. Die Schrift wird etwas grösser, die angegebene Ziel-URL wird kleingeschrieben und die Call to Action Schaltfläche wird grösser und dunkler eingefärbt. Facebook möchte es interessierten Personen damit erleichtern, besser zu verstehen, wo sie landen, wenn sie auf einen Facebook Beitrag klicken.

Fazit

Ganz zum Thema “Mobile First” wird die neue Fusszeile nur im mobilen Facebook Feed angezeigt. Werbetreibende sollten sich also den neuen Spezifikationen bewusst sein und gegebenenfalls Textanpassungen in Werbeanzeigen vornehmen. Wie sich das Update auf das Klickverhalten von Personen auswirkt, bleibt abzuwarten.

Facebook: Always-On-Kampagne mit ständig wechselnden Ads, ohne die Lernphase zurückzusetzen

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Auch die diesjährige AllFacebook Marketing Conference #AFBMC in München fand aufgrund der Pandemie hybrid statt. Trotzdem haben Michaela Gahbauer und Shadya Fasel mit ihrem Vortrag letzte Woche die Advanced-Bühne gerockt und die Moderatoren vor Ort sowie das Publikum zu Hause vor den Bildschirmen überzeugt – wenn auch voraufgezeichnet und virtuell. Um was es in diesem spannenden Vortrag ging, wird in diesem Artikel aufgenommen.

Lernphase

Es ist nichts Neues, dass die meisten Änderungen, welche an Werbemitteln und Anzeigengruppen vorgenommen werden, dazu führen, dass die Lernphase zurückgesetzt wird. Aber wozu dient die Lernphase und welche Änderungen führen wirklich dazu, dass die Lernphase von Vorne beginnt?

Damit Meta bei den Kampagnen eine bestmögliche und stabile Performance gewährleisten kann, analysiert der Algorithmus in dieser Zeit das Verhalten der hinterlegten Zielgruppe und beispielsweise welche Platzierungen wie gut funktionieren. Es werden mindestens 50 Events / Handlungen pro Anzeigengruppe pro Woche benötigt, damit die Lernphase bei einem AdSet beendet wird. Die Anzahl der Signale ist also für den Fortschritt der Lernphase relevant. Bei «härteren» Events wie einem Kauf (Conversion) ist es schwieriger, die Lernphase zu durchlaufen, als bei «softeren» Kampagnen-Zielen wie Traffic. Sobald man beispielsweise auf «Reichweite» oder «Landingpage Aufrufe» optimiert, gibt es keine Lernphase, weil man die besagten 50 Handlungen umgehend erreicht. Ob sich eine Kampagne bzw. deren Anzeigengruppe noch in der Lernphase befindet oder nicht, sieht man anhand des Status (Lernphase / Aktiv).

Demnach ist es wichtig, das Zusammenspiel von Mediabudget, Anzeigengruppen und Handlungen bei einem Kampagnen-Setup zu beachten. Wird bei einem Conversion-Ziel beispielsweise die Anzahl der geforderten Signale nicht erreicht, so kann gegebenenfalls ein «softeres» Ziel sinnvoller sein.

Mehr zur Lernphase gibt es in unseren Blogartikeln:

Welche Änderungen beeinflussen die Lernphase?

Nahezu alle Änderungen an Werbemittel und Anzeigengruppe führen dazu, dass die Lernphase von Vorne beginnt:

  • Anpassung des Targetings
  • Anpassung der Gebotsstrategie
  • Anpassung des Optimierungs-Events (beispielsweise Anpassung von Purchase auf View Content)
  • Hinzufügen von neuen Anzeigen zu bestehenden Anzeigengruppen
  • Sämtliche Anpassungen an der Anzeigengestaltung (Text, Creative, URL, CTA, UTM-Parameter, etc.), da durch das Hochladen der Anzeige eine neue Post-ID generiert und dadurch die Lernphase zurückgesetzt wird
  • Pausierung der Anzeigengruppe für mehr als 7 Tage

Es gibt aber auch Änderungen, welche die Lernphase nicht zwingend resetten:

  • Ausgabenlimit der Anzeigengruppe (abhängig vom Ausmass)
  • Anpassung der Gebotslimite, Kostenlimite oder ROAS-Grenzwert (abhängig vom Ausmass)
  • Manuelle Anpassung des Budgets von +/- 20-25%

Achtung: Wenn man Kampagnen Budget Optimierungen (CBO) einsetzt, kann die Anpassung vom Budget ebenfalls dazu führen, dass mehrere Anzeigengruppen zurückgesetzt werden.

Was keinen Einfluss auf die Lernphase von bestehenden Anzeigengruppen in Kampagnen hat ist das Hinzufügen von neuen, zusätzlichen Anzeigengruppen sowie sämtliche Anpassungen der Bezeichnungen auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- und Anzeigeebene.

Wie können nun regelmässig wechselnde Werbemittel integriert werden, ohne die Lernphase zurückzusetzen?

Die Lösung lautet: Dynamic Ads! Damit können nämlich Produkte (beispielsweise aus einem Online Shop) dynamisch dargestellt und an die Zielgruppe ausgeliefert werden. Grundlage dafür ist ein Produktkatalog, welcher alle nötigen Informationen enthält.

Bevor dynamische Anzeigen jedoch geschaltet werden können, benötigt es noch einige Grundvoraussetzungen:

Meta-Pixel und Events

Damit man Dynamic Ads schalten kann benötigt es die Integration des Meta-Pixels inklusive Basis-Events. Im eCommerce Bereich sind dies «View Content», «Add to Cart» und «Purchase». Allfällige Zusatzevents sind natürlich möglich. In den weiter unten folgenden Beispielen wird meist mit dem «View Content»-Event gearbeitet.

Domain-Verifizierung

Damit der Business Manager Events empfangen kann, muss die Domain verifiziert werden. Die Domain-Verifizierung nimmt man im Business Manager unter Brand Safety – Domain vor. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, die Domain zu verifizieren:

  • HTML-File auf dem Server ins Root-Verzeichnis laden
  • Meta-Tag Eintrag auf der Hauptseite der eigenen Webseite (Domain)
  • DNS Eintrag direkt auf dem Server

Durch die Domain-Verifizierung weiss Meta, welche Domain zu welchem Business Manager gehört und kann die Signale entsprechend zuweisen.

Infolge iOS14 müssen zudem alle Events korrekt priorisiert werden. Insgesamt können acht Events priorisiert werden. Dabei ist es wichtig, dass der wichtigste Event zuoberst priorisiert wird. Denn deaktiviert ein iPhone-Nutzer das Tracking, kann lediglich der höchst priorisierte Event, welcher die Person ausgelöst hat, mitgegeben werden. Falls weniger als acht Events im Einsatz sind, gilt es die eingesetzten Events einzutragen. Eine iOS14 Checkliste für Facebook Ads ist auf unserem Blog zu finden.

Produktkatalog

Wie bereits erwähnt zieht Meta alle notwendigen Informationen für dynamische Anzeigen aus dem Produktkatalog. Demnach ist ein solcher zwingend notwendig, um Dynamische Ads (DA) zu schalten. Es werden drei Formen von Dokumenten unterstützt: CSV-File, TSV-File oder XML-File.

Es gibt einige Grundfelder, welche relevant für Dynamic Ads sind. Diese Parameter müssen zwingend mitgeliefert werden:

  • Product ID: Diese muss zwingend eindeutig sein und darf nur einmal im Feed vorkommen. Falls es keine eindeutige ID gibt, kann beispielsweise auch der Page Path als ID im Meta-Pixel mitgegeben werden.
  • Title: Der Titel sollte ca. 65 Zeichen beinhalten und sinnvoll gewählt werden, da dieser bei Bedarf in die Anzeige integriert werden kann und so sinnvolle Informationen weitergegeben werden können.
  • Description: Der Produktkatalog muss zwingend eine Beschreibung oder je nach Einsatz auch ein primären Text enthalten.
  • Availability: Durch das Feld «Verfügbarkeit» kann gesteuert werden, ob eine Anzeige bzw. ein Produkt ausgeliefert wird oder nicht. Folgende Status stehen zur Verfügung:
    • In_stock: Produkt / Anzeige wird ausgeliefert.
    • Out_of_stock: Produkt / Anzeige wird nicht ausgeliefert.
  • Condition: Zudem muss die Kondition des Produkts zwingend mitgeliefert werden (new / used).
  • Price: Um dynamische Produkte Ads schalten zu können, braucht es zwingend einen Preis. Kann das Produkt / Anzeige nicht mit einem Preis beziffert werden, muss zwingend Fr. 1.00 / 1.00 Euro eingesetzt werden. Achtung: Für alle Währungen muss ein Punkt statt Komma als Dezimaltrennzeichen verwendet werden.
  • Link: Es benötigt einen Link zum Produkt / Artikel auf der Website.
  • Image_link: Ein Link zu einem Bild muss im Produktkatalog hinterlegt sein. Achtung: Das Produktbild muss mind. 500x500px gross und der Link öffentlich zugänglich sein.
  • Brand: Ein Markenname / Firmenname muss mitgegeben werden.

Beispiel Produktkatalog in Google Tabelle

Google Sheets

Um Kampagnen mit ständig wechselnden Ads aufzusetzen, wird mit Google Sheets / einer Google Tabelle gearbeitet. Google Sheets sind ein Teil der Google Suite und stehen jedem gratis zur Verfügung. In dieser Online-Excel-Tabelle kann ein Produktkatalog abgebildet bzw. erstellt werden. Dabei besteht die Möglichkeit, nicht nur Produkte, sondern beispielsweise auch Blogartikel, Angebote und anderes abzubilden.

Sobald das Google Sheet erstellt ist, kann man über Datei – Freigeben – «Im Web veröffentlichen» ein CSV-File simulieren. Wichtig dabei ist, dass man «Kommagetrennte Werte (CSV)» auswählt, damit man den Produktkatalog mit Facebook verknüpfen kann.

Google Tabelle veröffentlichen

Google Sheet im Web veröffentlichen

Nach dem Veröffentlichen kann der Link im Commerce Manager hinterlegt werden.

Meta unterscheidet zwischen fünf verschiedenen Arten von Produktkatalogen. Für die Always-On-Kampagnen wird empfohlen, mit dem klassischen Produktkatalog – E-Commerce – zu arbeiten. Dies aus dem einfachen Grund, da in diesem die wenigsten Parameter zwingend mitgegeben werden müssen. Bei Katalogarten wie Travel beispielsweise braucht es noch Angaben zur Destination, welche für die meisten Always-On-Kampagnen irrelevant sind. Mehr zu den unterschiedlichen Katalogarten sowie eine Kurzübersicht über Dynamic Ads gibt es in diesem Beitrag.

Facebook Katalogarten & Upload Feed

Danach kann der Datenfeed im Commerce Manager bei Datenquellen hinzugefügt werden. Wichtig dabei ist, dass er als «Geplanter Feed» und nicht als «Google Tabelle» integriert wird. Zwar wurde der Produktkatalog in einer Google Tabelle erstellt, durch das Veröffentlichen wurde jedoch ein CSV-File generiert, welches nun als geplanter Feed besteht.

Zu guter Letzt kann definiert werden, wie oft ein automatisches Update durchgeführt werden soll. Es stehen «stündlich», «täglich» und «wöchentlich» als Zeitplan zur Auswahl zur Verfügung. Je nachdem, wie oft Änderungen im Produktkatalog vorgenommen werden, macht ein anderer zeitlicher Abstand Sinn.

Danach können die Produkte / Artikel und alle Informationen, welche im Produktkatalog hinterlegt sind, für Kampagnen mit Katalogverkäufen verwendet und die dynamischen Elemente im Werbemittel integriert werden.

Always-On Kampagnen mit ständig wechselnden Ads

Die oben genannten Voraussetzungen bilden die Grundlage für Always-On Kampagnen mit ständig wechselnden Ads, ohne die Lernphase zurückzusetzen. Denn in einem Google Sheet können nicht nur Produkte aufgelistet werden, sondern das Dokument bietet die Möglichkeit, unterschiedlichste Informationen an Meta weiterzugeben. Einsatzmöglichkeiten könnten beispielsweise sein:

  • Blogbeiträge oder Unternehmensnews
  • Seminare / Kurse mit den noch verfügbaren Plätzen
  • Rezeptideen je nach Wochentag / Jahreszeit
  • Täglich oder wöchentlich wechselnde Angebote oder Dienstleistungen
  • Countdown oder Adventskalender
  • Werbemittel mit regelmässig wechselnden Bildern je nach Wochentag
  • Unterschiedliche Bilder / Anzeigen je nach Wetter (mit Einbezug externer Daten)
  • u.v.m.

Praxisbeispiele

Blogbeiträge

Um Blogbeiträge als dynamische Anzeigen ausliefern zu können, gibt es zwei Möglichkeiten, den Produktkatalog zu generieren: Viele Blogs und News werden über WordPress publiziert. Hierbei hat man die Möglichkeit, direkt aus den WordPressbeiträgen ein CSV-File zu generieren und über ein entsprechendes Plugin als Produktefeed bei Meta zu integrieren. Andererseits können die Beiträge und News auch manuell in einer Google Tabelle abgefüllt werden. Falls man mit der manuell erstellten Tabelle arbeitet, ist es empfehlenswert, lediglich eine kurze Beschreibung zu integrieren und nicht den ganzen Auszug vom Blog zu nehmen. So können die Kurzbeschreibungen sinnvoll in der Anzeige integriert werden.

Ein klarer Vorteil, wenn man bei Blogbeiträgen mit Dynamic Ads arbeitet, ist die Anzahl der Beiträge. Wir bei der Hutter Consult AG haben beispielsweise über 3’000 Blogbeiträge und es werden wöchentlich mehr. Durch die Anzeigenlimite in den Ad-Accounts wäre es gar nicht möglich, so viele unterschiedliche Anzeigen zu schalten. Denn je nach Mediaspend können nur eine gewisse Anzahl von Anzeigen gleichzeitig geschalten werden. Bei den meisten Konten liegt die Limite bei 250 Anzeigen (Mediaspend < 100’000$). Zudem würde der Aufwand ressourcentechnisch nicht im Verhältnis stehen. Durch die Spalte «Verfügbarkeit» können die gewünschten Beiträge entweder beworben (in_stock) oder nicht beworben (out_of_stock) werden.

Beispiel: Bewerbung Blogbeiträge mit Produktkatalog

Rezepte

Wer kennt es nicht: Wenn man Rezepte auf der Webseite hat, hat man meist nicht nur 3-4 Rezepte auf der Webseite, sondern eher 30-40 oder mehr. Damit man nicht an jedem Tag alle Rezepte bewerben muss und die Rezepte beispielsweise auf die Wochentage aufteilen kann, wird in der Google Tabelle mit einem zusätzlichen Feld (Custom Label) gearbeitet. In diesem Custom Label kann man die Rezepte den Tagen Sonntag – Samstag zuweisen. Achtung: Bei der Google Tabelle wird der Sonntag als erster Tag (1), und Samstag als Tag 7 bezeichnet.

In der Spalte «Verfügbarkeit» wird anschliessend eine Formel hinterlegt, die besagt, wenn der Wochentag im «custom_label_1» dem heutigen entspricht, ist das Rezept «in_stock» und wird ausgeliefert, ansonsten ist es «out_of_stock» und wird nicht ausgeliefert.

Da im Produktkatalog zudem eine eindeutige ID mitgeben werden muss, Rezepte aber kaum Produkt-IDs haben, kann hier beispielsweise auch mit dem Page Path gearbeitet werden. Dabei kann dieser als Produkt-ID im Feed integriert werden. Wichtig dabei ist, dass auch der Meta-Pixel den Page Path als ID mitliefert.

Wechselnde Angebote

Eine andere Möglichkeit besteht darin, ständig wechselnde Angebote wie beispielsweise jene auf Deal-Plattformen zu bewerben, ohne jedes Mal eine neue Anzeige erstellen zu müssen. Hier arbeitet man mit einer Kampagne mit dem Ziel Katalogverkäufe und optimiert auf Käufe. Die Angebote werden laufend im Google Sheet ergänzt und können so für Anzeigen verwendet werden. Auch hier kann mit einem zusätzlichen Feld ein Mehrwert geschaffen werden. Im «custom_label_1» kann man beispielsweise ein Gültigkeitsdatum hinterlegen. Wiederum mit einer Formel in der Spalte «Availability» wird schliesslich eine Formel hinterlegt, welche besagt, dass die Verfügbarkeit «in_stock» ist, wenn der Wert im «custom_label_1» kleiner dem Tag heute ist. So werden nur Angebote beworben, welche noch gültig sind.

Adventskalender / Countdown

Das nächste Anwendungsbeispiel zeigt, wie man sinnvoll Adventskalender oder Countdowns bewirbt. Bei solchen Cases wird an jedem Tag eine andere Anzeige beworben. Da man dadurch ständig neue Anzeigen erstellt, muss jede einzelne die Lernphase durchlaufen, was in einem Tag nicht leicht möglich sein dürfte. Zudem ist das Aufsetzen solcher Anzeigen meist sehr zeitintensiv.

Auch hier wird wiederum das «custom_label_1» miteinbezogen. In diesem Feld wird hinterlegt, an welchem Tag (Datum) die Anzeige veröffentlicht bzw. beworben werden soll. Die hinterlegte Formel in der Spalte Verfügbarkeit besagt schliesslich, dass wenn «custom_label_1» dem heutigen Tag entspricht, ist der Status «in_stock», ansonsten «out_of_stock».

Beispiel: Adventskalender mit Google Sheet

Anzeigen mit wechselnden Bildern

Beim nächsten Case geht es darum, dass eine Tourismusorganisation Anzeigen schalten wollte, jedoch viele schöne Bilder für die einzelnen Anzeigen zur Verfügung hatte. Um unterschiedliche Bilder auf Facebook zu bewerben, gibt es bei Dynamic Ads die Funktion «Slideshow». Diese Anzeigeform wird jedoch nur auf Facebook, nicht aber auf Instagram ausgespielt.

Deshalb wurden bei diesem Praxisbeispiel unterschiedliche Bild-Links (Achtung: öffentlich zugänglich) mithilfe von drei verschiedenen Custom Labels mitgegeben. Beim «image_link» wurde schliesslich die Formel hinterlegt, die besagt, wenn die Kalenderwoche «heute» beispielsweise der Woche 12 entspricht, wird der Link in «custom_label_1» verwendet. Diese Formel kann analog für die weiteren Kalenderwochen angewendet werden. So können die Bilder wöchentlich ausgewechselt werden, ohne die Lernphase zurückzusetzen.

Beispiel: Anzeigen mit wechselnden Bildern

Stolpersteine

Dynamic Ads und Produktkataloge sind keine Hexereien. Dennoch gibt es einige Punkte, welche man beachten muss, damit die Anzeigen ausgeliefert werden können:

  • Meta-Pixel inklusive Basis-Events müssen implementiert, Domain verifiziert und Events priorisiert werden.
  • Google Tabelle muss öffentlich zugänglich sein und mit “Kommagetrennte Werte (CSV)” veröffentlicht werden.
  • Image-Links müssen öffentlich zugänglich sein und mit http/https beginnen.
  • Die Mindestgrösse der Bilder ist 600×600 Pixel.
  • Die Product ID muss eindeutig sein und mit dem Meta Pixel matchen und mitgeliefert werden.
  • Das Feld «price» darf im Produktkatalog nicht leer sein.
  • Die «Verfügbarkeit» und der «Zustand» muss immer angegeben werden-

Learnings & Fazit

Wie anhand von den oben erläuterten Praxisbeispielen ersichtlich ist, funktionieren Dynamic Ads nicht nur für Produkte, sondern können kreativ eingesetzt werden: Ob Blogbeiträge, Countdowns, Rezepte oder mehr, es sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Mit Google Sheets können schnell und einfach Produktefeeds erstellt werden, wodurch viele Informationen für die Anzeigen weitergeben werden können. Dabei sind Kenntnisse rund um Formeln in Excel/Sheets von Vorteil.

Nicht zu vernachlässigen ist, dass dadurch die kreative Verbindung von einzelnen Möglichkeiten entsteht und DA-Kampagnen zwar einen grossen Initialaufwand bringen, wenn die Kampagne bzw. der Produktefeed jedoch steht, sind Kampagnen mit Katalogverkäufe ressourcensparend. Beispielsweise die «Adventskalender-Kampagne», welche weiter oben erwähnt wurde, kann bereits im November aufgesetzt werden.

Dynamic Ads mit einem Produktefeed in Google Sheets bilden die Basis für viele kreative Einsatzmöglichkeiten. Dabei braucht es manchmal einfach ein wenig Mut, um neue Dinge auszuprobieren ;-).


AFBMC München virtuell 2022: ein Recap

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Auch in diesem Jahr fand die All Facebook Marketing Conference in München virtuell statt, welche wiederum in gewohnter Manier sensationell umgesetzt wurde. Rund 20 Expert:innen hielten auf zwei verschiedenen virtuellen Bühnen ihre Speaches.  Hutter Consult war natürlich wieder mit dabei und hat die Programmpunkte rund ums Advertising näher unter die Lupe genommen.

Direkt mit dabei waren wir mit zwei Vorträgen von Shadya Fasel und Michaela Gahbauer zum Thema: Always-on-Kampagne mit ständig wechselnden Ads, ohne die Lernphase zurückzusetzen.

Und als absoluter Rekortteilnehmer auf der AFBMC Bühne (ausser Philipp ;-)) unser Thomas Hutter, diesmal zusammen mit Daniel Stark zu: 15 Aussagen von mutmasslichen Experten und Gründe, warum diese falsch sind.


Recap AFBMC München 2022

  1. WENN UNSERE HAUSTIERE SELBST BESTELLEN KÖNNTEN: DIE ERSTE SOCIAL MEDIA KAMPAGNE BEI ZOOPLUS
  2. FACEBOOK & IOS 14 UPDATE: THE AFTERMATH
  3. FACEBOOK AD RELEVANCE DIAGNOSTICS: WIE DU MIT BESSERER UX ZU MEHR CONVERSIONS UND NACHHALTIGEM WACHSTUM GELANGST

Sarah Sunderbrink (Senior Lead Social Media) von zooplus zeigte leidenschaftlich vorgetragen, wie ein verblüffender Social Media Stunt am Anfang einer umfassenden Social Media Kampagnen für Brand Awareness und Image steht. Ein sogenannter Glühbirnen-Moment im Marketing-Meetings war am Anfang des genialen Social Media Stunts. Wir sagen nur: ‘AMAZON Dash-Button’.

Warum bevormunden Tier-Halter:innen ihre geliebten Fellfreunde immer bei der Auswahl ihrer Mahlzeiten? Tiere sollen doch endlich ihr verdientes Recht haben, ihr Essen doch selbst zu auszuwählen. Der geistige Proto-Typ des PAWTTON war geboren – die erste Technologie, die es Haustieren selbst erlaubt zu shoppen. Um dieses imaginäre Ding wurde die Story aufgegleist:

Doch die vermeintliche Weltneuheit war nur der Hook für eine grössere Geschichte. Im nächsten Video erfolgt die Auflösung. Das nicht marktreife Produkt ist gar nicht nötig, denn die Produkte von zooplus haben eines gemeinsam, sie sind: 100 % Paw Approved – ein kreierte Eigen-Label.

Obwohl zooplus sehr Performance orienteiert und normalerweise an jeder Schraube im Advertising dreht, konnte das Social Media Organic Team mit ihrem Fokusziel Brand-Awareness und Branding voll durchziehen. Für ein Maximum an Impressions, Video-Views, Engagement. Nachgelagert: Visits & Orders.  

Die 4 Hauptziele des Kampagnen-Konzeptes waren: 

  1. Marken-Bekanntheit steigern / Image schärfen / Marken-Positionierung 
  2. Wissen zu Firma / Produkte / USPs steigern 
  3. Interaktionen mit Community – sie loyalisieren.  
  4. Social Buzz

Massnahmen & Kanäle 

Die Highlight Kampagne in deren Fokus die 12 Lieblings-Produkte aus 25 zooplus Ländern wurde als Paid und Organic mit insgesamt 560 Assets ausgespielt. Dabei haben sie Kampagnenvideos und Content im Omnichannel verwendet mit fluffigen Tier-Clips, Cat Content und tierisch coolen und ansprechenden Behind-the-Scences.  

  • Influencer Kampagne: Petfluencer empfehlen ihre Pawtton-Produkte  
  • Discount-Trigger auf Pawtton-Produkte  
  • Landingpage/Homepage Banner 
  • Was am Board NICHT durchging: Wettbewerb triggern – wenn Tiere selber shoppen können, dann shoppen die nichts ausser zooplus. 
Kampagnenüberblick zooplus | Quelle: zooplus

Kampagnenüberblick zooplus | Quelle: zooplus

Es wurden zudem Memes auf Facebook ausgespielt. Dabei wurde den Social Media Managern der Länder in Bezug auf die Texte freie Hand gelassen. Sehr erfolgreich kam der User Generated Content (UGC) zum Einsatz. 

Welche Assets wurden in der Kampagne eingesetzt?

  • 70 Videos
  • 744 Feedposts
  • 341 IG Stories  
  • 7 TikToks  
  • 3 Reels  
  • 42 Paid Social Campaigns  
  • 21 Landing-Pages
  • 4 Newsletter
  • 240 Influencer Posts  
  • Was ist am Ende dabei herausgekommen?

Die Ergebnisse:

  • 26 Mio Reach 
  • 7.2 Mio. Video Views 
  • 478’095 Engagements  
  • 47’155 Link Clicks 
  • 724’155 EUR Media Value
    6’574 Orders / 407’000 EUR Revenue

Fazit

Das Team rund um Sarah hat sich nach einer ersten Euphorie rund um den Glühbirnen-Moment, nachfolgender Zweifel und Ansätze von Ernüchterung nicht abbringen lassen, sie weiterzuverfolgen. Daraus ist ein Mega-Ding entstanden und Mut hat ihre Belohnung in Form einer superspannenden, fordernden und erfolgreichen Social-Media Kampagne gefunden.

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(Ein Recap von Chris Riedlsperger)


Tobias Asam, Gründer und Geschäftsführer der ADloca präsentierte in seinem sehr praxisbezogenen und daher sehr spannenden Talk «Facebook & iOS 14 Update: The Aftermath» wie er und sein Team im Performance Marketing mit dem IOS 14 Update umgegangen sind. 

Was ist iOS14 und welche Auswirkungen ergeben sich? 

2021 hat sich das Paid Advertising auf Facebook und Instagram verändert. Apple hat im April durch sein iOS 14 Update eine grundlegende Änderung in seinen Datenschutzrichtlinien vorgenommen. Diese haben gravierende Auswirkungen auf das Tracking von Conversion Events, die über das Meta Pixel empfangen werden. Dieses neue Apple Richtlinie eröffnet die Möglichkeit, dass sich User sich gegen das Tracking zu entscheiden.  

Das heisst: Personalisierte Werbung und das Tracking von Performance, beispielsweise App- und Web-Conversion Events sind für Facebook Kampagnen massiv eingeschränkt.  Quelle

Was ist passiert?  

Durch das iOS14 Update ist ein grosser Datenverlust entstanden. Nur 15 % der Apple User in Deutschland geben einen Opt-In. Das heisst, Facebook kann bei 85 % der User nicht mehr nachvollziehen was sie tun, nachdem sie sich eine Werbeanzeige angesehen haben.   

Damit sich Werbetreibende vorbereiten können, gibt Facebook bereits kurz nach dem Apple-Update Empfehlungen ab. Domains sollten verifiziert werden und das Aggregated Event Measurement soll eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine neue Technik zur Messung der Kampagnen-Performance. Durch das Apple Update sind im Facebook Werbeanzeigenmanager diverse Conversion Aufschlüsselungen, wie nach Alter, Geschlecht oder Plattform, nicht mehr möglich.  

Im Report wird zwischen Opt-In und Opt-Out Usern unterschieden. Dadurch gestaltet sich ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Reportings äusserst schwierig. Durch diese neuen Anforderungen kommt es vermehrt zu Einschränkungen beim Reporting. In der Bewerbung konzentriert sich der Algorithmus auf die beste Ausspielung, also auf den Opt-In. Da jetzt natürlich weniger Personen ausgewiesen werden, steigen dadurch die CPM-Preise. Die Folge seien niedrige ROAS (Return of Ad Spent) und hohe CPLs (Cost per Leads). Besonders betroffen vom Apple-Update seien eher kleinere Unternehmen, gerade im Bereich E-Commerce, da diese meistens nicht so einen hohen Ad-Spent hätten.  

Tobias Asam berichtet, dass sie die Erfahrung gemacht haben, dass die Performance der Look A Like Zielgruppen eingebrochen sei und dass dadurch viel weniger User getrackt werden können. Gerade auch bei den Dynamic Product Ads hätte sein Team auch sehr starke Einschränkungen gesehen. Google Analytics zeige bessere Daten als das Tracking von Facebook selbst. 

Welche Herausforderungen ergaben sich daraus für Tobias Asam und sein Team?  

Sie haben auf allen Kanälen dass Aggregated Event Measurement miteinbezogen und Schritt für Schritt alle Empfehlungen von Facebook befolgt: 

  • Schritt 1: Domain Verifizierung 
  • Schritt 2: Die Attributionszeiträume wurden aktualisiert, da die Daten im Werbeanzeingenmanager nach Conversion und Klick immer noch 3 bis 4 Tage nach aktualisiert werden können.
  • Schritt 3: Sie haben verstärkt die Conversions API eingesetzt, weil die Datenqualität, die an Facebook zurückgeben wird, eine höhere Qualität hat.  
  • Schritt 4: Testen, testen, testen – um immer wieder neue Ergebnisse zu erzielen und zu schauen, was funktioniert und was nicht.

Was waren die Learnings ? 

Der Fokus liegt noch stärker auf einem guten Fit von Creatives. Das heisst, es wird noch mehr A/B Testing eingesetzt, um zu schauen, welcher Text und Bild am besten bei der Zielgruppe ankommt und dadurch die besten Ergebnisse liefert.  

Weiters ist auch ein grosses Learning, dass sie sich nicht mehr ausschliesslich nach dem Reporting von Facebook richten, da die Daten alleine nicht mehr aussagekräftig seien. Stattdessen wurde der Fokus auf einen gesamtheitlicheren und kanalübergreifenden Blick auf die Performance gerichtet.  

Zielgruppen wurden aufgrund von echten Kundendaten aufgebaut, beispielsweise durch Hubspot. Wichtig dabei aber ist, dass dies stets DSGVO-konform ist. 

Was sind die Empfehlungen? 

Bessere Ergebnisse seien erzielt worden, indem sie Ad Sets vereinfacht haben. Das heisst, die Zielgruppen wurden zusammengelegt. Weiters empfiehlt Tobias Asam höhere Budgets einzusetzen. Beispielsweise ab 150 Euro Tagesbudget, um wirklich Tendenzen für das Gesamtergebnis zu erkennen.  

Wichtig sei aber auch der Fokus auf die Landingpage und die daraus resultierende Experience für die User. Schnelle Ladezeiten sind dabei ein grosser Punkt.  

Die Kampagnenziele wurden eher auf die Mofu (Middle oft he Funnel) und Tofu (Top of the Funnel) fokussiert, um mehr Richtung Consideration und Branding zu kommen. Bei Kampagnenzielen wie Markenbekanntheit gibt es nämlich keine Einschränkung beim Tracking.  

In Zukunft sollte man sich nicht mehr ausschliesslich auf einen Kanal zu verlassen, um nicht alleine davon abhängig zu sein. Gerade beim Tracken der Performance haben Gutscheincodes ein gutes Ergebnis erzielt. Weiter empfiehlt er auch die Nutzung von Value Sets, also eine Wertoptimierung beispielsweise bei den Produkten. 

Fazit 

Tobias Asam hat in seinem Vortrag einen tiefen Einblick rundum das Thema iOS 14 Update gegeben.  Er hat klar und deutlich aufgezeigt, welche Veränderungen sich dadurch ergeben haben. Uns sind die Herausforderungen, die das Update von iOS 14 mitgebracht hat durch eigene Kunden bekannt, trotzdem war es für uns sehr interessant zu sehen, wie Kollegen aus der Branche damit umgehen. 

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(Ein Recap von Helena Mühlburger)


Dennis Fäckerler (Chief Growth Officer, Userlutions.com & Rapidusertests) erläutert, wieso es sinnvoll ist, bereits bei der Kampagnen Idee die User Experience den Conversions zuliebe in den Mittelpunkt zu stellen. Gezeigt wurden praxisbezogen Tipps und Tricks, die im stressigen Kampagnen Setup-Alltag manchmal untergehen können.  

Ganz im Sinne der Nutzenden empfiehlt Dennis jede Kampagne zuerst von Ad bis Zielconversion auf ihre Usability zu prüfen. Dabei sollen Personen beim Konvertieren unterstützt werden. Die Anzeigenrelevanz, ehem. Relevanzbewertung, zeigt Werbetreibenden im Meta Ads Universum auf, was es zu verbessern gibt.   

Fäckeler führt an, dass 90 % der Klicks, bei einem Ads Revenue Spend von 115 Mrd. 2021, nicht die gewünschte Konversion ausführen konnten. 

Aber was sind klassische Conversion-Hindernisse? 

Die häufigsten Faktoren sind: 

  • Verwirrende oder zu generische Ad Copies 
  • Ungenügende Ziel URLs  
  • Ein inkonsistenter Kontext zwischen Ad Experience und Landingpage  

2019 wurde die ehemalige «Relevanzbewertung-Skala» von 1 bis 10 zu Gunsten der «Bestimmung der Anzeigenrelevanz» (Engl. Ad Relevance Diagnostics) von Meta adaptiert und zeigt heute die wichtigsten KPIs für ein gutes Nutzererlebnis, also eine gute Ads Experience an. 

  • Quality Ranking: vergleicht wahrgenommene Qualität einer Anzeige mit anderen Ads und sagt, ob die eigene Ad vergleichsweise besser oder schlechter performt.  
  • Engagement Rate Ranking: zeigt die wahrgenommene bzw. erwartete Interaktionsrate.
  • Conversion Rate Ranking: weist auf wie viele Conversion erwartet gewesen wären. Achtung: sie vergleicht die eigenen Ads mit den Ads von andern ähnlichen Werbetreibenden. Eine sehr niedrige Conversion Rate zeigt aber nicht an, ob die Ad individuell gute Ergebnisse erzielen kann.   

Wichtig: Die Bestimmung der Anzeigenrelevanz erfasst nur Ads der letzten 35 Tage und nur wenn genug Signale empfangen werden konnten, kann die Qualität gemessen werden. Quantitative Messungen gelingen bei Meta leichter als qualitative.  

  • Hide Ad: Personen verstecken Ads  
  • Report Ad: Personen reporten Ads – sehr negativ für Relevanz  
  • Landingpage Bounce Rate: Absprünge nach x Sek 
  • Landingpage Verweildauer: Je länger Personen auf der Landingpage bleiben, desto höher wird die Relevanz der Ad eingestuft (selbsterklärend) 

Engagement Rate Ranking – Nutzersignale:  

  • Likes  
  • Shares  
  • Comments  
  • Klicks  

Relevante Rankings sind im Werbeanzeigen Manager unter den Spalten zu finden. Oft kommt es vor, dass keine Relevanz Daten bei Ads vorhanden sind. Das heisst, dass Meta in den letzten 35 Tagen die Ad nicht einstufen konnte, da nicht genügend Daten vorhanden waren. Das Conversion Rate Ranking zählt nur für Standard Conversion Events, wenn man also viele Custom Conversions eingestellt hat, die nicht als Standard Events hinterlegt wurden oder man bestimmte Dynamic Ad Creatives schaltet funktioniert das Conversion Rate Ranking nicht.  

Dennis zeigt das UX Paradebeispiel von  Maggie Stanfield aus 2017, bei dem CTAs getestet wurden, wie «Book a Room» und «Check Availabilty». Die Engagement Steigerung lag hier bei 17 % , weil «Book a Room» viel verbindlicher als «Check Aavailbility» klingt und Nutzdende einladet mit dem Booking-Tool spielerisch zu interagieren.  

Wann wird UX optimiert? 

Generell unterstreicht Fäckerler, es sei wesentlich günstiger UX Fehler zu beheben, bevor man sie macht. 

Wann wird UX optimiert? | Quelle: Dennis Fäckeler

Wann wird UX optimiert? | Quelle: Dennis Fäckeler

Wie kann man testen? 

Im Testen können Hypothesen abgeleitet werden: Diese müssen eindeutig sein, also darf es nur ein Ergebnis geben bzw. nur eine Variable getestet werden. Ausserdem sollten Hypothesen widerlegbar, beweisbar, aber auch messbar sein.  

Mindestens zehn Nutzende sollten die Journey von Pre-Ad bis Post-Purchase durchführen, um mögliche UX-Herausforderungen aufzudecken, notfalls ist eine interne Testperson, besser als keine, wenn das Budget zu klein ist. Gute Tools zum Testen seien Creative Hub Entwürfe und vor allem die im Feed-Teilen-Funktion des Ads Manager, um die Ad in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen.  

Auswertung  

Die Herausforderung liegt darin, UX Probleme als Potentiale zu verstehen. Fäckeler stellt diverse Ursachen vor und gibt anschliessend seine Empfehlung ab. Wir haben zwei ausgesucht:

Beispiel 1: Es gibt keine bis wenig Conversions, oder eine untypische Conversion Rate.

Hier empfiehlt Dennis die Landingpage Experience konsistent zur Anzeige zu optimieren und die Zielgruppe zu erweitern, sprich eventuell eine mit höherer Kaufabsicht zu spezifizieren.

Beispiel 2: Man stelle sich vor, dass die Quality und Engagement Rate unterdurchschnittlich sind. 

Ursachen könnten dafür sein, dass die Ad als minderwertig eingestuft wird oder eventuell bei der Zielgruppe kein Interesse erzeugt.  

Hier empfiehlt es sich, auf die Verbesserung der Ad Qualität zu achten. Beispielsweise sollte man hier die Zielgruppe ändern.  

Es stellt sich die Frage, was Facebook als «geringe Qualität» einstuft?  

Mögliche Merkmale dafür sind: 

  • Mehr Ads als Inhalt auf News Seiten  
  • Zu viele Pop-Ups  
  • Unerwartete Content Experience  
  • Irreführende Ad Experience 

Grundsätzlich gilt: Die Landingpage muss exakt widerspiegeln was in der Ad versprochen wird, um den Nutzenden sinnvoll abzuholen. 

Weiters verrät uns Fäckeler seine Top 3 UX Advertising Hacks:  

  1. Klick/Engagement Baiting sollten vermieden werden, da es zu einem  schlechteren Quality Ranking führt. 
  2. Headlines optimieren.
  3. Testen, Testen, Testen – nur wer immer wieder Testings macht, weiss was am meisten in die Performance einzahlt. Ausserdem empfiehlt Dennis die UX bei allen Kampagnen Setups zu testen. Sollte das Budget nicht für externe Testende reichen, sollte man durch die eigene Betriebsblindheit nicht die Chance missen, selbst den UX Test zu absolvieren.  

Fazit 

Dennis Fäckeler hat in seinem spannenden Vortrag rund um das Thema Relevanz und UX praktische Einblicke gewährt und umdenken lassen. Besonders gut hat uns gefallen, dass er im Detail gezeigt hat, wie man durch UX-designte Kampagnen kontinuierlich Wachstum generieren kann.  

Es wurde deutlich, dass gerade im Bereich Testing noch viel zu selten der Nutzende und allzu oft die Performance im Mittelpunkt seht, obwohl es doch in Wahrheit das Gleiche ist. Wer UX fokussiert testet, kann seine Conversions nachhaltig optimieren. Dennis Devise: Lieber vorab etwas Zeit investieren, um später Mediabudget zu sparen.  

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(Ein Recap von Nadja Zin)


GESAMTFAZIT DER AFBMC MÜNCHEN 2022 VIRTUELL

Die Talks rundum Social Media waren für uns sehr spannend, vor allem konnten wir viel Inputs, Tipps und Tricks aus unterschiedlichen Themenbereichen mitnehmen.  Natürlich vermissen wir den besonderen Charme dieser Veranstaltung. Dieses Gänsehaut-Feeling, sobald die Konferenz eröffnet wird, ist einfach berauschend. Die Moderatoren konnten aber mit viel Freude und vielen guten Schmähs bei uns punkten. Den ein oder anderen technischen Faupax wurde durch die sympathische Art der Moderatoren in den Schatten gestellt.  

Was uns aber dieses Jahr besonders fehlte, war das Networking im Real Life. Die All Facebook Conference ist immer ein tolles Erlebnis und bietet uns die Möglichkeit neue interessante Menschen aus unserer Branche kennenzulernen und sich über Gelerntes und Erfahrungen auszutauschen.  

Ein grosses Danke geht an das ganze Team der AFMBC 2022, die trotz der erschwerten Situation eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Wir freuen uns auf das nächste Mal – hoffentlich wieder live vor Ort. 

Facebook: Deaktivierung des Targetings nach Verbindungen

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Meta (Facebook) ist weiterhin bestrebt, die Zielgruppenoptionen zu vereinfachen und entfernt bis zum 15. Juni 2022 das Targeting nach Verbindungen (Connection Targeting). Mit dem Connection Targeting konnten Personen angesprochen oder ausgeschlossen werden, die über die Facebook-Seite, eine App oder eine Veranstaltung eine bestimmte Verbindung zum Unternehmen hatten (Beispiel: Personen, die Nutzern ähneln, die deine Seite aktuell mit «Gefällt mir» markiert haben oder ihr folgen).

Auswahl Connection Targeting

Durch die Deaktivierung des Targetings nach Verbindungen werden Werbetreibende mit folgenden Massnahmen konfrontiert:

  • Ab dem 4. April 2022 werden Benachrichtigungen und Hinweise ausgespielt, die auf die Anpassung der Verbindungen hinweisen und dazu auffordern, zu Engagement Custom Audiences oder Lookalike Audiences zu wechseln.
  • Ab dem 28. April 2022 können keine neuen Kampagnen mit Targeting nach Verbindungen mehr erstellt werden. Bestehende Kampagnen laufen aber bis zum 15. Juni 2022 weiter und werden auch weiterhin ausgespielt.
  • Am 15. Juni 2022 werden existierende Kampagnen und verbleibende Zielgruppen, die das Targeting nach Verbindungen nutzen, deaktiviert und gelöscht. Zudem wird die Darstellung der Möglichkeiten aus den Meta-Plattformen und -Tools entfernt.

Von Verbindungen zu Custom Audiences und Lookalike Audiences

Auch wenn die Option «Targeting nach Verbindungen» wegfällt, stehen äquivalente Möglichkeiten bereits über Engagement Custom Audiences und entsprechende Lookalike Audiences zur Verfügung. Ab sofort können beispielsweise bei der Erstellung von Engagement Custom Audiences im Events-Dropdown neue Optionen ausgewählt und damit Personen angesprochen werden, welche mit der Facebook Seite interagiert haben:

Erstellung Engagement Custom Audiences

Durch die Erweiterung der Einstellungsmöglichkeiten bei Custom Audiences bietet Meta somit für jede bereits aus dem Connection Targeting bekannten Option eine äquivalente Alternative. Daneben, dass diese Alternativen nicht nur dieselben Möglichkeiten erfüllen, bieten sie ebenfalls zusätzliche Funktionen – wie zum Beispiel der Möglichkeit, Zielgruppen mit anderen Business Managern zu teilen – an.

Fazit

Meta konsolidiert die Möglichkeiten für das Targeting und die Erstellung von Zielgruppen in der Konfiguration von Custom Audiences und Lookalike Audiences. Dadurch werden die Zielgruppenoptionen vereinfacht und die Einstellungen an einem zentralen Ort verwaltet. Werbetreibende, die noch Kampagnen oder Zielgruppen einsetzen, welche auf das Targeting nach Verbindungen zurückgreifen, sollten vor dem 15. Juni 2022 bestehende Zielgruppen auf Engagement Custom Audiences oder Lookalike Audiences umstellen.

META Ankündigung: Neue ADs & Messenger Tools für KMUs

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Meta hat gestern neue Tools für KMUs angekündigt, um Nachrichten in Verbindung mit Ads besser managen zu können. Damit einhergehend entstehen weitere Möglichkeiten, mehr übers Unternehmen zu teilen und zur Lead-Generierung. Diese neuen Tools können die Art & Weise, wie KMUs mit Kunden in Kontakt treten und Leads identifizieren, stark verbessern.

Neue Möglichkeiten zum Starten und Verwalten von Konversationen

Die Vorlieben der Menschen, wie sie mit Unternehmen sprechen möchten, entwickeln sich weiter. Im digitalen Zeitalter möchten fast 71 % (7 von 10 Personen) mit Unternehmen auf die gleiche Weise kommunizieren wie mit Freunden und Familie.

Um Unternehmen den Einstieg in Gespräche zu erleichtern, kündigt Meta nun an:

Einfachere Möglichkeiten zur Erstellung von Facebook- und Instagram-Anzeigen, die einen WhatsApp-Chat starten

Für viele Unternehmen sind Facebook- und Instagram-Anzeigen, die einen WhatsApp-Chat eröffnen, die beste Möglichkeit, von neuen Kunden entdeckt zu werden und ein Gespräch zu führen. Um die Erstellung dieser Anzeigen zu vereinfachen, soll es bald ermöglicht werden, die komplette Anzeige direkt in der WhatsApp Business-App zu erstellen. So wird das Handling für kleinere Unternehmen, die mit neuen Kunden wachsen wollen, schneller und einfacher gemacht.

Ad Erstellung in WhatsApp Business App

Ad Erstellung in WhatsApp Business App | Quelle: facebook.com

Neue Funktionen für die Meta Business Suite

Um genau zu sein, sind es 2 Funktionen, die noch mehr Wert bieten sollen.

WhatsApp kommt in die Inbox

Unternehmen, die die Inbox bereits verwenden, verwalten bereits Kundennachrichten über Facebook Messenger und Instagram Direct an einem Ort. Jetzt kann man sich freuen, dass testweise auch WhatsApp in die Inbox eingebunden wird. Durch die Zentralisierung der Kommunikation und die Möglichkeit für mehrere Personen im Unternehmen, Nachrichten in der Inbox zu verwalten – von derselben WhatsApp-Nummer auf mehreren Geräten – sparen Unternehmen Zeit und erhöhen die Produktivität. Im Verlauf der Testperiode will Meta sich einen Überblick zum Kundenverhalten machen und dann weitere Details bekannt geben.

WhatsApp in der Inbox der Business Suite

WhatsApp in der Inbox der Business Suite | Quelle: facebook.com

Marketing-Nachrichten in der Meta Business Suite

Es wird eine neue Funktion getestet, mit der Unternehmen Werbenachrichtenkampagnen über Messenger an Kunden senden können, die sich dafür entscheiden. Ein Kunde kann sich zum Beispiel dafür entscheiden, Benachrichtigungen über bevorstehende Verkäufe zu erhalten, sodass Unternehmen ihre Kunden über zukünftige Verkäufe auf dem Laufenden halten können. Kleine und mittlere Unternehmen haben Meta schon lange mitgeteilt, dass sie mit der Meta Business Suite effizienter auf Kundenanfragen reagieren können, aber für die Kundenansprache waren sie bisher oft auf andere Lösungen angewiesen. Mit dieser Funktion erhalten KMUs ein neues Tool zur Förderung von Umsatz und Kundenbindung in der Meta Business Suite.

Promotional Message Campaigns

Promotional Message Campaigns | Quelle: facebook.com

Erweiterung der Tools für Lead-Generierung und Kundenakquise

Tools zur Lead-Generierung können kleinen und mittleren Unternehmen helfen, ihren Kundenstamm zu vergrössern, indem sie neue Kunden finden und Beziehungen zu ihnen aufbauen und pflegen.

Für ein gepflegtes Rundumservice betreffend der Lead-Generierung auf den Meta Plattformen, werden noch weitere Funktionen mitgeliefert:

Angebotsanfrage auf Instagram

Dieses kostenlose Produkt wird derzeit mit ausgewählten Unternehmen getestet und ermöglicht es Unternehmen, eine „Angebot einholen“-Schaltfläche in ihrem Instagram-Profil zu platzieren und „Angebot einholen“-Sticker in Stories zu verwenden. Mit dieser Schaltfläche oder dem Stories-Sticker können Unternehmen benutzerdefinierte Fragen einrichten, die sie Kunden stellen können, bevor sie ein Gespräch beginnen. Durch das Ausfüllen dieses kurzen Fragebogens können Personen dann einfach und schnell ein Angebot von einem Unternehmen anfordern.

Lead-Filterung mit Instant Forms

Unternehmen werden bald in der Lage sein, die vielversprechendsten Leads mit der Lead-Filterung in Lead Ads Instant Forms zu verfolgen. Die Antworten auf eine Multiple-Choice-Frage können verwendet werden, um Leads herauszufiltern, die möglicherweise nicht so gut zu ihnen passen.

Kreative Flexibilität

Des Weiteren wird ein flexibleres und personalisierbares Instant-Formular getestet, das es Unternehmen ermöglicht, Bilder und Inhalte in das Formular einzufügen. Auf diese Weise können sie mehr visuelle Informationen über ihr Unternehmen weitergeben und das Interesse der Interessenten wecken.

Geschützter Inhalt

Unternehmen werden bald in der Lage sein, exklusive, relevante Inhalte für Personen anzubieten, die das Lead Ads-Sofortformular ausfüllen. So können Unternehmen beispielsweise zusätzliche Ressourcen (z. B. das Herunterladen einer Broschüre für ein Auto oder Produktpreise) direkt über das Lead Ads-Formular bereitstellen, ohne auf ihre Website umzuleiten.

Partner-Integrationen

Es lass sich jetzt Lead-Informationen direkt ins eigene CRM herunterladen, um mit potenziellen Kunden schnell in Kontakt zu treten.

Kleine Unternehmen, die mehr erfahren möchten, können am 19. Mai virtuell an Conversations-Event teilnehmen. Die erste Konferenz, die sich mit der Entwicklung besserer und schnellerer Erfahrungen auf den beliebtesten Messaging-Plattformen befasst – mit dem Ziel, Menschen dort zu treffen, wo sie getroffen werden möchten. Im Folgenden der Link, um sich anzumelden und aktuelle Informationen zur Veranstaltung zu erhalten.

Meta Conversations-Event

Fazit

Die angekündigten Tools könnten endlich gerade auch wieder in Europa richtig Schwung in die Lead-Generierung via den 3 Messenger-Diensten gebündelt auf der Meta Business Suite bringen. Auch die vermehrte Ein- & Anbindung von WhatsApp lässt doch eine erwartungsvolle Vorfreude zu. Und nicht zu vergessen, die neuen Optionen im Lead-Form.

Meta: Entwicklung von Basic Ads?

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Kleine Vöglein haben gezwitschert, dass sich die Meta-Plattform aktuell in einer frühen Phase der Planung einer neuen Ad-Variante befindet, wie Nicole Farley in einem Artikel berichtet. Der Einsatz von Basic Ads soll speziell für Werbetreibende und Unternehmen sinnvoll sein, welche die Markenbekanntheit aufbauen möchten. Grund für die Entwicklung der neuen Ad-Variante sind die Datenschutzänderungen auf Meta und deren Auswirkungen. Fast täglich verliert die Plattform an ihrer grossen Auswahl an Targeting-Optionen und rückläufiger Leistung, was verursachen kann, dass Werbetreibende bald mehr und mehr Abstand von Meta nehmen und zu anderen Plattformen wechseln werden.

Basic Ads

Wie der Name schon vermuten lässt, soll es sich bei den sogenannten Basic Ads um Anzeigen handeln, welche sich auf Metriken wie Engagement und Videoaufrufe beziehen und diese auswerten. Kleinere Unternehmen können kaum mehr mit einer Marke mithalten, welche weitaus mehr Mediabudget für Brandingkampagnen ausgeben. Da auch die kleinen Unternehmen Ergebnisse erzielen wollen, könnte der Einsatz der Basic Ads Abhilfe schaffen.

Eine lange Zeit sind Werbetreibende besonders aktiv auf Facebook gewesen, da sie auf dieser Plattform schnelle Ergebnisse zu entsprechenden Conversion-Zielen und Tracking-Ergebnissen erreicht haben. Aufgrund der immer wieder erwähnten IOS14 Einführung in 2020, soll ein neuer Weg gefunden werden, wie Werbetreibende die Leistung der Kampagnen auswerten können. Daher soll verhindert werden, dass Werbetreibende nun auf Plattformen wie Google/YouTube oder TikTok wechseln. Curt Maly von Black Box Social Media fände es spannend herauszufinden, wie ein Basic Produkt ohne Targeting und Ziele von Nutzen sein kann.

Basic Ads könnten für Werbetreibende in Zukunft also interessant sein, wenn diese in der Lage sind, die Vorschriften der DSGVO einzuhalten und gleichzeitig eine gute Performance bieten können.

Fazit

Für Werbetreibende, welche auf ein granulares Targeting angewiesen sind und Leadgenerierung verfolgen, wird die neue Ad-Variante eher keine Option sein. Es bleibt indessen abzuwarten, wann, ob und in welchem Ausmass dieses neue Ad-Format ausgerollt wird. Ein offizielles Statement von Facebook gibt es aktuell noch nicht, Insider berichten jedoch über Tests, welche in der EU vor der USA starten sollen.

Meta: Politische Werbung in der Schweiz und Fürstentum Lichtenstein

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Am 25. Juli 2022 startet Meta mit der Durchsetzung von strengeren Regeln und Vorgaben zu bezahlter politischer Werbung und Wahlwerbung in der Schweiz und Fürstentum Liechtenstein.

Warum neue Vorgaben?

Meta gibt an, dass sie diese neuen Vorgaben umsetzen, um den demokratischen Prozess in der Schweiz und in Liechtenstein vor Einflussnahme aus dem Ausland zu schützen. Durch ein hohes Mass an Nachvollziehbarkeit soll dies gewährleistet werden.

Was ändert sich?

Werbetreibende, die Anzeigen mit Bezug zu Politiker:innen, Parteien oder Wahlen erstellen oder bearbeiten, müssen voraussichtlich ab dem 25. Juli 2022 einen Meta-eigenen Autorisierungsprozess zur Identifizierung ihrer Identität durchlaufen. Des Weiteren müssen sie einen „Finanziert durch“-Disclaimer für ihre Werbeanzeigen erstellen und diese mit einem oder mehreren Werbekonten verbinden. Die Anzeigen werden sieben Jahre lang in der Werbebibliothek öffentlich einsehbar sein.

Für die Verifizierung der Identität benötigt Meta ein offizielles Ausweisdokument. Zudem wird es verwendet, um unter anderem Nachahmungen und Identitätsdiebstahl zu verhindern, damit Meta eine sichere Umgebung bleibt.

Welche Anzeigen sind davon betroffen?

Anzeigen sind betroffen (hier geht es nur um bezahlte Reichweite und keine organischen Posts), sofern deren Inhalt beispielsweise Folgendes enthält:

  • Befürwortung eines Politikers, eines Kandidaten oder einer politischen Partei
  • Den Namen oder das Bild einer politischen Persönlichkeit, eines Politikers oder eines Kandidaten für öffentliche Ämter oder die Erwähnung des politischen Titels (z.B. Nationalrat, Ständerat oder Bundesrat). Politische Persönlichkeiten sind beispielsweise auch von Politikern ernannte Vertreter, beispielsweise Leiter Corona-Taskforce.
  • Der Name der Seite enthält den Namen einer politischen Persönlichkeit (der Seitenname lautet z. B. „Alain Berset“).
  • Befürwortung einer Gesetzes-, Richtlinien- oder Verordnungsänderung
  • Befürwortung oder Ablehnung der Gesetzgebung zu Vorschriften, Verordnungen, Dekreten, Durchführungsverordnungen und Anordnungen wie Ausgangs- und Reisebeschränkungen
  • Aufrufe zur Kontaktaufnahme mit Regierungsbeamten oder einem Regierungsorgan zur Durchführung bestimmter Schritte oder Aufforderung zur Unterzeichnung einer Petition zugunsten eines bestimmten Regierungsbeamten bzw. des Regierungsorgans
  • Informationen zu Wahlen, beispielsweise wann und wo gewählt werden kann, verschiedene Wahlmethoden etc.

Ausführlichere Informationen findet man direkt im Helpcenter von Meta.

Wie läuft der Autorisierungsprozess?

  1. Die Person, welche Werbung schalten möchte, muss Seitenadministrator oder Werbetreibender auf der Seite sein, über die Wahlwerbung bzw. Werbung zu politisch oder gesellschaftlich relevanten Themen geschaltet werden. Eine Seite muss mindestens einen Seitenadministrator haben, dessen Identität verifiziert wurde. Es ist wichtig zu beachten, dass nur der Seitenadministrator den Disclaimer für das Land erstellen oder bearbeiten kann, in dem die Anzeigen ausgeliefert werden. Werbetreibende ohne Seitenadministrator-Berechtigung können zwar Anzeigen mit Disclaimern erstellen, aber sie können selbst keine Disclaimer erstellen oder bearbeiten.
  2. Die zweistufige Authentifizierung muss aktiviert sein. (siehe unseren Beitrag zu Facebook: Sicherheitsempfehlungen – Teil 2)
  3. Dokumente für die Bestätigung der Identität
    • amtlicher Ausweis
    • Zwei offizielle Dokumente
    • Ein beglaubigtes Formular, das man unter http://facebook.com/id herunterladen kann

      Hier eine vollständige Liste der zulässigen Dokumente. Eingereichte Dokumente dürfen nicht abgelaufen sein und müssen vom Land ausgestellt sein, für die man Werbung schalten möchte.

Die Überprüfung von Werbeanzeigen, die als Wahlwerbung bzw. Werbung zu politischen Themen gelten, dauert bis zu 72 Stunden. In diesem Hilfebereich werden die Autorisierung und die Erstellung des Disclaimers Schritt für Schritt erklärt (Videoanleitung).

Was geschieht mit den persönlichen Daten?

Nachdem das Ausweisdokument hochgeladen wurde, wird es bei Meta verschlüsselt und sicher gespeichert. Damit die Systeme Nachahmungen und gefälschte Ausweise besser erkennen können, werden die Ausweisdokumente in der Regel für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr gespeichert. Diesen Zeitraum kann in den Einstellungen zu seiner Identität auf 30 Tage verkürzt werden. Gegebenenfalls wird der Namen und das Geburtsdatum zur Einhaltung geltender Gesetze für einen längeren Zeitraum gespeichert. Für den Fall, dass Meta ein aktuelles Dokument anfordern muss, wird das Ablaufdatum des Ausweisdokuments für einen längeren Zeitraum gesichert. Das Ausweisdokument wird weder auf dem persönlichen Profil noch in Anzeigen oder mit anderen Administratoren von Seiten bzw. anderen Werbekonten geteilt.

Was passiert bei einem Regelverstoss?

Stellt Meta fest, dass eine Person, die ausserhalb der Schweiz ansässig ist, oder über keine „Finanziert durch“-Kennzeichnung verfügt, eine Anzeige schalten möchte, wird die Anzeige abgelehnt. Im Wiederholungsfall kann es zu einer Sperre kommen.

Webseiten, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und sonstige auf Disclaimern angegebene Adressen müssen jederzeit vollständig und korrekt sein. Die Richtigkeit der angegebenen Daten wird regelmässig geprüft. Falls ungültige oder fehlende Informationen festgestellt werden, werden Anzeigen möglicherweise entfernt.

Fazit

Die neuen Regeln für politische Werbung in der Schweiz und Fürstentum Liechtenstein kommen nicht von ungefähr. Während diese Regeln schon etwas länger in unseren Nachbarländern bzw. in der EU umgesetzt werden, war es absehbar, dass diese nun auch in der Schweiz und Fürstentum Liechtenstein angewendet werden. Meta sorgt dafür, dass die unabhängige Meinungsbildung dadurch gefördert wird.

Für Werbetreibende ist zu empfehlen, diesen Autorisierungsprozess so schnell als möglich zu starten, damit keine Verzögerung oder Unterbrechung der Kampagnen geschieht.

Meta: Überblick über die Meta Conversions API

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Ohne Daten lassen sich keine effektiven Kampagnen im Meta Universum schalten. Um die Customer Journey komplett zu verstehen und zu analysieren, setzen Werbetreibende deshalb auf das Meta Pixel, das über eine sinnvolle Integration einen grossen Teil der digitalen Kundenkontaktpunkte messen kann.

Das Meta Pixel hat allerdings den Nachteil, dass es im Browser des Seitenbesuchers geladen wird, Daten entsprechend über den Browser Client-seitig gesammelt und an Facebook übermittelt werden.

Weshalb das ein Nachteil ist? Weil Verbindungsprobleme, Ladefehler oder Ad-Blocker die Datenübermittlung blockieren können und so die Zuordnung der hinterlegten Conversions dadurch selten vollständig ist. Gleichzeitig schwindet die Macht des Meta Pixels aufgrund der eingeführten Datenschutzfunktionen von iOS 14 und dem sicheren Ende der Cookies im zweiten Halbjahr 2024.

Der Weg zur «Privacy-First-Ära» – dem offiziellen Ende der Werbe-Cookies

Dadurch werden die Browser benötigte Mechanismen, die heute bei der Optimierung, Ausrichtung und Messung von Kampagnen helfen, nicht mehr unterstützen. Vereinfacht ausgedrückt: Browser werden zukünftig unter anderem keine Cookies von Fremdseiten mehr zulassen, was dazu führt, dass cookie-basierte Tracking-Lösungen keine Daten mehr sammeln können. Das Meta Pixel gehört da dazu.

Um hier Abhilfe zu schaffen, hat Meta die Meta Conversions API eingeführt.

Das ist die Meta Conversions API

«Die Conversions API ermöglicht dir eine direkte und verlässliche Verbindung der Marketingdaten (z. B. Website-Events und Offline-Conversions) deines Servers, deiner Website-Plattform oder deines CRMs mit Meta.»
(Quelle: Meta-Hilfebereich – Die Conversions API)

API: Abkürzung für «Application Programming Interface» (Anwendungsprogrammierschnittstelle). Eine API ist eine Verbindung zwischen zwei Anwendungen, über welche die Kommunikation zwischen beiden Systemen ermöglicht wird. Bei der Conversions API wären das die Webseite und Facebook.

Website-Events und Offline Conversions: Events und Conversions sind Handlungen, die von Personen auf einer Webseite (Seitenaufruf, Formular ausgefüllt, Produkt gekauft) oder offline (Anrufe, Vertragsunterzeichnungen) durchgeführt werden und zur Bildung von Zielgruppen oder zur Optimierung von Kampagnen an Meta gesendet werden.

So funktioniert die Meta Conversions API

Im Prinzip funktioniert die Meta Conversions API gleich wie der bisherige Meta Pixel. Mit einem kleinen Unterschied: Statt Pixel-Events über den Browser an Facebook zu senden, ermöglicht die Conversions API eine direkte Übermittlung dieser Signale vom eigenen (Web-)Server an Facebook. Auch diese Events sind mit einem Pixel verknüpft und können so weiterhin für die Messung, das Reporting und die Optimierung eingesetzt werden.

Die Funktionsweise der Meta Conversions API

Die Vorteile der Meta Conversions API

#1 Kontrolle, wo, wann und wie Daten mit Facebook geteilt werden

Werbetreibende können dazu beitragen, die Zuverlässigkeit der von ihnen geteilten Daten zu gewährleisten, indem sie diese direkt an Facebook senden, anstatt von browserbasierten Methoden abhängig zu sein, die in dem sich verändernden Ökosystem unzuverlässig werden können.

#2 Umgehung von VPNs und Ad Blockern

Das Meta Pixel lieferte ursprünglich alle Informationen, die für die Bildung von leistungsstarken Zielgruppen und für die optimierte Ausrichtung von Anzeigen benötigt wurden. Diese Informationen wurden durch VPNs, Werbeblocker-Plugins in Browsern und weiteren Datenschutz-Tools eingeschränkt, sodass Conversions und Zielgruppen ungenauer und unvollständiger wurden. Die Conversions API kommuniziert direkt mit den Servern von Meta und umgeht so zumindest VPNs und Werbeblocker.

#3 Verbesserung der Performance unter iOS 14

Dank iOS 14 haben Werbetreibende mit weiteren Einbussen in der Datenqualität zu kämpfen. Die Conversions API umgeht diese Probleme zwar nicht, sie führt aber zu einer Erhöhung der Signale, die an Meta gesendet werden können. Und wirkt so zumindest teilweise dem Verlust der Messdaten entgegen.

#4 Vorbereitung auf die Zeit ohne Cookies

Ohne Cookies wird das Meta Pixel nicht mehr so funktionieren, wie es Werbetreibende aktuell kennen. Sobald Google in seinem Browser Chrome im zweiten Halbjahr 2024 Cookies von Werbeplattformen blockiert, sind Werbetreibende von Lösungen abhängig, die ohne Cookies funktionieren. Und so werden serverseitige Tracking-Lösungen wie die Conversions API die wohl einzige Quelle für die Messung von Conversion- und Performance-Daten.

#5 Ermöglichung von Full-Funnel-Transparenz

Die Conversions API bietet dieselben Tracking-Möglichkeiten für Handlungen auf der Webseite wie das Meta Pixel. Gleichzeitig können über die direkte Verbindungen zu den Meta Servern auch weitere Datenquellen (CRM, Zahlungsprovider, …) und Offline-Handlungen (Telefonanrufe, Vertragsabschlüsse, …) gemessen werden. Dadurch kann der bisher auf die Webseite eingeschränkte Funnel auf weitere Conversions erweitert werden, die sich im unteren Bereich des Funnels und ausserhalb der Webseite befinden.

So wird die Meta Conversions API integriert

Wie eingangs erwähnt, fokussiert sich Meta mit der Conversions API auf Integrationen und Partner-Apps, um die Installation der CAPI zu vereinfachen. Im Moment stehen hierfür erst wenige zur Verfügung, und doch gibt es bereits verschiedenste Möglichkeiten, um den Implementierungsprozess zu beginnen:

Integration über eine Partnerintegration

Meta arbeitet eng mit Plattformen zusammen, weshalb für viele bereits eine Partnerintegration besteht. Diese lassen sich intuitiv im Meta Events Manager einrichten. So existieren zum Beispiel für folgende E-Commerce-Plattformen bereits Plugins zur Verfügung, die über den Events Manager verknüpft werden können:

  • Shopify: Wer einen Onlineshop mit Shopify nutzt, kann die Conversions API über die Applikation «Facebook Sales Channel» einrichten.
  • WordPress / WooCommerce: Für WordPress steht neben dem offiziellen Plugin von Meta auch weitere professionelle Tools wie zum Beispiel PixelYourSite zur Verfügung.
  • PrestaShop: PrestaShop bietet einen einfachen und schnellen Weg über die Integration des Moduls «Facebook», das die Conversions API enthält

Übersicht der möglichen Partnerintegrationen im Meta Events Manager (Screenshot Meta Events Manager)

Von den Systemherstellern zur Verfügung gestellte Plugins ermöglichen eine einfache Integration der Conversions API, die meist mit wenigen Klicks aktiviert werden kann. Nachteil dieser Plugins ist die fehlende Flexibilität bei individuellen Anpassungen.

Bei einer individuell entwickelten Webseite oder als Alternative zum Google Tag Manager bei Systemen, die noch kein Plugin zur Verfügung stellen, können auch Systemintegratonien wie Zapier, Tealium, Integromat oder Leadsbridge angebunden werden, über welche die Server-to-Server Requests über die Conversions API abgewickelt werden. Dieser Lösungsansatz ist mit entsprechenden Lizenzkosten für die angebundenen Tools verbunden.

Seit kurzem bietet Meta hier auch eine vereinfachte Integration über das «Conversions API Gateway», welche direkt die bereits eingerichteten Pixel-Events für die Conversions API adaptiert.

Weiterführende Informationen zu Partnerintegrationen:
https://huco.li/fbcapipartner

Integration über Tag Management Systeme (Server-Side)

Sollte für das eingesetzte System noch kein Plugin existieren oder grundsätzlich auf Plugins verzichtet werden, so empfiehlt sich das Aufsetzen eines Server-side Taggings über den Google Tag Manager (https://developers.google.com/tag-manager/serverside). Dabei wird ein «normaler» Google Tag Manager mit einem Tag umgesetzt, der die Informationen sammelt und dem Server-side Google Tag Manager zur Verfügung stellt. Der Server-side Google Tag Manager übermittelt dann die Daten über die Meta Conversions API an Facebook.

Vorteil hierbei ist, dass mit einem bereits bekannten System gearbeitet werden kann, das oft schon für die Integration des Pixels (und weitere Social Media Tracking Tags) eingesetzt wird. Im Gegensatz zu den Partnerintegrationen benötigt die Umsetzung allerdings vertieftes technisches Know-How.

Weiterführende Informationen zur Integration mit dem Google Tag Manager:
https://huco.li/fbcapitemplate

Direktintegration

Es ist ebenfalls möglich, die Conversions API direkt auf dem eigenen Server zu installieren und entsprechend «hart» zu codieren. Eine solche Individualentwicklung ist allerdings umständlich und erfordert erweiterte Programmierkenntnisse. Weiterführende Informationen hierzu finden sich in der Entwickler-Dokumentation der Meta Conversions API.

Weiterführende Informationen zur individualisierten Direktintegration:
https://huco.li/fbcapidirekt

Kombination aus Meta Pixel und Meta Conversions API

Grundsätzlich kann die Conversions API (CAPI) völlig eigenständig und somit unabhängig vom ursprünglichen Meta Pixel Code integriert und eingesetzt werden. Im Moment ist es aber am Besten, die Conversions API parallel zum browserbasierten Pixel zu verwenden und jeweils mit beiden Messlösungen die gleichen Conversion-Events (Kauf, Lead, Abonnieren, …) sowie zusätzliche Events (qualifizierte Leads, Offline-Conversions, …), die nicht über das browserbasierte Pixel erfasst werden können, an Meta zu senden.

Warum? Weil das Meta Pixel noch immer Vorteile hat. Dank der cookie-basierten Umsetzung stehen dem Pixel weitere Daten wie demografische, psychografische und andere Verhaltensdaten aus dem Internet zur Verfügung. Dies ermöglicht es Meta, das Matching zwischen einer Handlung auf der Webseite und dem Facebook oder Instagram Profil zu perfektionieren. Wohingegen dieses Matching bei der Conversions API manuell durch die Übermittlung von (codierten) persönlichen Informationen der Person vorgenommen werden muss.

So lange Cookies also noch existieren (und Google hat Werbetreibenden hier bis zum Sommer 2024 Aufschub gewährt), können das Meta Pixel und die Conversions API in Kombination verwendet werden. Dadurch erhält Meta mehr Signale: Beide Systeme senden bei einer Handlung gleichzeitig Daten. Blockiert zum Beispiel ein Ad Blocker das Signal des Meta Pixels, steht als Fallback weiterhin das Signal der Conversions API zur Verfügung.

Die Kombination führt also dazu, dass Daten wieder genauer werden:

  • besseres Verständnis, welche Personen mit den Anzeigen interagieren
  • mehr Informationen darüber, wie die Customer Journey funktioniert
  • qualitative und quantitative Verbesserung der Zielgruppen
  • bessere Entscheidungsgrundlage für die Allokation von Budgets

Wichtig: Sobald beide Lösungen dieselben Events übermitteln, muss bei den jeweiligen Aufrufen eine übereinstimmende Event-ID übergeben werden. Anhand dieser «dedupliziert» Meta die zusammengehörenden Events und verhindert eine doppelte Erfassung derselben Handlung.

Die Kombination aus Meta Pixel und Conversions API. Zuverlässig dank der Deduplizierung über die Events ID.

Die Conversions API ist zum aktuellen Zeitpunkt also kein Ersatz für das browserbasierte Meta Pixel, sondern sollte als Ergänzung und Unterstützung angesehen werden.

Fazit

Mit der Conversions API bietet Meta ein Tool, mit welchem dem steigenden Verlust von Tracking- und Performance-Daten entgegengewirkt werden kann. Die CAPI löst zwar nicht alle Probleme (wie zum Beispiel Tracking-OptOuts in iOS 14 oder Tracking-Consents), sie führt aber insbesondere in Kombination mit dem «klassischen» Pixel zu einer Erhöhung der Signale, die durch das Pixel erfasst werden können. So wird die Tracking-Methode im Meta Universum wieder deutlich effizienter und führt dazu, dass die Grösse und Qualität von Zielgruppen wieder zunehmen, die Personalisierung und Auslieferung von Anzeigen performanter wird und die Preise für die Ausspielung der Anzeigen niedriger ausfallen, als wenn auf die Conversions API verzichtet wird. Die Integration der Conversions API lohnt sich also auf jeden Fall. So lange man sich in Erinnerung ruft, dass die Conversions API als Ergänzung des Meta Pixels eingesetzt werden soll und nicht als Ersatz – zumindest bis keine Cookies mehr existieren. Es bleibt also noch Zeit, um das Potenzial des Pixels in Kombination mit der Conversions API auszunutzen.

Meta: Neue Targeting-Optionen für B2B

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Wie Meta in der Ankündigung schreibt, sei das Unternehmen mit seinen Plattformen einzigartig positioniert, um auch B2B-Werbetreibende unterstützen zu können. Mit mehr als 200 Millionen Unternehmen und 2,1 Milliarden Menschen, die die Plattformen von Meta täglich nutzen, sei auch Meta ein geeigneter Partner für Werbetreibende, die eine Verbindung zu ihren B2B-Kunden herstellen oder fördern möchten. Die nun angekündigten Targeting-Optionen für Entscheidungsträger sind ein erster Schritt in diese Richtung.

Entscheidungsträger in kleinen, mittleren und grossen Unternehmen erreichen

Neu lassen sich die folgenden Targeting-Optionen beim Erstellen einer Kampagne einrichten:

  • IT Entscheider*innen: In dieser B2B-Zielgruppe werden die Ads Personen angezeigt, die aufgrund ihrer Jobtitel zur Kategorie IT Entscheider*innen zugeordnet werden.
  • Business Entscheider*innen nach Titel und Interessen: In diese Kategorie fallen Personen, die aufgrund ihrer Interessen und Jobtitel als Business-Entscheider*innen gelten.
  • Business Entscheider*innen: Wird diese Kategorie ausgewählt, richtet sich eine Anzeige an Personen, die Entscheider*innen in den Bereichen Technik/IT, Betrieb, Personalwesen, Strategie oder Marketing basierend auf ihrer Berufsbezeichnung.
  • Aktive, neue Unternehmen: In dieser Kategorie werden Personen eine Werbeanzeige sehen, die in den letzten 6, 12 oder 24 Monaten ein Unternehmen gegründet haben bzw. Admin einer neuen Unternehmensseite sind. Für jeden der drei Zeiträume gibt es eine einzelne Kategorie.

Leider wurden die Kategorien bzw. die Unterschiede der Kategorien nicht weiter ausgeführt und eine Unterscheidung ist schwierig festzumachen. Gerade die beiden Kategorien der Business Entscheider*innen ähneln sich sehr, was auch ein Blick auf die Zielgruppenüberschneidung zeigt. Die beiden neuen Kategorien haben eine Überschneidung von 90 Prozent, die Entscheidungsträger in der IT hingegen überschneiden sich nur zu 20 Prozent.

“Entscheidungsträger im Unternehmen” und “Titel und Interessen der Entscheidungsträger im Unternehmen” enthalten zu 90% dieselbe Zielgruppe.

Spannend ist auch ein Blick auf die Zielgruppengrössen (DACH-Raum):

  • Entscheidungsträger im Unternehmen: 6’800 – 7’900
  • Titel und Interessen der Entscheidungsträger im Unternehmen: 6’900 – 8’100
  • Entscheidungsträger in der IT: 6’800 – 8’000
  • Neues aktives Unternehmen (< 6 Monate): 33’300 – 39’200
  • Neues aktives Unternehmen (< 12 Monate): 60’600 – 71’300
  • Neues aktives Unternehmen (< 24 Monate): 123’000 – 144’700

Zuletzt ist auch anzunehmen, dass die Kategorien um einiges ungenauer sind wie beispielsweise auf LinkedIn. Grund dafür ist, dass viele Personen Facebook rein privat nutzen und oft gar keine Berufsbezeichnung integriert haben.

Zielgruppen finden und einsetzen

Die neuen Targeting-Optionen sind im Abschnitt Zielgruppe > Detailliertes Targeting zu finden, wenn man entweder nach «Entscheidungsträger» (engl. Decision Makers) sucht oder sich durchklickt bei Demografische Angaben > Arbeit > Branchen.

Die drei Kategorien von B2B-Entscheidungsträgern finden sich in der Kategorie “Branchen”. Quelle: Meta Ads Manager

Das Targeting für die neuen aktiven Unternehmen ist im Bereich Verhalten > Digitale Aktivitäten versteckt.

Die neuen aktiven Unternehmen sind in drei verschiedene Zeiträume unterteilt. Quelle: Meta Ads Manager

 

Fazit

Es ist eine spannende Ankündigung, die bei genauerer Betrachtung aber einige Fragen aufwirft. Es ist zu erwarten, dass weitere Kategorien für das B2B-Targeting folgen dürften, welche hoffentlich etwas spezifischer voneinander unterscheidbar sind als die aktuell veröffentlichten Kategorien. Wer die neuen Funktionen bereits im Werbeanzeigenmanager sehen und diese einsetzen kann, wird wohl etwas experimentieren müssen, bevor spezifischere Aussagen über den Nutzen der neuen Targeting-Möglichkeiten gemacht werden können.


Meta: Die Prüfen-Funktion – Die Geheimwaffe des Werbetreibenden

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Selbst für Werbetreibende, die den Meta Ads Manager häufig nutzen, wird die Prüfen-Funktion leicht übersehen. Dieses grossartige Tool ist jedoch benutzerfreundlich und kann wertvolle Einblicke bieten. Ausserdem hilft die Funktion bei der Optimierung von Kampagnen und der Leistung auf Facebook und Instagram. Sie enthält separate Modelle zur Analyse der Gebotsstrategie, desAuktionswettbewerbs, der Zielgruppensättigung und der Auktionsüberschneidung für jede Anzeigengruppe.

Derzeit ist die Prüfen-Funktion nur für die folgenden Kampagnenziele verfügbar:

  • Traffic
  • App-Installationen
  • Leadgenerierung
  • Conversions

Dieses Tool kann nicht für dynamische Anzeigen, Dynamic Creative Optimization, oder Split-/Brand-Lift-Tests verwendet werden.

Wie findet man die Prüfen-Funktion?

Die Prüfen-Funktion ist direkt im Meta Ads Manager zu finden.  Sie kann nicht auf Kampagnenebene geöffnet werden, sondern nur auf Anzeigengruppenebene.
Sobald eine Anzeigengruppe ausgewählt wurde, muss das kleine Balkendiagramm in der Seitenspalte ausgesucht werden. Wenn man auf dieses Symbol klickt, wird das Dashboard der Prüfen-Funktion geöffnet.

Quelle: Meta Ads Manager

Quelle: Meta Ads Manager

In diesem Dashboard sind alle wichtigen Informationen zur Kampagne/Anzeigengruppe sichtbar. Im Beispiel unten werden Informationen wie der Kampagnenstatus, die Gebotsstrategie, das Budget, das Optimierungsereignis und das Attributionsfenster im oberen Bereich angezeigt.
Wenn sich die Anzeigengruppe gerade in der Lernphase befindet, wird ausserdem eine Benachrichtigung wie die untenstehende angezeigt.

Quelle: Meta Ads Manager

Quelle: Meta Ads Manager

Gebotsstrategie

Quelle: Meta Ads Manager

Quelle: Meta Ads Manager

Dieses Diagramm zeigt die Korrelation zwischen Ihrer Gebotsstrategie und den Kosten pro Aktion im Zeitverlauf. So lässt sich feststellen, ob steigende Kosten mit der aktuellen Gebotsstrategie zusammenhängen oder nicht. Gegebenenfalls wird das Tool auch eine alternative Gebotsstrategie vorschlagen, um die Leistung zu verbessern.
Oben wird nichts angezeigt, weil diese Kampagne die Gebotsstrategie «Grösstes Volumen» verwendet – für diese Strategie ist das Diagramm nicht verfügbar.

Leistungsübersicht

Quelle: Meta Ads Manager

Quelle: Meta Ads Manager

Das erste Diagramm zeigt die Gesamtleistung dieser Anzeigengruppe für den ausgewählten Zeitraum. Die visuelle Darstellung ist sehr hilfreich und ermöglicht es, Leistungseinbrüche und -steigerungen über einen bestimmten Zeitraum zu erkennen. Auch die täglichen Ergebnisse können durch Scrollen über das Diagramm angezeigt werden.

In allen Diagrammen werden zudem alle wesentlichen Änderungen der Kampagne in gelber Farbe angezeigt. Wenn man über das gelbe Stiftsymbol scrollt, erhält man weitere Informationen – im Beispiel unten wurde festgestellt, dass es eine erhebliche Budgetänderung gab, und die Lernphase daher neu gestartet wurde. Die Lernphase wird daher mit einem schattierten, gelben Hintergrund angezeigt. Über die Tabellentaste in der rechten oberen Ecke werden auch alle anderen wichtigen Details angezeigt.

Quelle: Meta Ads Manager

Quelle: Meta Ads Manager

Eine weitere grossartige Option ist die Möglichkeit, dem Diagramm zusätzliche KPIs hinzuzufügen und zu überlagern. So lässt sich leicht feststellen, ob eine Korrelation zwischen den beiden besteht oder nicht. Die verfügbaren KPIs sind wie folgt:

  • Conversion Action (basierend auf dem Optimierungsereignis der Kampagne)
  • Kosten pro Conversion Action
  • Ausgegebener Betrag
  • Reichweite
  • Anteil der erstmaligen Impressionen
  • Auktionsüberschneidungsrate

Auktionswettbewerb

Quelle: Meta Ads Manager

Quelle: Meta Ads Manager

Es ist allgemein bekannt, dass Facebook-Anzeigen auf der Grundlage eines Auktionssystems bepreist und ausgeliefert werden – einfach ausgedrückt: Werbetreibende konkurrieren um einen Werbeplatz, indem sie Gebote abgeben. Dies bedeutet jedoch, dass ein höherer Wettbewerb auch zu höheren Kosten führt, da die Gebote nach oben gehen. Und genau an dieser Stelle kommt die nächste Tabelle ins Spiel.

Diese Tabelle heisst Auktionswettbewerb. Sie zeigt an, wie die Konkurrenz derzeit abschneidet – ob sie über, unter oder im Durchschnitt liegt (wobei der Durchschnitt auf 0 % gesetzt ist). Ausserdem werden die Kosten pro Conversion/Aktion (für welche die Kampagne optimiert ist) angezeigt, sodass jede Korrelation erkannt werden kann.

Für den Wettbewerb betrachtet Facebook alles zwischen -20 % und 20 % als Standard. Wenn der Wert also über 20 % liegt, ist die Konkurrenz gross. Das kann zu höheren Kosten pro Conversion führen. Während bei einem Wert von unter -20 % wahrscheinlich günstigere Conversions erzielt werden. Hier ist es eine gute Idee, nach Trends zu suchen – zum Beispiel ist der Wettbewerb an Wochentagen immer geringer – und diese Erkenntnisse zu nutzen, um die Kampagne weiter zu optimieren. Hier kann man auch feststellen, ob der erhöhte Wettbewerb der Grund für die gestiegenen Kosten ist, oder ob man die Ursache woanders suchen sollte.

Zielgruppensättigung

Quelle: Meta Ads Manager

Quelle: Meta Ads Manager

Dieses Diagramm tut genau das, was der Name sagt. Es hilft dabei, festzustellen, wie gesättigt die Zielgruppe ist. Durch den Vergleich der Kosten pro Aktion mit der Frequenz (Laufzeit) zeigt es, ob die Ad Fatigue zu einem Leistungsabfall (und einem Anstieg der Kosten) führt.

Wenn es den Anschein hat, dass die Leistung abnimmt und die Sättigung zunimmt, bedeutet dies, dass die Nutzer unter Ad Fatigue leiden. In diesem Fall wäre es eine gute Idee, die Zielgruppe zu erweitern oder neue Anzeigen zu erstellen (z. B. durch das Testen neuer Creatives).

In der linken Spalte befinden sich im Diagramm noch weitere KPIs, die zum Vergleich hinzugefügt werden können. Sie lauten wie folgt:

  • Anteil der erstmaligen Impressionen: Prozentsatz der Nutzer, die diese Anzeige täglich zum ersten Mal sehen
  • Reichweite (Laufzeit): Gesamtreichweite über den angegebenen Zeitraum
  • Erreichter Zielgruppenanteil: Prozentsatz der potenziellen Zielgruppe, die bisher erreicht wurde

Auktionsüberschneidung

Quelle: Meta Ads Manager

Quelle: Meta Ads Manager

Die Überschneidung von Zielgruppen ist ein Problem, mit dem viele Werbetreibende konfrontiert sind. Dies tritt auf, wenn jemand mehrere Anzeigensätze schaltet, die auf dieselben Personen abzielen, was zu einer geringeren Leistung und höheren Kosten führt. Das Diagramm Auktionsüberschneidung kann verwendet werden, um zu sehen, ob dies in diesem Anzeigenkonto der Fall ist.

Ein wenig Überschneidung ist zu erwarten, also kein Grund zur Panik. Wenn möglich, sollte jedoch ein Aufwärtstrend vermieden werden. Wie im obigen Beispiel zu sehen ist, sollte es bei ordnungsgemässem Ausschluss von Zielgruppen fast keine Überschneidungen geben. Wenn verschiedene Custom Audiences vorhanden sind (z. B. Website-Besucher, Kundenlisten, Käufer usw.), kann es sein, dass dieselben Personen in allen diesen Zielgruppen enthalten sind, was zu Überschneidungen führen kann.

Verlauf wichtiger Änderungen

Quelle: Meta Ads Manager

Quelle: Meta Ads Manager

Ganz unten werden die wichtigsten Änderungen angezeigt, einschliesslich der Details, wie z. B. Budgetänderungen, Zeitpunkt der Änderung und von wem die Änderungen ausgeführt wurden. Die Änderungen werden hier nur angezeigt, wenn sie wichtig genug waren, um die Lernphase neu zu starten.

Mehr Informationen über die Prüfen-Funktion findet man hier:

Fazit

Die Meta Ads Prüfen-Funktion bietet Werbetreibenden wichtige Einblicke – direkt auf Knopfdruck. Von Einblicken in Auktionen und Konkurrenten bis hin zu Analysen der Zielgruppensättigung und Überschneidungen. Dieses versteckte Tool ist eine grossartige Möglichkeit, um Kampagnen schnell und effektiv zu optimieren.

Meta: Vereinfachung der Kampagnenziele mit Outcome-Driven Ad Experiences (ODAX)

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Bereits angekündigt, kommt nun laut Meta die grosse Ausweitung der ODAX-Verfügbarkeit auf 100 %. Dies bedeutet, dass Meta die Zielauswahl im Ads Manager zur Vereinfachung umstellt, bekannt als Outcome-Driven Ads Experiences (ODAX). Seit dem 14. September wurde die ODAX-Verfügbarkeit auf 100 % aller Werbetreibenden und Kunden ausgeweitet – dies ist eine Erweiterung von 50 % der Werbetreibenden. Siehe dazu auch unser Blogartikel vom 28. September 2021.

Was ist Outcome-Driven Ad Experiences (ODAX)?

Um Werbetreibende effektiv zu optimalen Kampagnen-Setups zu führen, hat Meta die Zielauswahl bei der Erstellung neuer Kampagnen im Ads Manager neu gestaltet. Meta geht somit zu einem ergebnisbasierten Anzeigenmanager über, in dem Werbetreibende ihre geplanten Geschäftsergebnisse auswählen können (z. B. Bekanntheit, Traffic, Engagement, Leads, App-Promotion, Verkauf) und die Benutzeroberfläche führt die Werbetreibenden zu den optimalen Kampagnen-Setups/Erstellungspfaden, um dieses Ergebnis zu erreichen.

Die vollständige Liste der API-Änderungen findet man in Metas Changelog.

  • ODAX kann logische Entscheidungen treffen, die mit allgemein akzeptierten Marketingkonzepten übereinstimmen.
  • ODAX kann Werbetreibenden helfen, vor Ort Lösungen für ihre Kampagnen zu finden.
  • ODAX kann dazu beitragen, die Komplexität der Kampagneneinrichtung zu reduzieren, die Skalierbarkeit zu unterstützen und die Duplizität von Optionen zu vermeiden.

Warum ist diese Änderung wichtig?

Das Anzeigen-Ökosystem ist zunehmend fragmentiert, schwierig zu bedienen und komplex geworden. Die Verwirrung der Werbetreibenden in Bezug auf Ziele ist ein bekannter Problempunkt. Insbesondere verstehen die Werbetreibenden nicht, welche Ziele sie bei der Einrichtung und Erstellung von Kampagnen auswählen müssen, um ihr gewünschtes Ergebnis zu erreichen.

Derzeit gibt es keine klare oder einheitliche Taxonomie, die festlegt, was ein Ziel ist und welche Funktionen in jedem Ziel enthalten sind. Darüber hinaus gibt es redundante Optionen, die für denselben oder einen ähnlichen Zweck verwendet werden. Diese Unstimmigkeiten tragen zur Verwirrung der Werbetreibenden bei und führen häufig zu suboptimalen Kampagnen-Setups.

Die Änderungen werden sich vor allem auf Werbetreibende auswirken, die überwiegend Conversions-, Nachrichten- und Video Views-Kampagnen verwenden.

Wie sieht die Veränderung aus?

Meta konsolidiert elf Ziele zu sechs, wobei der Schwerpunkt auf den Marketing-Ergebnissen liegt:

  • Awareness
  • Traffic
  • Engagement
  • Leads
  • App Promotion
  • Sales

Neue ODAX Ziele | Quelle: https://developers.facebook.com

Was soll mit der Vereinfachung erzielt werden?

Durch die Vereinfachung der Ziele und die Konsolidierung der elf auf sechs Ziele soll Folgendes erreicht werden:

  1. Vereinfachung der Ziele: Die Vereinfachung der Ziele und ihre Zuordnung zu allgemein anwendbaren Marketingzielen, die in der gesamten Marketingbranche verwendet werden, macht es für Werbetreibende einfacher, ihre angestrebten Ziele zu kommunizieren.
  2. Ermöglichung kanalübergreifender Kampagnen: Sobald kanalübergreifende Conversion-Optimierungen verfügbar sind (z. B. Website & App, Website & Shop), macht es dies den Werbetreibenden einfacher, sie zu übernehmen.
  3. Hilfestellung geben: Mit besseren Informationen über die Absichten der Werbetreibenden kann der Ads Manager den Werbetreibenden mehr Hilfestellung bei der Einrichtung von Kampagnen geben, was es ihnen erleichtert, ihre Marketingziele zu erreichen.
Bisheriges Ziel Neues Ziel
Brand Awareness (Markenbekanntheit) Awareness
Reach (Reichweite) Awareness
Traffic (Traffic) Traffic
Engagement (Interaktionen) Engagement
App Installs (App-Installationen) App Promotion
Video Views (Videoaufrufe) Awareness

Engagement

Lead Generation (Leadgenerierung) Leads
Messages (Nachrichten) Engagement
Leads
Conversions (Conversions) Engagement
Leads
Sales
Catalog Sales (Katalogverkäufe) Sales
Store Traffic (Store Traffic) Awareness

Welche Ziele sind nun wo zu finden? | Quelle: https://developers.facebook.com

Hinweis: Obwohl das Ziel «Store Traffic» zunächst nicht von ODAX unterstützt wird, wird es zurzeit als Ziel weiterhin unterstützt. Meta schliesst beim Ausrollen der ODAX-Ziele alle Ads Manager vorläufig aus, welche Store Visits in ihren Kampagnen verwenden, da diese in Zukunft auch integriert werden.

Wer ist davon betroffen?

Diese Änderung wird sich auf Werbetreibende auswirken, die hauptsächlich Kampagnen mit Conversions, Nachrichten und Video Views verwenden, da diese früheren Ziele nun in die neuen Ziele übergehen.
Darüber hinaus wirkt sich diese Änderung nicht unmittelbar auf die Kampagnen aus, die vor dieser Änderung erstellt wurden. Die alten Kampagnen können bis zur ersten Hälfte des Jahres 2023 weiter bearbeiten oder dupliziert werden.

Auswirkungen auf die API und Entwickler

ODAX hat bereits im Januar 2022 zu Änderungen an der API für alle Entwickler geführt. Diese Änderungen umfassen:

  1. Neue Zielwerte
  2. Neue Zieltypen
  3. Neue Einschränkungen für Conversion-Standorte, Conversion-Ereignisse und Optimierungsziele für die neuen Zielwerte

Da das Rollout von Meta im vollen Gange ist, ist es höchste Zeit für Entwickler, die API-Änderungen zu implementieren, damit Daten einheitlich für Werbetreibende zur Verfügung stehen.

Fazit

Der Hauptnutzen der Reduktion der Kampagnenziele auf sechs Möglichkeiten im Meta Ads Mangager wird allen Werbetreibenden helfen, ihre Ziele genauer und einfacher auszuwählen. In der Folge wird der Algorithmus von Facebook und Instagram dem Werbetreibenden eine stärkere Performance gewährleisten können, da die Ziele auch für ihn klarer sind.

Ads Camp 2022 – Ein Recap

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Nach einem Jahr Pause ist das Ads Camp in Köln 2022 wieder zurück! Am 19. September 2022 fand das Ads Camp wieder wie gewohnt im Hilton Cologne statt. Und es wurde direkt deep-dive-mässig eingetaucht in Social Ads und Creatives und dazu Cases und Insights zu Skalierung und Optimierung von Kampagnen.

Hutter Consult war wie immer vor Ort mit dabei und hat sich alles besonders zum Thema Advertising genau angeschaut. Mit Michaela Gahbauer und Florian Muff standen zudem zwei von unserem Team gleich selbst auf der Bühne.

Ads Camp 2022 | Quelle: adscamp.com

Ads Camp 2022 | Quelle: adscamp.com


RECAP ADS CAMP 2022 – VON EXPERTEN FÜR EXPERTEN


Performance Playbook 2022: Creatives & Setups zur Skalierung deines Accounts

Den fulminanten Auftakt des Ads Camps machten Florian Litterst und Lena Gmeiner von adsventure.de mit dem Titel «Performance Playbook 2022 – Creatives & Setups zur Skalierung deines Accounts».

Das Performance Advertising verändert sich seit iOS 14.5 so stark wie nie zuvor. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Targeting, Tracking, Attribution und Daten sterben aus
  • Creative, Video und Creator Content gewinnen zunehmend an Relevanz
Auswirkungen und Konsequenzen von Post iOs & Privacy First | Quelle: Präsentation Adsventure – Ads Camp 2022

Auswirkungen und Konsequenzen von Post iOs & Privacy First | Quelle: Präsentation Adsventure – Ads Camp 2022

Advantage Shopping Kampagnen sind das neue Must-have für E-Commerce Shops. Bei diesem neuen Format sind keine Einstellungen mehr bei der Zielgruppe, Platzierungen und Geboten notwendig.

Shopping Campaigns | Quelle: Präsentation Adsventure – Ads Camp 2022

Shopping Campaigns | Quelle: Präsentation Adsventure – Ads Camp 2022

Laut den beiden Speakern sind Creatives der einzige Hebel.

Dabei zeigen sie die fünf Level of Awareness auf.

  1. Unaware: Personen wissen nicht, dass sie ein Problem haben bzw. sind sich dessen nicht bewusst.
  2. Problem Aware: Personen kennen das Problem, haben aber noch keine Lösung dafür.
  3. Solution Aware: Personen wissen, dass es eine Lösung gibt, müssen das Produkt aber noch kennenlernen.
  4. Product Aware: Personen kennen das Produkt, sind sich aber unsicher, ob es das richtige Produkt ist.
  5. Most Aware: Personen kennen und mögen das Produkt. Sie sind bereits für Upselling.

Das interessierte Publikum bekam danach noch ein paar Creative-Beispiele an Top Performing Ads zu Gesicht, wie Vorher-Nachher-Effekt durch Splitscreen oder Hände als Eye-Catcher Element.

Ausserdem sind die beiden Speaker noch auf das Account Setup eingegangen und dabei zeigte sich, dass sie auf eine maximale Konsolidierung von Kampagnen und Anzeigengruppen sowie auf ein offenes Targeting, breite Interessenzielgruppen und grosse Lookalikes setzen.

Weitere Tipps:

  • Separate Kampagnen für Stories/Reels
  • Google Analytics URL Parameter verwenden
  • Custom Google Analytics Reports

Fazit

Ganz nach dem Titel «Data is dead – Creative is Queen» wurde der erste Talk des Tages mit viel Begeisterung von Florian und Lena eröffnet. Auch der letzte Werbetreibende sollte danach die Wichtigkeit von Creatives erkannt haben und zukünftig darauf den Fokus legen. Den beiden Speakern ist es einmal mehr gelungen, sehr viel Input in kurzer Zeit anschaulich und verständlich zu vermitteln. Der eine oder andere Creative Hack durfte dabei auch nicht fehlen. Wenn der Fokus auf Creatives gelegt und das Setup konsolidiert wird, dann sollte einem erfolgreichen Q4 nichts mehr im Wege stehen.

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(Ein Recap von Michaela Gahbauer)


Conversion im Kopf – Botschaft, Trigger, Hook. So konvertieren deine Kampagnen im Kopf deiner Zielgruppen

Gesa Lischka erklärte anhand von drei Gehirnregionen, wie man Ads besser ausrichten kann. Dabei handelt es sich um das Stammhirn, oder wie sie es nennt, das Reptilienbrain, das limbische System und den Neocortex. In diesen drei Regionen befinden sich verschiedene Reaktionen und Denkmuster des Menschen. Im Reptilienbrain ist der Instinkt beheimatet, wo es um Flucht oder Annäherung geht. Fressen oder gefressen werden. Das wird unbewusst in Millisekunden entschieden. Im Limbischen System werden 95 % der Entscheidungen getroffen. Diese werden unbewusst emotional getroffen. Im Neocortex werden die Entscheidungen dann begründet.

Gesa erklärte es anhand eines Beispiels, wo sie im Augenwinkel etwas Rotes sieht. Ihr Reptilienbrain muss entscheiden, ob das eine Bedrohung ist oder sie sich dem annähern kann. Als sie erkennt, dass es sich um rote Schuhe handelt, kommt ihr limbisches System ins Spiel, und sagt ihr, dass sie diese roten Schuhe unbedingt haben will. Im Neocortex kommen dann die analytischen und logischen Argumente, wie beispielsweise, ob sie genug Geld auf dem Konto hat oder ob sie zu anderen Teilen in ihrer Garderobe passen.

Hirnregionen | Quelle: Präsentation Gesa Lischka – Ads Camp 2022

Hirnregionen | Quelle: Präsentation Gesa Lischka – Ads Camp 2022

Einbezug der Hirnregionen bei der Ads Creation

Wenn man sich die Entscheidungsgrundlagen für den Kauf von Produkten anschaut, dann gibt es viele gute und logische Gründe, warum man ein Produkt kaufen soll. Diese Gründe werden alle im Neocortex formuliert. Diese logischen Gründe lassen aber nicht direkt 1:1 in den Neocortex transferieren. Alle Botschaften und Nachrichten müssen aber zuerst am Stammhirn vorbei, das als Gatekeeper funktioniert. Wenn dieses Reptilienbrain nicht innerhalb von Millisekunden sich für «annähern» entscheidet und zuschnappt, können die logischen Verkaufsargumente noch so schlüssig sein. Menschen hören nicht zu oder klicken ganz einfach weg.

Botschaften müssen sich deshalb von unten nach oben durch die Gehirnstufen durcharbeiten, wenn wir wollen, dass die Message ankommt und einen Effekt hat. Deshalb sollte das Stammhirn angesprochen werden. Das alleine hat jedoch keinen Effekt. Es bedarf zudem eine positive emotionale Resonanz. Und dann muss der Neocortex eine Begründung finden, damit ein potenzieller Kunde eine Handlung ausführt.

Will man also überzeugen, kommt es auf die Reihenfolge an:

  1. Aufmerksamkeit (Reptilienbrain)
  2. Emotion (limbisches System)
  3. Information (Neocortex)
Kaufentscheidungen im Gehirn | Quelle: Präsentation Gesa Lischka – Ads Camp 2022

Kaufentscheidungen im Gehirn | Quelle: Präsentation Gesa Lischka – Ads Camp 2022

Folgende Dinge können das Reptilienhirn ansprechen:

  • Kontraste wie hell/dunkel, Farbkontraste oder auch laut und leise
  • Gesichter, für Aufmerksamkeit sehr gut, bei Call-to-Actions jedoch ablenkend
  • Essen
  • Der Vermerk NEU, denn es weicht von der Norm ab
  • Störer in Kontrastfarben, die nicht in das restliche Design passen, am besten noch mit dem Vermerk NEU 😊
  • Bei Text…
    • sollte in Bildern formuliert werden (bspw. statt Sitzgelegenheit schreibt man Stuhl)
    • Standardformulierungen vermeiden
    • Tod den Fachbegriffen im Text!
    • Keine Vorstellung, keine Bestellung
  • Bewegung
  • Abweichungen von der Norm
Abweichungen von der Norm | Quelle: Präsentation Gesa Lischka – Ads Camp 2022 & Stelleninserat TAZ der Agentur Kochstrasse

Abweichungen von der Norm | Quelle: Präsentation Gesa Lischka – Ads Camp 2022 & Stelleninserat TAZ der Agentur Kochstrasse

Ohne Gefühl ist unser Verstand hilflos

Emotionen helfen dem Kunden, eine Entscheidung zu treffen. Denn Kunden, die nichts fühlen, entscheiden sich auch nicht. Sei dies fröhlich oder verärgert. Sie sind emotional angesprochen und treffen eine Entscheidung. Bleiben sie neutral, fühlen also nichts, können sie sich nicht entscheiden. Auch, weil sie emotional nicht abgeholt werden.

Unterbewusstsein

Man hat drei Grundmotive, nach denen man handelt. Das sind Stimulanz, Dominanz und Sicherheit. Bei Stimulanz möchte man mit neuem überrascht werden, bei Dominanz geht es darum, dass man Macht und Status vergrössern möchte und Geborgenheit und Harmonie sucht man bei Sicherheit. Diese Motive verändern sich im Verlauf des Lebens. Beispielsweise nimmt das Bedürfnis nach Sicherheit im Alter zu. Darum lässt sich sagen, dass dieses Bedürfnis bei älteren Zielgruppen überwiegt.

Diese unbewussten Ziele steuern unsere Wahrnehmung. Und man kauft, um unbewusste Ziele zu befriedigen. Das sind die wahren Verhaltenstreiber. Das zeigt beispielsweise, wenn jemand sich ein spezifisches Automodell kaufen möchte, sieht man es plötzlich überall auf der Strasse. Dies gilt auch bei der Wahrnehmung von Werbebotschaften und den entsprechenden Bildern. Auch nehmen Biertrinker keine Werbung für Wein wahr und umgekehrt. Wer diese Ziele nicht kennt, kommuniziert auf gut Glück.

Für Creatives bedeutet das: Emotionen allein führen nicht zum Kauf.

Implizite Ziele PLUS Emotionen | Quelle: Präsentation Gesa Lischka – Ads Camp 2022

Implizite Ziele PLUS Emotionen | Quelle: Präsentation Gesa Lischka – Ads Camp 2022

Fazit

Bei der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie müssen alle die von Gesa genannten Aspekte für die Ads-Erstellung beachtet und erfüllt werden, um den Menschen dazu zu bringen sein Daumen-Scrollen zu unterbrechen und sich mit der Botschaft auseinanderzusetzen. Aufmerksamkeit und Thumb-Stopping sind das eine. Es muss jedoch auch die emotionale sowie die rationale Ebene angeregt werden. Und natürlich das Reptilienbrain nicht zu vergessen. Dadurch lassen sich Kunden auf allen drei Ebenen ansprechen. Und nur so können sie überzeugt werden. Botschaften müssen also neben der enthaltenen Emotion auch die impliziten also unbewussten Ziele der Zielgruppe ansprechen, um ihre Wirkung voll entfalten zu können. Bei Social Ads ist das sogar noch von grösserer Wichtigkeit, da dort der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit am grössten ist.

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(Ein Recap von Theofilos Sidiropoulos)


Personalization at scale – wie Marken in (nahezu) Echtzeit mit personalisierter Werbung kommunizieren können

Gleich zu Beginn sprach Markus Bayer (Head of Customer Success, Central Europe bei Smartly.io) ein Thema an, welches Performance Marketeers seit geraumer Zeit beschäftigt: Datenschutz und Tracking! Aber nicht nur die Personen, welche im Online Marketing tätig sind, beschäftigen sich mit dem Thema:

  • 99 % finden Privacy beim Browsing wichtig
  • 67 % sind wachsamer zu Online-Daten und Privacy
  • 34 % sind einverstanden, ihre Daten mit Shopping-Anbietern für Personalisierung zu teilen.
Privacy-First Advertising Report US | Quelle: Präsentation Markus Bayer – Ads Camp 2022

Privacy-First Advertising Report US | Quelle: Präsentation Markus Bayer – Ads Camp 2022

Durch den massiven Datenverlust durch verschiedene Massnahmen (DSGCVO, iOS14, Cookieless Era) ist eine personalisierte Ansprache heute nicht mehr wie gewohnt möglich und wird tendenziell noch schwieriger. Eine gezielte Ansprache der Zielgruppe über Zeit, Standort und Interesse ist durchaus noch möglich. Jedoch fehlen für beispielsweise eine Website Custom Audience oft viele Daten.

Der andere Ansatz ist deshalb «Dynamic Creative Optimization», also das Personalisieren von Creatives durch externe Einflüsse oder ähnliches.

Dynamic Creative Optimization (DCO)

Gemäss dem Referenten kann es durchaus sinnvoll sein, externe Einflüsse wie Wetter, Börsenwerte oder Sportergebnisse in die Anzeigen-Kreation zu integrieren oder die Anzeigen aufgrund externer Daten auszuspielen. Um die Auslieferung zu automatisieren, anerbieten sich dynamische Anzeigen mittels Google Sheet. Auch wir bei der Hutter Consult AG haben bereits solche Kampagnen umgesetzt. Wie Google Sheets angebunden werden können und Beispiele für mögliche Kampagnen sind dem Beitrag «Facebook: Always-On-Kampagne mit ständig wechselnden Ads, ohne die Lernphase zurückzusetzen» zu entnehmen.

Im Vortrag wurden drei verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt:

  1. Personalisierung über den gesamten Funnel: Also das Integrieren von verschiedenen Asset-Typen (Video, Bild) in den unterschiedlichen Funnel-Stufen oder das Verwenden unterschiedlicher Optimierungs-Ziele in den verschiedenen Stufen.
  2. Die gezielte Auslieferung unterschiedlicher Anzeigen aufgrund des Wetters: Durch die Anbindung einer Wetter-API konnte über ein Google Sheet für Ralph Lauren in London die passende Kleidung je Wetterlage ausgeliefert werden (beispielsweise bei Regen die entsprechende Kleidung).
  3. Die personalisierte Auslieferung von Anzeigen je nach Sportclub und Resultat: Bei einem Fussballturnier konnte in den entsprechenden Regionen durch die Anbindung einer Sport-API die Anzeigen durch die Nationalmannschaft, Sprache, Turnierphase und Zeit vor dem Spieltag in den Kontext gebracht werden.

Auch wurde kurz gezeigt, wie man solche Kampagnen eigenständig ohne Meta Business-Partner umsetzen kann: Nämlich via Bulk Import im Ads Manager.

Fazit

Es ist durchaus eine gute Idee, die Personalisierung über den ganzen Funnel zu vollziehen und so die Zielgruppe zu erweitern oder externe Daten in die Creatives einzubinden. Wie richtig erwähnt, ist es nicht das Ende, wenn es keine Cookies mehr gibt. Es gibt andere Möglichkeiten, wie aufgezeigt wurde. Bei der Personalisierung der Anzeigen durch externe Daten ist – wie ebenfalls erwähnt – jedoch immer der User-Kontext zu berücksichtigen. Was ebenfalls zu berücksichtigen ist, ist dass bei der Anbindung von externen Daten ein tiefergehendes Know-how helfen kann.

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(Ein Recap von Shadya Rohner)


F*CK the CI: 5 Learnings von unser Reise hin zu Social First Kreationen

Pascal Fiedler, Co-Founder der Social Media Agentur charles&charlotte, gab seine Learnings zu Social First Kreationen und Content weiter. Dabei vertrat er, wie viele andere, die Meinung, dass Werbung und eben auch Content nicht mehr klassisch gedacht werden muss, sondern die Kunden bzw. die Nutzenden im Zentrum stehen müssen.

Seine Learnings folgen hier:

1. Social First Creatives definieren du musst

Der erste Punkt betrifft direkt die Inhalte. Dabei sprach Pascal einerseits von UGC, also User Generated Content. Dabei erzeugen Nutzende auf Social Media Inhalte aus intrinsischer Motivation ohne Briefing und das ohne Briefing oder Bezahlung vom Brand oder einer Agentur. Solche Inhalte kommen von Nutzenden, die von Produkten oder Dienstleistungen begeistert sind und dies mit ihrer Community teilen wollen. Oder wie Pascal es umschreibt: «Raw, ohne Auftraggeber, ohne Briefing.»

Dazu kommt CGC (Creator Generated Content). Der Outcome des Inhalts ist derselbe. Mit dem Unterschied, dass Creators spezifisch dafür beauftragt werden und es hier ein Briefing gibt. Und das unabhängig von der Reichweite eines Creators. Es kommt mehr auf die Fähigkeiten der Creator-Person an, kreativen und authentischen Content zu generieren. Dazu gibt es noch Mash-ups, welche die vorhandenen Inhalte weiterverarbeiten oder neu zusammenstellen. Das kennt man vor allem aus TikTok.

Der Creator Generated Content kann als zusätzliche Möglichkeit gesehen werden, um eine Marke zu bewerben. Neben den CI-konformen Creatives und Inhalten, plädiert Pascal dafür, Unternehmen diese Form von Kreativstrategien näherzubringen. Gerade auch in Zusammenhang mit der steigenden Anzahl an Werbeimpressionen und Ad Fatigue.

2. Rebranding ohne CI

Ein weiterer Punkt ist es Inhalte zu schaffen, die als Beitrag in der Community angesehen werden und nicht als Werbebotschaft. Das kann in Form von Wissen sein, aber auch mit Humor in Form von Videos und Memes. Dadurch können Brands zeigen, dass sie die Community verstanden haben. Die Inhalte werden als Beitrag angesehen und erst auf den zweiten Blick wird die Marke ersichtlich. Die Relevanz nimmt zu, genauso wie die Wahrnehmung des Brands.

Als Beispiel wurde hier der Case der Hunde- und Katzenfuttermarke Grau aufgezeigt. Die Marke wollte sich neu positionieren und jüngere Tierhaltende ansprechen. Dafür wurde #GenerationPet geschaffen. Als Hashtag- und Plattformidee. Denn es werden und wurden, vor allem während der Corona-Zeit, immer mehr Tiere adoptiert. Das Wissen für den Umgang mit Tieren ist jedoch nicht gestiegen. Das war der Ansatz für Generation Pet, wo Nutzende sich austauschen können.

Dafür sollte auch eine Image-Kampagne lanciert werden. Da auch bei Tierfutter der Wettbewerb um Aufmerksamkeit sehr gross ist, wurde ein anderer Ansatz gewählt. Es sollte die Community mit einbezogen werden und es wurden auch Creator und Interessierte an Bord geholt.

Die Message ist, dass Haustierhaltende ihre Haustiere besser verstehen sollen und dass Grau die Bedürfnisse der Haustiere mit seinen Produkten kennt. Es wurden Inhalte aus der Community genommen und diese als Social-First-Ansatz erarbeitet. Und das auch ohne jegliches Branding. Dadurch konnten Inhalte geschaffen werden, die sich in die Community-Inhalte eingefügt haben ohne reisserisch als Werbung rüberzukommen.

3. Provokation als Algorithmus-Futter

Auch hier zeigte Pascal wieder eine sehr spannende Case Study. Es geht darum mit Inhalten bis zu einem gewissen Grad zu provozieren und dies für den Viralitäts-Effekt zu nutzen. Dafür müssen Emotionen geweckt werden.

Beim Case von Mixery ging es darum, die Markenkommunikation neu auszurichten. Das Ziel war es, Mixery zu positionieren und das zwischen den gängigen Trends im Biermarkt wie Natürlichkeit, alkoholfreie und isotonische Biere sowie Biere mit Fruchtgeschmäcken. Dabei hat Mixery bereits einen gewissen Ruf als Bier für den Rausch und hätte keinen kompletten Schwenk zu beispielsweise Natürlichkeit vollziehen können. Deshalb entschied man sich, das bestehende Image zu nehmen und sich über sich selbst lustig zu machen, um eben anzuecken und Emotionen hochkommen zu lassen.

Man hat darauf mit viel Ironie und Humor Inhalte produziert zum Mixery Pumpkin Spice Latte. Dafür wurde einerseits die Pumpkin-Spice-Season auf die Schippe genommen, genauso wie die trendigen Herbstbilder. Die Community war geteasert und ist darauf angesprungen. Einige erkannten die Ironie und sprangen auf den Zug auf. Andere waren empört. Und die, welche den Witz verstanden hatten, das ist die Zielgruppe. Die Empörten gehören nicht dazu.

Mixery Pumpkin Spice | Quelle: Instagram.com

Mixery Pumpkin Spice | Quelle: Instagram.com

Dadurch wurde vor allem eins erreicht: organische Reichweite. Dadurch wurden vor allem Personen erreicht, die Teil der Community wurden. Und dadurch konnte durch Content und Engagement die Reichweite organisch um ein Vielfaches gesteigert werden.

4. How to convince your client/boss

Neben Case Studies sprach Pascal auch über die Prozesse im Hintergrund. Ein Prozess ist die Zusammenarbeit mit den Kunden. Es soll nicht mehr so hierarchisch sein, sondern eine Agentur sollte heutzutage als Partner fungieren und nicht mehr nur als der ausführende Part. Dies geschieht mit der Begründung, dass eine Agentur diejenige mit der Kreativ-Exellence ist und sie genau dafür engagiert wurde. Man geht nicht mehr von einem Dienstleisterverhältnis aus, sondern von einer partnerschaftlichen Beziehung auf Augenhöhe. Das bedingt auch, dass nicht alle Wünsche des Kunden ohne Widerrede ausgeführt werden, sondern kritisch und konstruktiv hinterfragt werden. Vor allem was Änderungen an Konzepten, Creatives oder Texten betrifft. Das beruht auch auf Vertrauen und legt die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit.

Einem Zahnarzt sagt man auch nicht, wie er seinen Job zu machen hat. Man vertraut ihm als Person und seiner Expertise.

5. Holt euch den Buy-In

Die Beteiligung eines Kunden sowie dessen Vertrauen sind die Basis für die Zusammenarbeit mit einer Agentur. Dieses Vertrauen muss zuerst aufgebaut werden. Zu Beginn einer Zusammenarbeit ist es deshalb wichtig den Kunden mit an Bord zu holen, auch um ihn besser zu verstehen. Pascal macht das anhand eines Workshops, wo das Buy-In des Kunden geholt wird, mit folgenden Themen:

  1. Down the Scroll Hole und sich mit dem bestehenden Content auseinandersetzen, um ein gemeinsames Verständnis der Plattform zu entwickeln.
  2. Think like a Creator und weg vom Unternehmens- und Markendenken.
  3. Format zu Ästhetik, um Storytelling und Konzepte zu identifizieren.
  4. Develop, wo in Break-Out-Teams überlegt wird, wie die Konzepte und Stories zum Leben erweckt werden können.

Dadurch gehen Kunden den Kreationsprozess mit, und verstehen den Social-First-Ansatz von Beginn an. Denn sie haben das Konzept mitentwickelt.

Pascal brachte aber noch einen weiteren Punkt auf, sozusagen als Leckerli …

6. Die Besten testen

Testen ist die beste Methode, um sich Insights zu verschaffen und die Zielgruppen zu verstehen. Bei Social First werden bereits zu Beginn kleine Tests gefahren, wo ein Social First Creative gegen ein Brand Creative getestet wird. Das hilft auch den Kunden den Mehrwert von Social First zu verstehen, wenn Zahlen dahinterstehen.

Fazit

Der Social-First-Ansatz ist einer, der immer wichtiger wird. Denn es sind nicht mehr nur Unternehmen, die Inhalte produzieren, sondern viele einzelne Personen obendrauf. Um in einer solchen Umgebung bestehen zu können, müssen Brands umdenken und sich mit ihrer Community auseinandersetzen. Deshalb lassen sich die Learnings aus diesem Vortrag so formulieren, dass Kunden, Nutzende und die Community im Mittelpunkt stehen. Darum ist ein Rebranding keine Frage des CI, sondern des Verstehens der Community. Ausserdem ist gezielt eingesetzte Provokation ein effizientes Tool, um Reichweite zu generieren. Ob da das Unternehmen seine Marke dem aussetzen möchte, ist eine Frage von Offenheit und Willen. Deshalb sollte der Kunde von Beginn an mit in die Kreation eingebunden werden.

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(Ein Recap von Theofilos Sidiropoulos)


Stopp mit Tipps, Tricks & Hacks: Wie du durch die richtigen Prozesse langfristigen Kampagnenerfolg sicherst

Wir alle wissen: Ressourcen sind begrenzt! Gerade im Online Marketing gibt es ständig neue Trends, neue Werbemöglichkeiten, Formate oder ähnliche Anpassungen. Deshalb ist es umso wichtiger, das Ganze systematischer anzugehen und Prozesse aufzugleisen und zu optimieren.

Im Beitrag «Stopp mit Tipps, Tricks & Hacks: Wie du durch die richtigen Prozesse langfristigen Kampagnenerfolg sicherst» wurde anhand eines Beispiels aufgezeigt, dass es wichtig ist, in Systemen und Prozessen zu denken, statt blind dem nächsten «Hack» hinterherzulaufen.

Aber was ist eigentlich ein System? Ein System ist «Ein Netzwerk voneinander abhängiger Komponenten, die zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen», so Simon Kreienbaum von kitchn.io. Und Paid Social funktioniert als System!

Die Leitfrage, welche durch den ganzen Vortrag führte und die Zusammenhänge erklärte war «Wie nutze ich meine Zeit, Geld und Expertise in Anbetracht externer Faktoren, um gut funktionierende Creatives mit möglichst hoher Hit Rate zu erstellen und verbessere mich stetig?» Damit wurde aufgezeigt, dass es wichtig ist, die Ressourcen vor allem hinsichtlich der Planung gezielt einzusetzen. Test and Learn ist wichtig. Jedoch sollte man nicht nur Zeit damit verbringen, denn externe Faktoren können nicht beeinflusst werden. Falls also ein externer Einfluss sich negativ auswirkt, kann das ganze System zusammenbrechen. Und das systemische Versagen kann wie folgt verhindert werden:

  • Exploit vs. Explore verstehen
  • Die Regel: 80/20 -> 20/80 (Testen / Planen)
  • In Jahreszyklen denken und Saisonalität nutzen

Fazit

Das Thema wurde absolut stringent erklärt. Sein Ansatz ist nachvollziehbar und es ist durchaus sinnvoll, ein System zu designen und dieses zu verstehen, um den optimalen Output zu bekommen. Social Media ist aber auch «Test and Learn» und das darf nicht zu kurz kommen.

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(Ein Recap von Shadya Rohner)


Radikal Social First – Der Content Stack für perfekte Paid Distribution am Beispiel von GoDaddy

Jan König berichtete wie sein Unternehmen Odaline die Kommunikation bei GoDaddy umgestellt hat.

Marken ringen in der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie darum, dass sie von den Konsumenten beachtet werden. Und bei TV-Spots, welche dann auch noch für andere Medien wie Social Media, angepasst werden, bringen kaum einen User dazu, sein Scrollen zu stoppen, um sich den Werbespot anzuschauen. Weil die Botschaft für Soziale Kanäle nicht klar genug gezeigt wird und der Inhalt nicht differenziert genug ist.

Der Social-First-Ansatz beachtet folgende Kriterien:

  • Mehrwert beim Consumer finden
  • Wo ist der Match mit der Marke?
  • Was passt zum Unternehmen?
  • Was lässt sich mit dem Budget des Unternehmens umsetzen?
  • In welchen Nischen und Subkulturen passt die Marke?

Der daraus resultierende Content wird dann auf alle Kanäle adaptiert. Vor allem kommt hier Social First in den Vordergrund. Dadurch lässt sich der breit gefächerte Content, der daraus entstanden ist, auf die unterschiedlichen Kanäle adaptieren. Deshalb sollten Unternehmen mehr denken wie Creator. Denn es geht darum, regelmässig Content zu produzieren. Die Message und der Mehrwert stehen so weiterhin im Mittelpunkt, die Inhalte, mit denen sie kommuniziert werden, sind jedoch immer wieder neue. Dadurch kann auch der Ad Fatigue entgegengewirkt werden, bei der sich wiederholende Werbung nicht beachtet wird.

Case: Jack Wolfskin

Ein erstes Beispiel vorab ist Jack Wolfskin. Für diese Outdoormarke reiste ein Team für zwei Wochen durch Marokko und produzierte fünf Episoden für YouTube. Mit diesen Aufnahmen und Bildern entstand ein Fundus, für das Unternehmen für die zukünftige Kommunikation. Es steht nicht ein Contentpiece im Zentrum, woraus abgeleitet andere Inhalte abgeleitet und adaptiert werden, sondern eine vielfältige Auswahl an Inhalten, für alle unterschiedliche Einsatzarten.

Jan gibt noch weitere Beispiele von Marken, die es geschafft haben, aus Konsumenten- und Creator-Sicht zu denken und nicht das Produkt ins Zentrum zu stellen. Sie können ihre Inhalte einfacher und effizienter in die verschiedenen Medien und Kanäle verteilen. Und durch den Creator-Ansatz bleiben sie wesentlich besser in der Erinnerung der Nutzenden.

Case: GoDaddy

Auch GoDaddy ist ein solcher Brand, der sich als Creator versteht und mit dieser Sicht auch Content produziert.

Sie haben das GoTeam gegründet. Dieses Team zeigt Nutzer, die sich mit GoDaddy eine Website erstellt haben. Das erste GoTeam im Jahr 2020 bestand aus Philipp Westermeyer, Bonnie Strange und Eko Fresh und wurde als Kampagne aufgesetzt. 2021 wurde es dann als Plattform lanciert, und seit damals wird jeden Monat eine neue Episode veröffentlicht. Dabei stehen Microbusinesses und Startups im Vordergrund, die Bedarf für eine neue Webseite haben.

Das GoTeam besteht heute aus drei Protagonistinnen:

Durch diverse KPIs wie VTR, CPM aber auch Suchanfragen werden alle Creatives gemessen und analysiert. Dadurch liess sich auch nachweisen, dass Brand Awareness und Brand Consideration sich nachhaltig haben steigern lassen. Dies ist vor allem auch dadurch bedingt, dass immer wieder neue Inhalte publiziert werden, es immer wieder neue Creatives gibt. Hier hat das Unternehmen den Kampagnen-Ansatz komplett verlassen und sieht sich als Creator.

Fazit

Der Social-First-Ansatz lässt mehr Agilität zu, wenn der Fokus plötzlich auf ein anderes Medium gelegt werden muss oder eine neue Plattform entsteht, die schnell wächst, und ein Unternehmen darauf schnell aktiv werden möchte. Die Idee, dass Marken und Unternehmen mehr wie Content Creator denken sollten, ist dabei ein spannender Ansatz. Dadurch können regelmässig Inhalte veröffentlicht werden, die aktiv von den Nutzenden konsumiert werden, weil die Inhalte ihren Interessen entsprechen. Die Produktion von grösseren Mengen an Inhalten und auch der Einsatz von Influencern oder Prominenten ist auch immer mit einem entsprechenden Budget verbunden. Das ist auch sowohl bei GoDaddy als auch bei Jack Wolfskin der Fall. Für kleinere Unternehmen und Budgets müsste eine andere Herangehensweise an die Produktion gewählt werden.

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(Ein Recap von Theofilos Sidiropoulos)


How to drive growth with TikTok Ads – Best Practices TikTok Advertising

Benjamin Obländer, Performance Agency Partnerships Leader DACH bei TikTok, hat in einer kurzweiligen Präsentation aufgezeigt, dass TikTok keine Social-(«Wem folgst Du»), sondern eine Content-Plattform («Was schaust Du») ist und wie Unternehmen auf TikTok mit Anzeigen durchstarten können.

Mit einem ganzheitlichen Ansatz zum Erfolg

Eine kontinuierliche Interaktion mit dem Publikum (und somit potenziellen und bestehenden Kundinnen und Kunden) ist die wichtigste Disziplin auf TikTok. Um diese zu ermöglichen, ist eine Mischung aus den folgenden drei Faktoren unerlässlich:

  1. Organische Beats
  2. Bezahlte Peaks
  3. Authentische Creator Partnerschaften

Für die bezahlten Peaks (übersetzt: Werbeanzeigen) stellt TikTok verschiedene, videobasierte Werbeprodukte zur Verfügung. Dazu gehören Topview CPM, In Feed (Conversion), Collection Ads, Spark Ads und Instant Forms (Leadgenerierung).

Die User Journey auf TikTok | Quelle: Präsentation von Benjamin Obländer, TikTok – AdsCamp 2022

Die User Journey auf TikTok | Quelle: Präsentation von Benjamin Obländer, TikTok – AdsCamp 2022

5 x 2 x 3 Formel für Creatives

Aus TikTok internen Learnings geht hervor, dass für einen erfolgreichen Auftritt eines Unternehmens auf TikTok an die 100 Creatives pro Monat benötigt werden. Da auch Benjamin Obländer feststellen musste, dass das ganz schön viele Creatives sind, hat er das «5 x 2 x 3»-Framework für Creatives vorgestellt, dass als Lösungsansatz für die Erstellung der benötigten Videos herangezogen werden kann. Dieses setzt sich wie folgt zusammen:

Fünf grundlegende Ideen:

  1. Produkt: Shoote Creatives im TikTok-Style und stelle das Produkt in den Fokus. Nutze simple Transitions und schau in die Kamera.
  2. Trend: Sei schnell, verbringe Zeit auf der «For You Page», nutze die Trend Discovery und springe so in kürzester Zeit auf Trends auf.
  3. Creator: Arbeite mit Content Creators zusammen und gib ihnen dabei Freiraum. Creator*innen steigern die durchschnittliche Engagement-Rate nur dann, wenn sie Produkte authentisch präsentieren können. Verzichte auf CI/CD-Forderungen.
  4. Greenscreen: Nutze die Funktionen der TikTok-App und das darin enthaltene Greenscreen-Feature. Führe das Produkt vor und verwende Text-Overlays.
  5. Reply: Gehe auf Kommentare ein und beantworte Fragen der Community mit weiteren Creatives.

Diese fünf Ideen bilden die Basis für die Creatives. Wird jede Idee davon mit zwei Schnitten aufbereitet und jeder Schnitt in drei Varianten (Voice-Over, Text to Speech und Original) ergeben sich aus fünf Ideen insgesamt 30 Creatives (5 x 2 x 3).

Ads Varianten TikTok | Quelle: Präsentation von Benjamin Obländer, TikTok – AdsCamp 2022

Ads Varianten TikTok | Quelle: Präsentation von Benjamin Obländer, TikTok – AdsCamp 2022

Ohne Sound gibt’s nicht

Anders als die meisten anderen Plattformen leben TikTok-Videos von und mit Sound. Videos mit Sound führen gemäss TikTok zu 16 % mehr Impressionen als Videos ohne Sound. Creatives sollten entsprechend mit Sounds aus der Commercial Music Library (Sounds, die für gewerbliche Zwecke lizenziert sind und eingesetzt werden dürfen), mit eigenen Sounds oder mit individuellen, durch das Unternehmen lizenzierten Sounds hinterlegt werden.

Test & Learn

Unternehmen und Marken, die TikTok erfolgreich einsetzen wollen, kommen auch auf der Content-Plattform nicht ohne Testen und Lernen aus. Dafür sollte der den meisten Werbetreibenden bereits bekannte Test & Learn-Kreislauf angewendet werden:

  • KPI definieren
  • Hypothesen aufstellen
  • Testplan erstellen
  • Split-Tests durchführen
  • Learnings sammeln
  • Strategie optimieren
  • Von vorne beginnen

Für Split-Tests stellt TikTok drei verschiedene Lösungen an:

  1. Creative Split Test: Vergleich von Creatives mit «Automated Creative Optimization» mit Creatives ohne diese Funktion.
  2. Targeting Split Test: Vergleich von Broad Targetings (Alter, Geschlecht, Ort) mit Narrow Targeting (Interesse, Verhalten, Alter, Geschlecht, Ort)
  3. Bidding Split Test: Vergleich verschiedener Bidding-Strategien. Beispiel: Lowest Cost vs. Ziel CPA.

Fazit

Neben einer Vorstellung der Möglichkeiten, mit denen Unternehmen und Marken auf TikTok erfolgreich durchstarten können (nur paid ist keine Option) hat Benjamin Obländer auch praktische Tipps und reale Zahlen von durch TikTok durchgeführten Tests gezeigt. Mit dem Abschlusssatz «Don’t Make Ads. Make TikToks.» wurde dabei das Wichtigste zusammengefasst: TikTok lebt von Content. Von gutem Content. Marken und Unternehmen treten nicht nur in Konkurrenz mit anderen Werbetreibenden, sondern auch mit Content Creators, die ebenfalls um Aufmerksamkeit buhlen. Und Werbung wird «geskipped», wenn sie als Werbung gedacht und ausgespielt wird. Authentische Beiträge im TikTok-Style, die den Trends folgen und mit den richtigen Sounds arbeiten, sind auf TikTok der Hebel zum Erfolg.

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(Ein Recap von Claude Sprenger)


20 Custom Metrics für bessere Kennzahlen im Werbeanzeigenmanager

Michaela Gahbauer, Senior Consultant Digital Advertising bei der Hutter Consult AG, und Florian Muff, Head of Advertising bei der Hutter Consult AG, präsentierten Möglichkeiten, wie Werbetreibende intelligentere Kennzahlen zur Optimierung von Kampagnen im Ads-Manager von Meta erhalten können. Dafür haben sich uns gleich 20 Custom Metrics mitgebracht, welche helfen das Maximum aus den Werbekampagnen herauszuholen.

Was sind Custom Metrics und warum brauchen wir sie?

Mit Custom Metrics (oder «benutzerdefinierte Kennzahlen») kann ein Werbetreibender im Meta Ads-Manager anhand von bestehenden Standard-Kennzahlen massgeschneiderte Anzeigenberichte erstellen. So kann eine Liste von wichtigen Kennzahlen erstellt und gespeichert werden, um die Kampagnenoptimierung zu beschleunigen und zu optimieren.

Die erstellten Custom Metrics lassen sich jederzeit vom Ersteller bearbeiten oder löschen, wenn diese nicht mehr gebraucht werden. Leider lässt sich momentan keine neue Custom Metric auf Basis einer anderen Custom Metric erstellen. Kommt also beim Erstellen der neuen Kennzahlen eine Custom Metric vor, die schon erstellt wurde, muss die Formel dieser bestehenden Custom Metric erneut eingegeben werden.

Ebenfalls sind Custom Metrics noch nicht im Zusammenspiel mit automatischen Regeln verfügbar. Klare Message von unseren Referenten an Meta: «Meta Improve!». Auch bei Custom Metrics gilt, Aufschlüsselungen sind nur für On-Plattform Metriken verfügbar.

Erstellt werden können Custom Metrics ganz einfach, über das Menü «Spalten» im Werbeanzeigenmanager. Im Drop-Down Menü kann über «Spalten Anpassen» dann «Custom Metric erstellen» ausgewählt werden. In der folgenden Maske kann der Kennzahl nun einen Namen gegeben werden, der möglichst eindeutig sein sollte. Wichtig ist die Auswahl des Formats, welches nach der Speicherung nicht mehr verändert werden kann. Eine kurze Beschreibung hilft anderen Werbetreibenden zu verstehen, um was für eine Kennzahl es sich handelt. Anschliessend kann die Formel der Custom Metric eingegeben werden. Meta führt hier lediglich die grundlegende mathematische Berechnung anhand der Formel durch. Fehlerhafte Formeln werden nicht korrigiert oder ergänzt. Schlussendlich kann noch ausgewählt werden, wer auf die Custom Metric Zugriff hat. Entweder nur der Ersteller der Custom Metric oder alle Personen mit Zugriffsberechtigung für das Unternehmen.

Diese 20 Custom Metrics helfen bei der Kampagnenoptimierung

  1. TSR, Thumb-Stop-Rate / Hook Rate (%)
    1. Welche Creatives bringen Personen dazu, beim Werbemittel zu stoppen?
    2. 3-second video plays / impressions
  2. TPR, Thruplay-Rate / Hold-Rate (%)
    1. Welche Botschaften können durch den kompletten View oder mind. 15 Sek. In der Zielgruppe vermittelt werden?
    2. Thruplays / Impressions
  3. FTIR, First Time Impression Rate (%)
    1. Erreichen wir in einem bestimmten Zeitfenster neue Personen?
    2. Reach / Impressions
  4. CREA, Creative Score (#)
    1. Wie interaktionsstark ist ein Werbemittel?
    2. ((100/Impressions * Thruplays) + ((100/Impressions * Link Clicks) … / 2
    3. Hier können beliebig viele Kennzahlen für die Berechnung herangezogen werden. Am Ende muss durch die Anzahl der einzelnen Kennzahlen dividiert werden.
  5. MIR, Mobile App Install Rate (%)
    1. Gibt es Unterschiede zwischen unterschiedlichen Werbeformaten und Kampagnentypen?
    2. App Installs / Link Clicks
  6. CVR, Conversion Rate (%)
    1. Was führt am ehesten zur gewünschten Conversion?
    2. Purchases / Landing Page Views
  7. CPV, Click Purchase Value ($)
    1. Wie viel Umsatz kann ich pro Landingpage-Aufruf erwarten?
    2. Purchase Conversion Value / Landing Page Views
  8. AOV, Average Order Value ($)
    1. Welche Massnahmen führen zu einem höheren Bestellwert?
    2. Purchases Conversion Value / Purchases
  9. LPVS, Landing Page View Score (#)
    1. Wie viele Personen, die auf die Anzeige klicken, können durch das Meta Pixel gemessen werden?
    2. Landing Page Views / Outbound Clicks
  10. NCR, New Customer Rate (%)
    1. Welche Massnahmen führen dazu, dass wir Neukunden gewinnen?
    2. New Customer Purchases / Purchases
  11. NCLTV, New Customer LTV ($)
    1. Wie viel Zusatzumsatz können wir in einem vorgegebenen Zeitraum mit Neukunden erzielen?
    2. (New Customer Purchases * Average Order Value) + Time X LTV
  12. CACO, Calculated Conversions (#)
    1. Wie können wir die Anzahl an Conversions hochrechnen, um zu bestimmen, wie viele effektive Conversions wir erzielen, wenn technische Herausforderungen wie ATT und Cookie-Consent nicht vorhanden wären?
    2. (Conversions / LPVS) * (Pre ATT Traffic Diskrepanz (QC vs. LPV))
  13. RP$, Revenue Potential ($)
    1. Welche Massnahmen erzielen hohe Warenkorbwerte, jedoch nicht zwingend hohe Bestellwerte?
    2. Add to Cart Conversion Value – Purchase Conversion Value
  14. KUR, Cost Sales Ratio (%)
    1. Was ist das Verhältnis zwischen den Werbekosten-Ausgaben und dem daraus entstehenden Umsatz?
    2. Amount Spent / Purchases Conversion Value
  15. PROFIT, Profitability (%)
    1. Wie profitabel sind meine Werbemassnahmen?
    2. (Purchases conversion value * margin − Amount spent) / Purchases conversion value
  16. LROAS, Lead Return on Ad Spend (%)
    1. Wie hoch ist das geschätzte Umsatz/Kosten-Verhältnis, welches wir mit einem Lead erzielen?
    2. Lead Conversion Value / Amount Spend
  17. CRA, Comment Rate (%)
    1. Welche Inhalte führen dazu, dass ein Thema diskutiert wird?
    2. Post Comments / Impressions
  18. SOR, Share Organic Reach (%)
    1. Welche Creatives verbreiten sich organisch weiter?
    2. Post Shares * Average Friends per Person
  19. SIR, Social Interaction Rate (%)
    1. Welche Werbebotschaften führen dazu, dass Personen mit den Werbemitteln interagieren?
    2. (Post reactions + Post comments + Post shares) / Impressions
  20. SIS, Social Interaction Score (#)
    1. Welchen gewichteten Wert haben Social Interactions?
    2. ((Post shares×3) + (Post comments×2) + (Post reactions×1)) ÷ Impressions ×10000

Fazit

Michaela und Florian geben Werbetreibenden hier wertvolle Ideen für Custom Metrics an die Hand, um das Maximum aus Werbekampagnen herauszuholen. Es braucht nicht alle dieser Kennzahlen im Alltag eines Werbetreibenden. Wichtig ist, dass für jede Kampagne mehr als nur eine Kennzahl betrachtet wird und diese zueinander in Relation gesetzt werden, um ein volles Bild über die derzeitige Kampagnenperformance ablesen zu können. Ebenfalls sollten erst Hypothesen aufgestellt werden, die dann mit den passenden Metriken bewiesen oder auch dementiert werden können.

(zurück)

(Ein Recap von Dominik Braitsch)


Performance on People’s Terms – wie messe ich meine Kampagnen denn jetzt richtig?!

Daniel Stauber, Marketing Science Manager EMEA Agenturen bei Meta, ging in seinem sehr informativen, praxisorientierten und fachlich versierten Talk auf die Fragen ein, wie Werbetreibende und Agenturen sowohl auf den Meta Plattformen als auch crossmedial trotz aller Herausforderungen und Hürden im Tracking Daten optimal messen können.

Das Problem der unvollständigen Customer Journey

Werbetreibende sehen sich seit mehreren Jahren mit der Wahrheit konfrontiert, dass ein neues Verhältnis zwischen Werbung und Daten existiert. Ursache bilden diverse Massnahmen und Möglichkeiten, die in der letzten Zeit eingeführt wurden:

  • Datenrichtlinien, die Nutzer*innen mehr Entscheidungsmöglichkeiten geben, wie ihre Daten mit Unternehmen geteilt werden dürfen (DSGVO, CCPA)
  • Möglichkeiten zur Blockierung von Werbeanzeigen und -messungen auf Websites (Browser-Plugins wie Werbeblocker / Ad-Blocker)
  • Entfernung von Hinweisen und Parametern auf die Identität der Nutzer*innen sowie Gruppierung von Daten, die mit Plattformen geteilt werden (Apples SKAdNetwork für ATT von iOS, Googles Privacy Sandbox Initiative)

Konnten Unternehmen früher auf ein viel umfassenderes Bild der Nutzungsaktivitäten zugreifen, die zu einem bestimmten Geschäftsergebnis (Conversion) geführt haben, so führen diese Massnahmen dazu, dass das Bild der Customer Journey nicht mehr vollständig erfasst werden kann.

Echte Performance, echte Privatsphäre – Investitionen seitens Meta

Meta investiert deshalb viel in technische Lösungen, welche dieses Bild so gut wie möglich zu restaurieren. Und das jederzeit unter der Prämisse der Grundprinzipe, dass personalisierte Werbeanzeigen nützlich für Menschen und Unternehmen sind während gleichzeitig Personalisierung und Datenschutz gemeinsam bestehen können. Dabei fokussiert sich Meta auf Themen:

  • Teilen und Messen von Daten
    Mit der Conversions API for Web stellt Meta eine zukunftsweisende Tracking-Methode zur Verfügung, die in Verbindung mit dem klassischen Pixel zu einem Uplift der erfassten Conversions von 8 % (weltweit) bzw. 13 % (Europa) führt. Neben der Conversions API for Web befindet sich die Conversions API für Werbetreibende mit App- und Offline-Events (weitet die Vorteile der CAPI auf App- und Offline-Events aus) aktuell in der Beta-Phase. Zusätzlich führen Tools zur Modellierung von Conversions zu einer vollständigeren Customer Journey. Dabei liegt der Fokus in der Conversion-Modellierung darin, Datenpunkte einzusammeln, um daraus Hochrechnungen zu machen, in welchem Zeitraum welche Conversion gemacht hätte werden können. Dies unter Berücksichtigung der Privatsphäre und mit dem Ziel, weiterhin sinnvolle Daten zu erfassen und mit Unternehmen teilen zu können, um darüber Datenlücken zu schliessen und die Anzeigenauslieferungen und -Messungen zu verbessern.
  • Maschinelles Lernen für Geschäftsziele
    Dazu gehören Automatisierungen für das Media-Buying, die Meta Advantage-Automatisierungsprodukte (Advantage-Detail-Targeting, Advantage-Lookalikes, Advantage+ App Kampagnen und Advantage+ Shoppingkampagnen).
  • Ergebnisorientierte Werbeerlebnisse
    Mit der kürzlich erfolgten Anpassung der Optimierungs-Ziele, einer Erweiterung und Vereinfachung der Reportings und Insights durch künstlich modellierte Events gewährleistet Meta den Werbetreibenden, Kampagnen weiterhin auf Conversions zu optimieren, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Hierbei wurden kürzlich auch die Optimierung auf Custom Events sowie die Optimierungen für Events nach der Conversion (insbesondere wertvoll für Abo-Dienstleister) sowie die Optimierung auf Cross-Channel Conversions vorgestellt.

Die moderne Art zu messen – von der Berichterstattung zur Messung mit Measurement 360

Um die gesamte Komplexität der Datenmessung zu erfassen, hat Meta in Zusammenarbeit mit Deloitte ein Messkonzept entwickelt, das den Fokus auf strategische Ziele legt, um so ein ganzheitlicheres Verständnis der Kampagnenleistung zu ermöglichen. Measurement 360 hilft Werbetreibenden, mehrere Messlösungen miteinander zu verbinden, um so auf flexible und datenschutzfreundliche Weise einen vollständigeren Überblick über die Customer Journey zurückzugewinnen und so herauszufinden, ob und wie die Marketingstrategien tatsächlich funktionieren.

Für die Implementierung des Measurement 360 Frameworks werden sechs Schritte detailliert beschrieben:

  1. Ziele definieren für die Festlegung der Erfolgsgrundlage der Unternehmensziele.
  2. Review des aktuellen Measurement Frameworks, um Messlücken festzuhalten.
  3. First-Party-Daten hinzuziehen, um mit diesen fortschrittlicheren Analysen mit «Privacy by Design» zu ermöglichen.
  4. Mit neuen Messmethoden experimentieren, weil es die eine Universallösung nicht gibt.
  5. Test & Learn Denkweise erarbeiten, um über Experimente Best Practices zu validieren und Einblicke in die Inkrementalität zu gewinnen.
  6. Kontinuierlich kalibrieren, um verschiedene Messmethoden immer und immer wieder zu evaluieren.

Weiterführende Informationen sowie die Möglichkeit, die komplette Dokumentation «Measurement 360: An advanced way to think about measurement strategy» herunterzuladen, findet sich hier.

Fazit

Daniel Stauber hat in einer sehr informativen und unterhaltsamen Art und Weise dargelegt, wie Meta Performance bietet, ohne den Datenschutz zu vernachlässigen. Mit Measurement 360 hat er aufgezeigt, wie wichtig eine neue Denkweise im Aufbau eines Measurement Frameworks ist, um eine sinnvolle Datenstruktur zu, erhalten um damit optimale Ergebnisse zu erzielen. Gleichzeitig wurde auch nachvollziehbar aufgezeigt, dass Daten nicht tot sind, sondern neue Daten unter der Berücksichtigung der Privatsphäre komplizierter beschafft werden müssen und dass der Wandel letztlich eine Konstante und eine Herausforderung ist, auf die sich Werbetreibende und Unternehmen einstellen müssen.

(zurück)

(Ein Recap von Claude Sprenger)


Gesamtfazit des Ads Camps 2022

Beim Ads Camp 2022 waren vor allem alle froh, dass es nach einem Jahr Pause wieder live und In-Person stattfand. Lars Budde und Jan Stranghöner haben einen genialen Job als Moderatoren und Interviewer hingelegt.

Es gab viele spannende Cases und Learnings für uns und unser Team hat einige Insights aus unterschiedlichen Themenbereichen mitgenommen. Was sich anhand der Aussagen und Themen der Vorträge sagen lässt, ist, dass Creatives immer mehr in den Fokus rücken. Dadurch, dass in den letzten Jahren immer weniger Daten zur Verfügung stehen, müssen Creatives sehr genau auf die Zielgruppe und deren Werten und Wünschen angepasst werden, um die richtigen Nutzenden ansprechen und abholen zu können. Ausserdem verstehen die Algorithmen der Sozialen Kanäle die Nutzenden bereits jetzt schon sehr gut und immer besser. Deshalb findet langsam aber sicher ein Paradigmenwechsel statt, weg vom klassischen Marken- und TV-Spot-Denken hin zum Creator- und Social-First-Ansatz.

Das Team der Hutter Consult freut sich bereits auf das nächste Jahr mit vielen neuen Insight und Wissen und vielen alten und neuen Gesichtern.

(Ein Recap von Theofilos Sidiropoulos)

Facebook: Advantage Custom Audience

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Facebook führt neu die Advantage Custom Audiences für Werbetreibende ein, mit dieser kann das Targeting erweitert werden, wenn eine Custom Audience ausgewählt wird. Dies wird vor allem  dann interessant, wenn die bestehende Custom Audience wenig oder nicht genügend Personen beinhaltet.

Was ist die Advantage Custom Audience?

Die Advantage Custom Audience ist eine Erweiterung zur Custom Audience. Sobald diese aktiviert ist, können zusätzlich zur eingeschlossenen Custom Audience auch Personen ausserhalb dieser erreicht werden, wenn der Algorithmus von Facebook denkt, dass dadurch die Leistung verbessert werden kann.

Wie aktiviert man die Advantage Custom Audience?

Um die Advantage Custom Audience zu aktivieren, braucht man eine benutzerdefinierte Zielgruppe (bspw. eine Website Custom Audience) in die Zielgruppen-Einschlüsse einzugeben und setzt, wie in der Abbildung unten, ein Häkchen bei «Advantage Custom Audience».

Facebook Advantage Custom Audience

Facebook Advantage Custom Audience

Diese Funktion weist Ähnlichkeiten mit dem Advantage Detailed Targeting (früher Detailed Targeting Expansion) und Advantage Lookalikes (früher Lookalike Expansion) auf. (Siehe Abbildungen unten.)

Advantage Detailed Targeting

Advantage Detailed Targeting

Advantage Lookalikes

Advantage Lookalikes

In beiden Fällen kann die Zielgruppe über die eingegebenen Daten hinaus erweitert werden, falls auch hierbei die Leistung verbessert werden kann. Vorhanden sind diese Funktionen aber nur bei Detailed Targeting und Lookalike Audiences.

Wann ist Advantage Custom Audience aktiviert?

Worin sich die Advantage Custom Audiences vom Advantage Detailed Targeting und Advantage Lookalikes unterscheidet, ist wie und zu welchem Zeitpunkt sie aktiviert wird. Die Advantage Custom Audiences lässt sich unabhängig vom Ziel einschalten.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Advantage Custom Audience auch dann ausgeschaltet werden kann, wenn es standardmässig aktiviert ist.
Ursprünglich war das auch beim Advantage Detailed Targeting und Advantage Lookalikes möglich. Heute können diese beiden Optionen nur in wenigen Fällen noch ausgeschaltet werden.

Sobald aber eine benutzerdefinierte Zielgruppe ausgewählt wurde, kann die Funktion Advantage Custom Audience aktiviert werden (vorausgesetzt, die Funktion steht zur Verfügung), und das unabhängig vom Ziel.

Wann sollte sie verwendet werden?

Mit dem Festlegen eines Budgets für benutzerdefinierte Zielgruppen tun sich Werbetreibende teils schwer. In fast allen Fällen sind diese benutzerdefinierten Zielgruppen eher klein. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Website-Besuchende, Page Engagement oder eine E-Mail-Liste handelt. In der Regel handelt es sich nur um ein paar tausend Personen – oder zumindest um weniger als 100’000.

Behandeln Werbetreibende ihre Zielgruppen, wie sie es beim breitem Targeting tun und legen dementsprechend ein grosses Budget pro Tag fest, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie ihre Zielgruppen zu schnell durchdringen und die Frequenz sowie den CPM in die Höhe treiben. Ist die Werbebotschaft nicht ausschliesslich für die beworbene Zielgruppe, kann eine solche Erweiterung sinnvoll sein.

Die erweiterte Zielgruppe wird jedoch kaum von 5’000 auf fünf Millionen wachsen. Die Zielgruppe wird nur dann erweitert, wenn dieser Schritt die Ergebnisse tatsächlich verbessert. So bleibt die benutzerdefinierte Zielgruppe immer noch die Kernzielgruppe, die für das Targeting verwendet wird.

Die Erweiterung der Zielgruppe könnte also tatsächlich die durchschnittliche Frequenz und den CPM verbessern. Die Zielgruppe wird auf ähnliche Weise erweitert, wie bei der Generierung einer Lookalike-Zielgruppe. In diesem Fall wird die Quellzielgruppe jedoch weiterhin für das Targeting verwendet.

Wann die Funktion nicht verwendet werden sollte.

Sobald die Werbebotschaft ausschliesslich für die gewählte Zielgruppe bestimmt ist, sollte diese Erweiterung nicht ausgewählt werden. Zum Beispiel bei einem Warenkorbabbrechenden: In diesem Fall wird auf Personen abgezielt, die sich ein bestimmtes Produkt in den Einkaufswagen gelegt und nicht gekauft haben. Eine Möglichkeit wäre eine Anzeige mit dem Inhalt: «Hey, hast du etwas vergessen?» zu erstellen und das Produkt nochmals vorzustellen. Diese Anzeige würde aber nur für eine bestimmte Zielgruppe Sinn ergeben.

Das Gleiche gilt für Cross-Promotions und Up-Sells. In beiden Fällen kann sich der Anzeigentext auf etwas Bestimmtes beziehen, das ein Kunde getan oder gekauft hat und das mit einem anderen Produkt in Zusammenhang steht. Auch hier würde die Erweiterung einer Zielgruppe keinen Sinn ergeben.

Mit anderen Worten: Bei Remarketing ist besondere Vorsicht geboten. Wenn der Anzeigentext und das Werbematerial nur für ein bestimmtes Zielpublikum sinnvoll sind, sollte die Advantage Custom Audience deaktiviert werden.

Fazit

Da noch nicht alle Accounts diese Funktion haben, wird sich der Vorteil und die Anwendung für alle Werbetreibende in der nächsten Zeit herauskristallisieren, dabei ist es sicherlich hilfreich und spannend diese Erweiterungen weiterzuverfolgen und, sobald diese vorhanden ist, in der Praxis anzuwenden und zu testen.

Meta: Automatisierung auf Knopfdruck – Sind die Tools von Meta Fluch oder Segen?

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Bereits an der All Social Marketing Konferenz (ASMC) 2022 in Berlin haben Michaela Gahbauer und ich über die Meta-Ads auf Knopfdruck gesprochen. Sind die automatisierten Ads von Meta Fluch oder Segen? Wir haben verschiedene Funktionen unter die Lupe genommen. Nach der Bühne folgt der Beitrag von Michaela Gahbauer und Shadya Rohner noch in schriftlicher Form.

Was ist Automatisierung?

Automatisierung ist die Ausführung von Prozessen durch künstliche Intelligenz. Die automatisierten Anzeigeprodukte basieren auf fortschrittlichen Technologien, die das Ziel haben, die Performance der Kampagne auf Basis von Algorithmen zu verbessern. Zudem erleichtert es die tägliche Arbeit im Werbeanzeigemanager und reduziert den Arbeitsaufwand.

Es gibt Teil- und Vollautomatisierung. Die Tools von Meta, welche in diesem Beitrag unter die Lupe genommen werden, können einzeln oder alle aktiviert oder/und deaktiviert werden. Zudem sind einzelne Features so aufgesetzt, dass auch nur Teile daraus eingesetzt werden können. Mehr dazu bei den einzelnen Möglichkeiten.

Advantage Campaign Budget (ACB)

Wenn man das Budget auf Kampagnenebene definiert, wird es für alle Anzeigengruppen automatisch durch Meta verwaltet, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Werbeanzeigemanager: Kampagnenebene – Advantage Campaign Budget

Werbeanzeigemanager: Kampagnenebene – Advantage Campaign Budget

Die Vorteile des Advantages Campaign Budget sind:

  • Ein günstigeres Kosten-/Nutzenverhältnis.
  • Das Feature kann einfach aktiviert oder deaktiviert werden.
  • Die Anzeigengruppe mit der besten Performance wird bevorzugt.
  • Es ermöglicht ein automatisiertes Kampagnenhandling. Ein manuelles hin und her schieben des Budgets zwischen den einzelnen Anzeigengruppen entfällt.
  • Eine manuelle Zuweisung eines Budgets (Minimum/Maximum) kann trotzdem vorgenommen werden.

Die Nachteile sind:

  • Der Break down-Effekt. Dies bedeutet, dass man die Performance immer auf Kampagnenebene betrachten sollte und nicht die einzelnen Anzeigegruppen.
  • Falls man mit Minimum- oder Maximumbudget arbeitet, kann dies wiederum negative Folgen haben, da der Algorithmus übersteuert wird. Zudem ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, ob ein Minimum- oder Maximumbudget eingetragen wurde und es wird kompliziert, wenn ein Land mehrere Sprachen hat (bspw. Schweiz) und Budgets klar zugewiesen werden sollten.
  • Ebenfalls ist ein manuelles Testing auf Zielgruppenebene nur bedingt möglich, da es vorkommen kann, dass eine Anzeigengruppe bevorzugt wird.

Dennoch empfehlen wir den Einsatz des Advantage Campaign Budgets.

Advantage Detailed Targeting

Das Advantage Detailed Targeting ermöglicht es dem Meta-Algorithmus eine breitere Personengruppe, als diejenige anzusprechen, die im Bereich «detailliertes Targeting» (z.B. Interessen) festgelegt wurden.

Diese Funktion gilt nicht für Custom Audiences, Lookalike Audiences sowie gespeicherte Zielgruppen. Ebenfalls ist es nicht auf Targeting nach Standort, Alter oder Geschlecht anwendbar. Ausschlüsse werden jedoch berücksichtigt.

Werbeanzeigemanager: Anzeigengruppeebene – Advantage Detailed Targeting

Werbeanzeigemanager: Anzeigengruppeebene – Advantage Detailed Targeting

Was sind die Vorteile:

  • Meta verspricht eine bessere Performance, da die Erweiterung nur eingesetzt wird, wenn kostengünstigere Ergebnisse hinsichtlich des Optimierungsziels erzielt werden können.
  • Advantage Detailed Targeting kann ebenfalls einfach aktiviert/deaktiviert werden. Achtung: Je nach Optimierungsziel ist die Funktion automatisch aktiviert oder deaktiviert.
  • Man erhält eine automatische Reichweitenvergrösserung, falls der Algorithmus eine bessere Leistung erzielen kann.

Einziger Nachteil ist, dass man nicht weiss, wo bzw. welche Zielgruppe wirklich erweitert wird (Black Box bezüglich Interessen) und man so die Ausschlüsse nicht sauber aufsetzen kann, sofern man mit verschiedenen Anzeigegruppen arbeitet. Überschneidungen sind also möglich.

Demnach empfehlen wir den Einsatz von Advantage Detailed Targeting.

Advantage Custom Audiences / Lookalike Audiences

Im Grundsatz ist dies die gleiche Funktion wie das «Advantage Detailed Targeting». Es gilt jedoch für Custom Audiences und Lookalike Audiences.

Werbeanzeigemanager: Anzeigengruppeebene – Advantage CA / LLA Targeting

Werbeanzeigemanager: Anzeigengruppeebene – Advantage CA / LLA Targeting

Vorteile:

  • Auch hier verspricht Meta eine bessere Performance bzw. die Ausweitung wird nur vorgenommen, sofern diese garantiert wird.
  • Die automatische Reichweitenvergrösserung findet auch hier statt.
  • Ausschlüsse sind über Custom Audiences möglich.

Neben den gleichen Nachteilen wie beim Advantage Detailed Targeting kommt hier dazu, dass das Feature nur bei den Kampagnenzielen Leadgenerierung, Engagement oder Sales zur Verfügung steht. Mehr dazu gibt es hier.

Auch den Einsatz von diesem Feature wird wärmstens empfohlen.

Advantage+ Placements

Mit Advantage+ Placements wird dem Meta-Algorithmus ermöglicht, die effektivste Platzierung für eine bestimmte Anzeige auszuwählen.

Werbeanzeigemanager: Anzeigengruppeebene – Advantage+ Placements

Werbeanzeigemanager: Anzeigengruppeebene – Advantage+ Placements

Dabei gibt es vor allem zwei Vorteile:

  • Das Setup bzw. die Auswahl der Platzierungen ist mit einem Klick gemacht.
  • Die Werbeanzeigen werden auf den richtigen Platzierungen aufgrund der Performance ausgeliefert.

Dem stehen jedoch einige Nachteile entgegen:

  • Je nach Optimierungsziel ist eine Platzierung eher ungeeignet.
  • Alle Anzeigenformate müssen abgedeckt werden, jedenfalls wenn man den «Brand First»-Ansatz verfolgt. Ansonsten werden Assets möglicherweise unvorteilhaft abgeschnitten.
  • Es ist keine manuelle Steuerung der Platzierung möglich.

Advantage+ Placements wird vor allem bei Performance-Kampagnen empfohlen. Wenn die manuelle Platzierung auswählt wird, sollte darauf geachtet werden, dass mindestens sechs Platzierungen ausgewählt werden (Empfehlung Meta).

Advantage+ App Campaigns

Wenn man App Install Kampagnen einsetzt, dann ist es zu empfehlen, wenn man auch bei Meta auf Automatisierung setzt.

Advantage+ App Kampagnen nutzen leistungsstarkes maschinelles Lernen und automatisierte Systeme, damit die App Install Ads wertvollere Ergebnisse erzielen und eine gleichbleibende Performance beim Skalieren von Kampagnen gewährleisten.

Werbeanzeigemanager: Kampagnenebene – Advantage+ App Campaigns

Werbeanzeigemanager: Kampagnenebene – Advantage+ App Campaigns

Im Grundsatz funktionieren Advantage+ App Campaigns ähnlich wie die Universal App Campaigns bei Google. Das heisst, man definiert nur noch das Land, die Sprache sowie das Betriebssystem. Ebenfalls können Ausschlüsse von Custom Audiences vorgenommen werden. Alles andere macht Meta.

Neben dem einfachen Setup hat die Funktion aber auch einige Nachteile:

  • Es ist nicht möglich, das Anzeigenformat auf die einzelnen Platzierungen anzupassen, was zu einer unschönen Ausspielung der Creatives führen kann.
  • Es kann nur ein Mindestalter festgelegt, aber keine Interessen, Verhalten oder weitere demografische Angaben hinterlegt werden.
  • Custom Audiences können nicht eingeschlossen und Lookalike Audiences weder ein- noch ausgeschlossen werden.
  • Advantage+ App Kampagnen können nicht mit Playable Ads kombiniert werden und auch beim Reporting gibt es beim Break down Einschränkungen, da Alter, Geschlecht oder Platzierung nicht zur Auswahl stehen.

Beim Einsatz von Advantage+ App Campaigns ist der Test-and-Learn-Ansatz besonders zu beachten.

Advantage+ Creative

Advantage+ Creative ermöglicht einige kleinere (automatische) Verbesserungen an der Anzeige wie Helligkeit, Kontrast oder Filter. Es werden mehrere Varianten der Anzeige erstellt, die den Nutzern angezeigt werden, je nachdem, welche Version am ehesten zu einer Reaktion führt.

Werbeanzeigemanager: Anzeigeebene – Advantage+ Creative

Werbeanzeigemanager: Anzeigeebene – Advantage+ Creative

Wichtig dabei zu wissen ist, dass die Standardoptimierungen individuell eingefügt werden können. Es ist also eine Teilautomatisierung möglich und nicht alle Optimierungsvorschläge müssen übernommen werden.

Die Vorteile sind:

  • Bessere Performance.
  • Es wird weniger Bildbearbeitung vorgängig benötigt, was zu Zeit- und Kostenersparnissen führt.
  • Unterschiedliche Variationen und eine automatische Videoerstellung können schnell umgesetzt werden.
  • Bessere User Experience.

Die Nachteile sind:

  • Das CI/CD kann nicht garantiert werden.
  • Es kann durchaus sein, dass Bilder zugeschnitten und dadurch wichtige Informationen abgeschnitten werden.
  • Bei der automatischen Videoerstellung muss man zudem anmerken, dass es durchaus sein kann, dass das Video nicht den Ansprüchen entspricht.

Falls der «Branding First»-Ansatz verfolgt wird, eignet sich dieses Tool weniger.

Advantage+ Shopping Campaign

Das neueste Feature, was Meta rund um Automatisierung zu bieten hat, sind die Advantage Shopping Campaigns.

Advantage+ Shopping Kampagnen sind voll automatisierte Kampagnen, bei welchen nur noch wenige Einstellungen vorgenommen werden können. Sie funktionieren ähnlich wie Performance Max Kampagnen bei Google.

Werbeanzeigemanager: Kampagnen Setup – Umsatz: Advantage+ Shopping Campaign

Werbeanzeigemanager: Kampagnen Setup – Umsatz: Advantage+ Shopping Campaign

Auch hier gibt es Vorteile:

  • Das Feature setzt hinsichtlich Creatives, Targeting und Platzierung voll auf den Meta-Algorithmus. Dies bedeutet, das Setup ist sehr einfach und schnell.
  • Das Tool vereinheitlicht Conversion Kampagnen und Dynamic Ad Kampagnen (Produktkatalog).
  • Das gesamte Budget wird konsolidiert.

Die Nachteile von Advantage+ Shopping Campaigns sind:

  • Es können keine Zielgruppen mehr festgelegt werden und somit ist eine Unterscheidung bzw. eine gesonderte Ansprache von Cold/Hot Audiences (Personen, welche ein Produkt angeschaut haben/Personen welche etwas in den Warenkorb gelegt haben) auch nicht mehr möglich. Damit einhergehend ist auch der Funnel mehr oder weniger gestorben.
  • In diesem Feature kann festgelegt werden, wie viel % maximal für meine Bestandskunden ausgeben möchte, wenn ich diese vorher definiert habe. Leider ist es aber nicht möglich, ein Mindestbudget festzulegen, sondern nur ein maximales Budget. Zudem unterscheidet man nur noch zwischen Neu- und Bestandskunden).
  • Das Feature in dieser Form steht momentan nur für Produkte zur Verfügung. Beim Reisekatalog ist der Break down von Neukunden und Bestandskunden beispielsweise (noch) nicht möglich.
Werbeanzeigemanager: Einrichtung des Werbekontos: Hier können die Bestandeskunden definiert werden.

Werbeanzeigemanager: Einrichtung des Werbekontos: Hier können die Bestandeskunden definiert werden.

Automatische Regeln

Auf Basis von automatischen Regeln können Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen automatisch aktualisiert werden.

Werbeanzeigemanager: Regeln – Hier können benutzerdefinierte Regel erstellt werden

Werbeanzeigemanager: Regeln – Hier können benutzerdefinierte Regel erstellt werden

Die Vorteile hierzu sind:

  • Es kann viel Zeit gespart werden.
  • Es wird eine automatische Steuerung der Kampagne, Anzeigengruppen oder Anzeigen nach gewissen Triggervorgaben vorgenommen.
  • Ein manuelles A/B-Testing kann umgesetzt werden. Dies bedeutet, dass beispielsweise eine Anzeige automatisch deaktiviert wird, wenn 1’000 Impressionen generiert wurden.

Dem stehen aber einige Nachteile entgegen:

  • Die Fehlersuche kann zeitraubend sein, da man nicht auf Anhieb sieht, ob eine Kampagne, Anzeigengruppe oder Anzeige mit einer automatischen Regel versehen ist und wie diese lautet.
  • Mathematische Kenntnisse sind von Vorteil. Denn wenn man beispielsweise das Budget am Freitag um 50 % erhöht, muss es bei der Reduktion nur um 33 % verringert werden, um das Ausgangsbudget wieder zu erreichen.
  • Die Bedingungen funktionieren nur auf Basis von Standardevents und –kennzahlen. Custom Metrics können beispielsweise nicht verwendet werden.
  • KPIs können nur eingeschränkt verwendet werden.
  • Es sind keine «kompliziertere» Verbindungen möglich.

Dennoch ist der Einsatz von automatischen Regeln je nach Case empfehlenswert.

Automatische Reportings

Mit automatischen Reportings können wiederkehrende Berichte erstellt und festgelegt werden, die in einem bestimmten Zeitintervall automatisch per E-Mail an die zuständigen Personen versandt werden.

Die Vorteile davon sind, dass Vorlagen erstellt werden können und dadurch auch weniger manueller Aufwand entsteht. Es ist zudem möglich, die Reportings per E-Mail zu versenden. Diese stehen allen Personen zur Verfügung, welche Zugang zum Werbekonto haben.

Was gibt es aber für Nachteile? Das Tool ist für komplexe Auswertungen nicht geeignet, da die visuelle Darstellung sehr eingeschränkt ist und lediglich Daten geliefert werden. Demnach empfiehlt sich je nach Case und Reporting ein zusätzliches Reporting Tool oder die klassische Pivot-Tabelle.

Dynamic Ads mit Google Sheets

Meta Dynamic Ads mit Google Sheet erlauben das automatische Bewerben eines manuellen Produktekatalogs plattformübergreifend auf Facebook, Instagram und im Audience Network.

Hier gibt es eine Vielzahl von Vorteilen:

  • Die Lernphase wird nicht zurückgesetzt.
  • Dynamic Ads funktionieren nicht nur für Produkte. Es sind auch kreative Cases wie das Bewerben eines Blogs möglich.
  • Die Verfügbarkeit und somit Auslieferung einer Anzeige kann durch Formeln berechnet werden.
  • Durch die Anbindung externer Daten kann die Auslieferung darauf basierend definiert werden. Ein manuelles Content-Seeding kann beispielsweise durch die Automatisierung auf Basis von einem festgelegtem Score vereinfacht werden.
  • Google Sheets können zu massiven Ressourcenersparnissen führen.

Aber es hat auch Nachteile:

  • Google Sheets und Excel Kenntnisse sind klar von Vorteil.
  • Meist besteht vorgängig ein höherer Initialaufwand. Danach kann aber Zeit eingespart werden.
  • Man ist dadurch abhängig von Google.

Mehr zum Thema Google Sheets gibt es im Beitrag «Facebook: Always-On-Kampagnen mit ständig wechselnden Ads, ohne die Lernphase zurückzusetzen».

Dynamische UTM-Parameter

Mittels dynamischen UTM-Parameter können unterschiedliche Details der Kampagne wie Name, Plattform oder Platzierung automatisch mitgeliefert werden.

Ein dynamischer UTM-Parameter kann wie folgt aussehen: utm_source={{site_source_name}}&utm_medium={{placement}}&utm_campaign={{campaign.name}}&utm_term={{adset.name}}&utm_content={{ad.name}}

Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • Durch dynamische UTM-Parameter können wiederum massive Zeitersparnisse gemacht werden.
  • Durch die dynamischen Elemente wird die Fehlerquote reduziert.
  • Es können eine Reihe von relevanten Parameter mitgegeben werden.
  • Statische und dynamische Parameter können kombiniert werden.
  • Klare Zuweisung in Google Analytics.

Der grosse Knackpunkt ist, dass der erste Name im Anzeigenmanager auf Kampagnenstufe, Anzeigengruppenstufe und Anzeigenstufe übernommen wird. Falls nach der Veröffentlichung der Kampagne, Anzeigengruppe oder Anzeige Anpassungen am Namen gemacht werden, werden diese im Parameter nicht nachträglich angepasst. Zudem ist eine klare Namenskonvention hilfreich.

Mehr zum Aufbau und dem richtigen Einsatz von UTM-Parametern ist dem Blogbeitrag «Facebook: UTM-Tracking und dynamische Parameter richtig nutzen» zu entnehmen.

Fazit

Es geht immer mehr in Richtung Automatisierung und der Algorithmus ist schlauer als wir Menschen. Meta entwickelt dauernd neue Tools, welche zuerst die Daseinsberechtigung beweisen müssen.

Die Tools von Meta sind grundsätzlich eine gute Sache, jedoch ist immer auch der «Test and Learn» Ansatz zu beachten. Studien von Meta belegen zwar, dass die Tools eine bessere Performance liefern, als wenn man die Kampagnen ohne Automatisierung laufen lässt. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Die Performance bzw. das Kampagnensetup ist individuell zu betrachten. Zudem ist es entscheidend, ob man den «Performance first» oder «Brand first» Ansatz wählt. Es sind nicht alle Tools für beide Ansätze geeignet.

Podcast: Meta 2023 – Ads, Strategien & Plattformen

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Meta (ehemals Facebook) hat ein bewegendes Jahr hinter sich. Einbruch des Börsenkurses um mehr als 40%. Die Entlassung von rund 11’000 Mitarbeitenden. Und auch die Herausforderungen rund um das Tracking des Kerngeschäfts des Werbeerfolgs wird immer schwieriger.

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In dieser Episode sprechen wir mit Thomas Hutter, CEO der Hutter Consult AG, über die Zukunft von Meta. Wir sprechen über künstliche Intelligenz im Bereich Werbeschaltungen auf Meta, über Automatisierungen und deren Auswirkungen auf die Arbeit von Werbetreibenden. Und wir gehen auch auf die Entwicklung der einzelnen Meta Plattformen wie Facebook, Instagram und WhatsApp ein.

Fragen, die in der Episode beantwortet werden:

  • Wie wird sich die Plattformen Facebook, Instagram und WhatsApp weiterentwickeln?
  • Welche Herausforderungen haben Werbetreibende und wie können diese minimiert werden?
  • Wie ist die Vision von Mark Zuckerberg in Bezug des Metaverse einzuordnen?
  • Welche Elemente sind heute für erfolgreiche Kampagnen auf Meta unerlässlich?
  • Welche drei Tipps sollten Werbetreibende im 2023 beherzigen?

Transkript der Epsiode

Dieser Text wurde automatisch von HappyScribe transkibiert.

Thomas Besmer
Meta hat ja dieses Jahr eine sehr bewegte oder ein sehr bewegtes Jahr hinter sich. Wir mögen uns erinnern. Ende Januar, als die neuen Quartalszahlen vom Vorjahr kamen, Einbruch der Aktie um rund die Hälfte oder dann im Verlauf der Zeit noch um rund die Hälfte. Momentan die Aktie so um die 115 US Dollar herum, also noch 1/3 von dem, was die Anfang des Jahres war. Da macht dann doch einiges Gegenwind erhalten. Wie wird sich das weiter entwickeln bei Meta?

Thomas Hutter
Also ich hoffe was den Aktienkurs anbelangt genau in die andere Richtung, weil das habe ich am eigenen Portemonnaie ziemlich gespürt und hoffe da auf den Gegentrend. Ja. Nein. Schauen wir positiv in die Zukunft. Gerade anfangs ja mit dem Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine. Lieferketten Probleme, die dadurch mit ausgelöst wurden. Ich sag jetzt mal unklare Energielage, was viele Unternehmen auch zögern lässt. Gleichzeitig ein Rücklauf im Umsatz, was angesichts der relativ hohen Resultate in den letzten zwei Jahren auch von mir aus gesehen irgendwo mal dazu gehört, dass es eine Konsolidierung gibt. Aber ja, die Zahlen sind extrem zurückgegangen, was die Werte anbelangt, Umsatz und die Zahlen, wenn man die von Meter ein bisschen genauer betrachtet, die sind nicht in diesem Bereich zurückgefallen. Von daher bleibt Hoffnung. Und ich denke, wenn man so schaut, was sich dieses Jahr alles bewegt hat, dann spürt man relativ gut, dass Werbetreibende verstanden werden, die Problematiken angegangen werden, wo man aktuell damit kämpft, aufgrund von Signal, Schwächen, Auftrumpfen, Privatsphäre etc., wo man merkt, es ist vieles am Tun und ich glaube, es geht in die richtige Richtung.

Thomas Besmer
Du hast gesagt, die Kennzahlen, also einerseits den Aktienkurs klar, stark rückläufig oder massiv rückläufig ist, hat sehr viel. Auch mit den Investitionen in das Meta wird zu tun oder eben auch, dass momentan das Meta noch nicht monetarisiert werden kann. Andererseits hat die Apps of Family, wie man es nennt, die Facebook Plattform Instagram WhatsApp weltweit in fast allen Regionen an Nutzerinnen und Nutzer zugelegt. Auch Facebook selbst, wo es man ja immer wieder als tot erklärt hat, hat dann über das Jahr hinweg rund 3 % mehr Nutzer als Anfang des Jahres. Das ist jetzt relativ wenig, wenn man es vergleicht mit TikTok oder anderen Plattformen, die am Aufkommen sind. Aber wie gesagt, die sind am Aufkommen. Das heißt, Facebook hat ja da schon eine sehr hohe Durchdringung im entsprechenden Markt.

Thomas Hutter
Richtig, Also die Penetration der Plattformen, die ist unheimlich hoch und entsprechend sind natürlich auch Wachstumszahlen, wie man das von wachsenden Plattformen kennt, schlicht und einfach nicht mehr möglich. Die Unkenrufe Facebook stirbt. Ich glaube, die haben wir. Wenn es den Podcast seit zehn Jahren gäbe, hätten wir das jedes Jahr mit drin. Die hört man immer wieder und man wird auch immer wieder aufgrund der Zahlen eines Besseren belehrt. Was sicherlich der Fall ist, ist, dass sowohl Facebook wie auch Instagram nicht mehr die hippen Trends Setting Plattformen sind, wie sie das vielleicht früher einmal waren. Nichts. Nicht. Sie massiv genutzt und und sie werden täglich genutzt. Und das mit einer Vielfalt, wo man nicht mehr sagen kann Otto Normal Facebooknutzer macht das und das oder andere auf Facebook macht das und das. Und es sind individuelle Facebook Welten, die zusammengestellt werden, das aber auch angesprochen. Ich fand diesen Aufschlag den gebracht hat in Richtung alle Kraft in Richtung Metall, aber es war nicht mutig, mutig. Insbesondere wenn man weiß, dass noch nicht die Dinge zur Verfügung stehen, wie man das in Zukunft sieht.

Thomas Hutter
Ich glaube, das wurde auch an vielen Stellen falsch verstanden, dass die Prioritäten jetzt nur noch darauf gesetzt werden und nicht auf die anderen Dinge, was sicherlich für Unsicherheit auch bei Anlegern bei Analysten ausgelöst hat. Wobei diese Stoßrichtung sehr grundsätzlich, dass man denkt, was könnte in fünf oder in zehn Jahren sein beim nächsten Technologieschritt? Dass man diese Vision hat, ist grundsätzlich absolut nicht falsch.

Thomas Besmer
Was ist deine Meinung zum Metaverse?

Thomas Hutter
Ja, hochspannend, Hochspannend, was es da für Möglichkeiten geben kann oder wird. Wie insbesondere, wenn man die Technologie auch noch einen Schritt weiter denkt, was sie heute ist. Sprich Hologramme, sprich Dinge, die direkt auf den Augen sitzen. An Stelle von einem Handyeingaben, die vielleicht nicht stimmen oder tastaturgesteuert sind, sondern vielleicht irgendwo auch mithilfe von Gedanken. Ähm, Anwendungsmöglichkeiten nur schon im Zusammenhang mit Meetings und Kollaborationen. Spannend in wie gesagt Vision, weil es braucht noch Geräte dazu. Nichtsdestotrotz vielleicht auch schon mal die Möglichkeit, Lagerbestimmung zu machen. Wo stehe ich heute als Unternehmen, wohin muss ich Arbeiten leisten? Ich find das immer spannend, wenn es heißt, ich bin als Unternehmen in der Börse unterwegs und dann versucht man Dinge eins zu eins kopieren aus dem realen Leben. Ich glaube, das ist definitiv nicht der Sinn von diesen neuen Welten. Und darum gibt es wahrscheinlich auch bei vielen Unternehmen noch sehr viele Hausaufgaben zu machen. Gerade wenn Unternehmen sagen, sie möchten aktiv werden, beispielsweise in Kundensupport. Denken Sie sich Teil, sind Mitarbeiter online oder mache ich mir heute schon Gedanken?

Wie funktioniert Dialogkommunikation beispielsweise mithilfe von Chatbots und Automatisierungen? Inwieweit geht The Voice Generated Messaging etc., wo einfach noch sehr viele Gedanken gemacht werden müssen?

Thomas Besmer
Das heißt auch wenn als Metapher, so in der Definition von Mark Zuckerberg oder von Matthäus selbst mit der Verbindung zwischen physische und virtuelle Welt so noch nicht gibt, können sich Unternehmen bereits vorbereiten, um erste Schritte danach machen zu können, ohne dass sie selbst direkt eine große virtuelle Welt aufbauen.

Thomas Hutter
Absolut. Grundsätzlich meinen viele Unternehmen Web eins null mehr oder weniger im Griff. Man sieht immer noch teilweise Websites, die katastrophal sind. Auf gut Deutsch Web 2:00 null. Unterschiedliche Ausrichtungen, unterschiedliche Umsetzung, Stiften bzw. Reifegrad bei den Unternehmen. Das wäre dann sicherlich auch mal ein Schritt. In wie weit habe ich das alles im Griff, bevor ich mich ans nächste Kapitel ran wage? Web drei null bei Ebay vielen noch ein sehr, sehr großes Thema und noch unberührt. Auch das sind Dinge, die irgendwo mitspielen werden und von dem her. Ich kann sicherlich Schritt für Schritt in Richtung digitale Reife gehen. Aber es sind noch einige Schritte.

Thomas Besmer
Wenn wir zurückkommen auf Medons Werbeplattform, seid ihr Motto in diesem Jahr auch im letzten Jahr und in diesem Jahr noch mehr die Auswirkungen der Apple Tracking Transparency gespürt. Wie hast du das wahrgenommen? Die ganze Thematik rund um Tracking und Datenqualität.

Thomas Hutter
Also am Anfang war ja ein relativ großer Einbruch, Dann hatte man das Gefühl, dass sich das wieder normalisiert. Man sieht es jetzt aber in den Zahlen, dass die Pricing Einschränkungen schon massiv sind. Ich behaupte jetzt mal dort wo man Ersatz Möglichkeiten mit integriert hat. KPI beispielsweise nimmt die Datenqualität zu, ist aber sicherlich auf einem Niveau, das tiefer ist als vorher, bevor die Änderungen aktiv wurden. Und was wir ja jetzt auch sehen, ist, dass gewisse Modellierungen wieder zurückkommen, was die Unterteilungen von Resultaten anbelangt. Aufschlüsselung, die ja vorher so auch nicht mehr möglich waren, die jetzt langsam wieder zurückkommen. Ich glaube, Unternehmen sind sich da nach wie vor in der Pflicht zu überlegen, wo kann ich Datenpunkte schaffen und wie optimiere ich darauf, dass ich möglichst viele Signale noch reinkriege? Aber ja, es ist spürbar.

Thomas Besmer
Wie hat sich dabei die Arbeit rund um Meter it verändert?

Thomas Hutter
Ich glaube, das ist ja jetzt nicht nur auf dieses Tracking alleine und diese Einschränkung Tracking alleine zurückzuführen, sondern man sieht generell, dass die Plattform vermehrt Aufgaben übernimmt, was vorher ins Optimierungsbusiness gehört hat, bzw. Kampagnen werden generell einfacher. Man arbeitet mit weniger Zielgruppen, Unterteilungen, lässt da wesentlich werden Algorithmus arbeiten auch was das Aussteuern der Werbemittel, welches Werbemittel für welche Nutzerinnen und Nutzer ausgespielt wird. Da haben wir ja jetzt viel mehr die Möglichkeit breit zu gehen und nach dem Motto Der Algorithmus schafft das schon. Nichtsdestotrotz verändert sich natürlich die Arbeit auf der Planungsseite. Welche Strategien, welche Mechaniken das Ich einsetze. Aber wo behalte ich den Nutzer möglichst auf der Plattform, Wo gehe ich auf die Website? Habe ich alternativ Möglichkeiten, Datenpunkte zu schaffen? Und von dem her, glaube ich, ist das Mechanische heute eigentlich ein bisschen komplexer. Mit welcher Mechanik, mit welchen Werbemitteln gehe ich vor? Was das Set up und die Optimierung anbelangt, dürfte die Arbeit mittlerweile wesentlich einfacher geworden sein.

Thomas Besmer
Also ist es aufwändiger, passende Werbemittel zu generieren, als schlussendlich das selbst einzurichten.

Thomas Hutter
Beziehungsweise bzw. wir haben ja in den Seminaren eigentlich schon immer darauf appeliert, dass man eine gute Kampagnenplanung macht und sich überlegt, wie muss man da reingreifen? Ich sage mal Thematik Fairness, die sicherlich nicht mehr so extrem gespielt werden wie noch vor zwei oder drei Jahren, wo man wesentlich mehr Signale zur Verfügung hatte. Aber nichtsdestotrotz sind diese Ansätze nicht falsch. Nur brauche ich halt heute andere Wege, um diese Ansätze fahren zu können, als das in der Vergangenheit der Fall war. Das heißt, Planung ist wesentlich wichtiger geworden, glaube ich als früher. Wie gehe ich vor? Wo schaffe ich Datenpunkte, wie baue ich entsprechende Panels oder Botschaften aufeinander auf? Was sicherlich einfacher geworden ist, ist generell das Setup und ich glaube ganz. Viel Optimierungspotenzial in Zukunft liegt primär in dem Werbemittel möglichst gute Werbemittel auf die Zielgruppe angepasst, die Ihre Bedürfnisse da spiegeln und entsprechend angepasst ist.

Thomas Besmer
Kommen wir gleich nochmals auf die Werbemöglichkeiten bzw. auf die Herausforderungen aus Werbetreibenden zurück. Zuerst nochmals zurück auf die Plattform. Nehmen wir mal die Plattform Facebook. Wie wird sich aus deiner Sicht die Plattform entwickeln? Wenn ich das so schaue Im deutschen Markt verabschieden sich ja die ersten Unternehmen von Facebook aktiv von Facebook oder nutzen Facebook nur noch als Werbe oder? Aber insbesondere organisch wird nichts mehr gepostet. In den USA sind jetzt sicher Diskussionen breit getreten worden, dass unter Umständen auch die ganzen Newsfeeds von Facebook verschwinden bzw. News Beiträge von Facebook verschwinden, da sie dem neuen Mediengesetz nicht standhalten. Das heißt, die Attraktivität würde ja dann auch sehr stark darunter leiden. Wie siehst du das? Oder wie siehst du da die Entwicklung?

Thomas Hutter
Ich glaube, wir müssen da differenzieren zwischen News und tatsächlich Inhalten von Unternehmen. Ich glaube, wenn News und solche Dinge wegfallen, dann wäre das tatsächlich ein Verlust für die Plattform. Aber aber noch nie einen Menschen gehört, der Facebook nutzt, der ein Unternehmen wie sie es vermisst. Verbindungen sind zwischen Menschen und in der Regel zwischen Themen wenig mit Marken. Von dem her, was organische Postings auf Facebook oder auch organische Strategien anbelangt, da habe ich ja schon sehr, sehr lange eine recht starke Schwarz Weiß Bild bzw. sehe ruhig als Zielsetzung oder als als Doktrin, wo man schon früh Kunden darauf geeicht hat. Er macht nichts auf Facebook, ohne dass du entsprechend Reichweite dahinter hältst. Das heißt, rein organische Dinge sind mehr als gesehen eigentlich schon lange überflüssig und wir sehen das vom Algorithmus her. Ich sehe zum Beispiel in meinem Newsfeed relativ wenig Inhalte von Unternehmen, nicht sehr viel von Gruppen, nicht sehr viel von anderen Bereichen. Von daher wird die Plattform nicht an Attraktivität einbüßen, wenn Unternehmen ihre guten Morgen und tollen Wochen starten.

Und wir wünschen euch ein schönes Wochenende Postings weglassen. Ich glaube, für die Werbegeschichte ist das Ganze noch mal ein ganz anderes Bild, weil die Plattform wird ja relativ stark genutzt. In unterschiedlichen Bereichen sei das ein Kleinanzeigenmarkt, für den Marketplace sei das die Tausenden oder Hunderttausenden von Gruppen zu verschiedensten Themen oder eben halt nach wie vor der Austausch mit Freunden und Familie, was nach wie vor stattfindet. Und ich glaube, solange das relativ hoch ist und ich in diesem Umfeld Werbung relativ gut platzieren kann, aber immer vorausgesetzt, ich treffe die Zielgruppe, ich hab die Signale, ich hab Werbebotschaften, die passen, Werbemittel, die auf die Plattform angepasst sind, dann ist es aus Werbesicht nach wie vor hochspannend. Das Organische hätte man schon länger reduzieren können.

Thomas Besmer
Ja, du hast ja auch schon mehrfach darüber Blog, Blogbeiträge veröffentlicht oder auch Berechnungen aufgezeigt. Was wir benötigt auch im Seminar eine Berechnung, dass wenn man beispielsweise mit einer Reich mit einer durchschnittlichen organischen Reichweite von 10 % auf Facebook arbeitet, über pro Woche ein Beitrag 52 Beiträge und das nicht bewerben tut, müsste man glaub so um die 26 Jahre organisch arbeiten, um die gleiche Reichweite reinzuholen.

Thomas Hutter
Diese Berechnungen, die gehen ja auch noch in eine andere Richtung. Wenn ich beispielsweise Aufwände betrachte, die ich betreibe, um organische Beiträge herzustellen. Aber wenn das nur ein Text ist. Je nach Unternehmen die Freigabestufen und und und sind immer interne Ressourcen damit gebunden. Und wenn man jetzt da auch noch Zeit aufwendet, etwas Motion Design macht, Video schneidet, Bilder aufbereitet und dann mal für ein Posting schnell mal 234 Stunden aufwendet und dann wiederum sieht, wie wenig Menschen das so organisch erreicht werden können. Und man macht eine Gesamtberechnung, dann sieht man eigentlich auch immer, dass wenn ich noch Werbung dazunehmen und so zusätzliche Reichweite mit dazu kaufe, dass sich die Kosten massiv brechen. Und da würden viele Unternehmen ihre Aktivitäten nach solchen Gesichtspunkten analysieren, dann würden viele Aktivitäten gar nicht erst gemacht werden.

Thomas Besmer
Ja, du sagst beispielsweise im Text oder auch eine Animation oder so State of the art Zwischenzeitlich ist ja das Ganze der ganze Bewegtbildbereich, also Video und oder Animationen. Also wer heute noch irgendwelche Links postet und dann Text dazu schreibt und sich dann über die organische Reichweite aufregt, damit.

Thomas Hutter
Eben nicht ganz so ketzerisch. Wir machen ja das ab und zu auch bei uns. Nee, absolut bei dir, also.

Thomas Besmer
Bei uns läuft ja automatisch. Von daher, der Aufwand ist relativ gering. Aber ich kenne andere Unternehmen, die investieren dann auch viel Zeit in die Texterstellung. Wir sitzen in der Schweiz, wir haben viele Schweizer Unternehmen dreisprachig. Das heißt, es muss auch übersetzt werden, vielleicht noch auf Englisch Sprache übersetzen, dann Abnahme, Prozess. Das Ganze auf den Plattformen rausnehmen, dann ist man schnell nur von Text 456 Stunden dran. Wenn man die Zeiten zusammenzählt und hat dann irgendwie eine organische Reichweite von 10.000 Personen.

Thomas Hutter
Also riesen riesen Aufwand für eigentlich relativ wenig.

Thomas Besmer
Instagram ist ja auch sehr spannend, insbesondere das reale Format als TikTok killer. Angedacht ist das so, wir wissen es nicht. Geschafft hat aber rein schon. Die Nutzungsdauer ist ja enorm hoch. Also 20 % der Nutzungszeit passiert in Reales in den Realsformaten. Wie wird sich aus deiner Sicht Instagram weiterentwickeln?

Thomas Hutter
Ach, schwierig. Ich habe ja Instagram sowieso und gefühlt zu einer Art kleine Hassliebe. Ich bin nach wie vor mehr auf der Media Plattform und auf der Facebook Plattform unterwegs. Also auf Instagram. Bin sehr viel auf TikTok unterwegs und finde TikTok unheimlich spannend. Es ist halt auch wieder so eine Geschichte. Ich bin, ich konsumiere da Zeit, überschaubare Zeiten, sehe eigentlich Dinge, die ich vorher auf TikTok schon gesehen habe, aber auf eine ähnliche Art und Weise schon gesehen habe. Das heißt, ich habe eigentlich für mich nicht wirklich einen Grund, warum ich sehr viel Zeit auf Instagram verbringen möchte. Und wenn man die Zahlen der Nutzungsdauer von Instagram, die vorausgesetzt man kann diesen Statistiken trauen, dann sind die massiv tiefer als bei TikTok.

Thomas Besmer
Als die aktuellsten Zahlen, die ich gesehen habe, ist TikTok hat eine Nutzungsdauer von 45 Minuten pro Tag im Schnitt YouTube ähnlichen Rahmen und Instagram Facebook sind plusminus identisch mit knapp 30 Minuten.

Thomas Hutter
Und die anderen Zahlen, die man von TikTok dann wiederum sieht, auf Länder heruntergebrochen, zeigen bei uns irgendwo etwas über 70 Minuten am Tag im Schnitt, was extrem viel wäre. Was? Da bin ich weg mit dem, was ich von vielen Menschen hören, die auf der Plattform aktiv sind. Also von dem her, ich glaube, Instagram hat den Kampf gegen TikTok, was dieses Video Hochformat mit Animation und lustig und Unterhaltung und alles hat grundsätzlich verloren. Nichtsdestotrotz hat Instagram nach wie vor mit Bildern und mit Videos und mit den Stories eigentlich genügend spannende Inhaltsmöglichkeiten, wie sich Menschen Unternehmen darstellen können. Und die Existenz, die wird sicherlich nach wie vor gegeben sein und und spannend sein. Wenn ich jetzt aber eine junge Zielgruppe angehen muss oder junge Zielgruppen, wo ich sage mal 35 und jünger. Würde ich heute wahrscheinlich in einer Strategie zuerst auf TikTok setzen und dann auf Instagram.

Thomas Besmer
Also umgekehrt dann die nächste Family Mitglied der Family of Apps von Meter ist. Schlussendlich WhatsApp, WhatsApp. War ja mal angedacht, dass Stories monetarisiert werden. Das wurde ja dann wieder zurückgezogen. Wie siehst du die Zukunft von WhatsApp?

Thomas Hutter
WhatsApp finde ich extrem spannend. Man sieht ja, dass auch ausserhalb der Nutzung jetzt Schweiz, Deutschland, Österreich, wo man, wo man primär das Messaging nutzt, die Möglichkeit mit Jobintegration, mit Produktintegration, der ganze Business Bereich, mit Messaging, Automatisierungen mit diesen Templates. Es ist hochspannend und ich glaube, das bietet noch sehr viel Potenzial, vor allem auch im Transaktionsbereich drin. Was heute nicht genutzt wird. Heute sieht man häufig WhatsApp, Newsletter und solche Dinge als primären Anwendungszweck. Aber ich glaube, in diesem Bereich bietet die Plattform unheimlich viel und wahrscheinlich auch für viele kleinere Unternehmen, die sich wahrscheinlich mit dieser Thematik hierzulande auch noch nicht wirklich beschäftigt haben, sehr viel Potenzial haben, einfaches Business darüber abzuwickeln.

Thomas Besmer
Wie wird man WhatsApp zukünftig monetarisieren, in dem das sie Werbung einblenden?

Thomas Hutter
Ich glaube, die Monetarisierung, die wird primär über das Business Messaging gehen bei WhatsApp. Das heißt, Unternehmen, die ihre Followerschaft darüber erreichen wollen oder auch erreichen wollen, die sich außerhalb von Zeitfenstern bewegen, werden das Bezahlen für die Reichweite oder für das Erreichen dieser Menschen, wenn entsprechende Interaktionen schnell zurückverfolgen. Innerhalb von diesem 24 Stunden Fenster bleiben Antworten dann kostenlos. Genau das gleiche ist, wenn ich als Nutzer ein Unternehmen, was WhatsApp bis es nutzt anspreche, ist das für das Unternehmen kostenlos. Und wenn Sie darauf antworten, jedenfalls innerhalb von diesem Zeitfenster. Nur wenn man dann natürlich an den Verteiler denkt, ich sag mal mehrere Hunderttausende oder sogar Millionen von Empfänger in diesem Bereich. Und Nachrichten kosten jeweils irgendwo einen einen Centbereich, dann. Das ist natürlich wahnsinnig und das sind spannende Einnahmequellen für das Unternehmen.

Thomas Besmer
Spannend ist es auch. Bis anhin war ja WhatsApp insbesondere in den USA nicht die Messaging Plattform Nummer eins, sondern sogar der Facebook Messenger. Und auch jetzt gibt es aktuell Zahlen. Dass Messenger oder WhatsApp den Facebook Messenger auch in der Nutzungszahl in den USA überholt haben, was darauf zu schließen ist, dass da WhatsApp weitere Dienstleistungen oder Möglichkeiten im Business Messaging sehr wahrscheinlich noch integrieren werden, weil eben jetzt WhatsApp halt durch den großen Markt USA auch eine entsprechende Reichweite dazugewonnen hat.

Thomas Hutter
Man muss ja sehen, dass die Durchdringung von Facebook in den USA unheimlich hoch ist. Jeder hat so den Messenger zur Verfügung. Nur. Beispielsweise eine WhatsApp ist gekoppelt an eine Handynummer. Facebook oder Messenger ist primär gekoppelt an einen Facebookaccount, in einigen Ländern auch an die Telefonnummer. Das heißt, dass beispielsweise gerade jüngere Menschen unter 13, die Facebook nicht nutzen dürfen. Die können zwar WhatsApp nutzen, weil sie eine Handynummer mit drin haben, eine Altersgrenze etc. zweitrangig, was natürlich mit dem Messenger schon mal nicht möglich ist, dass schon wieder zusätzlich Personen mit an Bord dann dieser Gruppe Instagram und Facebook Menschen, die nur Facebook nutzen, Menschen, die nur Instagram nutzen, entsprechend. Da kann direkt Messaging möglich. WhatsApp natürlich wiederum die Alternative. Diese Zusammenführung der drei Plattformen Instagram Direkt Messenger und und WhatsApp, das wurde ja bereits via Corona und dann einfach angekündigt, dass die im Hintergrund immer näher zusammenwachsen. Am Unternehmen spüren ja das auch, dass die die Posteingänge mittlerweile im Hintergrund relativ gut zusammenlaufen. Aber für den Nutzer nach vorne sind es natürlich nach wie vor drei unterschiedliche Plattformen.

Und darum verstehe ich auch, warum WhatsApp generell wächst.

Thomas Besmer
Also zur Einordnung Für die Zuhörerinnen und Zuhörer, die fort ist die Entwicklerkonferenz von Metro, die einmal pro Jahr stattfindet, jetzt ein Jahr oder zwei Jahre Pause hatte, ist, aber dieses Jahr stattgefunden hat.

Thomas Hutter
Bzw. virtuell stattgefunden hat. Und ich glaube, es hat jetzt auch wieder einen neuen Namen bekommen, aber eben immer mal wieder was Neues.

Thomas Besmer
Genau wie so alles bei der neuen Namen bekommt, kommt ein wartet auf den wir sind jetzt alles Advent das plus heißt und somit auch den Einstieg. Wie wird sich mit Methode die Werbeplattform Meta in Zukunft weiter verändern? Du hast schon angedeutet, eben gewisse Automatisierungen, Algorithmen, jetzt auch Neuerungen. Es gibt ja zwischenzeitlich die Advents plus Shopping Kampagne, das heißt, ich gebe noch ein Ziel an, ich gebe noch ein Werbemittel an, ich gebe noch einen Button und dann wird automatisch optimiert. In den USA sind jetzt Traffic Campaign plus Traffic Companies im Test. Da wird sicherlich noch einiges kommen. Wie, auf was sollen sich Marketer für die Zukunft bei Meter, aber vielleicht auch bei anderen Plattformen einstellen?

Thomas Hutter
Wir sind ja von Haus aus immer ein bisschen skeptisch, wenn neue Dinge kommen. Und jetzt gerade diese 20 plus Shopping Kampagnen. Ich glaube, dass für viele Werbetreibende, die mit kleineren Budgets arbeiten, eine relativ gute Lösung. Ich glaube, Unternehmen, die sehr individuell in diesem Bereich arbeiten wollen, sind gut bedient, wenn man das auch nach wie vor ein bisschen besser aufsetzen tut oder ein bisschen differenziert draufsetzen, gut abwägen, Budget, Verteilungen und und Leistungsüberwachung. Aber ja, grundsätzlich mit diesen Advent ich plus und ich finde es den Vorteil, dass man das jetzt überall gleich benennt dann weiß man immer automatisch Erweiterung. Ich glaube, die Berechtigungen für diese Funktion sind da und wir kommen aus einem Bereich aus der Vergangenheit, wo man sehr fein die Dinge machen konnte, das maschinelle Lernen im Hintergrund oder die KI, die war damals noch nicht ganz so ausgeklügelt wie heute. Und ich glaube, als Werbetreibende sind wir gut daran, wenn wir diese neue Möglichkeiten austesten, sagen, dass wir optimale Grundlagen haben, was Signale anbelangt, uns gut überlegen von den Mechaniken her, wie können wir was abbilden, aber diese Erweiterungen, diese Optimierungen der Plattform auch nutzen.

Bin zum Beispiel ganz spannend immer im Werbeanzeigen Darstellungsbereich drin. Dieses Adventure plus Optimization, wo vorgeschlagen wird, wie Werbemittel noch angepasst werden, sei das farbig und und und und Da lässt sich natürlich sehr vieles automatisiert optimieren bzw. vielleicht auch Dinge, die einem nicht so klar sind, nochmals anders anders darstellen. Und ich glaube, diese Dinge zu nutzen, das bringt den Werbetreibenden in Zukunft relativ viel. Wichtig ist aber von mir aus gesehen viel mehr die Planung. Welches Ziel habe ich, Wie gehe ich vor, bei welchem Ziel, mit welcher Art und Weise, mit welcher Botschaft und daneben zusätzlich richtig gute Werbemittel dazu. Und ich glaube, das normale Handwerk wie Budgets überprüfen. Wie habe ich da Veränderungen drin? Das geht immer weiter in den Hintergrund. Nicht mehr Zeit aufwenden können, Dinge zu testen oder oder Thesen zu treffen und für uns darauf Tests anzulegen. Also eher Verschiebung der Arbeiten in Richtung Planung und wie mache ich was und das entsprechend austesten? Und weniger schraube ich jetzt da noch ein bisschen hoch oder runter?

Thomas Besmer
Testen heißt ja nicht nur, dass ich unterschiedliche Werbemittel teste und unterschiedliche Strategien, sondern schlussendlich geht es ja auch in die Brandlift und Konversionlift Studies rein, die ja immer relevanter werden, auch im Sinne von dem, dass man weniger Daten zur Verfügung hat und dann eben mit Brandlift Studis auf der Plattform Umfragen machen kann, ob sich Personen an die Werbung erinnern können, ob sie eine Kaufabsicht generiert haben oder sogar gekauft haben. Da gibt es ja unterschiedlichste Fragen und das sind ja auch spannende Möglichkeiten, die von wenigen Werbetreibenden genutzt werden.

Thomas Hutter
Ja, aber die Möglichkeiten, mit diesen, mit diesen Lift Studies, egal ob in Richtung Konversion oder oder schlussendlich auch auch die sind natürlich extrem spannend. Ich glaube, viele Unternehmen sind heute aber in der Denkweise noch nicht so weit. Ich will solche Dinge entsprechend auswerten. In Diskussionen hört man immer wieder diesen Dieser Beitrag hat so und so viele Likes generiert. Entsprechend muss da die Markenwahrnehmung hoch sein. Dass diese Dinge nicht in einer Korrelation stehen, ist vielen nicht bewusst. Und ich glaube, da kann es auch helfen, wenn man Zeit frei bekommt, weil man eine Optimierung einspart, dass man sich viel mehr Gedanken macht, wie richtig das Ganze auch. Was bringt es mir auf diese entsprechende Zielsetzung? Und das ist natürlich ein spannendes Beispiel und Problematik vielleicht eher bei den Tests. Ich brauche die entsprechenden Voraussetzungen, also können wir schon die Studie durchführen. Heute ist nur noch möglich, wenn die KPI integriert ist. Aber wir wissen von vielen Unternehmen, dass sie die KPI noch nicht integriert haben. Also wird da das Feld schon einmal kleiner.

Weil die Studien wissen wir auch, wie Minimalbudgets da notwendig, damit das Ganze auch verlässliche Resultate herausbringt. Das heißt, für Kleinere dürfte das nach wie vor ein bisschen aus dem Weg stehen. Aber nichtsdestotrotz die Zeit, die man frei kriegt, kann man ja gerade in diesen Bereichen, in die sie investieren und dann schon anhand der Resultate Veränderungen verfolgen.

Thomas Besmer
Also noch kurz zur Einordnung Die KPI, das ist die Konversionsabwehr, das serverseitige Tracking, das Meta anbietet, dass man eben das Tracking nicht mehr kleinzeitig macht, also im Browser, sondern serverseitig direkt im Server. Auch da gibt es ausführliche Blogbeiträge und Thoams Hutter, dort kommen noch Conversions ab, suchen bis hin. Der neueste Beitrag von Claude Sprenger, unserem Kollegen, der eine Schritt für Schritt Einleitung Anleitung geschrieben hat, wie man die KonversionsAPI über den Google Tag Manager oder über den Service Google Tag Manager auf der eigenen Website bzw. Server integrieren kann. Das so kurz als Einschub noch. Das wurde schon angedeutet. Es gibt Unternehmen, die immer noch auf Kennzahlen optimieren, wie beispielsweise Interaktionen wie Likes, Kommentare. Viel schlimmer finde ich also viel schlimmer finde ich persönlich die Unternehmen, die auf Reichweite optimieren. Ich bekomme immer wieder Berichte, wo man sieht Ja, die Reichweite in dem Monat war über die App zu hoch, jetzt in den letzten Monaten etwas tiefer, jetzt wieder höher. Und ich sage immer Reichweite ist die. Aus meiner Sicht dienten nichtssagende Kennzahl.

Thomas Besmer
Reichweite heißt ja nur die Person hatte die Möglichkeit, die Werbung zu sehen. Muss aber nicht heißen, dass sie sie wahrgenommen hat. Das heißt Reichweite ist hat auch nichts mit Markenwahrnehmung oder Marken Bekanntheit zu tun. Also dann schon eher Likes oder Kommentare. Da kann man sich eher dran erinnern. Und ich bringe dann auch immer das Beispiel. Heute vor dem Meeting warst du sicher auf Instagram, hast dir Werbung angeschaut. Nenne mir drei Werbungen, die dir aufgefallen sind. Du kannst mir keine nennen, aber bei den Werbetreibenden bist du außer Reichweite aufgefallen.

Thomas Hutter
Also da geistern viele Dinge herum, wo man sich wirklich hinterfragen muss. Wird so auch tatsächlich was erreicht? Merkt man aber ja auch ganz gut, wenn man mal Kampagnen, ich sag mal innerhalb der gleichen Zielgruppe. Mit unterschiedlichen Zielsetzungen herausgibt. Das hat mit Reichweite noch was ganz andere Leute erreicht werden, also beispielsweise mit Videoaufrufen oder Marken Bekanntheit entsprechender Algorythmus hier natürlich auch wirkt und unter Umständen, gerade wenn ich auf Reichweite gehe, natürlich sehr sehr sehr schwammige Kennzahlen genutzt werden, weil eben, wie du gesagt hast, erreicht heißt ja noch nicht gesehen.

Thomas Besmer
Oder wahrgenommen die Hand oftmals auch in Kundengesprächen oder in Briefings. Wir möchten gerne die Marken Bekanntheit erhöhen. Man fragt dann, wie hoch die aktuelle Bekanntheit ist und um wie viele Prozentpunkte. Dann wird dann oftmals klar Wir haben momentan eine Reichweite von soundsoviel, wenn wir schalten. Oder bei der letzten Kampagne war die Reichweite so hoch. Und das hat dann nichts mit der Bekanntheit zu tun, weil eben in Reichweite ist. Das ist eine Chance. Dass man bei der Person eingeblendet wurde, heißt aber nicht, dass sie sie wahrgenommen hat. Wenn du jetzt im Produkt Entwicklungsteam von Meta arbeiten würdest, welches Werbe von Mord auf einer Meter Plattform oder sogar auf allen Plattformen würdest du umsetzen?

Thomas Hutter
Würde einen Hybrid haben wollen zwischen der Experience und dem Lead Form, also Funktionalität vom Lead Formen, mit dem mit der Möglichkeit, Formularfelder automatisiert auszufüllen und zu verarbeiten. Kombiniert mit den Möglichkeiten einer Instant Experience, was die Gestaltung anbelangt.

Thomas Besmer
Also dass man nach der Formulareingabe, je nachdem, was man eingegeben hat, auf eine andere Experience geleitet wird.

Thomas Hutter
Wäre eine Möglichkeit oder dass man entsprechend die Formulare Eingabe noch vorbereiten kann in dem Sinn, dass man ein Angebot an Produkte Dienstleistungen, was auch immer näher bringt und besser ausführen kann. Weil ich glaube, das ist jetzt im Moment gerade noch so ein bisschen der Schwachpunkt bei den beiden Lieder, dass ich zwar mit Videos arbeiten kann, aber darin dann irgendwo eingeschränkt bin, Finde ich ein hoch spannendes Format, wo man immer wieder tolle Resultate daraus sieht und das in Kombination, denke ich, wäre sehr, sehr stark Internet Experience.

Thomas Besmer
Jetzt sind ja die Vorbilder Erlebnis und das heißt, man bildet auf der Plattform, auf Facebook, Instagram wie eine Seite nach. Man hat einzelne Module mit, hätte mit Text, mit Bildern, mit Karussells, mit Locations, mit Productivity, wo man integrieren kann. Auch ein Formular oder ein Lied oder Liedchen Bereich kann man integrieren. 360 Grad Videos kann man integrieren, die allerdings nur auf Facebook ausgeliefert werden, nicht auf Instagram. Außer man hat sehr viele Möglichkeiten, damit den Nutzenden nicht auf die eigene Website kommen müssen, bei der man ja dann nur noch wenig Nutzer tracken kann oder die Art Devotion also eher schlecht ist an die Werbemittel. Das Schöne bei den Instant Experience Add ist, dass 100 % Trackback sind, weil eben alles auf der Plattform passiert. Und da zeigst du ja in den Seminaren auch immer wieder spannende Cases. Man findet ja auch in Creative Farb teilweise Narcos, die Netflixserie, die ein ewiges Long Island Experience Art gemacht hat mit einer Kokainspur. Oder auch andere Kollegen von uns, die Games entwickeln darauf oder so einfache Spiele drauf machen.

Thomas Besmer
Also es gibt sehr spannende Möglichkeiten rund um die Instant Experience und sicherlich eines der unterschätzten Formate auf der Plattform. Aus meiner Sicht vor allem für die Markenbildung und für die, ja insbesondere für die Markenbildung und Markenwahrnehmungen. Jetzt weniger für die Konversionskompagnien. Dort hab ich persönlich keine guten Erfahrungen gemacht, weil halt einfach ein Klick zu viel gemocht werden muss. Aber sonst würde ich sagen ein sehr spannendes Format. Und unsere Seminarteilnehmer und Teilnehmer oder Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind ja auch immer wieder begeistert und sagen dann auch im Nachgang, dass sie es entsprechend ausprobiert haben und gute Resultate erzielt haben. Wenn du drei Tipps den Werbetreibenden auf Meta für 20 23 mit auf den Weg geben kannst, welche drei Tipps werden das.

Thomas Hutter
Bestmögliche Tracking Voraussetzungen schaffen unter Berücksichtigung von Pixel und Conversions API? Das war sicherlich eines, dass wir genügend Signale haben, um überhaupt irgendwelche Dinge mit Rhythmus machen zu können. Great Views Unterschiedliche Kreative, sehr kreativ mit Motion Design, mit mit mit Video am nach Best Practice angepasst für die verschiedenen Platzierungen. Und damit auch auch ordentlich testen. Und als dritter Punkt Mut für mehr Budget. Warum? Das hat nichts damit zu tun, dass man von Facebook unbedingt noch mehr Geld da lassen muss für die Werbung oder Instagram, sondern viele Dinge sind ja reine Mathematik. Beispiele. Das heißt, wenn ich Conversions habe, wo mich der Konzern schon 50 € kostet und ich brauche aufgrund des Algorithmus 25 oder 50 und wahrscheinlich um aus einer Lernphase heraus zu kommen, dann brauche ich auch ein passendes Budget dazu. Und und da Monat für ein bisschen mehr, weil ich glaube, das kannst du auch bestätigen. Viele Dinge mit größeren Budgets funktionieren halt einfach besser.

Thomas Besmer
Definitiv funktionieren deutlich besser und vor allem man kann auch viel schneller und es kommen wieder zurück. Wieder auf das Testen. Man kann viel schneller testen, weil man eben schneller Resultate hat.

Thomas Hutter
Also das heißt nicht mit angezogener Handbremse, ich sag jetzt mal auf Meter Strassen herumeiern, sondern schlussendlich ich halte das aus. Entsprechende Budgets bereitstellen, die das auch mit Sicherheit abdecken, um danach dann aber auch besser skalieren zu können. Wenn man merkt, wie die Dinge funktionieren, dass man dann aber auch entsprechend hoch drehen kann und das wäre dann auch gleichzeitig der vierte Tipp Mehr in Richtung Leistung denken und weniger mit Jahresbudgets arbeiten, sondern a Quartals Budget so erfüllen, das Ziel bereitstellen. Und wenn man dann aber auch sieht, dass der Output entsprechend stimmt hoch drehen, solange die Plattform das hergibt.

Thomas Besmer
Bezüglich kreativ noch ein Input, dann die Zuhörerinnen und Zuhörer. Wir haben von der Hutter Consult AG haben wir so ein Create oder Performance Creative Framework entwickelt, das aus drei Ebenen besteht Einerseits in der strategischen Ebene und Storyebene und schlussendlich eine Kreation sebene. Das ist auch möglich in einem Tagesworkshop, dass wir gemeinsam die kreative Matrix durcharbeiten, also von den Bedürfnissen der Zielgruppe, über die Wünsche, über die Ziele, die die Zielgruppe hat, dann über die Story selbst. Also was ist der Hook? Wie kann man den Daumen stoppen? Man hat 1,7 Sekunden Zeit auf den Plattformen, um den Daumen der Zielgruppe zu stoppen. Wie kann man ihn stoppen? Wie kann man die Bedürfnisse abholen und die noch zu nennen schlussendlich zu einer Handlung bringen? Und dann über welche kreativen Elemente geht das? Gerne direkt bei mir melden oder auch bei Thoams Hutter, wenn ihr da Interesse habt für so ein Performance kreative Workshop, der einen Tag dauert. Unsere Kollegin Katharina Straub, die den mitentwickelt hat, und ich freuen uns, den Workshop bei euch durchführen zu dürfen.

 

 

 

Facebook: News, Tipps und Tricks zum Meta Ads Manager

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In diesem Artikel werden neue und weniger neue, jedoch nützliche Features im Meta Ads Manager beleuchtet: Was ein UTM Parameter bei Advantage+ Shopping-Kampagnen bewirkt und wie er eingerichtet wird sowie kein mühsames Suchen von Kampagnen durch die «Anpinnen»-Funktion und einer neuen Platzierungsmöglichkeit auf Instagram.

UTM-Parameter zum Verfolgen von Advantage+ Shopping-Kampagnen

Im Blogbeitrag Facebook: UTM-Tracking und dynamische Parameter richtig nutzen, sind wir tief auf das Thema UTM-Parameter eingegangen. Doch heute gibt es Neuigkeiten dazu: seit neustem kann man bei Advantage+ Shopping-Kampagnen einen benutzerdefinierten URL-Parameter «Audience Type» hinzufügen. Somit kann die Leistung der Shopping-Kampagne in Tracking-Tools von Drittanbietern, wie zum Beispiel Google Analytics, verfolgt werden.

Warum, dass das grossartige Neuigkeiten sind

Durch das Hinzufügen dieses Parameters können die Conversions in Google Analytics nach Kundentyp segmentiert werden. Meta fügt Informationen über neue und bestehende Kunden als Wert dieses Parameters hinzu. Die Daten können nach Bestandskunden und Neukunden aufgeschlüsselt werden. Anhand dieser Daten können fundierte Entscheidungen über die Zielgruppenausrichtung und die Budgetzuweisung getroffen werden, um die Leistung der Shopping-Kampagnen zu steigern.

Wie man den UTM-Parameter für die Advantage+ Shopping-Kampagne einrichtet

  1. In den «Kontoeinstellungen» der Anzeige gehen und nach dem Abschnitt «Advantage+ Shopping-Kampagnen» unten rechts suchen.
  2. Die gewünschten «Audience Type URL Parameters» festlegen. Hier können beispielsweise auch benutzerdefinierte Namen und Werte festgelegt werden.
  3. Der benutzerdefinierte Parameter wird soeben zu allen Advantage+ Shopping-Kampagnen hinzugefügt. Die anderen UTM-Parameter kann man weiterhin auf Anzeigenebene festlegen.

Kampagnen anpinnen

Ist nicht zwingend eine neue Funktion, aber durchaus nützlich. Wenn der Mauszeiger über den Namen der Kampagne bewegt wird, erhält man die Optionen Diagramme anzeigen, Bearbeiten, Duplizieren und Fixieren. Sobald eine Kampagne fixiert wird, wird sie zuoberst angezeigt inkl. dem blauen «Anpinnen»-Symbol. Es können mehrere Kampagnen angeheftet werden. Um die Fixierung aufzuheben, klickt man auf «Nicht mehr fixieren», mittels der Stecknadel am gleichen Ort. Die Funktion hilft vor allem als Organisationstool. Zum Beispiel kann man für sich die wichtigsten Kampagnen anpinnen. Somit entfällt das Scrollen und Filtern und das Wichtigste ist immer an erster Stelle. Wenn trotzdem der Filter benötigt wird, bleiben fixierte Kampagnen immer zuoberst.

«Fixier»-Funktion von Kampagnen | Quelle: business.facebook.com

«Fixier»-Funktion von Kampagnen | Quelle: business.facebook.com

Profil Feed Platzierung auf Instagram

Neustens kann man auswählen, dass Werbeanzeigen in Instagram Feed platziert werden können, was zuvor noch nicht möglich war. Das heisst, die Ads erscheinen nur im Feed von öffentlichen Instagram-Profilen von Personen ab 18 Jahren. Die Anzeigen werden von Meta dort platziert, wo es für die Personen am relevantesten ist. Gut zu wissen: wenn man die Advantage+ Platzierungen auswählt, wird der Instagram-Profil-Feed automatisch hinzugefügt.

Instagram Feed Platzierung | Quelle: business.facebook.com

Instagram Feed Platzierung | Quelle: business.facebook.com

Fazit

Die Neuen oder eben weniger neuen Features können im Alltag mit dem Werbeanzeigenmanager hilfreich und nützlich sein. Der Einsatz von UTM-Parametern ist aus unserer Sicht unabdingbar. Durch den Einsatz des neuen UTM Parameters erweitern sich die Möglichkeiten sinnvolle Werte zu sammeln und Berichte zu erstellen. Somit können neu Advantage Shopping+ Kampagnen über Drittanbieter wie Google Analytics verfolgt werden. Das saubere Integrieren der Parameter ist dafür eine unerlässliche Voraussetzung. Damit die wichtigen oder aktuell laufenden Kampagnen immer in «Sichtweite» bleiben, kann die «Fixier»-Funktion helfen. Die Aktivierung der Profil-Feed auf Instagram Platzierung kann die Anzeigenauslieferung und -reichweite erhöhen. Dies kann zu niedrigeren CPMs (Preis-pro-1000-Impressionen) führen und die Gesamtleistung der Kampagnen verbessern. Now: Try out und Erfahrungen sammeln!


Google: Retargeting Möglichkeiten für Google Kampagnen

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Für jeden, der Google-Kampagnen schaltet, ist die Nutzung der vielfältigen Targeting-Optionen ein Muss – insbesondere beim Retargeting. Es gibt unzählige Möglichkeiten, interessierte Nutzer über Google wieder anzusprechen, seien es Besucher einer bestimmten Webseite, YouTube-Abonnenten oder sogar Kundenlisten. Den meisten Werbetreibenden ist jedoch nicht bewusst, wie leicht zugänglich diese Optionen sind. In diesem Beitrag schauen wir uns die Besonderheiten der Retargeting-Möglichkeiten bei Google an und wie man diese einrichtet.

Zielgruppenverwaltung

Unter der Zielgruppenverwaltung können die Zielgruppensegmente, -quellen und -informationen eingesehen und verwaltet werden. Neue Zielgruppensegmente und -quellen lassen sich so ganz einfach erstellen und bearbeiten. Die Zielgruppenverwaltung ist hier zu finden:

Übersicht Google Ads | Quelle: Screenshot Google Ads

Übersicht Google Ads | Quelle: Screenshot Google Ads

Im Google Ads Konto, rechts oben auf Tools und Einstellungen klicken.

Tools und Einstellungen | Quelle: Screenshot Google Ads

Tools und Einstellungen | Quelle: Screenshot Google Ads

Unter «Gemeinsam genutzte Bibliothek» die Zielgruppenverwaltung anwählen.

Segmente mit selbst erhobenen Daten

Unter Segmente, ist der Reiter «Segmente mit selbst erhobenen Daten» anwählbar, worunter verschiedene Gruppen erstellt werden können:

  • Websitebesucher
  • App-Nutzer
  • YouTube-Nutzer
  • Kundenliste
Möglichkeiten, um Remarketing-Listen zu erstellen | Quelle: Screenshot Google Ads

Möglichkeiten, um Remarketing-Listen zu erstellen | Quelle: Screenshot Google Ads

Websitebesucher

Die erste Möglichkeit besteht darin, Leute erneut anzusprechen, welche eine Website oder eine bestimmte Landing Page besucht haben.

Remarketing Zielgruppe von Websitebesuchern | Quelle: Screenshot Google Ads

Remarketing Zielgruppe mit Website-Nutzern | Quelle: Screenshot Google Ads

Zunächst muss man den Google Tag als Quelle auswählen und unter «Massnahmen» die Aktion anwählen, welche die Leute durchführen müssen, um in die Zielgruppe aufgenommen zu werden. Die standardmässige Aktion zielt auf alle Websitebesucher der letzten 30 Tage ab. Der Zeitrahmen kann je nach Bedarf der Kampagne erweitert werden. Diese Aktion kann auch verfeinert werden (z. B. auf Nutzer, die nur eine bestimmte URL besucht haben), ausserdem können weiter Aktionen, welche die obere ergänzen (UND) oder diese weiter einschränken (UND), hinzugefügt werden.

Wenn möglich, ist es sinnvoll, der Zielgruppe eine 30 Tage «Vorlaufzeit» zu geben – auf diese Weise ist die Zielgruppe nicht völlig leer beim Kampagnenstart.

App-Nutzer

Dies sind Personen, welche die eigene App installiert haben und in diesen Segmenten enthalten sind. Dadurch können diese Menschen dann die Anzeigen sehen, während sie andere Apps im Google Display-Netzwerk nutzen.

Remarketing Zielgruppe mit App-Nutzern | Quelle: Screenshot Google Ads

Remarketing Zielgruppe mit App-Nutzern | Quelle: Screenshot Google Ads

Zunächst kann die App aus der Dropdown-Liste ausgewählt werden. Wenn die App noch nicht verbunden ist, gibt es hier eine Option zum Verknüpfen des Kontos. Dann können die spezifischen Nutzeraktionen ausgewählt werden – allerdings muss man bereits Aktionen in der App erfasst haben, damit diese Option verfügbar ist.

YouTube-Nutzer

Eine grossartige Option für Unternehmen, die auf YouTube aktiv sind. Sie ermöglicht das Retargeting aller Personen, welche mit dem YouTube-Kanal oder bestimmten Videos interagiert haben.

Remarketing Zielgruppe mit App-Nutzern | Quelle: Screenshot Google Ads

Remarketing Zielgruppe mit App-Nutzern | Quelle: Screenshot Google Ads

Remarketing Zielgruppe mit Nutzern, welche bestimmte Videos wiedergegeben haben | Quelle: Screenshot Google Ads

Remarketing Zielgruppe mit Nutzern, welche bestimmte Videos wiedergegeben haben | Quelle: Screenshot Google Ads

Zunächst muss der verlinkte YouTube-Kanal in der Dropdown-Liste ausgewählt werden. Dann gibt es eine grosse Auswahl an Benutzeraktionen, aus denen man wählen kann. Für Kampagnen mit grösseren Budgets und Reichweiten kann eine breitere Aktion und ein grösserer Zeitrahmen gewählt werden – und umgekehrt.

Zu den verfügbaren Aktionen gehören:

  • Personen, die ein beliebiges Video/eine beliebige Anzeige angesehen,
  • ein bestimmtes Video/eine bestimmte Anzeige angesehen,
  • den Kanal abonniert,
  • die Kanalseite besucht,
  • ein beliebiges Video gelikt,
  • ein beliebiges Video zu einer Wiedergabeliste hinzugefügt,
  • ein beliebiges Video geteilt haben.

Bei den Aktionen, welche mit den Videos zu tun haben, kann man ein Video auswählen oder mehrere, mit denen die Leute interagiert haben.

Kundenliste

Dieses Segment wird auf der Grundlage der Kundenabgleichsfunktion von Google Ads erstellt. Kundensegmente bieten die Möglichkeit, Kontaktinformationen hochzuladen (z. B. E-Mail-Adressen oder Postleitzahlen), um diesen Leuten Anzeigen zu schalten, während sie im Google-Netzwerk unterwegs sind, wie Google Search oder YouTube.

Remarketing Zielgruppe über Kundenliste | Quelle: Screenshot Google Ads

Remarketing Zielgruppe über Kundenliste | Quelle: Screenshot Google Ads

Der Datentyp muss ausgewählt und dann die CSV-Datei nach Bedarf formatiert werden (hier findet man die Google-Vorlage). Und schon hat man die Kundendaten hochgeladen, so einfach ist das.

Achtung! Bei der Verwendung von Kundenlisten ist es wichtig, die DSGVO zu berücksichtigen.

Benutzerdefinierte Kombination

Solche Segmente werden erstellt, wenn mindestens zwei Datensegmente kombiniert werden. Nehmen wir zum Beispiel an, es gibt ein Segment mit hochwertigen Käufern und eines mit Nutzern, die in den letzten 30 Tagen Einrichtungsgegenstände gekauft haben. Diese können dann kombiniert werden, um potenzielle Käufer für hochwertiger Dekoration anzusprechen.

Benutzerdefinierte Kombination | Quelle: Screenshot Google Ads

Benutzerdefinierte Kombination | Quelle: Screenshot Google Ads

Fazit

Heutzutage gehen zu viele potenzielle Kunden auf der Customer Journey verloren, weil sie von all den Optionen überwältigt sind. Die Verwendung von Retargeting-Gruppen ist jedoch eine grossartige Möglichkeit, einen Full-Funnel-Ansatz in die bezahlte Werbung zu integrieren und interessierte Zielgruppen wiederzufinden. Wir haben einige interessante und einfache Möglichkeiten für den Einstieg in das einfache Retargeting bei Google aufgezeigt.

Co-Author: Margo Nichol Steiner

Meta: Targeting im Luxus- und High End Segment. Wie erreiche ich wohlhabende Kunden?

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Obwohl die Communities von Luxusmarken, sowie die sogenannte «brand love», die diesen auf sozialen Netzwerken entgegengebracht wird, im Vergleich zu anderen Branchen sehr hoch ist, fragen sich Werbetreibende in der Luxusbranche doch immer wieder, ob sie tatsächlich eine kaufkräftige Zielgruppe ansprechen.

Wo man es in den U.S.A etwas einfacher hat und Zielgruppen auf Haushaltseinkommen einrichten kann, braucht es andernorts wie bei uns andere Lösungen, um die gut Betuchten zu erreichen.

Targetingoptionen in den Vereinigten Staaten | Quelle: Werbeanzeigenmanager

Targetingoptionen in den Vereinigten Staaten | Quelle: Werbeanzeigenmanager

Folgend sind Tipps aufgezeigt, wie Marketer im High End und Luxussegment eine wohlhabende Zielgruppe erreichen mittels Targeting mit Broad Audiences, Custom Audiences und Lookalike Audiences.

Möglichkeiten anhand von Broad Audience Targeting

Vorab muss gesagt werden, dass einer der grössten Fehler, der uns beim Broad Audience Targeting immer wieder begegnet, ein reines Einrichten der Zielgruppen auf Interessen nach Themen wie Luxusgüter und -marken, ist. Hier muss man sich zwingend die Frage stellen, ob die beispielsweise über fünfzig Millionen Follower von Louis Vuitton, die sich für die Luxusmarke interessieren, sich diese auch tatsächlich leisten können.

Mit den detaillierten Targeting Optionen von Meta ausserhalb reiner Interessen, stehen aber diverse bessere Optionen zur Verfügung, die Zielgruppe insofern zu definieren, damit man tatsächlich möglichst viele wohlhabende Personen erreicht.

Standardeinstellungen

Bei den Standardeinstellungen kann man bereits das Alter der Zielgruppe auf 30 Jahre und mehr eingrenzen, da man mit zunehmendem Alter von einem steigenden Einkommen ausgehen kann.

Was den Standort angeht, so lohnt sich eine Recherche zu den Postleitzahlen mit den höchsten Mietpreisen und Grundstückswerten. Im gewünschten Bewerbungsgebiet kann man jene Postleitzahlen auf «Personen, die an diesem Ort wohnen» einstellen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Personen, die in Gebieten mit den höchsten Mietpreisen bzw. Grundstückswerten leben, über ein höheres Einkommen verfügen.

Standorte Meta | Quelle: Werbeanzeigenmanager

Standorte Meta | Quelle: Werbeanzeigenmanager

Detailliertes Targeting

Beim detaillierten Targeting können wir weiter auf demografische Merkmale wie Bildungsgrad oder Verhalten von Personen setzen, die auf Wohlstand deuten.

Beispiele hierfür sind:

  • Ausbildungsgrad: Menschen mit Hochschulabschlüssen wie Bachelor und darüber, wie beispielsweise Masterabschluss oder Doktortitel kann man an dieser Stelle ebenfalls einrichten. In der Gesamtheit betrachtet steigt mit höherem Ausbildungsniveau auch das Einkommen.
Detailliertes Targeting Meta | Quelle: Werbeanzeigenmanager

Detailliertes Targeting Meta | Quelle: Werbeanzeigenmanager

  • Vielreisende: Man kann hier auf Nutzer einrichten, deren Aktivitäten auf Facebook andeuten, dass sie häufig reisen. Man kann bei Vielreisenden nämlich von einem höheren Einkommen ausgehen.
  • Obwohl Informationen zu Berufsbezeichnungen und hinterlegten Branchen in Profilen auf Meta mit Vorsicht zu geniessen sind, kann man hier ebenfalls nach höheren Jobtiteln einstellen.
Detailliertes Targeting nach Berufsbezeichnungen | Quelle: Werbeanzeigenmanager

Detailliertes Targeting nach Berufsbezeichnungen | Quelle: Werbeanzeigenmanager

Da es zudem in den meisten Ländern grosse Lohnunterschiede nach Branche gibt, lohnt sich hier ebenfalls eine kurze Recherche und ein Einstellen der Branchen mit den höchsten Gehältern. In der Schweiz wären dies beispielsweise die Pharmaindustrie, Banken und die IT-Branche.

Auch hier muss man beim Einrichten der Zielgruppen unbedingt auf eine geeignete Zielgruppengrösse achten.

Die Ausschlüsse

Auch bei den Ausschlüssen besteht die Möglichkeit, beispielsweise die günstigsten Wohngebiete im definierten Bewerbungsradius auszuschliessen, sowie Werbetreibende im detaillierten Targeting die Zielgruppen weiter auf kaufkräftige Personen einschränken können.

  • Ausbildungsgrad: Bei Studenten kann man in der Regel von einer niedrigeren Verfügbarkeit finanzieller Mittel ausgehen sowie einem niedrigeren Einkommen.
  • Nach Gerät: Ältere Geräte ausschliessen

Möglichkeiten mithilfe von Lookalike Audiences

Lookalike Audience erstellen Meta | Quelle: Werbeanzeigenmanager

Lookalike Audience erstellen Meta | Quelle: Werbeanzeigenmanager

Mit statistischen Klonen von tatsächlichen Kunden können Unternehmen neue kaufkräftige Kunden ansprechen. Für Unternehmen, die im High End- oder Luxussegment einen Onlineshop und das Meta Pixel eingerichtet haben oder eine App mit Verkaufsfunktion betreiben, besteht die Möglichkeit Lookalike Audiences auf Basis von Custom Audiences zu erstellen. Diese statistischen Zwillinge können anhand von Onlinekunden oder Mobile App Kunden aus tatsächlichen Onlineverkäufen aus den letzten (maximal) 180 Tagen generiert werden. Voraussetzung hierfür ist eine Zielgruppengrösse von mindestens 100 Kunden bei der Basis (wir empfehlen 1’000 oder mehr); der Custom Audiences.

Diese Lookalike Audiences können zielgerichtet nach Verkaufswert oder wiederholtem Einkauf eingerichtet werden, was eine gezielte Vermarktung von Produkten aus dem Eintrittssegment einer jeweiligen Marke erlaubt, aber auch von einer Neukundenansprache bei höherpreisigen Produkten.

Möglichkeiten von Custom Audiences

Website Custom Audiences

Wie in anderen Branchen auch, lohnt es sich Retargeting Kampagnen auf Basis von Personen zu erstellen, die auf der Website oder der App des Luxusunternehmens Produkte angesehen oder in den Warenkorb gelegt haben. Hier bestehen ideale Möglichkeiten, Käufe anzuregen, aber auch Cross- und Upselling bei bestehenden Kunden zu betreiben.

Schwieriger gestaltet es sich hingegen beim Retargeting von Gütern im höheren Luxussegment oder bei der Vermarktung von Produkten die lange Kaufentscheidungsprozesse mit sich bringen oder mit einem langen Zeitraum bis zum erneuten Kauf einhergehen. Hierunter fallen zum Beispiel Autos, Luxusuhren, Juwelen oder aber beispielsweise auch hochpreisige Wohnungsartikel. Doch auch für diese Fälle bietet Meta gute Möglichkeiten für Marken mit einer gut gepflegten CRM-Datenbank, die das Repurchase Behaviours in ihrem Segment gut kennen – Kundendaten können verschlüsselt hochgeladen werden und so können Kunden, die vor zwei Jahren ein Produkt gekauft haben und kurz vor einem Neukauf stehen, zielgerichtet wieder angesprochen werden. Die Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen sowie das Einholen der Zustimmung der Personen basierend auf den Datenschutzbestimmungen der Firmenwebsite bzw. bei sonstiger Aufnahme der Daten in einem Verkaufsgeschäft beispielsweise.

Fazit

Als Marke im High End oder Luxussegment sollte man seinen Erfolg auf Facebook und Instagram nicht rein an Followern und Engagement messen müssen – sondern vielmehr auf erfolgreiches Campaigning setzen und an den daraus resultierenden Verkäufen, also effektiven betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

Weiterführende Quellen, die beim Targeting im High End oder Luxusbereich hilfreich sein können:

Schweiz:

  • Bundesamt für Statistik: Steuerbares Einkommen pro Steuerpflichtigem/-r nach Region
  • Bundesamt für Statistik: Durchschnittlicher Mietpreis pro m2 in Franken nach Zimmerzahl und Kanton
  • Bundesamt für Statistik: Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert und Quartilbereich) nach Lebensalter, beruflicher Stellung und Geschlecht – Privater und öffentlicher Sektor zusammen
  • Bundesamt für Statistik: Monatlicher Bruttolohn nach Ausbildung und beruflicher Stellung – Privater und öffentlicher Sektor zusammen – Schweiz

Deutschland:

Österreich:

Facebook: Mit abgelehnten Werbeanzeigen umgehen und mit diesen Tipps verhindern

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Auch im Alltag einer Agentur kommt es immer wieder vor, dass Anzeigen von Meta automatisch abgelehnt werden. Manchmal berechtigt, manchmal nicht. Die Korrektur ist ein mühseliger Mehraufwand, der mit den untenstehenden Tipps verringert werden kann. In diesem Artikel wird erst auf den Überprüfungsprozess eingegangen und es wird erklärt, wie eine manuelle Überprüfung beantragt werden kann.

Anmerkung: viele der nachfolgenden Inhalten können auch in der Podcastfolge Facebook Werberichtlinien angehört werden.

Wie lehnt Meta Werbeanzeigen ab?

Nach erstmaliger Veröffentlichung einer Facebook- oder Instagram-Anzeige, wird sie sofort in die Überprüfungswarteschlange von Meta gestellt. Dabei handelt es sich um einen automatischen Überprüfungsprozess, der innert 24 Stunden zur Annahme oder Ablehnung der Werbeanzeige führt. Meist geht die Überprüfung recht schnell und erfolgt schon in der ersten Stunde nach Veröffentlichung. Wie die Prüfung genau funktioniert, kann in diesem Blogartikel nachgelesen werden. Meta geht es darum, das Erlebnis für alle Beteiligten (Werbende, Werbekonsumenten und Facebook als Plattform) so gut wie möglich zu gestalten. Um schon bei der ersten automatischen Überprüfung durchzukommen und langwierige Korrekturschleifen zu vermeiden, ist es am besten, wenn von Anfang an die Richtlinien von Meta und einige weitere Dinge beachtet werden.

Was tun, wenn Werbeanzeigen abgelehnt werden?

Wenn eine Anzeige von Meta abgelehnt wurde, ist dies im Werbekonto auf der Anzeigenebene unter der Spalte Auslieferung ersichtlich. Sofern die Benachrichtigungen im Konto aktiviert sind, sendet Meta eine E-Mail-Benachrichtigung mit dem Ablehnungsgrund. Zur Lösung des Problems gibt es zwei Optionen: Die Werbeanzeige kann im Werbeanzeigenmanager nochmals überarbeitet und erneut veröffentlicht werden, oder es wird direkt eine manuelle Überprüfung der Anzeige beantragt. Wird die Anzeige überarbeitet und veröffentlicht, gelangt sie nochmals in die automatische Überprüfung.

Überprüfung von Werbeanzeigen im Werbeanzeigenmanager beantragen | Quelle: Facebook Werbeanzeigenmanager

Überprüfung von Werbeanzeigen im Werbeanzeigenmanager beantragen | Quelle: Facebook Werbeanzeigenmanager

Ein weiterer Weg, wie alle abgelehnten Werbeanzeigen auf einen Blick gefunden werden können, ist der Bereich Kontoqualität. Die Kontoqualität ist im Business Manager angesiedelt und kann im Werbeanzeigenmanager über das Zahnrad (Unternehmenseinstellungen) oder mit dem Direktlink www.facebook.com/accountquality gefunden werden. Wird eine Werbeanzeige bei der automatischen Überprüfung ungerechtfertigt abgelehnt, kann auch hier mittels des Buttons «Überprüfung beantragen» eine manuelle Überprüfung bei Meta beantragt werden.

Überprüfung von Werbeanzeigen in Kontoqualität beantragen | Quelle: Facebook Unternehmenskontoeinstellungen

Überprüfung von Werbeanzeigen in Kontoqualität beantragen | Quelle: Facebook Unternehmenskontoeinstellungen

Tipp: Oft werden Anzeigen abgelehnt, weil bei der Erstellung vergessen wurde, die richtige «Spezielle Anzeigekategorie» auf Kampagnenebene anzuwählen. Als Auswahl gibt es die Kategorien Kredite, Jobangebote, Wohnraum und Wahlwerbung, beziehungsweise Werbung zu politisch oder gesellschaftlich relevanten Themen.

Spezielle Anzeigekategorien | Quelle: Facebook Werbeanzeigenmanager

Spezielle Anzeigekategorien | Quelle: Facebook Werbeanzeigenmanager

Bringen die erneute Bearbeitung der Anzeige und eine manuelle Überprüfung keinen Erfolg, gibt es als finale Möglichkeit noch den Meta Support. Auf der Webseite www.facebook.com/business/help/support können alle zugriffsberechtigten Werbekonten ausgewählt werden. Nach Auswahl des Werbekontos mit der abgelehnten Anzeige kann in einem nächsten Schritt unter vielen Weiteren das Thema «Meine Werbeanzeige wurde abgelehnt» ausgewählt werden. Meta eröffnet ein Support Ticket. Der Support meldet sich anschliessend via Facebook-Messenger. Hier ist es wichtig im Messenger angemeldet zu sein, denn wird nicht zeitnah auf die Messenger-Nachricht des Meta-Supports geantwortet, schliesst dieser die Chat-Unterhaltung wieder und der ganze Prozess muss erneut gestartet werden.

Support Thema auswählen | Quelle: Meta Business Support

Support Thema auswählen | Quelle: Meta Business Support

Was wird beim veröffentlichen von Werbeanzeigen alles geprüft?

Als erstes wird das Werbemittel selbst (Bilder, Videos, Texte, Links und so weiter) geprüft. Ebenso wird die Account-History angeschaut. Hatte der Account in der Vergangenheit viele Ablehnungen, schaut der Algorithmus genauer hin. Werden vermehrt Anzeigen abgelehnt, steigt die Wahrscheinlichkeit automatischer Ablehnungen von neuen Anzeigen bis hin zur Sperrung des Werbekontos oder sogar des privaten Facebook-Profils. Was viele jedoch nicht wissen: auch die Landingpage, auf welche die Werbeanzeige verlinkt inklusive deren Unterseiten kommen unter die Lupe. Passt der Inhalt der Landingpage nicht zu der Werbeanzeige oder verstossen er oder der Inhalt der Unterseiten gegen die sogenannten Facebook-Gemeinschaftsstandards, kommt es zu einer Ablehnung. Bei den Gemeinschaftsstandarts geht es um Themen wie Spam, Hassrede, gewalttätige Inhalte, Urheberrechte und vieles mehr. Grundsätzlich gelten alle Richtlinien für Werbeanzeigen, auf welche im Artikel nachfolgend eingegangen werden, auch für die Texte, Bilder und Videos der verlinkten Seiten und Unterseiten. Wenn nicht gerade Werbung für Produkte wie Finanzkredite, Glückspiele, Dating-Themen oder Medikamente geschalten wird, werden die meisten dieser Richtlinien mit ein wenig gesundem Menschenverstand so oder so eingehalten. Es lohnt sich aber durchaus die Gemeinschaftsstandards und Werberichtlinien von Facebook einmal anzuschauen.

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Werbeanzeige darauf verlinkt, was in der Anzeige versprochen wurde. Dies leuchtet ein, Stolperfallen gibts trotzdem einige. Ein Beispiel: Die Anzeige wird abgelehnt, weil sie auf einen Produktekatalog verlinkt, der ebenfalls Artikel enthält wie Feuerwerk, welches Meta als Waffe einstufen könnte. So etwas erfordert in manchen Fällen mühselige Detektivarbeit. Ein häufiger Ablehnungsgrund ist die Verlinkung auf sogenannte nicht funktionale Landingpages. Eine nicht funktionale Landingpage ist:

  • eine im Aufbau befindliche Seite, eine fehlerhafte Seite oder eine Seite die nicht Verfügbar ist (404 Fehlercode),
  • eine Seite, die nicht weltweit verfügbar oder geografisch eingeschränkt ist,
  • eine Seite, welche Warnungen bezüglich der Sicherheit der Website enthält,
  • eine Seite, auf welcher der Nutzer dazu aufgefordert wird, unerwartete Programme oder Software herunterzuladen, um auf die Inhalte zugreifen zu können,
  • eine Seite mit Inhalten, die verhindern, dass Personen zu anderen Seiten navigieren können. Darunter fallen beispielsweise PDFs- oder auch Bilder (JPEG-Dateien).

Quelle: Facebeook Transparency Center

Pop-Up-Fenster könnten von Meta ebenfalls als nicht funktionale Landingpage gewertet werden. Beispiel: Die Anzeige verlinkt auf das entsprechende Produkt. Wenige Sekunden nachdem die Seite geladen ist, erscheint ein Pop-Up-Bild mit einer Rabatt-Aktion und einem ganz kleinen X oben rechts im Bild zum Minimieren des Fensters. Schon ist es passiert und der Nutzer befindet sich auf einer nicht funktionalen Landing Page. Übrigens, auf Facebook selbst zu verlinken, ist ebenfalls verboten. Das heisst, eine Werbeanzeige darf nicht verwendet werden, um die eigene Facebook-Gruppe, Unternehmensseite oder einen bevorstehenden Facebook-Event zu bewerben. Dafür gibt es auf Facebook andere Werbemöglichkeiten.

Was es bei der Erstellung von Anzeigetexten zu beachten gilt

Ein gemeinsames Thema verbindet viele der Wörter und Sätze, die Meta in Anzeigen verbietet: Sie beziehen sich auf persönliche Attribute. Meta verbietet persönliche Attribute in Anzeigentexten, da sie als aufdringlich empfunden werden können oder den Nutzern das Gefühl gibt, gezielt angesprochen zu werden. Neben persönlichen Attributen gibt es noch einige weitere Themen zu beachten. Es folgen die einzelnen Kategorien inklusive einiger Alternativen, mit denen Anzeigeablehnungen vermieden werden können:

Vornamen

In vielen Marketingkanälen wie E-Mail oder SMS ist die Verwendung der Vornamen der Kunden eine gute Möglichkeit, der Nachricht eine persönliche Note zu verleihen. Bei Werbung auf Meta-Plattformen ist diese Art der Personalisierung jedoch nicht erlaubt!

Abgelehnt wird: «Laura, besorgen Sie sich individuelles Briefpapier mit Ihrem Namen drauf!»

Was wäre also eine Möglichkeit, um die Zielgruppe trotzdem direkt anzusprechen? Beispielsweise so: «Wir fertigen Briefpapier mit Ihrem Namen an.»

Religiöse Zugehörigkeit

Wie Alter und Rasse ist auch die Religion ein zulässiges Thema für Werbetexte, solange es nicht zu persönlich wird. Vermieden werden sollten Formulierungen wie «Knüpfen Sie Kontakte zu anderen christlichen Eltern». Ohne das persönliche Element (Kontakt zu anderen) ist der Text wieder zulässig und könnte so lauten: «Treffen Sie hier christliche Eltern».

Altersangaben

Grundsätzlich verbietet Meta Altersangaben in Anzeigentexten nicht. Die Anzeige darf jedoch nicht implizieren, dass die Person, welche die Anzeige liest, ein bestimmtes Alter hat oder einer bestimmten Altersgruppe angehört. Das bedeutet, dass Dinge wie «Treffen Sie sich mit anderen Teenagern» oder «Jetzt, wo Sie in Ihren 40ern sind, brauchen Sie dieses Produkt» nicht zugelassen werden.

Um diese Art von Sprache zu verwenden, ohne dass die Anzeige beanstandet wird, muss wieder das persönliche Element aus dem Text entfernt werden. Die Zielgruppe zum Beispiel aufzufordern, «Senioren zu treffen» und im Targeting die entsprechende demografische Altersgruppe einzustellen, stellt sicher, dass die Anzeige relevant ist.

Rassistische Beschreibungen

Ebenso ist es in Ordnung, bestimmte Rassen oder Ethnien in Facebook-Werbeanzeigen zu erwähnen, vor allem, wenn Personen angesprochen werden, die sich mit einer bestimmten Gruppe identifizieren. Es ist jedoch wichtig, die Rasse auf neutrale Art und Weise zu erwähnen.

Nicht in Ordnung ist: «Treffen Sie andere hispanische Unternehmer in Ihrer Nähe».

Ein Anzeigentext, der etwa so lautet: «Schliessen Sie sich mit hispanischen Geschäftsinhabern zusammen» ist wiederum ok.

Geschlechtsidentitäten

Menschen mit einer bestimmten Geschlechtsidentität sollten nicht in einer Anzeige angesprochen werden. Auch allzu persönlichen Fragen wie «Überdenken Sie Ihre Geschlechtsidentität?» sollten vermieden werden.

Ein inklusiverer Anzeigetext, der das Publikum dazu ermutigt «an einem wöchentlichen Treffen für nicht-binäre Menschen teilzunehmen», wäre eine zulässige Alternative.

Sexuelle Orientierungen

Nicht überraschend gilt die gleiche Regel, wenn Interessenten mit einer bestimmten sexuellen Orientierung angesprochen werden sollen.

Unzulässig: «Möchten Sie andere Lesben kennenlernen?»

Dieser Ansprachetext begeht gerade mehrere Meta No-Gos. Erstens ist die Anzeige eine Unterstellung, da der Text suggeriert, dass die angesprochene Person lesbisch ist. Zweitens ist eine solche Werbeanzeige eine Diskriminierung, weil sie sich nur an lesbische Personen richtet, was die Werbetreibende Person dahinter ja nicht wirklich wissen kann, beziehungsweise nicht wissen dürfte. Drittens könnte auch noch das Wort «andere» als nicht zulässig eingestuft werden, da es impliziert, dass der Werbetreibende die gleiche sexuellen Orientierung wie die angesprochene Person hat.

Ein zulässiger Text wäre: «Treffen Sie Lesben in unserem neu renovierten Club».

Die folgende Anzeige ist ein gutes Beispiel, wie Personen aus der «Queer-Community» korrekt und sogar noch mit vielen passenden Emojis direkt angesprochen werden können:

Facebook Ad Place2be.Berlin | Quelle: Facebook Ads Library

Facebook Ad Place2be.Berlin | Quelle: Facebook Ads Library

Psychische Gesundheit und körperliche Behinderungen

Bei Hilfe für Menschen mit psychischen Problemen oder körperlichen Behinderungen, darf ja nicht der Eindruck vermittelt werden, als ob die Werbetreibenden wüssten, womit diese Menschen zu kämpfen haben. Auch hier gilt, persönliche Ansprachen, wie im folgenden Text, sind nicht OK: «Haben Sie mit Depressionen zu tun?»

Der Trick ist es, die eigenen Produkte und Dienstleistungen in den Vordergrund zu stellen, ohne zu suggerieren, dass diese für die Zielgruppe geeignet sind. Ein gutes Beispiel dafür wäre: «Wir sind auf die Behandlung von Depressionen spezialisiert».

Finanzieller Status

Meta verbietet es Werbetreibenden nicht, für Produkte und Dienstleistungen zu werben, die finanzielle Schwierigkeiten beheben. Es darf aber nicht angedeutet werden, dass der finanziellen Status der Zielgruppe bekannt ist. Unzulässig wäre der Text: «Haben Sie vor, Konkurs anzumelden?» Auch hier gilt es wieder hauptsächlich die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Beispiel: «Unsere Finanzprodukte sind für den Umgang mit Schulden konzipiert». In manchen Fällen muss eine Anzeige einer speziellen Kategorie zugeordnet werde. Einzelheiten dazu folgen weiter unten im Artikel.

Die nachfolgende Anzeige spricht zuerst klar vom eigenen Produkt «Autoleasing ohne Bank» und nennt dann die Anwendungsfälle «bei Betreibung, etc.» in einer indirekten Ansprache, ohne den finanziellen Status der Zielgruppe direkt zuzuschreiben:


Facebook Ad EuropeanCar.CH | Quelle: Facebook Ads Library

Strafregister oder Vorgeschichte

Auch bei Dienstleistungen, die sich an Menschen mit Vorstrafen richten, darf die/der Werbetreibende nicht andeuten, über deren Status Bescheid zu wissen. Aussagen wie: «Wir haben schon vielen anderen verurteilten Straftätern wie Ihnen geholfen» sind ein absolutes No-Go. Es gelten die gleichen Richtlinien wie für das Schreiben über den finanziellen Status. Der Fokus sollte auf den eigenen Dienstleistungen und nicht auf den Kunden liegen. In einer Anzeige könnte zum Beispiel stehen: «Unsere Dienstleistungen sind darauf ausgerichtet, frühere Straftaten hinter sich zu lassen.»

Wahlbeteiligung

Werbetreibende für politische Organisation, kommunale Gruppen oder gewählte Kandidaten möchten die Wähler vielleicht dazu ermutigen, wählen zu gehen. Das ist natürlich in Ordnung. Aussagen darüber zu machen, ob eine Person registriert ist oder gewählt hat, ist auf Meta-Plattformen jedoch verboten. Beispiel: «Sie haben noch nicht abgestimmt! Verpassen Sie nicht Ihre Chance!» Stattessen könnte das Publikum dazu ermutigt werden, sich über die nächsten Wahlen zu informieren: «Lesen Sie die Wahlempfehlung der Partei … , jede Stimme zählt!».

Die untenstehende Werbeanzeige von Gian Brun spielt mit den Meta-Richtlinien. Sie behauptet nicht, dass die Zielperson verpasst hat zu wählen, sondern formuliert diese Aussage als Frage. Anschliessend folgt eine allgemeine Information, die erklärt, bis wann gewählt werden kann. Diese Anzeige ist demnach zulässig, obwohl darüber debattiert werdenden könnte, ob die Anzeige impliziert, dass die angesprochene Zielgruppe wählen kann.

Facebook Ad Gian Brun | Quelle: Facebook Ads Library

Facebook Ad Gian Brun | Quelle: Facebook Ads Library

Mehr Informationen über politische Ads und den speziellen Autorisierungsprozess von Meta gibt es im Artikel Mehr Kontrolle über politische Ads.

Gewerkschaftsmitgliedschaften

Unabhängig davon, ob Personen angesprochen werden, die bereits einer Gewerkschaft angehören, oder Personen, die noch nicht Mitglied sind, darf deren Mitgliedschaftsstatus nicht impliziert werden. «Haben Sie Probleme mit Ihrem Gewerkschaftsvertreter?» würde implizieren, dass die angesprochene Person bereits ein Mitglied ist, geht also nicht.

Anzeigentexte sollten stattdessen so «breit» wie möglich gestaltet werden, etwa so «Unsere Gewerkschaft unterstützt Mitglieder seit 1990 mit Stolz».

Offene oder angedeutete Obszönität

Wenn es zur Zielgruppe passt, können in organischen Inhalten auf der eigenen Facebook-Seite durchaus Schimpfwörter verwendet werden. Meta erlaubt jedoch keine Schimpfwörter in bezahlten Inhalten, selbst wenn sie die Zielgruppe ansprechen oder die Botschaft dadurch verstärkt würde. Wenn ein Anzeigentext Schimpfwörter enthält, ist es am besten, diese zu entfernen und die Botschaft zu überarbeiten. Ein kreativer Geist könnte versucht sein, die Wörter zu maskieren, indem einzelne Buchstaben durch Symbole ersetzen werden. Das sollte ebenfalls gleich schon von Anfang an unterlassen werden, da Meta keine Fluchwörter in Anzeigen zulässt, nicht mal angedeutete.

Soziale und politische Themen

Wenn die eigene Organisation und der eigene Facebook-Account nicht berechtigt ist Anzeigen zu sozialen und politischen Themen zu schalten, darf in Anzeigetexten keine sozialen und politischen Themen erwähnt werden. Das Spektrum reicht hier von Kommunalwahlen bis hin zum Klimawandel. Um Anzeigen zu diesen Themen schalten zu können, muss zunächst ein Genehmigungsverfahren bei Meta durchlaufen werden. Nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens muss die Anzeige-Kampagne einer der speziellen Anzeigenkategorien von Meta zugeordnet werden, nämlich soziale Themen, Wahlen oder Politik. Bei Veröffentlichung einer solchen Kampagne werden die Anzeigen automatisch mit einem Haftungsausschluss versehen. Mehr zum Autorisierungsprozess und Vorgaben sind in diesem Blogartikel: Meta: Politische Werbung in der Schweiz und Fürstentum Liechtenstein

Irreführende Behauptungen

Beim Bewerben eines Produkts oder einer Dienstleistung, ist es verlockend, ein Best-Case-Szenario zu präsentieren. Zwar darf potenziellen Kunden erklärt werden, wie sie von den angepriesenen Produkten und Dienstleistungen profitieren können, doch dürfen keine irreführenden Behauptungen aufgestellt werden, die unrealistische Erwartungen hinsichtlich der zu erwartenden Ergebnisse oder des Zeitrahmens wecken, den die Kunden einplanen sollten. Darüber hinaus dürfen die Anzeigentexte keine Fehlinformationen oder Aussagen enthalten, die von unabhängigen Prüfern entkräftet werden können. Vor der Veröffentlichung von Werbeanzeigen ist es immer eine gute Idee, Behauptungen oder Statistiken im Text zu überprüfen. Wenn die Behauptungen nicht selbst bewiesen werden können oder sie nachweislich falsch sind, sollten diese zwingend aus dem Anzeigentext entfernt werden.

Meta-Markennamen

Sollen Inhalte oder Ziele von Facebook, Instagram oder anderen Meta-Eigenschaften beworben werden, gilt es ebenfalls einige Dinge zu beachten. In einem Anzeigentext dürfen Meta-Marken erwähnt werden. Die Richtlinien der Plattform erlauben es Werbetreibenden jedoch nur in begrenztem Umfang ihre Markennamen zu verwenden. Das heisst, Meta-Markennamen dürfen verwendet werden, um das Ziel der Anzeige zu verdeutlichen. Die Anzeige darf zum Beispiel eine «Facebook-Gruppe oder ein Instagram-Konto» bewerben. Die Meta-Eigenschaften dürfen jedoch nicht in den Mittelpunkt des Anzeigentextes gestellt werden. Wichtig ist auch, dass die Meta-Markennamen korrekt verwendet werden, ohne ihr Aussehen im Text zu verändern. Das bedeutet, dass Schriftart und Textgrösse beibehalten und die Markennamen kleingeschrieben werden sollten.

Inhalte von Drittanbietern

Obwohl Meta es Werbetreibenden erlaubt, Facebook unter bestimmten Umständen zu erwähnen, ist Vorsicht geboten bei der Erwähnung von anderen Unternehmen oder deren Produkten. Meta verbietet Werbetreibenden die Verletzung von Marken und anderen Rechten an geistigem Eigentum Dritter, darunter Markennamen und markenrechtlich geschützte Produktnamen, die anderen Unternehmen gehören. Wenn keine ausdrückliche Erlaubnis erteilt wurde, eine andere Marke zu erwähnen, sollte dies unterlassen werden. Beispiel: «Unsere neuen Kopfhörer sind kompatibel mit allen Apple-Produkten.» Alternativ könnte die Branche des Unternehmens oder eines seiner charakteristischen Merkmale erwähnen werden, um die Leser zwischen den Zeilen lesen zu lassen.

Schlechte Grammatik

Selbst erfahrenen Werbetreibenden passiert es, dass sie in ihrem Anzeigentext einen Rechtschreib- oder Zeichensetzungsfehler übersehen. Obwohl es immer eine gute Idee ist, diese Fehler zu vermeiden, achtet Meta mehr auf bewusste Grammatik- und Zeichensetzungsfehler. In Anzeigentexten sollten deshalb schlechte Grammatik, falsche Grossschreibung und übermässige Zeichensetzung vermieden werden. In Ordnung ist es zum Beispiel den ersten Buchstaben eines jeden Wortes im Anzeigentext gross zu schreiben. Abwechselnde oder zufällige Buchstaben dürfen jedoch nicht grossgeschrieben werden. Akzentuierte Buchstaben (é, è, è, ê, ë usw.) sollten ebenfalls vermieden werden, wenn sie nicht notwendig sind. Und last but not least: sogar der inflationäre Eisatz von Emojis kann zur Ablehnung führen!

Quelle: socialmediaexaminer.com

Was gibt es zu beachten bei Bilder und Videos?

Nahaufnahmen von Körperteilen

Nahaufnahmen von einzelnen nackten Körperteilen, die zu viel Haut zeigen sind verboten. Diese Richtlinie kann bei der Erstellung gewisser Anzeigen etwas frustrierend sein. Abgelehnt werden könnte eine Werbeanzeige eines Masseurs in der die Nahaufnahme eines Nackens und der untere Rücken zu sehen ist. Natürlich ist dies nicht ein sexualisierter Inhalt, jedoch können solche Bilder bei der automatischen Überprüfung schon mal abgelehnt werden. Elegant löst das Problem das nachfolgende Anzeigebeispiel, wo wenig Haut gezeigt und der Nacken mittels der Wirbelsäule dargestellt wird:

Facebook Ad Derila.com | Quelle: Facebook Ads Library

Sexuelle Handlungen

Bilder dürfen keine sexuellen Akte zeigen oder sexuelle Akte suggerieren. Ein berühmtes Beispiel zum suggerierten Akt: Eine Frau, die eine ganze Banane in den Mund nimmt. Ebenfalls vorbeten ist die Bewerbung von Sex-Spielzeugen. Sogar Werbung für Kondome ist nicht zulässig, falls darin suggeriert wird, dass Sex mit den Kondomen mehr Spass macht. Kondom-Werbung, die lediglich die Verhütung in den Mittelpunkt stellt oder mehr Komfort beim Sex verspricht, ist hingegen wieder in Ordnung. Bei Interesse kann der genaue Wortlaut der Richtlinien im Transparency Center unter dem Punkt Nacktheit und sexuelle Handlungen von Erwachsenen nachgelesen werden.

Vorher-Nacher Bilder

Es ist zwar erlaubt, Mittel zu bewerben, die den Haarwuchs fördern. Ein Vorher-Nachher Bild, was dem Konsumenten einen klaren Erfolg suggeriert, ist jedoch verboten. Darunter fallen auch «Diät-Bilder», wie das Bild einer sehr schlanken Frau, die viel zu grosse Hosen trägt oder jemand der auf der Wage steht und sehr glücklich aussieht, da er viel abgenommen hat. Auch bei Medikamenten sind Erfolgsversprechungen verboten. Rezeptpflichtige Medikamente dürfen auf Meta überhaupt nicht beworben werden. Nicht-Rezeptfreie-Medikamente dürfen nur beworben werden, wenn ganz klar aufgezeigt wird, wofür das Medikament gut ist, jedoch keine Versprechen gemacht werden. Das Werbemittel darf auch nicht unterstellen, dass der/die Angesprochene das Medikament benötigt, um ein gesundes Leben führen zu können.

Fake-Funktionen

Ein Bild oder Video darf keine Funktionen vortäuschen, die es nicht gibt und dem Nutzer nicht suggerieren, dass etwas mit dem Bild getan werden soll oder muss. Also kein «mehr dazu» im Bild, denn diese Funktion kann in den Einstellungen der Werbeanzeige gewählt werden und funktioniert im Bild selbst nicht. Unter diese Regel fällt auch eine Werbeanzeige, die zum Beispiel auf einen YouTube-Kanal verlinkt und als Bild einen grossen Play-Button zeigt (ein solches Video darf natürlich direkt in der Werbeanzeige eingebunden werden). Ähnlich und ebenfalls verboten sind Emojis, mit welchen suggeriert werden, dass mit dem Bild interagieren werden kann. Anschliessend ein Beispielbild eines organischen Posts von FOCUS online, bei welchem eine solche Suggestion erlaubt ist, für eine Werbeanzeige aber verboten wäre.

Fazit

Ob nun im Bereich der genannten heiklen Themen, wie Religion, Genderzugehörigkeit oder Politik Werbung geschalten werden soll oder es nur um kleine Finessen im Anzeigetext geht. Werbetreibende tun gut daran, sich vorher mit den Werbeeinschränkungen von Meta vertraut zu machen, um nicht unnötig Zeit zu verschenken. Metas automatischer Überprüfungsprozess lehnt Anzeigen zwar nicht immer richtig ab. Um Kampagnen reibungslos durchzuführen und fälschlicherweise abgelehnte Anzeigen erfolgreich anzufechten, ist es wichtig zu wissen, was die Plattform erlaubt.

Meta: Sind Funnel-Kampagnen und Retargeting tot?

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Die digitale Werbebranche steht vor grossen Herausforderungen. Privatsphäre und der Schutz von Daten im Internet rücken immer weiter in den Fokus – und das zurecht. Infolgedessen haben Regierungen und Unternehmen in den letzten Jahren verschiedene Tracking-Einschränkungen und Datenschutzmassnahmen eingeführt, die es für Werbetreibende schwieriger machen, ihre Zielgruppen über mehrere Funnelstufen effektiv zu erreichen. Eine solche Massnahme ist beispielsweise das iOS14-Update von Apple, das die Verwendung von Drittanbieter-Cookies einschränkt und App-Tracking-Transparenz erfordert. Auch die EU-Datenschutzgrundverordnung und der zunehmende Einsatz von Cookie-Consent-Banner erschweren es Werbetreibenden, ihre Retargeting-Strategien wie bisher umzusetzen.

Diese Einschränkungen haben zu Debatten rund um Retargeting-Strategien geführt. Experten wie unser geschätzter Kollege Florian Litterst von adsventure.de vertreten die polarisierende Meinung, dass “Retargeting tot ist”, “Funnel nicht mehr funktionieren” und deshalb “alle Zielgruppen in einer Kampagne in einen Topf geworfen werden sollen, um die Ausspielung und das Targeting einer Kampagne dem Algorithmus von Meta zu überlassen”. Doch auch wenn das bei reinen Performance-getriebenen Kampagnen teilweise zutreffen mag, so sehen wir die Aussagen generell als falsch. Michaela Gahbauer (Senior Consultant und Mitglied des Managements) und Thomas Hutter (CEO, Partner MYTY Group) haben deshalb an der AllSocial Marketing Conference (ASMC, ehemals AllFacebook Marketing Conference – AFBMC) am 15. März 2023 mit der Präsentation zu “Tracking-Einschränkungen heisst auch, Kampagnen neu zu denken” die Gedanken der Hutter Consult zur Frage, ob Retargeting tot ist und welche Alternativen es gibt, veröffentlicht.

In diesem Blogbeitrag wird diese Präsentation aufgegriffen. Es wird dargelegt, welche Auswirkungen die aktuellen Tracking-Einschränkungen auf Retargeting-Strategien haben und Ansätze aufgezeigt, wie Werbetreibende ihre Kampagnen anpassen können, um ihre Zielgruppen trotzdem über mehrere Funnel-Stufen effektiv zu erreichen und trotz der Einschränkungen erfolgreich zu sein.

Das “klassische” Retargeting auf Cookie-Basis ist unzuverlässig

Mindestens seit 2018 und dem Inkrafttreten der DSGVO und der dadurch verbindlichen Cookie-Consent-Abfragen leidet das seit vielen Jahren Cookie-basierte Retargeting / Remarketing stark darunter, dass nicht mehr alle Customer Journeys von Menschen auf Webseiten nachverfolgt werden können. Viele der definierten Datenpunkte & -signale liefern unvollständige Daten über die Tracking-Pixel an die Plattformen. Aktuell wird davon ausgegangen, dass nur gut 60% aller Menschen dem Setzen von Remarketing-Cookies zustimmen, womit die Datengrundlage für die Bildung von Zielgruppen bereits stark eingeschränkt wird. Dazu kommt, dass Firefox seit 2019 standardmässig Werbecookies (Third-Party-Cookies von Werbeplattformen wie Facebook, Pinterest, LinkedIn & Co.) blockiert und der auf Apple-Geräten vorinstallierte Browser “Safari” mit der Blockade eben dieser Cookies in 2018 ebenfalls begonnen hat und 2020 definitiv nachgezogen ist – trotz geringer Marktanteile gehen also auch hier weitere Daten verloren.

Und als wäre das noch nicht genug… Cookie-basierte Pixel sind noch weiter eingeschränkt:

  • Ad- & Tracking-Blocker-Plugins blockieren Werbecookies (Datenverlust: DE 38.9%, CH 34.5%, AT 39.5%, Quelle: Statista “Anteil der Nutzer von Adblockern unter Internetnutzern 2021”) und verhindern somit die Anzeige und die Messung von Werbeanzeigen.
     
  • Datenrichtlinien, die Menschen mehr Entscheidungsmöglichkeiten geben, wie ihre Daten mit Unternehmen und Plattformen geteilt werden dürfen, schränken die Datenerhebung ebenfalls ein. Dazu gehören Datenrichtlinien wie die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung der EU), die CCPA (California Consumer Protection Act) und das revidierte Datenschutzgesetz (DSG) der Schweiz, welches im September 2023 aktiv wird.
     
  • Cookies werden im Browser gespeichert. Wechselt eine Person zwischen verschiedenen Browsern und / oder zwischen verschiedenen Geräten, erhält sie dadurch verschiedene Nutzer-IDs zugewiesen. Was zugegebenermassen Remarketing-Zielgruppen in Google Ads mehr betrifft, als solche im Meta-Universum (da Login- und somit Profil-basiert).
     
  • Das durch iOS 14.5 eingeführte ITP (Intelligent Tracking Prevention) schützt zudem die Privatsphäre der Menschen durch zusätzliche Blockier-Massnahmen von Cookies, durch die Entfernung von Hinweisen und Parametern auf die Identität der Nutzer*innen sowie durch eine Einschränkung der Gültigkeit von Cookies, womit die Attribution von Signalen und somit auch die Möglichkeit, Signale einem Profil zuzuweisen und so Retargeting-Zielgruppen aufzubauen weiter einschränkt.
Das Verhältnis zwischen Werbung und Daten wird durch negative Einflüsse auf die Datenmessung neu definiert. Datenrichtlinien, AdBlocker-Plugins, Cookie Consent, iOS14 und die bevorstehende Deaktivierung von Werbecookies führen dazu, dass nur noch ein Bruchteil von Handlungen auf Webseiten gemessen werden kann.

Das Verhältnis zwischen Werbung und Daten wird durch negative Einflüsse auf die Datenmessung neu definiert. Datenrichtlinien, AdBlocker-Plugins, Cookie Consent, iOS14 und die bevorstehende Deaktivierung von Werbecookies führen dazu, dass nur noch ein Bruchteil von Handlungen auf Webseiten gemessen werden kann.

Betrachtet man alle diese Einschränkungen und Hindernisse, wird schnell klar, dass durch die Messung von Daten auf Cookie-Basis, die für das Retargeting notwendigen Zielgruppen auf Webseiten weder vollständig noch zuverlässig sind. Das heisst aber nicht zwingend, dass Retargeting und Funnel-Kampagnen tot sind. Aber das “klassische Retargeting” über die Webseite und über mobile Apps ist tot.

Bis zu diesem Punkt gehen wir mit der “medizinischen” Pauschalaussage “Retargeting ist tot” von Florian Litterst zumindest teilweise einig. Und doch möchten wir diese verwässern. Denn: Weniger Daten heisst nicht, dass keine Daten mehr vorliegen. Und werden Funnels neu gedacht, weiter auf die Plattformen verschoben und mit pixelbasierten Daten ergänzt, so ist Retargeting weiterhin effektiv möglich, wenn auch komplexer. Mit der Aussage “Das klassische, pixelbasierte Retargeting hängt an der Herz-/Lungenmaschine, das Hirn funktioniert noch, aber es erhält nicht mehr genügend Sauerstoff” trifft die aktuelle Situation besser. Doch bevor aufgezeigt wird, wie Retargeting am Leben erhalten werden kann (um in der thematisch konsistenten Ausdrucksweise zu bleiben), ist eine Herleitung zum Aufbau neuer Funnel-Kampagnen notwendig. Und dazu muss erst geklärt werden:

Was ist überhaupt betroffen?

Trotz der zunehmenden und oben genannten Einschränkungen im Bereich Tracking und Datenschutz bleiben Meta-Plattformen wie Facebook und Instagram weiterhin ein wichtiger Kanal für Retargeting. Im Gegensatz zu Webseiten und mobilen Apps sind die Meta-Plattformen (Facebook & Instagram) nicht von den aktuellen Tracking-Einschränkungen betroffen, da sie ihre eigenen Datenpunkte und Kennzahlen verwenden, um Anzeigen an bestimmte Zielgruppen auszurichten und um Zielgruppen auf Basis dieser Handlungen zu erstellen. Das bedeutet, dass Werbetreibende auf diesen Plattformen weiterhin Zugang zu vollständigen Daten haben und ihre Retargeting-Kampagnen entsprechend optimieren können.

Die genannten Tracking-Einschränkungen und somit reduzierte Retargeting-Möglichkeiten sind also erst dann vorhanden, wenn eine Plattform von Meta (Facebook / Instagram) verlassen wird, um die Webseite oder die mobile App aufzurufen.

Von den eingeführten Massnahmen zum Schutz der Daten sind ausschliesslich Webseiten und mobile Apps betroffen. Plattformen wie Facebook & Instagram bilden weiterhin ein komplettes Bild der Customer Journey ab und bieten Zugriff auf alle Kontaktpunkte.

Von den eingeführten Massnahmen zum Schutz der Daten sind ausschliesslich Webseiten und mobile Apps betroffen. Plattformen wie Facebook & Instagram bilden weiterhin ein komplettes Bild der Customer Journey ab und bieten Zugriff auf alle Kontaktpunkte.

Was ist notwendig, um mehrstufige Kampagnen neu zu denken?

Mehrstufige Kampagnen (sogenannte Funnel-Kampagnen) sind wohl eine der erfolgreichsten Marketing-Strategien, um Produkte und Dienstleistungen über mehrere Kontaktpunkte zu bewerben, bevor sie gekauft bzw. in Anspruch genommen werden. Dazu gehören auch Retargeting-Kampagnen, die zwei Funnel-Stufen abdecken (Prospecting und Retargeting). Durch den Verlust. bzw. die Einschränkung der Signale, die Werbetreibende über die Webseite oder die mobile App an Meta zurückspielen können, wird die Messung und Targeting der Kontaktpunkte ausserhalb der Meta Plattformen erschwert. Aber bedeutet das nun, dass Werbetreibende auf die Algorithmen hoffen und auf gezielte, individuelle Ansprachen und Creatives verzichten müssen? Nicht, wenn folgende Massnahmen herbeigezogen werden, um mehrstufige Kampagnen neu zu denken:

  • Die Messung bestehender Datenpunkte optimieren
    Die Messung von Daten- bzw. Kontaktpunkten ist zwar eingeschränkt, aber nicht unmöglich. Das Meta Pixel kann weiterhin Signale an Meta übermitteln, wird aber durch die eingangs erwähnten Einschränkungen beeinflusst. Mit neuen Messlösungen, wie der Meta Conversions API kann dem steigenden Verlust von Tracking- und Performance-Daten entgegengewirkt werden. Werbetreibende sollten also diese alternative Messlösung in Kombination mit dem “klassischen” Pixel integrieren, um die Anzahl Signale, die auf der Webseite gemessen werden können, zu erhöhen.
     
  • Alternative Datenpunkte schaffen
    Neben Kontaktpunkten auf der Webseite oder in der mobilen App stehen Werbetreibenden unzählige weitere Datenpunkte auf Facebook & Instagram zur Verfügung, mit welchen stufengerechte Zielgruppen gebildet werden können.
     
  • Funnel-Modelle auf die Plattformen verlagern
    Sobald eine Person von einer der Meta Plattformen auf die Webseite verwiesen wird, verlieren Werbetreibende durch die Einschränkungen Daten. Werden bislang potenzielle Kundinnen oder Kunden über mehrere Stufen auf der Webseite durch den Kaufprozess geführt, so ist diese Methode nicht mehr effektiv. Gleichzeitig stehen auf den Plattformen aber weiterhin alle Daten zur Verfügung. Warum also nicht die oberen Funnelstufen auf die Plattformen verlagern und erst zum Abschluss vorqualifizierte Menschen auf die Webseite leiten?
     
  • Alternative Möglichkeiten zu Landingpages nutzen
    Landingpages? Bitte, wir haben 2023! Meta bietet diverse Alternativen zu Landingpages, die – wenn sie sinnvoll eingesetzt sind – ohne Medienbruch effektiv genutzt werden können. Es wird also Zeit, von der klassischen Denke “Werbeanzeige > Landingpage” wegzukommen.
     
  • Creatives optimieren
    “Creatives werden immer wichtiger” – absolut korrekt. Kreative, auf die Funnel-Stufe ausgerichtete und optimierte Anzeigen sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Kampagne. Durch eine Anpassung an die Funnelstufe, an das Ziel und an den Kampagnen-Typen verhelfen Creatives dazu, dass Anzeigen auf die Zielgruppe abgestimmt sind und deren Interesse bestmöglich wecken.

Auf die vier wichtigsten der oben zusammengefassten Massnahmen wird in den nächsten Abschnitten detailliert eingegangen.


Massnahmen, um Kampagnen neu zu modellieren

Massnahme 1: Optimierung der bestehenden Datenpunkte

Im Bereich der Optimierung der bestehenden Datenpunkte spielen pixel- und cookiebasierte Messlösungen wie das Meta Pixel eine wichtige Rolle. Allerdings sind diese Lösungen stark von den Einschränkungen betroffen und werden mittelfristig noch weiter eingeschränkt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, versuchen Plattformen mit serverseitigen Tracking-Anbindungen neue Lösungen zu schaffen. Hier bietet Meta beispielsweise mit der Meta Conversions API bereits eine Schnittstelle an, die als Ergänzung des Meta Pixels eingesetzt werden kann. Die Integration der Conversions API kann dazu beitragen, dem steigenden Verlust von Tracking- und Performance-Daten entgegenzuwirken und die Tracking-Methode im Meta Universum wieder deutlich effizienter zu gestalten. Die CAPI löst zwar nicht alle Probleme, aber sie führt insbesondere in Kombination mit dem klassischen Pixel zu einer Erhöhung der Signale, die durch das Pixel erfasst werden können. Dies wiederum führt dazu, dass die Personalisierung und Auslieferung von Anzeigen auf Basis von Webseiten-Handlungen performanter wird und die darüber generierten Zielgruppen in ihrer Qualität erhöht werden, wodurch sie im Targeting für Ein- und Ausschlüsse relevanter werden. Die Integration der Conversions API – insbesondere in Kombination mit dem Meta Pixel – lohnt sich also auf jeden Fall, um das Potenzial des Pixels in Kombination mit der Conversions API auszunutzen und die Qualität von Zielgruppen zu erhöhen:

Vorteile der Integration der Meta Conversions API in Kombination mit dem Meta Pixel

Vorteile der Integration der Meta Conversions API in Kombination mit dem Meta Pixel

Weitere Informationen zur Meta Conversions API:

Massnahme 2: Alternative Datenpunkte schaffen

Durch den Verlust bzw. die Einschränkung der Signale, die Werbetreibende über die Webseite an die Plattformen zurückspielen können, sind die Möglichkeiten zur Bildung von Custom Audiences auf Basis von Webseiten- oder App-Handlungen schwierig. Durch die fehlenden Signale werden diese Zielgruppen kleiner, sind unvollständig und somit qualitativ weniger wertvoll. Sie können dadurch zwar weiterhin für das (Re-)Targeting und die Bildung von Lookalike-Audiences eingesetzt werden, da wenige Daten wertvoller als keine Daten, allerdings müssen auch verlässlichere Datenpunkte geschaffen werden. Und wo finden sich bereits heute Datenpunkte, die nicht von Cookies abhängig sind und so ohne Einschränkung genutzt werden können? Korrekt, auf den Plattformen wie Facebook & Instagram selbst. In Hülle und Fülle.

Facebook und Instagram bieten dafür verschiedene Assets, auf deren Basis Werbetreibende Custom Audiences erstellen können:

  • Lead-Formulare (Instant-Formulare)
  • Instant Experience
  • Video
  • Facebook Seite
  • Instagram Konto
  • Shopping
  • Facebook Veranstaltung
  • AR-Experience
  • On-Facebook Listings
  • Messenger

Diese “Funnel-Touchpoints” können über verschiedene Werbemittel gezielt befüllt, ausgewertet und weiterverwendet werden.

Meta-Quellen zur Bildung von Custom Audiences auf Basis von plattform-spezifischen Interaktionen. Screenshot: Meta Business Manager

Meta-Quellen zur Bildung von Custom Audiences auf Basis von plattform-spezifischen Interaktionen. Screenshot: Meta Business Manager

Wie diese Custom Audiences für mehrstufige Kampagnen oder Retargeting-Kampagnen genutzt werden können? Zeit, die Neugier zu befriedigen…

Massnahme 3: Funnelstufen auf Facebook & Instagram verlagern

Wenn es darum geht, den Aufbau von mehrstufigen Kampagnen auf Facebook und Instagram zu optimieren, ist es oft sinnvoll, die Funnelstufen auf den Plattformen selbst zu verlagern. Denn sobald ein Mensch Facebook oder Instagram verlässt und auf der Webseite landet, verlieren Werbetreibende wertvolle Daten. Die logische Konsequenz daraus ist, so lange wie möglich auf den Plattformen zu bleiben und erst zur endgültigen Conversion, wie zum Beispiel dem Kauf eines Produkts, auf die Webseite zu verweisen. Dadurch entsteht kein Datenverlust, da auf der Plattform alle Datenpunkte weiterhin vollständig zur Verfügung gestellt werden.

Für den Aufbau von mehrstufigen Kampagnen auf Facebook und Instagram können von Meta zur Verfügung gestellte Werbemittel eingesetzt werden, um potenzielle Kunden durch den Funnel zu führen und gezielt anzusprechen. Durch die Verlagerung der Funnelstufen auf die Plattformen selbst, können Werbetreibende so ihre Kampagnen effektiver gestalten und die Interaktion mit ihrer Zielgruppe optimieren.

Beispiel für einen alternative Kampagnen-Strategie zur Leadgenerierung

Klassischerweise wurden Lead-Kampagnen wie folgt aufgebaut:

  • Werbemittel mit Ausspielung auf Facebook & Instagram
  • Verweis auf die Landingpage mit Lead-Formular
  • Wiederansprache von Personen, welche die Landingpage aufgerufen, das Formular aber nicht ausgefüllt haben

Dieser Aufbau führt unter den zu Beginn Einschränkungen zu einem Datenverlust zwischen 10 und 90% (Differenz zwischen gemessenen Link-Klicks und gemessenen Landingpage-Aufrufen bzw. zu gemessenen Lead-Events). Durch diesen Datenverlust wird nicht nur die Performance der Kampagne schwach, da zu wenige Signale eintreffen, die für Ausspielung der Anzeige durch den Meta-Algorithmus benötigt werden, sondern auch dazu, dass die Wiederansprache (Retargeting) verunmöglicht wird, da die Profile, welche das Lead-Formular erfolgreich ausgefüllt haben, nicht mehr vollständig in die Ausschluss-Zielgruppe aufgenommen werden können.

Um dem entgegenzuwirken, können folgende Massnahmen getroffen werden:

  • Werbemittel (Video-Ad) mit Ausspielung auf Facebook & Instagram
  • Verweis auf ein Instant Formular (Lead-Ad) oder alternativ auf einen Messenger Bot
  • Wiederansprache von Personen, welche das Formular aufgerufen aber nicht abgeschickt haben

In diesem Setup bleibt die Kampagne komplett auf den Meta-Plattformen, wodurch sämtliche damit verbundenen Datenpunkte weiter gemessen werden können (0% Datenverlust). Die Optimierung auf ausgefüllte Lead-Formulare bzw. erfolgreich abgeschlossene Dialoge im Messenger ist so garantiert, während gleichzeitig sämtliche Interaktionen, die zwischen der Impression der Werbeanzeige und dem Conversion-Event komplett erfasst werden. Diese Interaktionen bieten sich wiederum für die Bildung von Custom Audiences an, welche in das Targeting der Kampagnen einfliessen können (Ein- und Ausschluss von Zielgruppen).

Plattformen wie Facebook & Instagram bieten mit Assets wie Lead-Formularen oder Messenger-Integrationen alternative Mechaniken an, um den Datenverlust auf Landingpages zu umgehen.

Plattformen wie Facebook & Instagram bieten mit Assets wie Lead-Formularen oder Messenger-Integrationen alternative Mechaniken an, um den Datenverlust auf Landingpages zu umgehen.

Um die angesprochenen weiter vorzuqualifizieren, können in einer Erweiterung dieses Setups auch mehrstufige Kampagnen aufgebaut werden:

Stufe 1:

  • Werbemittel (Video-Ad) mit Ausspielung auf Facebook & Instagram
  • Verweis auf eine Instant Experience
  • Wiederansprache von Personen, welche das Video gesehen, die Instant Experience aber nicht aufgerufen haben

Stufe 2:

  • Verweis aus der Instant Experience auf einen Messenger-Bot
  • Wiederansprache von Personen, welche den Messenger-Bot aufgerufen, den Dialog aber nicht bis zur Conversion abgeschlossen haben

Ebenso wäre es in diesem Setup möglich, Personen, welche das Video zu 50% gesehen haben, durch eine weitere Werbeanzeige direkt mit dem Messenger Bot zu verbinden.

Auch Shopping-Kampagnen lassen sich auf die Plattform verlagern und mit plattform-internen Tools von Facebook & Instagram mit alternativen Mechaniken abbilden.

Auch Shopping-Kampagnen lassen sich auf die Plattform verlagern und mit plattform-internen Tools von Facebook & Instagram mit alternativen Mechaniken abbilden.

Massnahme 4: Alternative Möglichkeiten zu Landingpages nutzen

Durch die Verlagerung von Funnelstufen auf die Plattformen Facebook und Instagram hat sich bereits ergeben, dass Meta verschiedene Kanäle und Möglichkeiten anbietet, mit welchen klassische Landingpages durch eine Alternative ersetzt werden können, um so dem Datenverlust entgegenzuwirken und performante Kampagnen aufzusetzen ohne dass ein Medienbruch notwendig wird.

Die folgenden Alternativen bieten sich als Ersatz für Landingpages an:

  • Lead-Formulare (Instant Formulare)
    Lead Ads sind einfach umsetzbar und bieten einem die Möglichkeit, Leads direkt auf Facebook, statt über eine externe Landingpage zu generieren. Darüber können auf einer intuitiven Oberfläche Leads generiert werden, ohne dass Menschen zuvor auf die Webseite weitergeleitet werden müssen. Lead-Ads bieten folgende Kontaktpunkte, die für die Bildung von Retargeting-Zielgruppen genutzt werden können:
    – Personen, die ein Formular geöffnet haben
    – Personen, die ein Formular geöffnet, aber nicht gesendet haben
    – Personen, die ein Formular geöffnet und gesendet haben
     
  • Messenger / Messenger-Bots
    Messenger – und insbesondere die automatisierte Kommunikation in Messaging-Apps – bieten Methoden zur Lead-Generierung, zur Unterstützung im E-Commerce / Sales-Prozess oder auch zur Qualifizierung neuer Mitarbeitenden. Im Gegensatz zu Landingpages bietet Messengerkommunikation niedrige Abbruchraten, einen hohen Grad an Personalisierung und dank der dialogbasierten Gesprächsführung eine interaktive Alternative. Messenger bieten individuelle Kontaktpunkte, die für die Bildung von Retargeting-Zielgruppen genutzt werden können. Beispiele:
    – Personen, die den Messenger geöffnet haben
    – Personen, die mit dem Dialog begonnen haben
    – Personen, die bestimmte Interessen angegeben haben
    – Personen, die den Dialog erfolgreich abgeschlossen haben
     
  • Instant Experiences
    Instant Experiences sind die wohl umfassendste Alternative zu Landingpages. Sie können individuell gestaltet und mit diversen Informationen und Inhaltselementen zusammengestellt werden und können so komplexere und erklärungsbedürftige Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse mit einer minimalen Ladezeit abbilden. Instant Experiences bieten vorwiegend zwei zusätzliche Datenpunkte, die für die Bildung von Retargeting-Zielgruppen genutzt werden können:
    – Personen, die eine Instant Experience geöffnet haben
    – Personen, die mit der Instant Experience interagiert haben bzw. auf einen der platzierten Links in der Instant Experience geklickt haben
Beispiel eines einfachen Retargeting-Funnels auf Basis von Video Ads und Instant Experiences

Beispiel eines einfachen Retargeting-Funnels auf Basis von Video Ads und Instant Experiences


Fazit

Zwar stellen die Einschränkungen im Bereich des Trackings und der Datenerfassung durch Cookies und Pixel Herausforderungen für Werbetreibende dar, was jedoch nicht bedeutet, dass man auf die darüber erarbeiteten und somit trotzdem vorhandenen Zielgruppen verzichten muss. Ebenso wenig sollte auf das Potenzial von mehrstufigen Kampagnen verzichtet werden. Es ist wichtig, generische Aussagen wie “Retargeting ist tot” immer im Kontext zu betrachten, zu hinterfragen und mit kreativen Lösungen auftretenden Problemen entgegenzuwirken.

Aber ja, das klassische Retargeting, wie Werbetreibende es bisher kannten und angewendet hatten, ist tot. Begraben. Und wird bald in Vergessenheit geraten. Es wird durch neue Funnels ersetzt, die auf die Plattformen Facebook und Instagram verlagert und komplett auf diesen umgesetzt werden können. Hierbei gilt es, die bestehenden Datenpunkte zu optimieren, alternative Datenpunkte zu schaffen, Funnel-Modelle auf die Plattformen zu verlagern und alternative Assets von Meta zu nutzen. Insgesamt sollten Werbetreibende offen für neue Lösungen und Ansätze sein und sich aktiv mit den Herausforderungen im Bereich der Werbeanzeigenschaltung auseinandersetzen, um weiterhin effektive und erfolgreiche Kampagnen umsetzen zu können.

Retargeting ist tot – lang leben die neuen Funnels

Der Blogbeitrag ist in Zusammenarbeit mit Claude Sprenger entstanden und wurde von Michaela Gahbauer und Thomas Hutter an der #ASMC vorgetragen.

Meta: Opt-out Funktion für personalisierte Werbung

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Ab dem 5. April 2023 wird Meta den Nutzern in Europa ermöglichen, gezielte Werbemassnahmen abzulehnen, indem sie eine Version der Dienste wählen, die nur auf allgemeinen Kategorien wie Alter und Standort basiert. Dies bedeutet, dass Meta keine Daten mehr von In-App-Aktivitäten, wie z.B. angesehene Videos oder angeklickte Inhalte, verwenden wird.

Personen, die von dieser Option Gebrauch machen möchten, müssen ein Online-Formular einreichen, in dem sie Meta die Verwendung ihrer In-App-Aktivitäten für Werbezwecke untersagen. Das Unternehmen wird dann die Einwände prüfen und die Änderung umsetzen. Es ist zu beachten, dass diese Option aktuell nur in Europa verfügbar sein wird.

Diese Änderung könnte die Auswirkungen auf das Werbegeschäft von Meta begrenzen und einige Regulierungsbehörden sowie Datenschutzaktivisten möglicherweise nicht vollständig zufriedenstellen.

Was ist passiert?

Im Dezember 2022 hat die irische Datenschutzkommission entschieden, dass Facebook und Instagram ihren Ansatz in Bezug auf die Rechtsgrundlage für die Schaltung verhaltensbezogener Werbung in Europa ändern müssen. Um dieser Entscheidung nachzukommen, wird Meta ab dem 5. April 2023 die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung bestimmter Daten von Erstanwendern in Europa von «vertraglicher Notwendigkeit» auf «berechtigte Interessen» ändern.

Meta betont, dass diese Änderung keine Auswirkungen auf personalisierte Werbung auf der Plattform von Meta hat und auch die Art und Weise, wie Werbetreibende, Unternehmen oder Menschen die Produkte von Meta erleben, nicht beeinflusst. Werbetreibende können weiterhin die Plattformen von Meta nutzen, um potenzielle Kunden zu erreichen und ihr Geschäft auszubauen.

Die betroffenen Personen in Europa werden über diese Änderung informiert und erhalten dadurch zusätzliche Möglichkeiten, wie Meta bestimmte Informationen verarbeitet, um verhaltensbezogene Werbung zu schalten. Diese Rechtsgrundlage wird auch von ähnlichen Plattformen verwendet, und die EU-Datenschutzrichtlinie sowie die Nutzungsbedingungen von Meta werden entsprechend aktualisiert.

Obwohl Meta der Ansicht ist, dass ihr bisheriger Ansatz mit der Datenschutz-Grundverordnung vereinbar ist, werden ihre Berufungen sowohl gegen den Inhalt der Urteile als auch gegen die Geldbussen weitergeführt. Mit dieser Änderung möchte Meta sicherstellen, dass sie der Entscheidung des Datenschutzbeauftragten nachkommt.

Was ist eine Rechtsgrundlage?

In der EU ist es für Organisationen erforderlich, eine gültige Rechtsgrundlage für die Verarbeitung von Daten zu haben. Datenverarbeitung findet in einer Vielzahl von Situationen statt, wie zum Beispiel beim Speichern, Übertragen oder Aggregieren von Daten.

Die Datenschutz-Grundverordnung ermöglicht eine Reihe von Rechtsgrundlagen für die Verarbeitung von Daten. Gemäss den Bestimmungen der DSGVO gibt es keine Hierarchie zwischen diesen Rechtsgrundlagen und keine sollte als besser oder legitimer als eine andere angesehen werden. Welche Rechtsgrundlage am besten geeignet ist, hängt von der jeweiligen Situation ab. Wie viele andere Unternehmen nutzt auch Meta eine Kombination von Rechtsgrundlagen, um verschiedene Dienste anzubieten.

Facebook und Instagram sind naturgemäss personalisiert, und Meta glaubt, dass dies ein notwendiger und wesentlicher Bestandteil dieser Dienste ist, um jedem Benutzer ein einzigartiges Erlebnis zu bieten – einschliesslich der Anzeigen, die sie sehen. Bisher hat Meta sich auf eine Rechtsgrundlage gestützt, die als «vertragliche Notwendigkeit» bezeichnet wird, um verhaltensbezogene Werbung basierend auf der Aktivität des Nutzers auf den Meta-Plattformen zu zeigen, vorbehaltlich der Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen.

Wie steht Meta dazu?

Meta hat seit dem Inkrafttreten der DSGVO die vertragliche Notwendigkeit als Rechtsgrundlage genutzt, um die Daten zu verarbeiten, die für die Bereitstellung verhaltensbezogener Werbung in der EU erforderlich sind. Das Unternehmen ist der Meinung, dass sie stets eine offene Haltung gegenüber Aufsichtsbehörden und Gerichten eingenommen hat und hatte in früheren Bewertungen ihrer Dienste keine Einwände gegen die Verwendung der vertraglichen Notwendigkeit für diese Art von Aktivitäten.

Jedoch hat der Datenschutzbeauftragte nach Gesprächen und Hinweisen von Regulierungsbehörden in ganz Europa entschieden, dass Meta seinen Ansatz ändern muss, wie es Nutzerdaten für verhaltensbezogene Werbung verarbeitet. Die Entscheidungen betreffen nur die Rechtsgrundlage, auf der Meta Werbung anbietet. Werbetreibende können weiterhin die Plattformen nutzen, um potenzielle Kunden zu erreichen.

Meta ist es wichtig zu betonen, dass die Entscheidungen nicht erfordern, dass Meta die Einwilligung der Nutzer einholen muss, um personalisierte Werbung anzubieten. Ähnliche Unternehmen nutzen eine Reihe von Rechtsgrundlagen für die Datenverarbeitung, und Meta prüft eine Reihe von Optionen, die es ihnen ermöglicht, den Personen weiterhin einen vollständig personalisierten Dienst anzubieten. Die Behauptung, dass Meta in ganz Europa keine personalisierte Werbung mehr anbieten kann, wenn nicht die Zustimmung jedes einzelnen Nutzers eingeholt wird, ist falsch.

Die Debatte zwischen Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträgern darüber, welche Rechtsgrundlagen in einer bestimmten Situation am besten geeignet sind, ist seit einiger Zeit im Gange. Die höchsten Gerichte in der EU erörtern derzeit ebenfalls diese Frage. Aus diesem Grund hält Meta fest, dass sie die DSGVO in vollem Umfang einhalten, indem sie sich auf die vertragliche Notwendigkeit für verhaltensbezogene Werbung in Anbetracht der Art ihrer Dienste stützen.

Meta ist mit der endgültigen Entscheidung des Datenschutzbeauftragten nicht einverstanden und wird Berufung gegen den Inhalt der Entscheidung einlegen. Die Aufsichtsbehörden selbst waren bis zur letzten Phase dieser Verfahren uneins in dieser Frage, weshalb es für Meta schwer zu verstehen ist, warum sie für ihren bisherigen Ansatz kritisiert werden. Das Unternehmen plant auch, die Höhe der verhängten Geldbussen anzufechten.

Tools zur Verwaltung der Werbe- und Datenschutzpräferenzen

Meta setzt sich kontinuierlich dafür ein, neue Technologien und Verfahren zu entwickeln, die es den Nutzern ermöglichen, ihre Werbe- und Datenschutzeinstellungen besser zu verwalten. Hierbei legt Meta grossen Wert auf Transparenz und gibt den Nutzern detaillierte Informationen darüber, wie ihre Daten verwendet und weitergegeben werden. Zum Beispiel:

Klarere Gestaltung der Bedingungen und Datenschutzrichtlinien

Im vergangenen Jahr hat Meta eine Überarbeitung seiner Nutzungsbedingungen durchgeführt, um sie benutzerfreundlicher zu gestalten. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Datenschutzrichtlinie aktualisiert und präziser dargestellt, welche Daten Meta sammelt und wie diese verwendet werden. Diese Änderungen sollen Metas Engagement zeigen, für transparente und klare Informationen für die Nutzer, damit diese genau wissen, welche Daten Meta erfasst und wie diese genutzt werden.

Neues Menü für Datenschutz-Verknüpfungen

Meta hat kürzlich ein neues Menü für Datenschutzsteuerungsfunktionen eingeführt, das den Benutzern eine einfachere Kontrolle über ihre Daten ermöglicht. Das neue Menü enthält klarere Erklärungen über die Funktionsweise der Datenschutzkontrollen von Meta und ermöglicht es, mit nur wenigen Fingertipps auf ihre Daten zuzugreifen und diese zu verwalten. Das Menü bezieht sich auch auf das bereits bestehende Tool für Werbeeinstellungen, das es jedem Nutzer von Facebook ermöglicht, die Arten von Werbeanzeigen zu steuern, die er sieht, und die Verwendung bestimmter Daten zur Erstellung von Werbeanzeigen zu verweigern. Meta setzt sich dafür ein, die Kontrolle über die eigenen Daten in die Hände der Nutzer zu legen und verbessert daher kontinuierlich die Benutzererfahrung und Transparenz in Bezug auf Datenschutz.

Tools zum Finden, Herunterladen und Löschen der eigenen Daten

Meta hat weitere Tools und Funktionen eingeführt, um den Menschen mehr Kontrolle über ihre Daten zu geben. Dazu gehört das Tool «Zugriff auf deine Daten», das es Facebook-Nutzern ermöglicht, sicher auf ihre Daten zuzugreifen und diese zu verwalten, wie z.B. Beiträge, Reaktionen, Kommentare und Suchanfragen. Zudem hat Instagram eine Funktion eingeführt, mit der Nutzer ihre geposteten Inhalte, wie Fotos, Videos, Likes und Kommentare, in grossen Mengen löschen können.

Ein weiteres Tool ist das «Lade deine Daten herunter»-Tool, das es ermöglicht, eine Kopie der eigenen Facebook-Daten herunterzuladen, um sie zu überprüfen und zu speichern. Diese Daten können auch in ein anderes Konto oder eine andere Plattform übertragen werden, wenn dies gewünscht wird.

Zusätzlich dazu bietet Meta auch eine erweiterte Möglichkeit zur Verwaltung von Werbeeinstellungen. Durch die Verwendung von Tools wie «Werbepräferenzen» können die Arten von Werbeanzeigen kontrolliert werden, die man sieht, und auch die Verwendung bestimmter Daten zur Erstellung von angezeigten Werbeanzeigen ablehnen.

Transparenz über Anzeigen

Facebook bietet jedem die Möglichkeit, mehr Informationen darüber zu erhalten, warum bestimmte Beiträge oder Anzeigen in ihrem Newsfeed angezeigt werden. Wenn jemand auf «Warum sehe ich das?» klickt, werden die Faktoren erklärt, die zur Auswahl der Beiträge oder Anzeigen beitragen, die er sieht. Dazu gehören Faktoren wie demografische Daten, Interessen und frühere Aktivitäten auf der Plattform oder auf externen Websites. Diese Transparenz soll dazu beitragen, dass die Menschen besser verstehen, wie die personalisierte Werbung auf Facebook funktioniert.

Fazit

Schlussendlich bedeutet dies, dass wenn Menschen auf Facebook das Opt-Out wählen, können diese nur noch über Standard-Kategorien wie Alterskategorie, Geschlecht und Standort angesprochen werden. Retargeting auf Basis von Interaktions-Custom Audiences wie Video-Viewer, usw. ist dabei nicht mehr möglich, auch nicht mit dem Meta Pixel oder der Conversions API.
Wir glauben nicht, dass ab diesem Datum Millionen von Personen für das Opt-Out das vorgesehene Formular ausfüllen. Aber mittelfristig wird wohl ein Retargeting auf Meta sehr schwierig sein, ausser Meta bekommt bei der EU-Datenschutzbehörde grünes Licht, dass die Sammlung solcher Interaktionsdaten zu Werbezwecken DSGVO-konform und somit rechtens ist. Und was dies für Auswirkungen für die gesamte Werbebranche in der digitalen Welt bedeutet, lässt sich nur erahnen. Wir bleiben dran, um die bestmöglichen Werbestrategien für unsere Kunden aufzudecken – auch mit den neuen Herausforderungen.

Social Media: Leadgenerierung mit Social Media Kampagnen für High End- und Luxusmarken

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Während Onlinekäufe im Luxussegment seit Jahren ein stetiges Wachstum verzeichnen, werden diese verschiedenen Schätzungen zufolge bis 2025, 30 % der Gesamtverkäufe ausmachen. Studien belegen ebenfalls, dass bereits im Jahr 2018 über 80 % der Gesamtverkäufe im Luxussegment durch Onlineaktivitäten beeinflusst wurden; sei dies durch Social Media Aktivitäten, Brand Websites oder andere digitale Touchpoints.

Herausforderungen und Chancen

Obwohl für viele Einkaufende die Customer Experience vor Ort mit einem wichtigen Erlebnis verknüpft wird, informiert sich auch diese Kundschaft vorgängig über digitale Kanäle zum Angebot, Preis und Eigenschaften eines Produktes, Merkmale einer Luxusmarke und was diese repräsentiert. Marketer im oberen Luxusbereich sind konfrontiert mit längeren Kaufentscheidungsprozessen und Produktkategorien, die noch immer überwiegend im lokalen Geschäft erworben werden. Daher sollte die Generierung von qualifizierten Leads auf der Prioritäten-Liste zur Neukundenakquisition auch in diesem Segment weit oben stehen.

Mit Prognosen, dass jüngere KäuferInnen wie Millenials und Gen Z bis 2030 rund 80 % der Gesamtkäufer im Luxussegment ausmachen werden, müssen sich Unternehmen in diesem Bereich auf digital versierte und anspruchsvollere Kaufende einstellen. Diese online affine Zielgruppe ist auf digitalen Kanälen omnipräsent und verbringt viel Zeit auf Social Media Plattformen, was sie zu idealen Anspruchsgruppen für Social Media Kampagnen mit dem Ziel zur Leadgenerierung macht.

Einige sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Leadgenerierungskampagnen in höherpreisigen Segmenten, die sich in High-Involvement-Produktkategorien bewegen, sind:

  • Newsletter AbonnentInnen gewinnen: Gewinnung von E-Mail-Adressen zur regelmässigen Ansprache
  • Terminvereinbarungen generieren: Private Viewings, Showroom Buchungen, Besichtigungen oder beispielsweise Kontakte für Probefahrten mit dem Ziel potenzieller Verkäufe
  • Eventanmeldungen: Teilnahme an digitalen Runways oder lokalen Events zur Generierung von Kontaktpotenzialen und zur Neukundenakquise

Für Kampagnen zur Leadgenerierung im High End-/ und Luxussegment über Social Media eignen sich einige Plattformen und Kampagnenformate besser als andere; insbesondere Facebook, Instagram, LinkedIn und Pinterest lassen sich hier aufgrund unterschiedlicher Vorteile empfehlen.

Leadkampagnen mit Meta

Meta bietet verschiedene Möglichkeiten zur Leadgenerierung über Facebook und Instagram an.

Instant-Formulare

Bei Instant-Formularen handelt es sich um Formulare, die mit Teils vorausgefüllten Informationen der PlattformmitgliederInnen in Lead Kampagnen auf Facebook und Instagram integriert werden können.

Für die Leadgenerierung im High End Segment eignen sich die Instant-Forms von Meta im Vergleich zu diesen von anderen Plattformen sehr gut, da sie bis zu einem bestimmten Grad personalisierbar sind und Storytelling sowie Hintergrundwissen zu Marken oder weiterführende Information zu Produkten und deren Geschichte ermöglichen. Seit diesem Jahr ist es möglich «benutzerdefinierte» Formulartypen mit diversen Informationen zu erstellen und bspw. ein dediziertes Bild zu hinterlegen, an das das Farbschema der Buttons und weitere Form-Elemente sich anpassen.

Meta-Formular mit weiterführenden Produktinformationen | Quelle: Meta Ads Manager

Meta-Formular mit weiterführenden Produktinformationen | Quelle: Meta Ads Manager

Die Qualität der Leads, die über Instant-Forms auf Meta generiert werden, ist in gewissem Masse durch Anzeigengestaltung, aber auch Formulargestaltung beeinflussbar. Ebenfalls ist es möglich, die Lead Formulare auf höheres Volumen an Leads oder höhere Kaufabsicht einzurichten. Grundsätzlich gilt; dass Anzeigen, bei denen über die Instant-Formulare mehr Informationen abgefragt werden, auch qualitativ hochwertigere Leads generieren.

Conversion-Kampagnen

Über Instagram und Facebook ist es möglich, Conversion Kampagnen mit Optimierung auf Leads einzustellen. Dies mit dem Ziel, letztere über eine dedizierte Landingpage zu generieren.

Der Vorteil, Leads für High End-/ und Luxusmarken mithilfe von Conversion Lead Kampagnen zu generieren, liegt darin, dass sie weitgehend ab dem ausgehenden Traffic die User-Experience über eine eigene Landingpage innerhalb ihrer gesamtheitlichen Corporate Identity bestimmen können.

Auf Basis von Conversion Kampagnen werden Anzeigen über Facebook und Instagram der definierten Zielgruppe ausgespielt, mit dem Ziel diese zu einem Formularabschluss auf einer definierten Landingpage zu bewegen. Zur Messung der generierten Leads muss ein Pixel auf der Landingpage sowie das Lead Event eingerichtet sein.

Generell wurde festgestellt, dass die Quantität der generierten Leads über eine Landingpage in der Regel zwar niedriger ist, als jene bei den Instant-Formularen, die Qualität der Leads hingegen aber besser.

Leads über LinkedIn generieren

Leadgenerierung LinkedIn | Quelle: LinkedIn Werbeanzeigenmanager

Leadgenerierung LinkedIn | Quelle: LinkedIn Werbeanzeigenmanager

Der Vorteil, Lead-Kampagnen über LinkedIn auszuspielen, liegt für Unternehmen im oberen Preissegment in den verschiedenen Targeting-Möglichkeiten der Plattform. Wo es bei LinkedIn an dedizierten Storytelling Formaten, die Luxusbrands gerne nutzen, eher mangelt, bietet diese Plattform einzigartige Möglichkeiten, das Targeting auf hohes Einkommen auszurichten. Dies auf Basis von weiteren Merkmalen wie die Karrierestufe, der Tätigkeitsbereich und die Berufserfahrung. Die Zielgruppe besteht bei LinkedIn aus gut ausgebildeten und einkommensstarken Personen. Laut eigenen Berichten haben LinkedIn Mitglieder zweimal mehr Kaufkraft als der Durchschnitt – womit diese höher liegt als bei den weiteren Top 5 sozialen Netzwerken.

LinkedIn ermöglicht die Leadgenerierung über eigene Lead Formulare, die sogenannten Lead Gen Forms, darüber hinaus besteht die Möglichkeit Leads über LinkedIn Kampagnen mit Conversion Kampagnen zu generieren.

Lead Gen Forms

Bei den Lead Gen Forms, die für verschiedene Sponsored Content und das Sponsored Message Format einsetzbar sind, handelt es sich um mit den Profildaten von LinkedIn-MitgliederInnen teilweise vorausgefüllte Formulare. Die Möglichkeiten, das Layout von Lead-Gen-Formularen zu beeinflussen, sind sehr begrenzt bzw. nicht existent.

Auch bei Lead Gen Forms gilt; mit zunehmender Datenabfrage steigt in der Regel die Hemmschwelle, das Formular abzuschliessen.

Conversion Kampagnen

Für die Leadgenerierung über eine Landing Page eignen sich Conversion Kampagnen auf LinkedIn ebenfalls. Der Vorteil für Luxusmarken liegt hier wiederum in der grösseren Beeinflussbarkeit der Customer Experience mit Klick von der LinkedIn Anzeige auf eine an von der High End Marke gestaltbare Landing Page. Und somit bei einer gezielteren Customer Experience und Markenwahrnehmung. Für das Tracking der Conversions auf einer dedizierten Landing Page ist die Implementierung des LinkedIn-Tags, sowie das Aufsetzen der «Aktion/Conversion» in diesem Fall des Leads seitens LinkedIn-Tag und auf Ad Account Basis notwendig.

In dem LinkedIn Advertising Seminar der Hutter Consult AG erfahren Marketer alles über Leadgenerierung.

Kampagnen mit dem Lead Ziel auf Pinterest

Obwohl Pinterest keine dedizierten Anzeigenformate mit Formularen anbietet, lohnt es sich als Luxusunternehmen zur Leadgenerierung auf diese Plattform zu setzen. Dies wegen der Möglichkeiten rund um das Storytelling. Und besonders wegen der Audience, welche die Plattform mit sich bringt. Laut eigenen Angaben sind 38 % der deutschen Millennials mit einem Haushaltseinkommen von über 100’000 Euro auf Pinterest. Die Wahrscheinlichkeit, dass Personen, welche Pinterest benutzen, Produkte von Luxusmarken für besondere Anlässe erwerben, ist in Deutschland beispielsweise um 20 % höher als bei NutzerInnen anderer Plattformen. Pinterest unterscheidet sich in der Anwendung insofern, als dass die sogenannten «Pinners» nach Inspirationsquellen suchen und eher auf Pinterest für die Zukunft planen. Für Unternehmen in Branchen mit High-Involvement Produkten, wie es in der Luxusbranche der Fall ist, liefert Pinterest eine gute Möglichkeit KundInnen bereits früh im Entscheidungsprozess abzuholen. Möchten Marketer diese geeignete Zielgruppe bereits sehr früh im Kaufentscheidungsprozess inspirieren, haben sie diese Möglichkeit über Pinterest mithilfe von Conversion Kampagnen mit dem Ziel der Leadgenerierung.

Conversion Kampagnen

Conversion-Event Pinterest | Quelle: Pinterest Werbeanzeigenmanager

Conversion-Event Pinterest | Quelle: Pinterest Werbeanzeigenmanager

Zur Leadgenerierung über Landingpages auf der Markenwebsite, bietet Pinterest Kampagnen mit der Optimierung um Leads zu erstellen an. Hier eignen sich verschiedene Anzeigenformate; unter anderem Standardanzeigen, Videoanzeigen und Karussell Anzeigen. Für das Messen der durch die Kampagnen generierten Leads muss der Pinterest-Tag sowie der Eventcode für den Lead installiert sein.

Geeignete Inhalte

Was die Inhalte für Lead Kampagnen von Luxusmarken angeht, so gelten hier ähnliche Empfehlungen wie bei den anderen Inhalten: Träume wecken, Emotionen ansprechen und Identifikationsmöglichkeiten zur Marke schaffen. Idealerweise schaffen Werbetreibende dies für Lead Generierung im Luxussegment mit Content, der beim Betrachter an das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung anknüpft und den Wunsch nach einem Zugehörigkeitsgefühl zur Marke und deren Welt bei der Zielgruppe hervorruft.

Als Medium eignen sich hierzu Videos am besten. Sie bieten die perfekte Basis, um ansprechende und aussagekräftige Sequenzen zu nutzen, die den Daumen stoppen und die Emotionen bei den Betrachtenden wecken.

Überzeugende Incentives

Anreize für das Teilen der eigenen Nutzerdaten können Werbetreibende in Social Media Lead Kampagnen im Luxus- und High End Bereich, mit Angeboten, welche die «Fear of missing out» ansprechen oder ein Zugehörigkeitsgefühl zu einem «exklusiven Club Member» vermitteln. Geeignete thematische Anreize hierfür sind bspw. Einladungen zu Online Fashion Shows, Previews zu Produktneuheiten, früherer Zugang zu Produkten, usw.

Anders als in den meisten anderen Branchen eignen sich Rabatte und Promotionen für das Luxussegment nicht als Incentives, da diese langfristig eher schädlich für Marken in diesem Segment sind.

Fazit

Ob Teilnehmende für lokale Events, Interessenten für Probefahrten oder Abonnenten für Newsletter von Luxusmarken generiert werden sollen; Pinterest, LinkedIn und Facebook bieten für Luxusmarken effiziente Möglichkeiten, um Social Media Kampagnen zur gezielten Leadgenerierung einzurichten. Für den Erfolg dieser Kampagnen spielt das richtige Targeting eine ebenso bedeutende Rolle, wie die Auswahl der Inhalte. Insbesondere mit Fokus auf eine jüngere Zielgruppe, die regelmässig viel Zeit auf Social Media Plattformen verbringt, sollten Unternehmen in diesem Segment, die Möglichkeiten Leads zu generieren ausschöpfen.

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Die Rolle von Advantage+ Shopping-Kampagnen (ASC) in der Online-Verkaufsstrategie

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Die digitale Werbelandschaft entwickelt sich ständig weiter, und Unternehmen suchen nach neuen Möglichkeiten, ihre Werbekampagnen effektiver zu gestalten. Eine innovative Lösung, die in diesem Kontext immer mehr an Bedeutung gewinnt, sind die Advantage+ Shopping Kampagnen (ASC). Die smarten Kampagnen versprechen eine verbesserte Effizienz und höhere Conversion-Rates. Doch wie genau funktionieren sie, wo lassen sie sich in der Customer Journey einordnen und welche Einsatzmöglichkeiten gibt es? Wir klären einige Fragen auf.

Was sind Advantage+ Shopping Kampagnen (ASC) und wie funktionieren sie?

Die Advantage+ Shopping Kampagne (ASC) ist ein weiteres Produkt der Advantage+ Reihe von Meta. Alle Produkte dieser Produktreihe basieren auf maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz (KI). Der seit Ende 2022 ausgerollte Kampagnentyp soll Werbung auf Meta noch effizienter sowie intelligenter machen.

Advantage+ Shopping Kampagnen sind also voll automatisierte, smarte Kampagnen, welche mit weniger Input im Setup im Gegensatz zu manuellen Kampagnen oder Shopping Ads auskommen.

Die einzigen möglichen Einstellungen dieses Kampagnentyps sind die Definition einer Custom Audience als Referenz für Bestandskunden zur Budgetbegrenzung dieser, die Ausrichtung, in welchem Land die Kampagne ausgespielt werden soll und Einschränkungen betreffend Alter (Bestandskunden, Geo-Targeting- und Alters-Targeting Einschränkungen werden in den Werbekonto-Einstellungen zentral definiert).

Meta Werbekonto-Einstellungen für ASC - Altersbeschränkung und Geo-Targeting

Meta Werbekonto-Einstellungen für ASC – Altersbeschränkung und Geo-Targeting (Quelle: Meta Werbanzeigenmanager)

Meta Werbekonto-Einstellungen für ASC - Definition Bestandskunden

Meta Werbekonto-Einstellungen für ASC – Definition Bestandskunden (Quelle: Meta Werbeanzeigenmanager)

Das Conversion-Event ist zwingend die «Kauf-Conversion» und kann auch nicht angepasst werden. Ohne funktionierende «Kauf-Conversion» ist eine Erstellung und Nutzung der ASC demnach nicht möglich. Zudem wird die übliche Kampagnenstruktur bestehend aus Kampagnen-Ebene, Anzeigengruppen-Ebene und Anzeigen-Ebene konsolidiert und die Anzeigengruppe gibt es nur noch rein technisch im Background. Wie man trotzdem mit diesen wenigen Einstellungen Einfluss auf die Kampagnenausrichtung nehmen kann, wird weiter unten erläutert.

Wo befinden sich Advantage+ Shopping Kampagnen (ASC) in der Customer Journey?

Die Customer Journey, zusammen mit anderen strategischen Funnel-Modellen, bildet die theoretische Grundlage für das Verständnis des Kundenverhaltens und der Interaktionsphasen. Bevor wir uns jedoch darauf konzentrieren, wie Advantage+ Shopping Kampagnen entlang der Customer Journey eingebettet werden, ist es wichtig, einen Überblick über diese Konzepte zu geben und ihre Bedeutung für das moderne Marketing zu verstehen.

Customer Journey, Marketing Funnel und Customer Value Journey

Die Customer Journey umfasst typischerweise verschiedene Phasen, die ein Kunde durchläuft, angefangen von der Bewusstseinsphase über die Interessensphase, die Entscheidungsphase bis hin zur Handlungsphase. Neben der Customer Journey gibt es weitere strategische Funnel-Modelle, die im Marketing angewendet werden.

Speziell im Online Marketing findet der Marketing Funnel und der Customer Value Journey häufig Anwendung. Der Marketing Funnel umfasst die verschiedenen Phasen, die ein potenzieller Kunde durchläuft: von der ersten Berührung mit einer Marketingaktivität bis zum Kaufabschluss. Dieser Funnel kann verschiedene Stufen haben, wie z.B. Awareness, Consideration, Conversion und Loyalty. Das SEE-THINK-DO-CARE Framework nach Avinash Kaushik ist ein strategischer Funnel, welcher aus den Stufen SEE (Aufmerksamkeit erzeugen), THINK (Interesse wecken), DO (Konversion erreichen) und CARE (Kundenzufriedenheit und Bindung fördern) besteht.

Wie unschwer zu erkennen ist, sind sich alle Konzepte sehr ähnlich und verfolgen letztendlich dasselbe Ziel: Sie bieten einen strategischen Rahmen, um den Prozess der Kundenakquise, -bindung und -entwicklung zu visualisieren und zu planen. Die genaue Anwendung und Gestaltung dieser Funnel-Modelle kann je nach Unternehmen, Branche und Marketing Zielen variieren.

Einbindung Advantage+ Shopping Kampagnen

In der Regel werden Marketingkampagnen in verschiedenen Phasen der Customer Journey eingesetzt, um verschiedene Ziele zu erreichen. Zum Beispiel können Kampagnen in der Bewusstseinsphase dazu dienen, das Bewusstsein für eine Marke oder ein Produkt zu schaffen, während Kampagnen in der Entscheidungsphase den Kunden dazu bringen sollen, eine bestimmte Handlung auszuführen, wie beispielsweise einen Kauf. Da die ASC jedoch sehr eingeschränkt in ihren Setup-Möglichkeiten ist und der Algorithmus fast alles selbst macht, ist es schwierig diese in eine genaue Phase oder Funnel-Stufe einzuordnen. Im Gegensatz zu normalen Kampagne mit dynamischen Produktanzeigen (DPA) oder klassischen Retargeting-Kampagnen, welche sich meist in der THINK/ DO Stufe, also der Handlungsphase befinden, können ASC in allen Phasen gut eingesetzt werden. Da sie jedoch im Ursprung Shopping-Kampagnen sind, legen sie auch ihren Fokus auf Umsatz bzw. Käufe und funktionieren sehr gut in der Handlungsphase, um die Verkäufe anzukurbeln.

Da uns diese Grundlage aber nicht ausreicht, haben wir in den letzten Monaten viele Tests mit ASC durchgeführt. Dies für verschiedene Produkte und Ziele, welche uns einige Erkenntnisse zum sinnvollen Einsatz von ASC geliefert haben.

Wann setze ich eine ASC sinnvoll ein?

Es ist wichtig anzumerken, dass der Einsatz von verschiedenen Kampagnen-Typen von verschiedenen Faktoren abhängt, wie der Art des Produkts oder der Dienstleistung, der Zielgruppe und den Marketing Zielen des Unternehmens. Eine genaue Definition über den Einsatz einer spezifischen Kampagne kann daher variieren.

ASC können also auch für verschiedene Ziele und Produkte eingesetzt werden. Durch die Möglichkeit eine Bestandskundenliste pro Werbekonto zu definieren und anhand dieser die ASC genauer auf Neu- oder Bestandskunden auszurichten (über die Definition eines prozentualen Mindestbudgets innerhalb des Bestandskunden-Targetings), bietet sie uns einen kleinen Spielraum ihrer Einsatzmöglichkeiten. Eine weitere Erkenntnis: Sie muss nicht zwingend eine Katalogkampagne sein, Voraussetzung ist jedoch eine definierte Kauf-Conversion im Setup.

Wir haben folgende Tests durchgeführt, um der ASC weiter auf den Zahn zu fühlen:

ASC als Shopping-Kampagne in höheren Funnel-Stufen

In zwei aufeinanderfolgenden Tests wurden verschiedene Strategien für einen Online-Shop verglichen. Im ersten Test wurde eine ASC mit DPAs gegen eine manuelle Prospecting DPA-Kampagne mit dem Optimierungsziel “Kauf” getestet.

Im zweiten Test wurde eine ASC mit DPAs gegen eine manuelle Prospecting-Kampagne mit dem Optimierungsziel “AddToCart” verglichen.

In beiden Fällen zeigte sich ein leichter Vorteil der ASC: Sowohl die Kosten pro Kauf als auch die Kosten pro AddToCart waren in der ASC geringer. Dies verdeutlicht, dass die ASC trotz ihres Fokus auf Käufe auch höhere Funnel-Ziele effektiv abdecken und somit eine effiziente Lösung für Online-Shops darstellen kann.

ASC als Shopping-Kampagne in tieferen Funnel-Stufen

Für einen anderen, namhaften Online-Shop hat sich im weiteren Vergleich gezeigt, dass spezifische Retargeting-Kampagnen mit dem Optimierungsziel “Kauf” im direkten Vergleich mit der ASC effizienter waren.

Obwohl die ASC bei der Abdeckung verschiedener Funnel-Ziele ihre Stärken zeigt, wurden bei einem direkten Vergleich mit klassischen Retargeting-Kampagnen Unterschiede sichtbar. Die spezifischen Retargeting-Kampagnen wiesen niedrigere Kosten pro Kauf auf und erwiesen sich somit als effektivere Option.

In anderen Tests haben wir jedoch ein anderes Ergebnis gesehen und auch hier bessere Ergebnisse der ASC im Vergleich zu einer klassischen Retargeting-Kampagne feststellen können. Eine klare Aussage kann hier also nicht getroffen werden. Es ist daher ratsam, je nach den Zielen und Prioritäten des Online-Shops die passende Kampagnenstruktur zu wählen und die Vorteile der spezifischen Retargeting-Kampagne in Betracht zu ziehen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

ASC als Full-Funnel Shopping-Kampagne

In einem kürzlich durchgeführten Test für einen weiteren Online-Shop wurde eine ASC mit dynamischen Produktanzeigen (DPAs) mit einer Kampagnengruppe verglichen, die den gesamten Kampagnen-Funnel abdeckt. Die Kampagnengruppe bestand aus einer Prospecting DPA-Kampagne mit dem Optimierungsziel “AddToCart” und einer Retargeting DPA-Kampagne mit dem Optimierungsziel “Kauf”.

Das Ergebnis war beeindruckend: Die ASC übertraf die Kampagnengruppe in ihrer Gesamt-Performance. Der Return on Advertising Spend (ROAS) war insgesamt höher, und die Kosten pro Kauf waren deutlich geringer.

Experiment in Meta - ASC vs. Standard Funnel Kampagne (Quelle: Meta Experiments)

Experiment in Meta – ASC vs. Standard Funnel Kampagne (Quelle: Meta Experiments)

ASC als Push-Kampagne einzelner Produkte

Um den Erfolg und die Effizienz unserer Werbekampagnen zu steigern, haben wir einen weitere Einsatzmöglichkeit der ASC getestet. Anstelle mehrerer statischen Kampagnen zum Pushen einzelner Produkte haben wir eine ASC aufgesetzt. In dieser ASC integrierten wir immer die aktuellen Produkte, die beworben werden sollten, mithilfe von normalen Carousel-Ads. Die Ergebnisse sind äusserst vielversprechend. Der Return on Advertising Spend (ROAS) ist deutlich gestiegen, und wir konnten die Kosten pro Kauf erheblich reduzieren. Zusätzlich konnten wir den Setup-Aufwand optimieren, da wir nur noch eine einzige Kampagne verwalten und aktualisieren müssen. Dieser innovative Ansatz hat sich als äusserst effektiv erwiesen und ermöglicht es uns, die Werbeleistung zu maximieren, während wir gleichzeitig den Verwaltungsaufwand minimieren.

ASC als Shopping-Kampagne mit befristeter Laufzeit für eine bestimmte Aktion

Ein weiterer Testansatz war es, eine jährliche Aktionskampagne über drei Wochen anstelle des herkömmlichen Ansatzes inklusive Budgetstaffelung und zweistufigem Ansatz, durch eine ASC mit Laufzeitbudget zu ersetzen.

Die ASC umfasste verschiedene Anzeigen mit unterschiedlichen Handlungsaufforderungen – sowohl starke als auch weniger starke (Awareness, Consideration, Conversion und Loyalty Botschaften gemischt), um alle Personen der Customer Journey anzusprechen. Das Ergebnis war beeindruckend: Wir erzielten einen verbesserten ROAS und konnten mehr Verkäufe generieren.

Die hier aufgezeigten Tests beziehen sich alle auf den Vergleich einer ASC vs. einer Standard-Kampagne oder Kampagnengruppen und beleuchten die Einsatzmöglichkeiten der ASC. Wir testen aber weiter und schauen uns aktuell an, welches Setup der ASC am besten funktioniert im Hinblick auf Ad-Formate, Creatives und andere Setup-Möglichkeiten. Wichtig ist bei allen Tests, dass ähnliche Setups miteinander verglichen werden. So kann eine ASC mit hoher Bestandskundenbeschränkung gegen eine manuelle Kampagne, welche auf Zielgruppen mit hohem Bestandskundenanteil ausgerichtet ist, nicht richtig verglichen werden. Zudem können diese Tests nie zu 100% auf andere Kampagnen übertragen werden, da viele Faktoren Einfluss auf die Performance von Kampagnen haben können wie z.B. Budget, Produkte, Markenbekanntheit, Creatives und weitere Faktoren.

Hier noch ein paar Gedankengänge zum Thema Testing

Der Einsatz der experimentellen A/B-Test Optionen (Meta Experimente) bietet sich hier an, um korrekte und bestenfalls statisch signifikante Ergebnisse zu erhalten.

Zusätzlich rät es sich, bei der Durchführung von Tests, immer mit Hypothesen zu arbeiten, um diese zu bestätigen oder zu dementieren. Eine Protokollierung der Tests sollte ebenfalls vorgenommen werden, um eine Testhistorie (Hypothesenkatalog) zu erhalten. Das experimentelle Testen sollte, wenn möglich auch immer nur eine, sich ändernde, Variable haben. Durch die Verwendung von mehreren unterschiedlichen Variablen kann sonst keine klare Aussage mehr auf die Fragestellung der Hypothese gemacht werden.

Falls Kauf-Conversions zusätzlich über die Conversions-API an Meta übergeben werden, so bietet sich zusätzlich der Einsatz von Conversion-Lift Studien an, um hier den inkrementellen Uplift der Massnahmen ebenfalls erheben zu können.

Vor und Nachteile von ASC

Aktuell sehen wir folgende Vorteile in der Anwendung von ASC:

  • Die ASC ist einfach und schnell aufzusetzen, da es nicht viele Einstellungsmöglichkeiten gibt und vieles vorgegeben ist. Die Setup-Aufwände werden demnach reduziert und Ressourcen können anderweitig eingesetzt werden, z.B. in die Erstellung Hypothesenkataloges, der Definition von Testszenarien und der Erstellung von Creatives, um hier ein paar Wenige zu nennen.
  • Es gibt zahlreiche Testmöglichkeiten, wie Verkäufe mit der ASC gesteigert werden können. Durch KI lernt die ASC stetig dazu und wird besser. Durch Tests unterstützen wir die Weiterentwicklung des Kampagnentyps.
  • Auch die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Es ist nicht zwingend nötig, eine klassische Katalogkampagne auf einen klassischen Online-Shop abzubilden. So ist es auch möglich andere Bereiche mit einer ASC abzudecken, wie z.B. Dienstleistungsangebote, welche online buchbar sind. Solange der Kaufabschluss als Conversion gemessen werden kann bzw. definiert ist, ist hier viel möglich und der Kreativität fast keine Grenzen gesetzt.

Natürlich hat die ASC auch einige Nachteile, hier einige davon:

  • Mit der ASC sind die Möglichkeiten zur Zielgruppenselektion begrenzt. Es stehen nur wenige Einstellungsmöglichkeiten wie das Land oder die Beschränkung auf Bestandskunden sowie der Definition des «Startalters» zur Verfügung, was den Einfluss auf das genaue Targeting einschränkt.
  • Bei mehrsprachigen Ländern, wie z. Bsp. der Schweiz, kann das Sprachen-Setup mit der ASC eine Herausforderung darstellen. Es gibt aktuell keine richtige Einstellung, welchen Personen die Ads ausgespielt werden. Jedoch arbeitet die ASC intelligent und erkennt anhand des Textes, welche Anzeigen am besten in welcher Sprache ausgespielt werden sollten. Wir haben die Erfahrung gemacht (getestet über die Region-Aufschlüsselung), dass die ASC-Kampagnen deutsche Werbeanzeigen auch um ein Vielfaches mehr in deutschsprachigen Kantonen in der Schweiz ausliefert als anderssprachige (liegt auf der Hand, da Ansprache sowie Sprache der Webseite, vielfach zu mehr Verkäufen in der richtigen Sprachregion führt. Dies erkennt der Algorithmus der ASC und allokiert langfristig auch hier das Budget wieder richtig).
  • Es ist zu beachten, dass in der ASC eine Bestandskundenliste nur einmal im Account definiert werden kann. Wenn verschiedene Bestandskunden-Pools beispielsweise für verschiedene Produktbereiche oder ähnliches (z.B. verschiedene Kundenlisten sowie Kundensegmente in verschiedenen Ländern) erforderlich sind, müsste ein neuer Account eingerichtet werden (z.B. ein Ad Account pro Land). Eine gute Werbekontenstruktur rückt durch die Verwendung von ASC also wieder stärker in den Fokus.

Die ASC bietet zweifellos einige Vorteile wie die Einsparung von Ressourcen im Kampagnen-Setup und die vielfältigen Testmöglichkeiten zur Steigerung der Verkäufe. Allerdings gibt es auch Nachteile wie die eingeschränkte Zielgruppenselektion und mögliche Schwierigkeiten beim Sprachen-Setup in mehrsprachigen Ländern. Wir gehen jedoch davon aus, dass Meta auch hier nachbessern wird und in Zukunft wohl bei Themen wie multilinguale Länder, mehrschichtige Bestandskunden Segmente usw. nachbessert. Es ist wichtig, diese Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen und entsprechend den individuellen Bedürfnissen und Zielen des Unternehmens zu entscheiden, ob die ASC die richtige Strategie ist.

Fazit

Advantage+ Shopping Kampagnen bieten die Möglichkeit, langfristig den ROAS zu steigern und Ressourcen für aufwändige Kampagnen-Setups einzusparen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ASCs wenig Spielraum im Setting bieten und eine gute Testing-Strategie umso wichtiger wird. Zudem gewinnen Creatives zunehmend an Bedeutung, da sie die Ausrichtung und Botschaft der Kampagne beeinflussen können. Durch eine strategische Herangehensweise und kontinuierliches Testen können Unternehmen die Vorteile der ASCs nutzen und Ressourcen zukünftig verstärkt für strategische Themen einsetzen. Ich bin ein klarer Fan!


Recap: Meta Performance Marketing Summit 2023 – Agency Edition

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Das «Meta Performance Summit Agency Edition» in Dublin am 15. Juni 2023 war ein absoluter Höhepunkt für innovative und zukunftsorientierte Performance Marketing Agenturen aus der EMEA-Region.

Unter dem Motto “Crafting Winning Performance Strategies in the Age of AI” wurde an diesem Tag ein tiefer Einblick in die neuesten Trends und Strategien geboten, um Full-Funnel-Marketingstrategien und Werbekampagnen auf das nächste Level zu heben und den eigenen Kunden einen Wettbewerbsvorteil unter anderem mithilfe künstlicher Intelligenz zu verschaffen. 

Der Tag begann mit einer inspirierenden Einführung und einem Überblick über die Branche und den Branchenkontext, gefolgt von einer fesselnden Keynote zum Thema «Brain vs. AI». Diese spannende Diskussion führte zu Erkenntnissen darüber, wie Künstliche Intelligenz Agenturen dabei unterstützen kann, die Performance von Kampagnen zu steigern und diese für Wachstum zu skalieren. 

Meta Performance Summit 2023

Eröffnung des Meta Performance Marketing Summit 2023. Quelle: Foto Anne Steffen

Die Veranstaltung bot eine Reihe von Metas hochkarätigen Sprechern, darunter Experten wie Kai Herzberger, Group Director – eCommerce, Government & Politics, DACH, und Debora Gorman, Regional Director Global Business Group, CE aber auch Speaker wie Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck. Sie teilten wertvolle Einblicke und bewährte Strategien zur Skalierung von Kampagnen, um Kundenbindung zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen Performance- und Kreativagenturen zu optimieren, unter dem Schwerpunkt künstlicher Intelligenz und den aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich. 

Ein weiterer wichtiger Fokus des Summits lag auf dem kontinuierlichen Testen und Optimieren von Kampagnen. Die Teilnehmer erhielten wertvolle Ratschläge und Anleitungen, wie sie eine effektive Test- und Lernagenda erstellen können, um ihre Marketingstrategie kontinuierlich zu verbessern und auf dem Markt einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. 

Meta Performance Summit 2023

Blick auf das Herz des Meta Ballsbridge Campus. Quelle: Foto Anne Steffen

Zwischen den informativen Sessions bot der Summit auch Gelegenheit für Networking und den Austausch von Ideen mit anderen Teilnehmern und Branchenexperten. Darüber hinaus konnten die Teilnehmer an einer Führung des Ballsbridge Campus in Dublin teilnehmen. 

Agenda Meta Performance Marketing Summit 2023: 

Übersicht:

  1. Brain vs. AI
  2. Unlocking AI as an Agency
  3. Scaling Campaigns for Growth
  4. Building a Test & Learn Agenda
  5. Thinking Beyond Media: Retention Guide
  6. How can Media Agencies influence Creatives?
  7. Fazit

Hosts: 

Julie Erler | Agency Partner, DACH
https://ch.linkedin.com/in/julianeerler

Christoph Schliecker-Magnani |Agency Partner, DACH
https://de.linkedin.com/in/cs-m

Andreas Rau | Head of Media Agencies, DACH
https://de.linkedin.com/in/andreasrau

Debora Gorman | Regional Director Global Business Group, CE
https://ie.linkedin.com/in/debgorman  


Dr. Henning Beck |Neuroscientist & Author
https://de.linkedin.com/in/henning-beck-aa2895196

Dr. Henning Beck, renommierter Neurowissenschaftler und Autor, eröffnete den Meta Performance Marketing Summit 2023 mit einem Vortrag, der die unersetzliche Rolle des menschlichen Geistes bei der Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI) hervorhob. In seiner Präsentation betonte er, dass das Gehirn in vielerlei Hinsicht von KI abweicht und dass die einzigartigen Fähigkeiten des menschlichen Geistes unerlässlich bleiben, um das Potenzial der KI voll auszuschöpfen. 

Das Gehirn, so Dr. Beck, ist keine einfache Datenverarbeitungsmaschine wie ein Computer. Es kann nicht nur Informationen aufnehmen und verarbeiten, sondern auch neue Ideen entwickeln, die KI bisher nicht erreichen kann. Während KI auf vordefinierte Muster und Daten angewiesen ist, kann das menschliche Gehirn Kontexte verstehen, die nicht aus Daten herausgelesen werden können.  

Ein wichtiger Aspekt, den Dr. Beck ansprach, war das konzeptionelle Denken des menschlichen Gehirns. Es hat die Fähigkeit, abstrakte Konzepte zu erfassen und sie in einen Kontext zu setzen. Im Gegensatz dazu basiert KI auf riesigen Datenmengen und ist in No-Data- oder Low-Data-Szenarien weniger effektiv. Hier zeigt sich die Stärke des menschlichen Geistes, der in der Lage ist, Lücken zu füllen und Entscheidungen zu treffen, wenn Daten begrenzt oder nicht vorhanden sind oder neue Rahmenbedingungen bestehen. 

Darüber hinaus wies Dr. Beck darauf hin, dass KI und Datenanalyse bisher nur in der Lage sind, auf vergangene Informationen zurückzugreifen und anhand dieser Muster zukünftige Entwicklungen vorherzusagen. Der menschliche Geist hingegen hat die einzigartige Fähigkeit, Neues zu erfinden und Innovationen voranzutreiben. Die Kreativität, die durch das menschliche Gehirn ermöglicht wird, ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Weiterentwicklung von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft. 

Abschliessend gab Dr. Beck einige wertvolle Ratschläge für die zukünftige Anwendung von KI im Marketing: Er ermutigte das Publikum, keine Angst vor KI zu haben. Statt sie als eine Bedrohung zu betrachten, sollten wir KI als eine erweiterte Ressource betrachten, die uns dabei unterstützt, bessere Marketingstrategien zu entwickeln und effektivere Entscheidungen zu treffen. Ein weiterer wichtiger Tipp war es, Freiräume für Ideen und Prototyping zu schaffen. Obwohl KI viele automatisierte Prozesse übernehmen kann, sollten wir den Menschen weiterhin die Möglichkeit geben, ihre kreativen Fähigkeiten einzubringen und strategische Entscheidungen zu treffen. Indem wir die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI fördern und die Stärken beider Seiten nutzen, können wir innovative und erfolgreiche Marketingkampagnen entwickeln.- Schliesslich betonte Dr. Beck, dass KI für ein besseres Marketing eingesetzt werden kann. Durch den Einsatz von KI-Tools und -Algorithmen können wir ein tieferes Verständnis für Kundenbedürfnisse und -verhalten gewinnen, personalisierte Inhalte liefern und effizientere Marketingstrategien entwickeln.  

In seinem Fazit betonte Dr. Beck: «Ich bin mir sicher, dass das nächste grosse Ding von einem Menschen und nicht von einer KI kommt.» Trotz der beeindruckenden Fortschritte im Bereich der KI bleibt der menschliche Geist unersetzlich. Die einzigartigen Fähigkeiten des Gehirns, wie konzeptionelles Denken, das Herstellen von Verbindungen über vordefinierte Muster hinaus und die Fähigkeit, Neues zu schaffen, sind von unschätzbarem Wert.  

(zurück)


Kai Herzberger | Group Director – eCommerce, Government & Politics, DACH
https://de.linkedin.com/in/kaiherzberger

"Unlocking AI as an Agency" von Kai Herzberger

«Unlocking AI as an Agency» von Kai Herzberger. Quelle: Foto von Anne Steffen

Kai Herzberger präsentierte einen faszinierenden Vortrag über die Entschlüsselung der Künstlichen Intelligenz (AI) als Agentur. Er betonte, dass AI den optimalen Schnittpunkt zwischen Technologie, Kreativität und Effizienz darstellt. Bei Meta wird AI bereits seit 2006 mithilfe von maschinellem Lernen im Newsfeed eingesetzt. Die Meta-Plattform verpflichtet sich zum verantwortungsvollen Umgang mit AI. 

Kai Herzberger betonte, dass AI die Arbeit von Marketern nicht ersetzen kann, jedoch eine wertvolle Unterstützung und Verbesserung bietet. Durch den Einsatz von AI können Arbeitsprozesse effizienter und produktiver gestaltet werden. Meta investiert stark in AI und setzt sie auf verschiedene Weisen ein: Die Discovery Engine werden durch AI gestärkt, wodurch 20% des Contents auf Facebook nun von AI empfohlen werden. AI hilft auch bei der Erkennung und Entfernung schädlicher Inhalte, wobei 82% der Hassreden auf Facebook Plattformen von automatisierten Systemen identifiziert und entfernt werden. Zudem verbessert AI die Relevanz von Anzeigen und automatisiert Erfahrungen für Vermarkter, was zu einer 20%igen Steigerung der Konversionen führen kann. AI ermöglicht auch die Automatisierung von relevanten Chats und Chatbot-gesteuerten Nachrichten, wodurch persönliche Interaktion, Engagement und Konversionen in grossem Massstab möglich sind. Darüber hinaus arbeitet Meta an der Entwicklung dynamischer und interaktiver 3D-Räume, um neue Erlebnisse für Menschen und Marken in hybriden und vollständig virtuellen Umgebungen zu schaffen. 

Kai Herzberger teilte auch Prognosen zur zukünftigen Nutzung von AI im Marketing mit. In den nächsten drei Jahren wird ein Wachstum von 22,9% bei der Nutzung von AI für Marketingzwecke erwartet. Mit Metas Advantage-Automatisierungstools können leistungsstärkere Kampagnen erstellt werden. Interne Studien zeigen, dass mit Advantage + Shopping-Kampagnen ein 32%iges Wachstum des Return on Ad Spend (ROAS) erzielt werden kann. Mit Advantage + App-Kampagnen konnte eine 9%ige Verbesserung der Cost per Action erreicht werden, und Advantage + Creative führte zu 14% mehr inkrementellen Käufen pro ausgegebenem Dollar. 

Insgesamt verdeutlichte der Vortrag von Kai Herzberger die Bedeutung von AI als entscheidendem Faktor für die Optimierung von Performancekampagnen. Durch den Einsatz von AI können Agenturen und Marketer ihre Leistung steigern und bessere Ergebnisse erzielen. 

(zurück)


Nick Christiansen | Account Solutions Manager, Nordics
https://www.linkedin.com/in/nick1993/

Boldizsár van der Lek | Senior Account  Manager, Dublin
https://de.linkedin.com/in/boldizs%C3%A1r-van-der-lek

Nick Christiansen und Boldizsar van der Lek präsentierten auf dem diesjährigen Meta Performance Summit den Meta Growth Accelerator (MGA), ein datengesteuertes Tool, das Werbetreibenden hilft, ihren Return on Investment (ROI) zu maximieren. Der Meta Growth Accelerator ermöglicht skalierbare Prognosen auf der Grundlage historischer Daten von Werbekonten.

In der Präsentation wurden zwei Haupttypen von Insights und Ergebnissen vorgestellt, die mit dem Meta Growth Accelerator erzielt werden können:

  • #1 – Skalierung: Suche nach datengestützten Beweisen dafür, dass eine Skalierung möglich ist, ohne dass sich die Leistung im Vergleich zu niedrigeren Investitionsniveaus signifikant verringert.
  • #2 – Strategieanpassung: Es soll festgestellt werden, ob eine Strategieverbesserung erforderlich ist, um höhere Investitionen rentabel zu machen, wenn andernfalls eine frühe Leistungssättigung eintritt, bevor eine Skalierung erfolgt.

Der Meta Growth Accelerator liefert somit eine Bewertung des Potenzials für eine Skalierung des Budgets und der damit verbundenen Ergebnisse. Ausserdem gibt es Auskunft über das Optimierungspotenzial.

Werbetreibende können den Meta Growth Accelerator über ihren Meta Ansprechpartner oder eine von Meta verwaltete Agentur durchführen lassen.

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Uta Pfaffelhuber | Strategic Account Manager, DACH – Meta
https://ie.linkedin.com/in/utapfaffelhuber

Benedikt Berger | Senior Account Manager, DACH – Meta
https://www.linkedin.com/in/benediktberger1

In der Präsentation von Uta Pfaffelhuber und Benedikt Berger mit dem Titel «Building a Test & Learn Agenda» wurde deutlich, dass eine Test- und Lern-Agenda auch in Zeiten des maschinellen Lernens von grosser Bedeutung ist. Obwohl maschinelles Lernen fortschrittliche Technologien und Algorithmen bietet, kann es nicht die gleichen Ergebnisse liefern wie manuelles Testing. Es gibt verschiedene Herausforderungen, wie die Zielgruppenüberschneidungen mit anderen laufenden Kampagnen und Kreativinhalten, die Isolierung von Testvarianten, mögliche Voreingenommenheit in der Leistungsbewertung und die Art der Ergebniszuschreibung, die die Notwendigkeit einer Test- und Lern-Agenda unterstreichen. 

"Building a Test & Learn Agenda" von Uta Pfaffelhuber und Benedikt Berger

“Building a Test & Learn Agenda” von Uta Pfaffelhuber und Benedikt Berger. Quelle: Foto von Anne Steffen

Im weiteren Verlauf der Präsentation wurden wichtige Punkte hervorgehoben. Insbesondere betonten die Referenten die Ausrichtung der Agenda an den Geschäftszielen. Eine effektive Test- und Lern-Agenda sollte eng mit den übergeordneten Zielen des Unternehmens verbunden sein, um das Wachstum gezielt zu fördern. Zudem wurden bewährte Methoden und optimale Vorgehensweisen zur Einrichtung einer solchen Agenda erläutert. Es ist wichtig, klare Hypothesen zu entwickeln und die verschiedenen Testmöglichkeiten und -arten zu berücksichtigen. Dazu zählen A/B-Tests, Single-Cell Lift Tests sowie Multi-Cell Lift Tests. Diese unterscheiden sich jeweils in der Berücksichtigung der Inkrementalität und der Integration von Kontrollgruppen. 

Warum eine Test & Learn Agenda trotz maschinellem Lernen wichtig ist.

Warum eine Test & Learn Agenda trotz maschinellem Lernen wichtig ist. Quelle: Foto von Anne Steffen

Als unterstützende Ressource wiesen die Referenten auf den Hypothesenkatalog von Meta hin, der als Leitfaden dienen kann. Er bietet eine wertvolle Hilfestellung und ermöglicht es den Unternehmen, ihre Teststrategien auf eine fundierte Grundlage zu stellen. 

Durch systematisches Testen und Lernen können Unternehmen fundierte Entscheidungen treffen und ihre Marketingstrategien kontinuierlich optimieren.  

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Kai Herzberger | Group Director – eCommerce, Government & Politics, DACH
https://de.linkedin.com/in/kaiherzberger

Kai Herzberger betonte am Meta Performance Summit die Bedeutung der Kundenbindung und zeigte auf, dass eine niedrigere Abwanderungsrate und eine erhöhte Kundenbindung zu verbessertem Gewinn führen. Eine Steigerung der Kundenbindung um 5% kann zu einem Profit von 25-95% führen. Während Remarketing kurzfristige Effekte hat, ist Kundenbindung ein langfristiger Ansatz. Durch Fokussierung auf Kundenbindung können die Kosten pro Kunden im Vergleich zu Neukunden um das Fünffache gesenkt werden. 

"Thinking Beyond Media: Retention Guide" von Kai Herzberger

“Thinking Beyond Media: Retention Guide” von Kai Herzberger. Quelle: Foto von Anne Steffen

Es wurde empfohlen, den Performance-Funnel um Phasen wie Upselling im Kundenlebenszyklus, Abwanderungs-Prävention und Reaktivierung von Bestandskunden zu erweitern. Lösungen für die verschiedenen Phasen der Kundenbindung wurden anschaulich präsentiert und besprochen.  

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Ashley Vinson | Creative Agency Partner, BeNeLux
https://www.linkedin.com/in/ashleyvinson

Ein sehr energiegeladener und fesselnder Vortrag mit dem Titel «Wie können Media-Agenturen Kreative beeinflussen?» wurde von Ashley Vinson, Creative Agency Partner in BeNeLux, während des Meta Performance Marketing Summit 2023 gehalten. Dieser Vortrag war der letzte des Events und enthielt viele mitgebrachte Beispiele, die ihn aufwerteten. 

"How can Media Agencies influence Creatives?" von Ashley Vinson

“How can Media Agencies influence Creatives?” von Ashley Vinson. Quelle: Foto von Anne Steffen

Die zentrale Botschaft, die Ashley vermittelte, war die Bedeutung von Kreativen im Marketingprozess. Sie betonte, dass Media-Buyer ohne gute Kreative nichts sind und gute Kreative wiederum auf geschickte Media-Buyer angewiesen sind. Ein wichtiger Aspekt, der diskutiert wurde, war die Herausforderung, eine Markenbotschaft innerhalb weniger Sekunden zu vermitteln. Trotz häufiger Einwände und Ausreden, die behaupten, dass dies unmöglich sei, zeigte Ashley mit geschickten Beispielen, dass es durchaus machbar ist. Sie verdeutlichte, wie das menschliche Gehirn Bilder in Bruchteilen von Sekunden wahrnehmen kann, was die Bedeutung einer wirkungsvollen und prägnanten Markenkommunikation unterstreicht. 

Im Verlauf des Vortrags präsentierte Ashley fünf wichtige Punkte, die bei der Beeinflussung von Kreativen berücksichtigt werden sollten:  

  1. Kunde: Der Kunde muss aktiv eingebunden, gut informiert und mit Best Practices versorgt werden.
  2. Kreativteam: Dieses sollte kreative Ziele definieren und Strategien entwickeln, um die Erwartungen des Kunden zu erfüllen.
  3. Media-Agentur: Sie sollte Assets erstellen, die den definierten Zielen entsprechen. Unterschiedliche Kreativformate sind entscheidend, und es sollten mehrere Anzeigenformate getestet werden.
  4. Nutzung von Tools: Die Nutzung von Tools wie Smartly oder Storyteq kann bei der dynamischen und automatisierten Entwicklung von Kreativen helfen. Dadurch gibt es keine Hindernisse mehr, um mehrere Kreative zu testen.
  5. Testen und Lernen: Ähnlich wie im vorherigen Vortrag von Uta und Benedikt betonte Ashley die Bedeutung des Testens, Lernens und Anpassens von Kreativen.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Vortrag waren: 

  • Die Kunden und ihr kreatives Agenturteam müssen informiert und in den Prozess eingebunden werden. 
  • Die Media-Planung sollte Vielfalt, Iterationen und die Nutzung von Tools von Drittanbietern umfassen. 
  • Die Entwicklung von leistungsstarken Kreativen sollte von einem Testplan geleitet werden. 
  • Proaktives Handeln ist entscheidend; man sollte nicht davon ausgehen, dass jeder die besten Praktiken kennt. 

Der Vortrag von Ashley Vinson bildete einen energiegeladenen Abschluss des Meta Performance Marketing Summit 2023 und betonte die symbiotische Beziehung zwischen Media-Agenturen und Kreativen. Durch die Umsetzung der vorgeschlagenen Strategien und die Integration einer Kultur des kontinuierlichen Testens und Lernens können Vermarkter ihre kreativen Ergebnisse verbessern und grösseren Erfolg bei der Aufmerksamkeitserregung des Publikums und der Übermittlung wirkungsvoller Markenbotschaften.

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Nach dem Motto «Crafting Winning Performance Strategies in the Age of AI» bot der diesjährige Meta Performance Summit Fokus den Teilnehmern wertvolle Einblicke in die neuesten Trends und Strategien, um Full-Funnel-Marketingstrategien zu verbessern und den Wettbewerbsvorteil der Kunden mithilfe von künstlicher Intelligenz zu steigern. 

Spannende Keynotes zum Thema «Brain vs. AI» von Dr. Henning Beck und Redner wie Kai Herzberger, Debora Gorman und weiteren gaben wertvolle Einblicke in Tools und Massnamen sowie bewährte und neue Strategien zur Skalierung von Kampagnen und zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Performance- und Kreativagenturen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Meta Growth Accelerator und dem Erstellen einer Test & Learn Agenda für Kampagnen, um die Marketingstrategien kontinuierlich zu verbessern und einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.  

Der diesjährige Meta Performance brachte innovative Agenturen aus der EMEA-Region zusammen und war somit auch in Hinsicht der Möglichkeiten für das Networking ein voller Erfolg. 

(Ein Recap von Anne Steffen und Dominik Braitsch)

Content Produktion: Hooks & das Testen von Creatives

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Oft wird über die Bedeutung eines «Hooks» gesprochen, aber was genau versteht man unter diesem Begriff? Was macht einen «Hook» aus? Gemeint ist hier ein «Haken», der die ersten Sekunden des Creatives beschreibt. Die ersten Sekunden, oder besser gesagt die ersten 0.4 Sekunden sind entscheidend, ob die Zielgruppe das Video weiterschaut oder weiter scrollt.

Dieser Moment ist von besonderer Bedeutung, weil er die Aufmerksamkeit der Zielgruppe wecken und dazu anregen soll, weiterzuschauen. Ohne einen ansprechenden Hook besteht die Gefahr, dass einfach weiter gescrollt wird. Es geht also um einen ansprechenden, überzeugenden Startpunkt mit Wow-Effekt.

Aber was sind mögliche Beispiele für Hooks?

Ein starker Hook kann vieles sein, deshalb hier nur eine kleine Auswahl:

«Ich wette, das wusstest du nicht?»

«Das Produkt xy hat mein Leben verändert»

«Hör auf zu scrollen, schau dir das an!»

«Niemand redet über xy, wir schon!»

«Erfahre, wie du ganz einfach …»

«Der beste Weg, um deine Zielgruppe zu erreichen, ist xy»

«3 Gründe warum…»

Im Internet gibts es bereits zahlreiche Listen mit über 100 Hooks, die reichlich Inspiration bieten. Dennoch ist es wichtig, diese Hooks selbst zu testen, um sicherzustellen, dass sie auch bei der jeweiligen Zielgruppe effektiv sind.

In einer dynamischen Welt des Marketings, wie wir sie heute vorfinden, steht eine Marke vor der ständigen Herausforderung, die Aufmerksamkeit und das Interesse der Zielgruppe zu gewinnen. Dabei spielen Creatives eine entscheidende Rolle. Die Frage, welche Ansätze, Elemente oder Botschaften am besten bei der Zielgruppe ankommen, lässt sich nicht einfach aus dem Bauch heraus beantworten. Das Testen von Creatives ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des Marketingprozesses, in der eine Marke genau das herausfinden kann. Es werden also verschiedene Kombinationen kreativer Elemente miteinander verglichen, um genau feststellen zu können, welche am effektivsten ist. Die richtige Kombination von Elementen kann den Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer herausragenden Kampagne ausmachen. Doch was ist mit «verschiedenen Kombinationen kreativer Elemente» eigentlich gemeint?

Beispiele für kreative Elemente, die getestet werden können:

Spontanität vs. Qualität

Findet die Zielgruppe User-generated Content ansprechender als ein hochprofessionell erstelltes Creative? Eventuell erzeugt Authentizität und Spontanität mehr Resonanz als ein perfekt inszeniertes Video. Dies kann auch auf Plattformen unterschiedlich sein. Während auf TikTok ein hochprofessionell erstelltes Creative untergehen wird, funktionieren diese auf LinkedIn und Meta (noch) gut.

Emojis als Kommunikationsmittel

Diese kleinen, manchmal unscheinbaren, Symbole können grosse Auswirkungen haben. Zum Beispiel können sie die emotionale Verbindung zur Zielgruppe verstärken.

Farbpsychologie

Farben tragen zur Kaufentscheidung bei. Wieso? Es ist das Erste, was der Mensch unbewusst wahrnimmt. Die Farbe eines Produkts kann davon überzeugen, dass etwas frischer schmeckt als dasselbe Produkt in einer anderen Farbe.

Verwendung von Videos

Funktionieren Videos tatsächlich besser als statische Bilder? Ein grosser Unterschied zwischen Video und Bild ist die Unterhaltung. Sowohl ein Bild als auch ein Video kann informieren und überzeugen, aber unterhalten kann ein Video definitiv mehr. Ein statisches Bild ist eine Momentaufnahme, ein Video dagegen kann erzählen – Veränderungen aufzeigen.

Quelle: Instagram gomore.ch

Der Ton macht die Musik!

Ein Creative auf Social Media muss in jedem Fall ohne Ton funktionieren, denn eine Vielzahl an Menschen scrollt sich quasi lautlos durch die verschiedenen Kanäle. Jedoch sollte ein gutes Creative musikalische Begleitung enthalten, weil es in der Aussage immer unterstützen kann.

Saisonale Anpassungen

Die Zielgruppe reagiert möglicherweise positiv auf saisonale Anpassungen, da diese eine aktuelle Relevanz schaffen und eine emotionale Verbindung zu besonderen Ereignissen oder Feiertagen herstellen, was das Interesse erhöhen kann. Saisonale Anpassungen können zudem das Gefühl vermitteln, dass das Angebot zeitgemäss und auf die aktuellen Bedürfnisse angepasst ist.

Bildauswahl

Funktionieren Bilder von Menschen besser als solche von Produkten? Nach dem Motto «Menschen vertrauen Menschen» funktionieren Creatives oft besonders gut, wenn ein Mensch darin sichtbar ist. Meinungen, Empfehlungen oder Ratschläge von anderen Menschen sind extrem wichtig und tragen dazu bei, dass die Zielgruppe ein Produkt möglicherweise eher kauft, wie wenn es nicht durch einen Menschen beworben wird.

Interaktive Elemente

Wie reagiert die Zielgruppe auf interaktive Elemente wie beispielsweise Umfragen, Spiele, Quizze, Sticker, o.Ä. ? Eventuell steigern diese Elemente das Engagement.

Soziale Beweise

Kundenbewertungen, Testimonials oder Trust Badges können die Wahrnehmung der Zielgruppe positiv beeinflussen.

Quelle: Instagram oralb_de

Format & Layout

Welches Anzeigenformat oder Layout zieht die grösste Aufmerksamkeit auf sich und führt zu höheren Interaktionsraten?

Humor oder Ernsthaftigkeit?

Spielt der Tonfall eine Rolle? Erzielt Humor oder doch eher die ernsthafte Ansprache den gewünschten Effekt?

Quelle: Instagram wingo_ch

Call-to-Action

Welcher Handlungsaufruf motiviert die Zielgruppe am meisten zur Interaktion? Welcher CTA-Button löst die gewünschte Aktion am effektivsten aus?

Adaption von Trends

Wie gut kann eine Marke aktuelle Trends oder aktuelle Geschehnisse aufgreifen und ist dies für die Marke überhaupt sinnvoll?

Visuelle Effekte

Welche speziellen visuellen Effekte oder Animationen ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich? Die Auswahl an Effekten ist hier nahezu riesig, das können Parallaxen, Transitions, Glow-Effekte, Splitscreens, Morphing, Particles o.Ä. sein.

Schlagwörter und Botschaften

Welche Schlagwörter und Botschaften sprechen die Zielgruppe am meisten an? Ein neues Produkt kann durch die Botschaft «Entdecke die Innovation», wo es eher auf die Neugierde abzielt, beworben werden. Ebenso kann die Botschaft «Verbessere deine Lebensqualität», welche eher den Nutzen des Produkts kommuniziert, die gewünschte Reaktion hervorrufen.

Textlängen

Ist weniger oft doch mehr? Kürzere Texte sind oft ansprechender, weil sie die Zielgruppe nicht überfordern. Bei der Menge an Werbemitteln, die heutzutage täglich an die Verbraucher ausgespielt werden, herrscht reine Informationsüberflutung.

Quelle: Instagram helvetia.schweiz

Quelle: Instagram helvetia.schweiz

Eine Studie von dvj insights (Eine Marketing-Forschungs- und Analyse Agentur für Markenwachstum) zeigt, dass über die Hälfte der Vermarkter immer noch auf ihr Bauchgefühl vertraut, um die Wirksamkeit von Werbeanzeigen zu beurteilen. Doch während das Bauchgefühl wertvoll sein kann, bietet das Testen von Creatives eine wirklich skalierbare und aussagekräftig Methode zur Bewertung.

Wichtig bei den Tests ist es, eine oder zwei Kennzahlen zu berücksichtigen. Im nachfolgenden Beispiel haben wir auf die Klickrate optimiert und ausgewertet, wobei auch die Conversions in der Auswertung beigezogen werden.

 

Das Testen von Creatives:

Schritt 1:

Für ein Produkt werden drei verschiedene Ausprägungen im Image Format getestet. (Image 1: Design, Image 2: Produkt, Image 3: Lifestyle)

Quelle: Hutter Consult

Ergebnis:

Best-Performer ist Image 3.

Ganz nach dem Motto «Menschen vertrauen Menschen» hat dieses Bild den Zuschauer direkt angesprochen. Ein weiterer Grund könnte sein, dass der Zuschauer direkt angesprochen wird durch den Blick der Frau im Bild und so dieses Image Ad am meisten überzeugt.

 

Schritt 2:

Mit dem Best-Performer (Image 3) wird weiter getestet, diesmal aufgrund unterschiedlicher Farben. (Die Farben sind die Komplementärfarben gemäss CI/CD.)

Quelle: Hutter Consult

Ergebnis:

Best-Performer ist Image 3 in Grün.

Die Farbe wirkt hoffnungsvoll, vertrauenswürdig und gleichzeitig souverän. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass das grüne Image Ad am besten performt.

 

Schritt 3:

Aufgrund der Annahme, dass Menschen für Image Ads gut funktioniert haben, wird das ganze mit zwei unterschiedlichen Video-Inhalten getestet. (Video 1: Lifestyle, Video 2: News)

 

Quelle: Hutter Consult

Ergebnis:

Best-Performer ist Video 2.

Die «Du»-Ansprache und die direkte Fragestellung zu Beginn des Videos sind ein starker Einstieg und wecken das Interesse. Die Inhalte, die danach folgen — bei Video 1 mehr auf Lifestyle, bei Video 2 mehr auf News bezogen — unterscheiden sich und lassen das Video 2 deshalb zum Best-Performer werden.

 

Schritt 4:

Mit dem Best-Performer (Video 2) wird weiter getestet, diesmal aufgrund unterschiedlicher kreativer Elemente. (Video 1: klassischer Störer, Video 2: CTA in Textform)

 

Quelle: Hutter Consult

Ergebnis:

Best-Performer ist Video 1.

Der klassische Störer sticht mehr ins Auge als der CTA in Textform. Ausserdem ist Video 1 textlich etwas kompakter als Video 2, bei gleicher Textaussage.

 

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein fesselnder Hook in Verbindung mit dem Testen verschiedener kreativen Elemente zwei ineinandergreifende Strategien darstellen. Gemeinsam tragen sie dazu bei, das Interesse der Zielgruppe zu wecken und sicherzustellen, dass die Botschaft effektiv vermittelt wird. Der Aufhänger fungiert dabei als Schlüssel, der den Zugang zum gesamten Inhalt eines Creatives ermöglicht. Indem verschiedene Hooks und kreative Elemente getestet werden, lässt sich herausfinden, welche Kombination die besten Ergebnisse erzielt.

Facebook: Was können eigentlich die Advantage+ Kampagnen?

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Traditionelle Kampagnen-Setups waren gestern. Wie viele Werbeplattformen nutzt auch Meta maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz innerhalb ihrer Werbeplattform. Mit dem Advantage+ Format optimieren sich Kampagnen beinahe selbst. Das heisst, es bleibt Werbetreibenden und Marketingverantwortlichen mehr Zeit für strategische und kreative Themen. In diesem Beitrag zeigen wir auf, wie Meta Advantage+ Kampagnen mittels Kombination aus Echtzeitdaten, maschinellem Lernen und individuellen Voreinstellungen Kampagnen auf smarte Art und Weise optimiert.

 

Was können die Meta Advantage+ Kampagnen

Die Meta Advantage+ Kampagnen transformieren die traditionelle Kampagnensteuerung, welche oft zeitaufwendig und fehleranfällig ist. Sie verschieben den Schwerpunkt von manuellen Eingriffen hin zu einer verstärkten Nutzung von Algorithmen. Dies ermöglicht eine dynamische Anpassung der Kampagnen in Echtzeit, basierend auf kontinuierlichen Datenanalysen. Das Ergebnis sind höherperformante Kampagnen mit weniger administrativem Aufwand. Als Werbetreibende*r kann man sich dahingehend mehr auf strategische Aspekte fokussieren, da man durch den Einsatz von Advantage+ Kampagnen dem Algorithmus mehr Entscheidungsfreiheit einräumt.

 

Wie genau werden die algorithmische Prozesse genutzt?

Die Nutzung dieser algorithmischen Prozesse in den Advantage+ Kampagnen basieren auf einer intelligenten Automatisierung verschiedener Kampagnenelemente. Der Algorithmus analysiert fortlaufend Daten zu Nutzerinteraktionen und Kampagnenleistung, um Entscheidungen über die Platzierung und Ausrichtung der Anzeigen zu treffen. Diese automatisierten Entscheidungen umfassen beispielsweise folgende Punkte:

  • Optimierung der Zielgruppenansprache: Der Algorithmus passt die Anzeigenausrichtung dynamisch an, um die Nutzer*innen zu erreichen, die am wahrscheinlichsten konvertieren.
  • Creative-Anpassung in Echtzeit: Basierend auf den Leistungsdaten optimiert der Algorithmus die kreativen Elemente der Anzeigen, wie Bilder und Texte, um die Engagement-Raten zu maximieren.
  • Verwaltung relevanter Kommentare: Der Algorithmus identifiziert und priorisiert Kommentare unter den Anzeigen, die potenziell die Leistung der Kampagne steigern können.

Speziell hervorzuheben ist hierbei der letzte Punkt, welcher sich auf die Relevanz von Nutzerkommentaren unter Anzeigen bezieht. Diese Funktion birgt grosses Potenzial, aber auch Herausforderungen, die eine kontinuierliche Überwachung notwendig machen. Der Algorithmus innerhalb einer Advantage+ Kampagne analysiert Nutzerkommentare unter den Anzeigen, um festzustellen, welche davon positive Effekte auf die Anzeigenleistung haben könnten. Kommentare, die der Algorithmus als positiv und förderlich identifiziert, werden in der Kommentarsektion hervorgehoben, um die Aufmerksamkeit weiterer Betrachter*innen zu erregen. Dies kann insbesondere die Glaubwürdigkeit der Anzeige erhöhen und zu einer verbesserten Interaktion führen. Dies sollte jedoch mit Vorsicht genossen werden – die Nutzung eines automatisierten Systems zur Kommentarhervorhebung erfordert aus mehreren Gründen eine sorgfältige Überwachung:

  • Fehlinterpretationen des Algorithmus: Automatisierte Systeme können z.B. den Kontext menschlicher Kommunikation missverstehen. Ein Kommentar, der ironisch gemeint ist, könnte fälschlicherweise als positiv eingestuft werden. Ohne menschliche Überwachung könnte dies dazu führen, dass solche Kommentare prominent platziert werden und eine unerwünschte oder irreführende Botschaft verbreiten.
  • Negative Kommentare: Der Algorithmus kann auch auf aktive Interaktionen anspringen, die negative Kommentare beinhalten. Auf Social Media ziehen kontroverse oder negative Inhalte oft mehr Aufmerksamkeit und Engagement an. Wenn solche Kommentare fälschlicherweise als «relevant» eingestuft und hervorgehoben werden, könnten sie der Marke schaden und das Gegenteil der beabsichtigten Werbewirkung erzielen.
  • Anpassung an sich ändernde Kontexte: Die Relevanz von Kommentaren kann sich auf Social Media schnell ändern. Was gestern als positiv galt, kann morgen angesichts neuer Informationen oder Veränderungen in der öffentlichen Meinung problematisch werden.
  • Markenimage und Brand Safety: Ohne sorgfältige Überwachung könnten Algorithmen Kommentare hervorheben, die zwar die Interaktion fördern, aber gleichzeitig risikobehaftet sind oder das Markenimage negativ beeinflussen könnten. Das Aufrechterhalten der Markensicherheit (Brand Safety) erfordert daher eine menschliche Aufsicht, um sicherzustellen, dass die automatisierten Entscheidungen des Algorithmus die Markenwerte nicht untergraben.

Alles in allem sind Advantage+ Kampagnen somit nicht nur reaktiver und adaptiver, sondern auch präziser auf die sich schnell ändernden Interessen und Verhaltensweisen der Zielgruppen. Dies führt zu einer Steigerung der Effizienz und Effektivität der Werbeausgaben. Nebst dem Aspekt der Effizienz, wird das Setup im Anzeigenmanager zudem zugänglicher und benutzerfreundlicher, was wiederum kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglicht, das bestmögliche aus ihren Kampagnen herauszuholen.

 

Weniger manuelle Einstellungen durch Automatisierung

Die deutliche Reduzierung manueller Einstellungen, die Werbetreibende vornehmen müssen, betrifft mehrere Aspekte der Kampagnenkonfiguration:

  • Zielgruppenauswahl: In herkömmlichen Kampagnen müssen der Werbetreibende spezifische demografische Daten, Interessen und Verhaltensweisen auswählen, um die Zielgruppe zu definieren. Bei Advantage+ Kampagnen übernimmt der Algorithmus die Analyse und Selektion der Zielgruppe basierend auf der Performance von vorangegangenen Daten, was zu einer dynamischeren und potenziell effektiveren Zielgruppenansprache führt.
  • Budgetallokation: Statt dass Werbetreibende das Budget manuell auf verschiedene Kampagnensegmente verteilen, analysiert der Algorithmus die Performance der Anzeigen in Echtzeit und passt die Budgetverteilung automatisch an, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
  • Kreative Anpassungen: Während man normalerweise verschiedene Anzeigenversionen manuell testen müsste, führt der Algorithmus kontinuierliche A/B-Tests durch und optimiert automatisch die kreativen Elemente der Anzeigen, wie Bilder und Texte. Der Algorithmus kann sogar relevante Kommentare unter Anzeigen erkennen und hervorheben, die als vorteilhaft für die Kampagnenleistung angesehen werden.
  • Bid-Strategien: Die Festlegung von Geboten für Anzeigenauktionen ist ein weiterer Bereich, der durch Advantage+ automatisiert wird. Der Algorithmus passt die Gebote in Echtzeit an, basierend auf der Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung, was die Effizienz der Werbeausgaben erhöht.

Durch diese Automatisierung werden nicht nur Fehlerquellen reduziert, die durch manuelle Eingriffe entstehen können, sondern es wird auch eine wesentlich reibungslosere und effizientere Kampagnenführung ermöglicht. Werbetreibende können sich dadurch stärker auf strategische Überlegungen konzentrieren, anstatt auf das tägliche Mikromanagement von Kampagneneinstellungen.

 

Bei den Zielgruppeneinstellungen der Advantage+ werden nur die geografischen Gegebenheiten definiert – Quelle: Meta Ads Manager

Bei den Zielgruppeneinstellungen der Advantage+ werden nur die geografischen Gegebenheiten definiert – Quelle: Meta Ads Manager

 

Notwendige Überwachung

Die Integration von Algorithmen in Werbekampagnen bietet unbestreitbare Vorteile in Form von Effizienzsteigerung und Leistungsoptimierung. Dennoch bleibt die menschliche Aufsicht unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Interaktionen im Rahmen der Kampagne den Intentionen der Marke entsprechen und das Markenimage stärken statt schwächen. Die Überwachung durch den Menschen hilft, die Grenzen der künstlichen Intelligenz zu überbrücken und die Relevanz sowie die Sicherheit der Markenkommunikation in einem unvorhersehbaren digitalen Umfeld zu gewährleisten.

 

Kreative Anpassungen und Gestaltungsmöglichkeiten

Die Anwendung der Advantage+ Creative führt zu automatisch optimierten Versionen von Bildern und Videos. Diese angepassten Versionen sind darauf ausgerichtet, die potenzielle Zielgruppe effektiver zu Interaktionen zu motivieren. Die verfügbaren Optimierungen der Anzeigengestaltung variieren je nach gewähltem Anzeigenformat und den ausgesuchten Platzierungen. Wichtig zu wissen, nur weil die Optionen aktiviert sind, müssen diese nicht zwingendermassen von Meta angewendet werden. Nachfolgend zeigen wir ein paar Beispiele und deren Verhaltensweisen auf:

Relevante Kommentare
Das System zur Anzeigenauslieferung wählt Kommentars aus einer Werbeanzeige aus, welche die Wahrscheinlichkeit eines Performancezuwachses erhöhen. Diese werden dann in der Kommentarsektion an erster Stelle angepinnt.

Relevante Kommentare – Quelle: Meta Ads Manager

Relevante Kommentare – Quelle: Meta Ads Manager

 

Bildfilter
Meta bietet die Möglichkeit, hochgeladene Kreativinhalte je nach Nutzervorlieben mit spezifischen Filtern zu optimieren. Diese Anpassungen dienen dazu, die Gesamtperformance zu steigern, indem das Creative an individuelle Präferenzen angepasst wird. Diese flexible Anpassung ermöglicht eine wirkungsvolle Interaktion, indem sie die Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzer berücksichtigt.

Bildfilter – Quelle: Meta Ads Manager

Bildfilter – Quelle: Meta Ads Manager

 

Bildoptimierungen
Medienoptimierungen verbessern die Qualität von Werbeanzeigen, um Bilder und Videos für Nutzer effektiver zu gestalten. Zu den Optimierungsoptionen bei Advantage+ gehören die Anpassung von Bildhelligkeit und -kontrast, sowie die Anpassung der Seitenverhältnisse. So kann die optimale visuelle Wirkung und eine flexible Darstellung je nach Performance-Anforderungen in Originalgrösse oder zugeschnitten gewährleistet werden.

Bildoptimierungen – Quelle: Meta Ads Manager

Bildoptimierungen – Quelle: Meta Ads Manager

 

Textoptimierungen
Textkombinationen, die Meta zur Verfügung gestellt werden – z.B. als primärer Text – bieten volle Flexibilität, diese Textelemente in verschiedenen Formaten wie Haupttext, Überschrift oder Beschreibung umzuwandeln. Es ist wichtig zu beachten, dass spezifisch für bestimmte Platzierungen angepasster Text nicht automatisch durch Text ausserhalb dieser Platzierung ersetzt wird. Dies gewährleistet, dass die Anpassungen gezielt und effizient auf die vorgegebenen Platzierungen zugeschnitten sind, ohne unerwünschte Änderungen ausserhalb dieser Bereiche vorzunehmen.

Musik
Eine Anzeige kann optional mit Musik hinterlegt werden, um sich nahtlos dort in den Meta-Apps einzufügen, wo tonbasierte Inhalte verwendet werden. Es gibt die Möglichkeit, die Advantage+ Anzeigengestaltung zu nutzen und dem System die Auswahl der passenden Musik zu überlassen. Alternativ kann auch selbst die gewünschte Musik ausgewählt werden. Die Musikbegleitung kann in verschiedenen Bereichen ausgeliefert werden, darunter der Facebook-Feed, Facebook-Video-Feed, Facebook Reels sowie der Instagram-Feed, Instagram Stories und Instagram Reels.

Bildvorlagen
Mittels Bildvorlagen können Frameworks für die Darstellung geschaffen werden. So können z.B. Headline oder andere Textbausteine prägnant oberhalb des Creatives platziert werden. Die Farbwahl und Schriftart können dem Algorithmus überlassen oder manuell festgelegt werden.

Bildvorlagen – Quelle: Meta Ads Manager

Bildvorlagen – Quelle: Meta Ads Manager

 

Expand Image
Die Expand Image/Bilderweiterungsfunktion passt Bilder mit Hilfe von KI automatisch an unterschiedliche Seitenverhältnisse an, was den Aufwand für manuelle Bildbearbeitung reduziert. Diese Funktion generiert automatisch neue Pixel, um allfällig leeren Platz zu füllen. Dadurch erscheinen die Bilder in verschiedenen Anzeigenplatzierungen, wie beispielsweise im Feed oder in Reels, optimal und als ob sie speziell dafür erstellt wurden.

3D-Animationen
Eine weitere Optimierungsoption besteht darin, einem Bild eine 3D-Animation hinzuzufügen. Diese Massnahme zielt darauf ab, dem Bild Bewegung und räumliche Tiefe zu verleihen, in der Hoffnung, dass sich durch diese gestalterische Erweiterung die Performance der Anzeige verbessern lässt.

3D Animation – Quelle: Meta Ads Manager

3D Animation – Quelle: Meta Ads Manager

 

 

Brand Safety

Neue Automatismen – wie eben die Meta Advantage+ Kampagnen mit aktivierten Advantage+ Creative Optimierungsmöglichkeiten – bringen nicht nur Optimierungen mit sich, sondern auch Herausforderungen in Bezug auf die Brand Safety und die Wahrung der Markenidentität. Brand Safety ist ein kritisches Thema für alle digitalen Werbekampagnen, da es direkt die Wahrnehmung einer Marke durch die Verbraucher beeinflusst. Bei eben beschriebenen Kampagnen ist Brand Safety besonders relevant, weil die Algorithmen automatisch Inhalte generieren und optimieren, was ohne angemessene Überwachung zu nicht markenkonformen Inhalten führen kann. Dies könnte das Markenimage potenziell schädigen, falls der Content nicht den etablierten Werten und Richtlinien der Marke entspricht.

Definierbare Optimierungsmöglichkeiten und ihre Auswirkungen

Innerhalb der Meta Advantage+ Kampagnen können Werbetreibende verschiedene Optimierungsoptionen definieren, die darauf abzielen, die Leistung der Kampagne zu maximieren. Dazu gehören unter anderem:

  • Bild- und Textanpassungen: Die Algorithmen können automatisch das Layout oder den Stil von Anzeigen ändern, um die Nutzerinteraktion zu erhöhen. Dies beinhaltet das Anpassen von Bildausschnitten oder das Hinzufügen und Ändern von Texten auf Bildern.
  • Automatische Content-Erstellung: Einige Optionen erlauben es dem Algorithmus, eigenständig Inhalte zu generieren oder zu verändern, wie zum Beispiel das Hinzufügen von Musik zu Videos oder das Wechseln von Hintergründen in Bildmaterial.
  • Kommentarmanagement: Wie bereits diskutiert, kann der Algorithmus relevante Kommentare hervorheben, die als positiv für die Kampagnenleistung angesehen werden. Diese Funktion muss sorgfältig überwacht werden, um sicherzustellen, dass keine unangemessenen oder markenschädigenden Kommentare gefördert werden.

 

Optionale Optimierungsmöglichkeiten eines Single-Image-Ads – Quelle: Meta Ads Manager

Optionale Optimierungsmöglichkeiten eines Single-Image-Ads – Quelle: Meta Ads Manager

 

Optionale Optimierungsmöglichkeiten eines Video-Ads – Quelle: Meta Ads Manager

Optionale Optimierungsmöglichkeiten eines Video-Ads – Quelle: Meta Ads Manager

 

Einfluss auf die Markenidentität

Die Verwendung von algorithmischen Optimierungen in Advantage+ Kampagnen kann die Markenidentität auf mehrere Weisen beeinflussen:

  • Konsistenz: Automatische Anpassungen können dazu führen, dass die visuellen Elemente einer Kampagne nicht mehr konsistent mit dem etablierten Markenbild sind. Beispielsweise könnte eine Änderung der Bildkomposition oder des Schriftbildes das gewohnte Erscheinungsbild einer Marke verändern.
  • Tonalität und Botschaft: Kommentarhervorhebungen könnten in einer Weise formuliert sein, die nicht der gewählten Markensprache oder dem Ton entspricht, was zu einer Verwässerung der Markenbotschaft führen kann.
  • Kontrolle über den Content: Durch die teilweise Abgabe der Kontrolle über die Anzeigengestaltung an den Algorithmus können unerwartete oder unerwünschte Anpassungen auftreten, die potenziell negative Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung der Marke haben könnten

Um diese Risiken zu minimieren, ist es entscheidend, dass Unternehmen klare Richtlinien für die Nutzung von Optimierungsfunktionen festlegen und regelmässige Überprüfungen durchführen, um sicherzustellen, dass die durch Algorithmen erzeugten Anpassungen mit der Markenidentität und den Wertvorstellungen des Unternehmens übereinstimmen. Die Balance zwischen der Nutzung fortschrittlicher Technologien zur Steigerung der Kampagneneffektivität und der Wahrung der Markensicherheit ist eine ständige Herausforderung, die ein proaktives Management erfordert. Es empfiehlt sich hierbei – wie so oft – klein anzufangen. Also anfänglich nicht alles dem Algorithmus zu überlassen und sich Schritt für Schritt heranzutasten, indem man einzelne Funktionen freischaltet und andere nicht. So kann man sich sukzessive an das optimale Setup herantasten.

 

Ausblick & Fazit

Die kontinuierliche Entwicklung und Verbesserung von Algorithmen wird voraussichtlich zu weiteren Innovationen im Bereich der digitalen Werbemöglichkeiten führen. Zukünftige Updates und Erweiterungen könnten noch intelligentere Anpassungen und eine noch stärkere Personalisierung ermöglichen, was die Effizienz und Effektivität der Kampagnen weiter erhöhen würde. Nichtsdestotrotz bleibt zu erwähnen, dass sich Algorithmen und künstliche Intelligenz in den meisten Fällen jeglicher emotionalen Ebene entziehen. Daher empfiehlt sich für alle digitalen Werbetreibenden, offen und experimentierfreudig mit den neuen Funktionen der Meta Advantage+ Kampagnen umzugehen. Jedoch durch gezieltes Testen und Überwachen, die optimale Strategie zu eruieren, um die Werbeziele letztendlich effektiv zu erreichen und gleichzeitig die digitale Präsenz nicht zu schwächen.

Reddit: Die unterschätzte Werbeplattform

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Reddit, eine zunehmend wertvolle Plattform für Werbetreibende, welche aktuell noch bei vielen «unter dem Radar» ist. Mit über 430 Millionen monatlich aktiven Nutzer*innen bietet Reddit eine einzigartige Gelegenheit, spezifische Zielgruppen durch thematische Subreddits zu erreichen. Dieser Blogbeitrag beleuchtet die Vorteile von Werbeanzeigen auf Reddit, erklärt die niedrigen Kostenstrukturen und zeigt anhand von Erfolgsbeispielen, wie effektive Kampagnen gestaltet werden können. Ebenfalls gehen wir auf Herausforderungen und Best Practices für Werbung auf Reddit ein, um Werbetreibenden zu helfen, das volle Potenzial der Plattform auszuschöpfen. Wir erläutern, warum Reddit eine wertvolle Ergänzung im Marketing-Mix ist und wie man die Skepsis der Nutzer*innen überwinden kann, um erfolgreiche Kampagnen durchzuführen.

 

Zielgruppenanalyse auf Reddit

Hohes Engagement auf Reddit

Das hohe Engagement auf Reddit zeichnet sich durch die aktive Teilnahme der Nutzer*innen in den sogenannten Subreddits aus. Nutzer*innen verbringen viel Zeit damit, Beiträge zu lesen, zu kommentieren und zu bewerten. Diese Interaktionen sind ein Indikator dafür, dass die Nutzer*innen nicht nur passiv Inhalte konsumieren, sondern aktiv an Diskussionen teilnehmen. Folgende Kennzeichen zeichnen ein hohes Engagement aus:

  • Lange Verweildauer
    Nutzer*innen verbringen durchschnittlich mehr Zeit auf Reddit als auf vielen anderen sozialen Plattformen, was ihnen erlaubt, tiefer in die Inhalte einzutauchen.
  • Hohe Interaktionsrate
    Beiträge auf Reddit erhalten oft zahlreiche Kommentare und Upvotes, dem Pendant zu einem Like auf anderen Social Media Plattformen. Das widerspiegelt das Interesse und die Interaktion an den diskutierten Themen.
  • User-Generated Content
    Ein Grossteil des Inhalts auf Reddit wird von den Nutzer*innen selbst erstellt, was zu einer hohen Authentizität und Relevanz der Diskussionen führt.

Spezifische Interessen und Möglichkeiten fürs Targeting

Reddit ermöglicht es Werbetreibenden, sehr präzise Zielgruppen anzusprechen, da die Plattform aus Tausenden von Subreddits besteht, die sich auf spezifische Themen konzentrieren. Hier sind einige Beispiele und Möglichkeiten fürs Targeting:

  • Technologie
    Subreddits wie r/technology, r/gadgets, r/programming sind ideal für Unternehmen im Technologiebereich.
  • Gaming
    Subreddits wie r/gaming, r/gamedev, r/boardgames bieten Zugang zu einer grossen Community von Spieleenthusiasten.
  • Finanzen
    Subreddits wie r/investing, r/personalfinance, r/cryptocurrency sprechen Nutzer*innen an, die sich für finanzielle Themen und Investitionen interessieren.
  • Gesundheit und Fitness
    Subreddits wie r/fitness, r/nutrition, r/running sind perfekt für Gesundheits- und Fitnessmarken.
  • Kreative Hobbies
    Subreddits wie r/DIY, r/Art, r/photography bieten Werbetreibenden die Möglichkeit, kreative und handwerklich interessierte Nutzer*innen zu erreichen.

Neben dem Targeting von Subreddits können auch Keywords und Interessen ausgewählt werden. Dadurch können Werbetreibende ihre Anzeigen sehr zielgerichtet platzieren und eine hohe Relevanz für die Nutzer*innen erzielen.

Vielfältigkeit der Zielgruppen

Reddit ermöglicht es Werbetreibenden, nahezu jede Zielgruppe anzusprechen, egal wie spezifisch die Nische ist. Hier einige Beispiele für die Vielfältigkeit:

  • Nischeninteressen
    Von Subreddits über spezifische TV-Serien bis hin zu obskuren Hobbys wie r/bonsaiporn oder r/fermentation, gibt es für fast jedes Interesse eine Community.
  • Professionelle Communities
    Subreddits wie r/lawyers, r/medicine oder r/engineering bieten Zugang zu Fachleuten und Experten in verschiedenen Branchen.
  • Regionale Communities
    Subreddits wie r/switzerland, r/nyc oder r/london ermöglichen das Targeting von Nutzern in spezifischen geografischen Regionen.
  • Soziale und politische Themen
    Subreddits wie r/politics, r/socialjustice oder r/climate bieten Diskussionsforen für soziale und politische Anliegen.

Altersverteilung auf Reddit

Reddit hat eine relativ ausgewogene Altersverteilung im Vergleich zu einigen anderen sozialen Plattformen:

  • Jüngere Nutzer*innen
    Die Mehrheit der Reddit-Nutzer*innen gehört zur Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen, was Reddit zu einer attraktiven Plattform für Marken macht, die jüngere Zielgruppen ansprechen möchten.
  • Erwachsene Nutzer*innen
    Es gibt auch eine signifikante Anzahl von Nutzer*innen in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen, die oft in professionellen Subreddits und spezifischen Interessengruppen aktiv sind.
  • Ältere Nutzer*innen
    Obwohl sie einen kleineren Prozentsatz der Nutzerbasis ausmachen, sind auch Nutzer*innen über 50 auf Reddit vertreten, insbesondere in Communities, die sich mit Themen wie Gesundheit, Finanzen und Technologie beschäftigen.

Diese vielfältige Altersverteilung ermöglicht es Werbetreibenden, sowohl jüngere als auch ältere Zielgruppen zu erreichen und ihre Kampagnen entsprechend zu segmentieren.

 

Kostenstruktur von Werbeanzeigen auf Reddit

Die Kostenstruktur von Werbeanzeigen auf Reddit ist ein entscheidender Faktor, der für die Attraktivität als Werbeplattform verantwortlich ist.

Warum sind die CPC und CPM niedriger als auf anderen Netzwerken?

Die Kosten pro Klick (CPC) und die Kosten pro Tausend Impressionen (CPM) auf Reddit sind tendenziell niedriger als auf anderen grossen sozialen Plattformen wie Facebook oder LinkedIn. Dies liegt an mehreren Faktoren:

  • Weniger Wettbewerb
    Obwohl Reddit eine grosse Nutzerbasis hat, nutzen vergleichsweise weniger Unternehmen die Plattform für Werbung. Dies führt zu weniger Konkurrenz um Anzeigenplätze und damit zu niedrigeren Geboten und Preisen. Gleichzeitig macht dies die Plattform für viele Nutzer*innen attraktiv, da tendenziell weniger Werbung eingeblendet wird.
  • Zielgerichtete Nischen
    Werbetreibende können sehr spezifische Subreddits ansprechen, die weniger frequentiert sind als die breiten Zielgruppen auf anderen Plattformen. Dies ermöglicht oft niedrigere Gebote für hochrelevante Anzeigenplatzierungen.
  • Effizientes Targeting
    Die präzise Ansprache von Interessengruppen und Communitys reduziert Streuverluste, was zu einer besseren Kosteneffizienz führt. Anzeigen erreichen genau die Nutzer*innen, die am wahrscheinlichsten interessiert sind, was die Effektivität steigert und die Kosten senkt.

Warum sind Werbeanzeigen auf Reddit flexibler als auf anderen Plattformen?

Werbeanzeigen auf Reddit bieten aus unterschiedlichen Gründen eine hohe Flexibilität:

  • Anpassbare Budgets
    Werbetreibende können ihre Budgets flexibel anpassen, von wenigen Dollar pro Tag bis hin zu umfangreicheren Kampagnenbudgets. Diese Skalierbarkeit macht Reddit attraktiv für kleine und grosse Unternehmen gleichermassen.
  • Vielfältige Anzeigenformate
    Reddit bietet verschiedene Anzeigenformate, darunter Sponsored Posts, Image Ads und Video Ads. Diese Vielfalt ermöglicht es Werbetreibenden, das Format zu wählen, das am besten zu ihren Kampagnenzielen und Zielgruppen passt.
  • Einfache Anpassung und Optimierung
    Die Werbeplattform von Reddit ermöglicht es, Anzeigen schnell zu ändern und zu optimieren. Werbetreibende können, wie auch auf den gängigen Plattformen, die Leistung ihrer Anzeigen in Echtzeit überwachen und Anpassungen vornehmen, um die Effektivität zu maximieren.
  • Breites Targeting-Spektrum
    Neben dem Targeting nach Subreddits können Werbetreibende auch nach Interessen und Keywords targetieren. Diese breite Palette an Targeting-Optionen bietet zusätzliche Flexibilität bei der Ausrichtung von Kampagnen.

Wie funktioniert das Auktionssystem?

Reddit verwendet ein Auktionssystem, ähnlich wie bei Ads auf Meta, um die Preise für Werbeanzeigen zu bestimmen.

  • Angebotsabgabe
    Werbetreibende geben Gebote ab, wie viel sie bereit sind, pro Klick (CPC) oder pro Tausend Impressionen (CPM) zu zahlen. Diese Gebote können je nach Budget und Ziel der Kampagne variieren.
  • Relevanz und Qualität
    Neben dem Gebot berücksichtigt Reddit auch die Relevanz und Qualität der Anzeige. Anzeigen mit höherer Relevanz und besserer Qualität haben eine höhere Chance, im Auktionsprozess erfolgreich zu sein, selbst wenn ihr Gebot niedriger ist als das eines Konkurrenten.
  • Auktion in Echtzeit
    Die Auktionen finden in Echtzeit statt, wenn ein Nutzer*innen die Plattform besucht und eine Seite lädt. Reddit bewertet die Gebote und die Relevanz der Anzeigen und entscheidet, welche Anzeige den Nutzer*innen gezeigt wird.
  • Kostenberechnung
    Die tatsächlichen Kosten für den Werbetreibenden werden durch das zweithöchste Gebot plus einen kleinen Betrag bestimmt. Dies bedeutet, dass Werbetreibende oft weniger bezahlen als ihr maximales Gebot, was die Kostenkontrolle erleichtert.

Wie bei anderen Plattformen stellt Reddit durch dieses Auktionssystem sicher, dass die Werbepreise nicht drastisch in die Höhe steigen und dass Werbetreibende den bestmöglichen Preis für ihre Anzeigen zahlen und gleichzeitig die Nutzer*innen relevante und ansprechende Inhalte sehen.

 

Erfolgsbeispiele: Effektive Werbekampagnen auf Reddit

Wie man effektive Werbung auf Reddit macht

Verstehen der Community-Kultur
Reddit-Nutzer*innen schätzen Authentizität und sind sehr kritisch gegenüber plumper, kommerzieller Werbung. Daher ist es wichtig, sich mit der Kultur und den Regeln der jeweiligen Subreddits vertraut zu machen.

  • Beispiel
    Nissan führte ein AMA (Ask Me Anything) durch, um den neuen Nissan Leaf zu bewerben. Dabei beantworteten Nissan-Vertreter*innen Fragen direkt von der Community, was Vertrauen schuf und ein hohes Engagement erzeugte.

Echtes Engagement und Interaktion
Werbeanzeigen sollten nicht nur informativ, sondern auch interaktiv sein. Reddit-Nutzer*innen schätzen es, wenn Unternehmen aktiv an Diskussionen teilnehmen und auf Kommentare antworten.

  • Beispiel
    Spotify schaltete Anzeigen in Musik- und Technologie-Subreddits, was zu einem hohen Engagement führte, da die Anzeigen relevant und gut in die Community integriert waren.

Nutzerzentrierter Content
Inhalte sollten auf die Interessen und Bedürfnisse der Community zugeschnitten sein. Anstatt direkte Verkaufsangebote zu machen, sollten Anzeigen Mehrwert bieten, wie z.B. nützliche Informationen, Unterhaltung oder exklusive Angebote.

  • Beispiel
    Ein Gaming-Unternehmen könnte in Subreddits wie r/gaming oder r/boardgames Anzeigen schalten, die neue Spielefeatures vorstellen oder exklusive In-Game-Items anbieten.

Kreative Formate nutzen
Reddit bietet verschiedene Anzeigenformate wie Sponsored Posts, Display Ads und Video Ads. Die Wahl des richtigen Formats und die kreative Umsetzung sind entscheidend für den Erfolg.

  • Beispiel
    Ein Unternehmen könnte ein Video Ad erstellen, das eine Geschichte erzählt oder einen humorvollen Ansatz verfolgt, um die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen zu gewinnen.

 

Herausforderungen bei der Werbung auf Reddit

Warum sind Reddit-Nutzer*innen oft sehr kritisch gegenüber Werbung?

Reddit-Nutzer*innen sind bekannt dafür, dass sie sehr skeptisch gegenüber Werbung sind. Dies liegt an mehreren Faktoren:

  • Plattformkultur
    Reddit hat eine stark ausgeprägte Community-Kultur, in der Nutzer*innen echten und relevanten Content schätzen. Kommerzielle Inhalte werden oft als störend und unpassend empfunden.
  • Anonymität
    Viele Nutzer*innen agieren anonym und fühlen sich dadurch freier, ihre ehrliche Meinung zu äussern, was zu kritischen Kommentaren gegenüber schlecht gemachter Werbung führen kann.
  • Vorherige Erfahrungen
    Reddit-Nutzer*innen haben oft negative Erfahrungen mit aufdringlicher oder irrelevanter Werbung gemacht, was ihre Skepsis verstärkt.

 

Wie man diese Herausforderungen umgeht

Authentizität und Transparenz
Anzeigen sollten ehrlich und transparent sein. Werbetreibende sollten klar kommunizieren, dass es sich um Werbung handelt, und dennoch versuchen, einen echten Mehrwert zu bieten.

  • Tipp
    Verwende das offizielle Reddit-Format für Anzeigen, das sie klar als Werbung kennzeichnet, aber dennoch wie reguläre Beiträge aussehen lässt.

Relevanz und Wert
Werbung sollte so gestaltet sein, dass sie einen echten Nutzen für die Community bietet. Dies kann durch nützliche Informationen, exklusive Angebote oder unterhaltsame Inhalte erreicht werden.

  • Tipp
    Führe vorab Recherchen durch, um die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe zu verstehen und die Anzeigen entsprechend anzupassen.

Community-Einbindung
Aktives Engagement in den Diskussionen zeigt, dass das Unternehmen die Community ernst nimmt. Es ist wichtig, auf Kommentare zu reagieren und sich an Gesprächen zu beteiligen.

  • Tipp
    Nutze AMAs oder Q&A-Sessions, um direkt mit den Nutzer*innen zu interagieren und Vertrauen aufzubauen.

Geduld und Anpassungsfähigkeit
Es kann einige Zeit dauern, bis eine Werbestrategie auf Reddit erfolgreich ist. Es ist wichtig, kontinuierlich zu überwachen, was funktioniert und was nicht, und die Strategie entsprechend anzupassen.

  • Tipp
    Führe A/B-Tests durch, um verschiedene Ansätze zu testen und die effektivsten Methoden zu identifizieren.

 

Best Practices für Werbeanzeigen auf Reddit

Authentizität

Authentisch bedeutet, dass die Werbung echt und glaubwürdig wirkt und gut zur Community passt. Wie überall im Marketing schätzen auch auf Reddit die Nutzer*innen Echtheit und Transparenz. Hier sind einige Wege, wie man authentisch bleibt:

  • Echte Sprache verwenden
    Übermässig formale oder markenlastige Sprache vermeiden. Die Art und Weise nutzen, wie die Community spricht.
  • Echte Geschichten erzählen
    Geschichten oder Erfahrungen teilen, die echt sind und den Nutzer*innen Mehrwert bieten. Beispielsweise könnte ein Fitnessunternehmen Erfolgsgeschichten von echten Kunden teilen.
  • Klar als Werbung kennzeichnen
    Transparenz ist wichtig. Beiträge deutlich als Werbung kennzeichnen, aber dafür sorgen, dass sie dennoch nützlich und interessant sind.
  • Community-Regeln respektieren
    Jede Subreddit hat ihre eigenen Regeln. Achte darauf, diese zu kennen und zu befolgen, um Vertrauen zu gewinnen.

 

Engagement

Engagement bedeutet, aktiv an Diskussionen teilzunehmen und mit der Community zu interagieren. Hier sind einige Tipps für erfolgreiches Engagement:

  • Kommentare beantworten
    Schnell und hilfreich auf Kommentare unter Anzeigen reagieren. Zeigen, dass die Meinungen der Nutzer*innen wertgeschätzt werden.
  • Diskussionen anregen
    Fragen stellen oder Diskussionen starten, die die Nutzer*innen dazu ermutigen, ihre Gedanken und Meinungen zu teilen.
  • Veranstalte AMAs (Ask Me Anything)
    Ein AMA ermöglicht direkte Interaktion mit der Community und die Beantwortung ihrer Fragen. Dies schafft Vertrauen und zeigt Offenheit und Zugänglichkeit.
  • Aktive Präsenz
    Regelmässig in relevanten Subreddits aktiv sein, nicht nur während Werbekampagnen. Dies zeigt echtes Interesse an der Community.

 

Gutes Targeting umsetzen

Effektives Targeting ist entscheidend für den Erfolg von Werbeanzeigen auf Reddit. Hier sind einige Strategien:

  • Relevante Subreddits finden
    Reddit’s Suchfunktion und externe Tools nutzen, um Subreddits zu finden, die sich mit den Produkten oder Dienstleistungen beschäftigen. Beispielsweise könnte ein Unternehmen für Outdoor-Ausrüstung Subreddits wie r/camping oder r/hiking ansprechen.
  • Keyword-Targeting
    Relevante Keywords verwenden, um Nutzer*innen anzusprechen, die sich für spezifische Themen interessieren. Achte darauf, Keywords zu wählen, die gut zur Zielgruppe passen.
  • Breiteres Targeting
    Zusätzlich zu spezifischen Subreddits kann es sinnvoll sein, auch breitere Communities anzusprechen, die thematisch nahe stehen. Dies erhöht die Reichweite und kann neue Interessenten anziehen.
  • Nutzerverhalten analysieren
    Das Verhalten der Nutzer*innen in den Ziel-Subreddits analysieren, um besser zu verstehen, welche Art von Inhalten und Ansprachen gut ankommen.

 

Testen und Optimieren

Kontinuierliches Testen und Optimieren ist entscheidend, um die Effektivität von Anzeigen zu maximieren. Hier sind einige Schritte, wie das umgesetzt werden kann:

  • A/B-Tests durchführen
    Verschiedene Versionen der Anzeigen mit unterschiedlichen Bildern, Texten oder Call-to-Actions testen. Die Ergebnisse analysieren, um herauszufinden, welche Versionen am besten funktionieren.
  • Performance-Metriken überwachen
    Die Analyse-Tools von Reddit nutzen, um die Leistung der Anzeigen in Echtzeit zu überwachen. Auf wichtige Kennzahlen wie Klickrate (CTR), Conversion-Rate und Kosten pro Klick (CPC) achten.
  • Anpassungen vornehmen
    Basierend auf den Ergebnissen der A/B-Tests und den Performance-Metriken können Anzeigen kontinuierlich optimiert werden. Zum Beispiel die Zielgruppenansprache ändern oder die Budgetverteilung anpassen.
  • Feedback einholen
    Das Feedback der Community nutzen, um Anzeigen zu verbessern. Die Kommentare unter den Anzeigen lesen und konstruktive Kritik annehmen, um zukünftige Kampagnen zu verbessern.

 

Fazit: Reddit als wertvolle Ergänzung im Marketing-Mix

Reddit bietet einzigartige Möglichkeiten für Werbetreibende, die bereit sind, die spezifischen Anforderungen und Dynamiken der Plattform zu verstehen. Durch gezieltes Targeting, kosteneffiziente Anzeigenformate und die Nutzung der hohen Engagement-Raten können Unternehmen ihre Reichweite und Effektivität ihrer Marketingkampagnen erheblich steigern. Reddit ergänzt den Marketing-Mix durch seine Fähigkeit, sowohl jüngere als auch ältere Zielgruppen anzusprechen, und bietet eine Plattform, auf der authentische und relevante Inhalte besonders geschätzt werden.

Mit der richtigen Strategie können Werbetreibende das Potenzial von Reddit voll ausschöpfen und ihre Marketingziele erfolgreich erreichen. Die Kombination aus detaillierter Zielgruppenanalyse, flexibler Kostenstruktur und bewährten Best Practices macht Reddit zu einer wertvollen Ergänzung im digitalen Marketing-Mix.

Social Media: In 5 Schritten zur perfekten Werbeanzeige

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Social Media Ads sind heutzutage unverzichtbar für jedes erfolgreiche Marketing. Doch während die meisten Unternehmen wissen, dass sie diese nutzen sollten, scheitern viele an der effektiven Umsetzung. Ohne präzise Zielgruppenanalyse, kreative Gestaltung und ständige Optimierung verpuffen Werbebudgets schnell und die erhofften Ergebnisse bleiben aus. Sind wir ehrlich: Konsument*innen sind übersättigt von Werbung. Und trotzdem gilt es für jedes Unternehmen, präsent zu sein. Dabei ist es unerlässlich, mit durchdachten und strategisch geplanten Anzeigen herauszustechen. Dieser Artikel zeigt in 5 Schritten auf, wie Social Media Ads deutlich effektiver gestaltet und die Zielgruppen wirklich erreicht werden können.

 

Schritt 1: Zielgruppenanalyse und -segmentierung

Da viele Social Media Plattformen immer weniger Informationen zu den Nutzer*innen zugänglich machen, bleiben uns gar nicht mehr so viele Möglichkeiten, Zielgruppen zu segmentieren. Gerade deswegen ist es immer wichtiger, mit unterschiedlichen Inhalten, die unterschiedlichen Zielgruppen anzusprechen. Eine Konstante in der Werbelandschaft, welche hinsichtlich Zielgruppen-Segmentierung jedoch oft verfügbar ist, sind die Altersgruppen. Und da macht es durchaus Sinn, den Fokus zu setzen. Zum Beispiel reagieren jüngere Zielgruppen möglicherweise besser auf kurze, dynamische Videos, während ältere Zielgruppen ausführlichere Informationen und traditionelle Werbeformate bevorzugen könnten.

Warum verschiedene Altersgruppen segmentieren?

Unterschiedliche Mediennutzung
Jüngere Menschen sind häufiger auf Plattformen wie Instagram und TikTok aktiv, während ältere Zielgruppen eher Facebook nutzen.

Unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse
Die Interessen variieren stark zwischen den Altersgruppen. Ein Produkt, das für junge Erwachsene attraktiv ist, spricht möglicherweise nicht die älteren Generationen an und umgekehrt.

Anpassung der Ansprache
Die Art und Weise, wie Botschaften formuliert werden, sollte auf die jeweilige Altersgruppe zugeschnitten sein, um relevant und ansprechend zu wirken.

Tipps zur Zielgruppenanalyse

  • Um mehr über die eigene Zielgruppe herauszufinden, helfen die Analysetools der einzelnen Plattformen oder zusätzliche Analysetools: Mit Facebook Audience Insights, Google Analytics oder beispielsweise HubSpot lassen sich detaillierte Informationen über demografische Daten, Interessen und Verhaltensweisen der Zielgruppen ausfindig machen.
  • Das Erstellen von verschiedene Zielgruppensegmenten hilft dabei, personalisierte und relevantere Anzeigen zu schalten. Die unterschiedliche Ansprache von verschiedenen Altersgruppen ist enorm wichtig hinsichtlich der Performance der Anzeigen.

 

Schritt 2: Kreative und ansprechende Gestaltung

Die Gestaltung der Anzeigen ist entscheidend, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen und sie letztendlich zum Handeln zu bewegen. Neben den klassischen Designprinzipien gibt es viele weitere Aspekte, die den Erfolg von Social Media Ads beeinflussen können. Sie dazu auch unser Creative Performance Framework.

Was sollte bei der Gestaltung beachtet werden?

Visuell ansprechende Elemente nutzen
Bilder und Videos sollten hochwertig und relevant sein. Bei Bewegtbild sind besonders kurze und prägnante Videos effektiv.

Konsistente Markenbotschaften
Die Anzeigen müssen klar die Marke und Botschaft widerspiegeln. Keine überladene Designs und volle Konzentration auf eine klare und einfache Kommunikation sind hier das Rezept.

Plattformgerechte Inhalte
Passen Sie Ihre Inhalte an die jeweilige Plattform an. Vertikale Videos funktionieren gut auf TikTok und Instagram Stories, während horizontale Videos auf YouTube (ausgenommen Shorts) besser ankommen.

Storytelling
Auch Werbeanzeigen können Geschichten erzählen. Dabei können beispielsweise kurze, serielle Inhalte eingesetzt werden, welche die Nutzer*innen neugierig machen und zur Interaktion animieren.

Authentizität und User-Generated Content
Authentische Inhalte und Benutzer-generierte Beiträge (wir sprechen dabei nicht von bezahlten Influencer*innen) sind grossartige Elemente, um Vertrauen und Engagement zu steigern. Echtheit und Transparenz sind wichtige Faktoren für funktionierende Werbeanzeigen.

Interaktive Elemente
Interaktive Formate wie Umfragen, Quizze oder Augmented Reality (AR) Filter binden die Nutzer*innen aktiv ein. Das steigert die Interaktion mit der Marke und somit auch die Awareness.

 

Nicht jedes Werbeformat passt auf jede Plattform

Nicht jedes Beitrags- oder Werbeformat passt auch auf jede Plattform. Und neben den unterschiedlichen Plattformen hat jede Plattform auch noch unzählige Formate. Nachfolgend einige Tipps zu funktionierenden Formaten auf der jeweiligen Plattform:

Facebook
Bild- und Videoanzeigen, die sowohl im Newsfeed (4:5, 1:1) als auch in den Stories (9:16) erscheinen können. Carousel-Ads sind ebenfalls beliebt, da sie mehrere Produkte oder Aspekte einer Kampagne in einer Anzeige präsentieren können.

Instagram
Eignet sich besonders für visuell ansprechende Inhalte. Ad-Copy-Texte sind hier oftmals zweitrangig. Bilder, Videos (Reels) und Stories sind gängige Formate.

LinkedIn
Ideal für B2B-Marketing mit professionelleren und informativen Inhalten. Sponsored Content, Bildanzeigen, Video-Ads und InMail-Kampagnen funktionieren – je nach Zielsetzung – sehr gut.

TikTok
Fokus auf kurze, kreative und oft humorvolle Videos (9:16). Trends und Challenges können je nach Zielsetzung ebenfalls effektiv sein.

YouTube
Perfekt für längere Videoinhalte und detaillierte Erklärungen. Pre-roll und Mid-roll Anzeigen sind üblich, ebenso wie gesponserte Inhalte. Bei Youtube gilt in der Regel Querformat (16:9) oder Shorts (9:16)

 

Schritt 3: Der richtige Call-to-Action

Ein klarer Call-to-Action ist entscheidend, um die Zielgruppe dazu zu bringen, die gewünschte Handlung durchzuführen. Dabei gilt die Faustregel «Direkt und spezifisch sein». Klare Handlungsanweisungen in Form von direkten und spezifischen CTAs teilen den Nutzer*innen klar und eindeutig mit, was sie als Nächstes tun sollen. Dies reduziert Unsicherheit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie handeln. Ein präziser CTA unterstreicht die Intention der Anzeige und führt die Nutzer*innen auf den gewünschten Weg, was zu höheren Conversions führen kann.

Abhängigkeit des CTAs von der Zielsetzung

Der Call-to-Action ist primär abhängig von dem gesteckten Ziel. Es besteht ein grosser Unterschied hinsichtlich sinnvoller CTAs und deren Zielsetzung. So sollten nicht die gleichen CTAs für eine Brand Awareness-Kampagne eingesetzt werden, wie bei einer Conversion-Kampagne. Hier einige Beispiele:

Brand Awareness
«Mehr erfahren» oder «Folgen» sind geeignet, um die Bekanntheit zu steigern.

Lead Generation
«Jetzt anmelden» oder «Kontakt aufnehmen» helfen, die nötigen Leads zu sammeln.

Sales
«Jetzt kaufen» oder »Angebot ansehen» fördern direkte Verkäufe.

Engagement
«Kommentieren» oder «Teilen» ermutigen die Nutzer*innen zur Interaktion.

Je härter der Call to Action, desto höher die Conversion-Rate, aber desto tiefer der CTR.

Visuelle Gestaltung

Der CTA sollte an prominenter Stelle platziert werden, damit er leicht zu finden und hervorstechend ist. Dabei können Kontrastfarben, grössere Schriftarten oder auffällige Buttons verwendet werden, um den CTA visuell hervorzuheben. Mehrdeutigkeit sollte vermieden werden. Ein klarer und präziser CTA reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer*innen unsicher sind, was von ihnen erwartet wird, und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie letztendlich der Aufforderung folgen.

 

 

Schritt 4: Testen, testen, testen… und dazwischen optimieren

Um zu erfahren, was bei den eigenen Werbemittel letztendlich tatsächlich funktioniert, sind A/B-Tests unumgänglich. Durch ständiges Testen und Optimieren kann sichergestellt werden, dass die Anzeigen ihre maximale Wirkung entfalten.

Wie geht man vor beim Testen?

Beim A/B-Testing werden zwei Varianten einer Anzeige erstellt, die sich in einem spezifischen Element unterscheiden, um herauszufinden, welche Version besser performt.

  1. Test-Ziel definieren
    Was soll getestet werden? Ist es der CTA, das Bild/Video oder der Text.
  2. Hypothese aufstellen
    Was soll das getestete Element bewirken? Dafür soll eine Hypothese formuliert werden, welche Änderung zu einer Verbesserung führen könnte. Als Beispiel: Bild A wird eine höhere Klickrate ausweisen als Bild B, weil die Zielgruppe sich besser damit identifizieren kann.
  3. Varianten erstellen
    Es gilt nun, zwei (oder mehr) Varianten der Anzeige zu erstellen, die sich nur in dem zu testenden Element unterscheiden.
  4. Testlauf starten
    Beide Varianten müssen nun gleichzeitig geschaltet werden, um saisonale oder zeitbedingte Schwankungen zu vermeiden. Die meisten Werbeplattformen bieten dafür ein extra A/B-Testing-Modul. So werden die Anzeigen jeweils auch an ähnliche und gleich grosse Zielgruppen ausgespielt, damit der Test möglichst signifikante Werte liefern kann.
  5. Daten sammeln
    Es gilt nun die Performance zu überwachen. Dafür sollte ein ausreichend langer Zeitraum definiert werden. Dieser kann abhängig von der Grösse der Zielgruppe oder der Höhe des Budgets sein. Je höher z.B. das Budget ist, umso weniger Zeit benötigt man in der Regel für relevante Ergebnisse.
  6. Weiter mit der Gewinner-Version
    Wurde genügend relevante Daten gesammelt und war der Test erfolgreich, so nimmt man nun das «bessere» Werbemittel und beginnt wieder bei Punkt 1. Es wird nun jedoch ein anderes Element innerhalb des Werbemittels getestet.

 

Was muss ich zwingend beachten, damit meine Tests aussagekräftig sind?

Für aussagekräftige Ergebnisse müssen die Tests methodisch korrekt durchgeführt werden. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte, welche es dabei zu beachten gilt:

Immer nur eine Variable ändern
Man sollte immer nur ein Element pro Test ändern, um klar feststellen zu können, welche Änderung die Performance beeinflusst hat.

Genügend Zeit und Daten
Der Test sollte genug lange laufen, um statistisch signifikante Ergebnisse zu erhalten. Kleinere Kampagnen bzw. Kampagnen mit kleinen Zielgruppen oder Budgets benötigen mehr Zeit, um genügend Daten zu sammeln.

Kontrollgruppe nutzen
Die meisten Ads-Manager und Plattformen bieten die Möglichkeit, Kontrollgruppen einzusetzen, um die Wirkung der Änderungen zu bewerten. So werden alle Varianten an statistisch gleiche Zielgruppen ausgeliefert.

Überwachung der Tests
Wenn man testet, sollte man den Test natürlich auch überwachen. Dazu werden von den Plattformen unterschiedliche Tools und Möglichkeiten angeboten. Der Meta-Ads Manager bietet ein klassisches A/B-Testing Modul. Mit Tools wie Optimizely lassen sich zudem nicht nur Werbeanzeigen testen, sondern auch Element auf der Landingpage, auf welche die Anzeigen führen.

Kleine, iterative Tests
Es hilft bei A/B-Testing mit kleinen Änderungen zu beginnen und darauf basierend kontinuierlich weiter zu testen, um Schritt für Schritt Verbesserungen vorzunehmen.

 

Schritt 5: Wie viel Budget darf’s denn sein?

Effektives Budgetmanagement und eine kontinuierliche ROI-Analyse sind entscheidend für den langfristigen Erfolg von Social Media Ads. Nachfolgend die wichtigsten Punkte, welche dabei beachtet werden sollten.

Klein starten und dann skalieren

Klein starten
Es ist durchaus sinnvoll, mit einem kleineren Budget zu starten. So können erste Erkenntnisse gesammelt werden, hinsichtlich dem Verhalten der Zielgruppe.

Schrittweise skalieren
Basierend auf den ersten Ergebnissen des A/B-Tests und der allgemeinen Anzeigen-Performance, kann das Budget schrittweise erhöht werden.

Testbudget
Für Experimente und Tests sollte ein Testbudget reserviert werden. So kann das eigentliche Budget nach den ersten Testergebnissen vollumfänglich in die best performenden Anzeigen fliessen.

 

Budget errechnen

Ziele definieren
Setzen Sie klare, messbare Ziele (z.B. Anzahl der Leads, Verkäufe, Klicks).

Kosten pro Ziel ermitteln
Historische Daten oder Branchenbenchmarks helfen dabei, die durchschnittlichen Kosten pro Ziel zu ermitteln (z.B. Cost per Click, Cost per Lead, Cost per Mille etc.).

Gesamtbudget kalkulieren
Nun gilt es anhand des Budgets die mögliche Zielerreichung zu errechnen. Dabei multipliziert man die Kosten pro Ziel mit der Anzahl der gewünschten Ergebnisse. Oder dividiert die Kosten pro Ziel durch das Budget und erhält so den Wert, welcher realistisch zu erreichen ist.

Beispiel
Wenn das Ziel 100 Leads pro Monat sind und der durchschnittliche CPL 10 CHF beträgt, benötigt man ein monatliches Budget von 1’000 CHF (100 Leads x 10 CHF/Lead), damit das Ziel realistisch und erreichbar ist. Sind Vorgaben unrealistisch, so gilt es diese vorgängig anzupassen, indem beispielsweise mehr Budget zur Verfügung gestellt oder die Anzahl der zu erreichenden Leads reduziert wird.

 

Wie oft muss das Budget angepasst werden?

Es macht keinen Sinn, das Budget im 5-Minuten-Takt anzupassen. Es ist sinnvoller, die Kampagnenleistung regelmässig zu überprüfen – das kann täglich, wöchentlich oder monatlich passieren. Je nach Ergebnissen gilt es jedoch, flexibel und bereit zu sein, Budgets anzupassen. Gerade dann, wenn sich Marktbedingungen oder Kampagnenziele ändern.

Auch hier gilt wieder: Kleinere, iterative Anpassungen am Budget sind sinnvoller, anstatt grosse Änderungen auf einmal vorzunehmen. Gerade auch deswegen, weil Kampagnen sich anfänglich in einer sogenannten Testphase befinden. Werden grössere Budgetanpassungen vorgenommen, kann das dazu führen, dass die Kampagne in der Testphase wieder zurückgeworfen wird und bei Null beginnt.

Bei Budgetanpassungen gilt es zudem zu beachten, dass die Anpassungen auf fundierten Daten basieren und nicht auf kurzfristigen Schwankungen. Dabei muss sichergestellt werden, dass die Budgetanpassungen immer auf eine Verbesserung des ROI abzielen. Langfristigen Marketingziele sollten immer im Auge behalten werden und das Budget dementsprechend angepasst werden.

 

Fazit

Die Effektivität von Social Media Ads wird oft unterschätzt und führt nicht selten zu Enttäuschungen, wenn die gewünschten Ergebnisse ausbleiben. Basierend auf eigenen Erfahrungen und den Erkenntnissen, die in diesem Artikel geteilt wurden, ist klar, dass es keine universelle Lösung gibt. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der detaillierten und präzisen Zielgruppenanalyse und -segmentierung. Nur wer seine Zielgruppe wirklich kennt, kann relevante und ansprechende Anzeigen erstellen. Kreativität und Anpassung an die jeweilige Plattform sind dabei unerlässlich, um die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen zu gewinnen. Wer sich jedoch an die 5 Schritte in diesem Beitrag hält und diese konsequent umsetzt, hat gute Chancen den Erfolg von Social Media Ads erheblich steigern zu können. Social Media Ads sind oftmals Pflicht – sie darf jedoch nicht lästig sein, sondern muss als strategische Chance wahrgenommen werden.

Recap: Ads Camp Köln 2024

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Auch 2024 waren wir beim Advertising-Event des Jahres – dem Ads Camp in Köln. Alles, was Rang und Namen hat, war vor Ort, um die heissesten Trends, Strategien und Technologien für 2024 und darüber hinaus zu diskutieren. Von den neusten KI-Lösungen zur Kampagnen-Skalierung, über Insights zur kreativen Gestaltung von Social Ads, bis hin zu smarteren Reporting-Methoden. Das Event war ein Feuerwerk an Wissen und praxisnahen Tipps. Die wichtigsten Highlights und Eindrücke haben wir dir in unserem ausführlichen Recap zusammengefasst. Viel Spass beim Lesen.

 

Unser Team vor Ort – v.l.n.r. Esther, Nadina, Anna, Helena, Michaela, Matthias, Saskia und Thomas (Besmo)

 

Inhaltsverzeichnis

  1. 9+ Performance Hebel für Social Ads in 2024
  2. Brain Hacks für mehr Vertrauen. Die wichtigste Währung für deine Kunden, Verbraucher und Mitarbeitende
  3. MEHR & SCHNELLER: Wie du mit AI deine Anzeigenerstellung skalierst
  4. Endlich Reportings, die Spass machen – so kommst du aus der nutzlosen Zahlenwüste
  5. Meet Meta – Advantage Suite Produkt Updates die für bessere Performance sorgen
  6. CapCut – Video Powerhouse auf deinem Smartphone – Lerne vom Profi
  7. Cut like a pro: Der Schnitt macht den Unterschied – Videoschnitt Best Practices für deine Social Ads
  8. Kill ROAS, Kiss EBIT – Wie du Performance Marketing auf Business-Metriken aussteuerst
  9. Von View zu Value: Measurement und Impact auf TikTok
  10. Skalierung saisonaler Business Modelle: Gymondo Case Study
  11. Act like Creator do – so erzeugen deine Video Ads maximale Resonanz
  12. Winning Creative Fabrik: Das perfekte Team Setup für Bestperformer Creatives
  13. LinkedIn-Marketing enthüllt: Die Top-Trends 2025, die du nicht verpassen darfst
  14. So machst du 2 Mio Ad Spend auf Meta & LinkedIn profitabel
  15. Fireside Chat: Für dich schon getestet – diese neuen LinkedIn-Features werden deine Kampagnen verändern
  16. 10X für deine LinkedIn Performance – Personal Brand, Corporate Brand und Employee Advocacy auf LinkedIn zum maximalen Erfolg!
  17. Gesamtfazit

 

Florian Litterst – Adsventure

Wenn man schon länger Social Ads schaltet, stellt man fest, dass die Tools immer besser werden. Trotzdem bleiben die Ergebnisse oft hinter den Erwartungen zurück. Warum ist das so? Was läuft schief? Gemäss Florian Litterst stellen sich viele Werbetreibende die falschen Fragen. Er zeigte am Ads Camp auf, welche drei Ebenen es beim Wachstum mit Social Ads gibt und wie darüber die Performance der Kampagnen optimiert wird.

Vortrag Florian Literst | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag Florian Literst | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Ebene 1: Push-Marketing und Kreativität

Im ersten Schritt gilt es zu verstehen, dass Social Ads primär Push-Marketing sind. Das bedeutet, dass die Nutzer*innen mit Werbung proaktiv erreicht werden – anders als beim Pull-Marketing, wo die Nutzer*innen gezielt nach Angeboten suchen. Hier müssen die passenden Botschaften gefunden werden, die die Zielgruppe wirklich ansprechen.

Folgende Fragen sollten sich Werbetreibende stellen:

  • Was ist die «Speerspitze»? Was genau wird in den Markt gebracht?
  • Welche Botschaften sind für die Zielgruppe am relevantesten?
  • Wie können diese Botschaften in verschiedenen Formaten getestet werden?

Ein häufiger Fehler ist, zu früh komplizierte Dinge wie Attributionsmodelle zu analysieren, bevor überhaupt ein solides Fundament vorhanden ist. Das Ziel in dieser Phase sollte sein, eine überzeugende Botschaft zu entwickeln, die vor allem bei kalten Zielgruppen zieht. Die Kreation von Ads ist also entscheidend. Es sollte sichergestellt werden, dass die Creatives gut funktionieren und verschiedene Zielgruppen ansprechen.

Ebene 2: Prozesse und Systeme

Ist die erste Ebene gemeistert, kommt die nächste Herausforderung: Prozesse und Systeme zu schaffen. Das bedeutet, dass das, was funktioniert, replizierbar gemacht werden muss. Kreativität allein reicht nicht – es wird ein System benötigt, das immer wieder angewendet werden kann.

Fragen für diese Ebene:

  • Wie kann das Creatives-Portfolio weiter diversifiziert werden?
  • Wie wird ein System aufgebaut, das wiederholbar ist und konstante Ergebnisse liefert?
  • Wie wird eine Feedback-Schleife zwischen dem Ad-Account und dem Creative-Team integriert?

Besonders wichtig ist hier, dass das Team auf Basis der Ads, die tatsächlich performen, neue Inhalte produziert. Ein strukturiertes System sorgt dafür, dass das Creative-Team nicht in die falsche Richtung arbeitet und unnötige Ressourcen verschwendet.

Ebene 3: Full-Funnel-Skalierung

Auf der höchsten Ebene geht es um die Full-Funnel-Skalierung. Das bedeutet, dass auf den Ergebnissen der ersten beiden Ebenen aufgebaut und diese genutzt werden, um die Kampagnen grossflächig zu skalieren. Dies funktioniert jedoch nur, wenn die Customer-Journey verstanden wird.

Fragen für diese Ebene:

  • Wie wird das Tagesbudget skaliert, ohne Effizienz zu verlieren?
  • Wie werden die Kampagnenziele diversifiziert, um die Funnel-Strategie zu optimieren?
  • Wie wird ein tieferes Verständnis für die Customer-Journey und die Conversion-Kosten entwickelt?

Es ist wichtig, dass Werbetreibende sich klar machen, dass nicht jede Kennzahl gleich relevant ist. Der Fokus sollte auf den entscheidenden Metriken liegen, um datengetrieben die Performance zu steigern.

Fazit

Bei den drei Ebenen – Push-Marketing, Prozesse und Systeme sowie Full-Funnel-Skalierung – baut jede Ebene auf der vorherigen auf. Es bringt wenig, sich direkt in die Skalierung zu stürzen, wenn die Grundlagen noch nicht stimmen. Es sollte regelmässig reflektiert werden, wo das Unternehmen gerade steht, und die richtigen Fragen gestellt werden. So wird langfristig mehr aus den Social Ads herausgeholt und die Performance nachhaltig gesteigert.

 

 

Gesa Lischka – Kochstrasse™

Vertrauen ist die Basis jeder Beziehung – ob im privaten Umfeld oder im Business. Doch wie entsteht Vertrauen und wie wird es gezielt aufgebaut? Gesa Lischka hat am Ads Camp erklärt, dass Vertrauen sich auf zwei Ebenen aufbauen lässt: dem kognitiven und dem affektiven Vertrauen. Während kognitives Vertrauen auf rationale Überlegungen wie Beweise, Zertifikate oder Siegel beruht, ist das affektive Vertrauen viel emotionaler. Es entsteht durch das «Bauchgefühl» und ist eng mit dem Neurotransmitter Oxytocin verbunden, dem sogenannten «Kuschelhormon».

Vortrag Gesa Lischka | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag Gesa Lischka | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

 

Die 5 Merkmale des Vertrauens

Vertrauen zu erzeugen ist keine Einbahnstrasse. Es erfordert, dass man selbst, als auch die Kund*innen, Mitarbeitenden oder Partner*innen Vertrauen in die Beziehung setzen. Hier sind fünf Merkmale, die Vertrauen in jeder Beziehung – ob geschäftlich oder privat – fördern:

  1. Zuhören und Verstehen
    Menschen wollen sich verstanden fühlen. Empathisches Zuhören ist dabei der Schlüssel. Ein Beispiel dafür ist das klassische «Quick-Fixing»: Statt sofort Lösungen anzubieten, erstmal zuhören, was das eigentliche Problem ist. Verfällt man gleich in den Lösungsmodus, geht das Vertrauen verloren, weil das Gegenüber das Gefühl hat, nicht wirklich gehört zu werden.
  2. Motiv und Ehrlichkeit
    Kund*innen sind nicht dumm. Sie merken, wenn man nicht ehrlich ist oder wenn Handeln nur auf Eigeninteresse beruht. Ein Beispiel dafür sei eine Marke, die versucht, sich durch fragwürdige PR-Aktionen wie «Fabriktouren» für Influencer*innen zu rechtfertigen, um negative Schlagzeilen zu kaschieren. Solche Aktionen zerstören Vertrauen. Ehrlichkeit und authentische Werte sind daher unerlässlich.
  3. Kompetenz
    Natürlich vertraut man nur Menschen oder Marken, die kompetent wirken. Ein Trust Cue wie ein Siegel oder Zertifikat kann helfen, Vertrauen auf einer kognitiven Ebene zu schaffen. Aber auch visuelle Elemente wie die Farbe Blau oder das Symbol eines Schildes sind in unserem Kulturkreis klassische Zeichen für Vertrauen.
  4. Charakter und Markenvertrauen
    Genauso wie Menschen ihren Charakter beweisen müssen, müssen Marken durch ihre Handlungen Vertrauen aufbauen. Der sogenannte «Brand Trust» ist das Vertrauen der Kund*innen, dass eine Marke ihr Versprechen hält. Dies zeigt sich oft nicht nur in der Qualität der Produkte, sondern auch in der Art und Weise, wie eine Marke kommuniziert und handelt.
  5. Wiederholung und Muster
    Vertrauen entsteht durch Wiederholung. Indem man konsistent vertrauensvolle Botschaften vermittelt, baut man ein neuronales Netzwerk im Gehirn der Kund*innen auf. Dieser «Mere Exposure»-Effekt sorgt dafür, dass Wiederholungen das Vertrauen in deine Marke stärken – auch im digitalen Raum.

Wie kann man im digitalen Raum Vertrauen aufbauen?

Da man im digitalen Business nicht physisch mit den Kund*innen interagieren kann, musst man andere Wege finden, um Vertrauen zu schaffen. Hier sind einige Strategien, die dabei helfen, Vertrauen bei den Kund*innen und Mitarbeitenden zu stärken:

  • Personalisierung: Kund*innen direkt ansprechen. Deren Namen verwenden in E-Mails oder auf der Website. Dies gibt ihnen das Gefühl, gesehen und wertgeschätzt zu werden.
  • Ehrliche Kommunikation: Immer transparent sein und die Motive der eigenen Handlungen mitteilen. Ehrliche und offene Kommunikation schafft langfristiges Vertrauen.
  • Micro-Copy: Kleine Hinweise wie «Ihre Daten sind bei uns sicher» an kritischen Punkten, zum Beispiel beim Bezahlen, können das Vertrauen subtil stärken, ohne aufdringlich zu wirken.
  • Der Benjamin-Franklin-Effekt: Die Kund*innen um kleine Gefallen oder Entscheidungen bitten. Diese Investitionen stärken das Vertrauen, da sie sich unbewusst in die Beziehung involviert fühlen.

Fazit

Vertrauen ist womöglich nicht nur die wichtigste Währung, sondern auch ein entscheidender Hebel für den Erfolg. Wenn man die fünf Merkmale des Vertrauens – Zuhören, Ehrlichkeit, Kompetenz, Charakter und Wiederholung – beachtet, stehen die Chancen gut, das Vertrauen der Kund*innen und Mitarbeitenden langfristig aufbauen und festigen zu können. McKinsey hat es treffend formuliert: Mehr Vertrauen im digitalen Raum sorgt für mehr Umsatz.

 

 

Julia Riml & Yannick Arndt – Peak Ace

AI, Automatisierung und Geschwindigkeit werden immer wichtiger im digitalen Marketing. Gerade im Bereich der Paid Media ist die Optimierung von Prozessen und die Effizienzsteigerung entscheidend, um im Wettbewerbsumfeld bestehen zu können. Der Vortrag von Peak Ace beim AdsCamp zeigte auf, wie durch den gezielten Einsatz von AI und Automatisierung kreative Prozesse schneller und effizienter gestaltet werden können..

Vortrag Peak Ace | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag Peak Ace | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

 

Kreative Prozesse effizient automatisieren

Paid Media und internationale Kampagnenarbeit erfordern oft die Erstellung und Lokalisierung von Creatives in unterschiedlichen Sprachen und Märkten. Traditionell war dies ein zeitaufwendiger Prozess, der stark von individuellen Übersetzungs- und Designkapazitäten abhängig war. Mit den neuen AI-gestützten Tools wird dieser Prozess jedoch vereinfacht. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von ChatGPT zur Anzeigentexterstellung. In einem spezifischen Workflow können Marketer mithilfe von ChatGPT Anzeigenkopien erstellen lassen, indem sie einfache Prompts eingeben und der AI relevante Informationen wie Zielgruppen, Botschaften und Stil vorgeben. Die AI fragt gezielt nach, um ein passendes Anzeigen-Setup zu generieren, das dann an die jeweilige Kampagne angepasst werden kann.

Lokalisierung und Übersetzung mit AI

Einer der grössten Herausforderungen im internationalen Werbemarkt ist die Lokalisierung von Kampagnen. Dabei geht es nicht nur um die einfache Übersetzung von Texten, sondern auch um die Anpassung von Inhalten an die kulturellen Gegebenheiten und Vorlieben der Zielmärkte. Früher musste dies manuell erledigt werden, was viel Zeit und Koordinationsaufwand erforderte. Mit dem Einsatz von Google Sheets und ChatGPT kann der Lokalisierungsprozess nun weitgehend automatisiert werden. Durch den Einsatz von App-Scripts können Inhalte auf Knopfdruck übersetzt und angepasst werden, was den Workflow enorm beschleunigt. Natürlich bleibt die Kontrolle entscheidend, um sicherzustellen, dass die Qualität den Anforderungen entspricht.

Kreative Assets erstellen und optimieren

Auch die Erstellung von kreativen Assets wird durch den Einsatz von AI erheblich vereinfacht. ChatGPT hilft nicht nur bei der Textgenerierung, sondern auch bei der Optimierung von Prompts für kreative Bild- und Videoinhalte. Tools wie BannerBear und Make ermöglichen es, dynamische Creatives in verschiedenen Formaten und Sprachen auf einmal zu erstellen. Ein Beispiel für diesen Prozess war die Erstellung von Werbematerialien für eine fiktive Bubble-Tea-Marke. Durch den Einsatz von AI konnten innerhalb kürzester Zeit verschiedene Bildvarianten und -formate erstellt und optimiert werden. Besonders hilfreich war dabei die Möglichkeit, AI-generierte Bilder durch gezieltes Feedback iterativ zu verbessern.

Automatisierte Workflows für Creative-Erstellung

Ein weiterer Vorteil der Automatisierung ist die Möglichkeit, grosse Mengen an Creatives in kurzer Zeit zu erstellen. Durch den Einsatz von BannerBear und Make wurde der Prozess der Erstellung und des Hostings von Bildern vollständig automatisiert. Mit nur wenigen Klicks konnten so 72 verschiedene Banner in sechs Sprachen und drei Bildformaten erstellt werden – eine enorme Effizienzsteigerung im Vergleich zu manuellen Prozessen.

Fazit

Der Vortrag hat gut aufgezeigt, dass der gezielte Einsatz von AI unabdingbar sein wird. Von der Anzeigentexterstellung über die Lokalisierung bis hin zur kreativen Asset-Erstellung – die Möglichkeiten, Zeit und Ressourcen zu sparen, sind enorm. Besonders im internationalen Kontext, wo viele Sprachen und Märkte bedient werden müssen, bieten AI-gestützte Workflows eine enorme Erleichterung.

 
   

 

Thomas Besmer – Hutter Consult AG

Was wäre Marketing ohne Reportings? Ohne Reports könnten wir keine Entscheidungen auf solider Datenbasis treffen? Doch es reicht nicht aus, einfach Zahlen zu präsentieren. Das Ziel jedes Reports sollte es sein, klare Aussagen zu vermitteln und den Empfänger*innen wertvolle Erkenntnisse zu liefern. Die Herausforderung dabei: Ein Reporting zu erstellen, das sowohl verständlich als auch aussagekräftig ist. Thomas Besmer hat in seinem Vortrag aufgezeigt, worauf es dabei zu achten gilt.

Vortrag Thomas Besmer | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag Thomas Besmer | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Reporting vs. Analyse: Der Unterschied macht’s

Bevor es ans Reporting geht, ist es wichtig, zwei Dinge zu unterscheiden: Reporting und Analyse. Das Reporting fasst die aktuellen Leistungen zusammen und bietet eine Übersicht über die Performance, sei es wöchentlich, monatlich oder jährlich. Die Analyse hingegen geht tiefer in die Daten und beantwortet die Fragen, die das Reporting aufwirft. Warum gab es an einem bestimmten Tag einen Anstieg der Klicks? Warum sind die Kosten pro Conversion plötzlich gesunken? Solche Fragen bleiben im reinen Reporting oft unbeantwortet.

Die fünf Schritte zum perfekten Reporting

Bevor man ein Reporting erstellt, sollte man sich über fünf grundlegende Schritte Gedanken machen:

  1. Daten sichten: Welche Daten sind überhaupt relevant für das Ziel? Oft hat man eine Fülle von Daten zur Verfügung. Die Kunst liegt darin, die richtigen Kennzahlen zu identifizieren.
  2. Daten strukturieren: Daten aus verschiedenen Quellen wie Google, Meta oder anderen Plattformen müssen vereinheitlicht werden. Dabei sollte auf eine konsistente Formatierung und Benennung geachtet werden, um Missverständnisse zu vermeiden.
  3. Daten analysieren: Was will man aus den Daten herauslesen? Welche Muster und Trends lassen sich erkennen? Dies ist der Schritt, der die wertvollen Insights für den Bericht liefert.
  4. Daten visualisieren: Tools wie Excel oder Power BI helfen dabei, Daten in ansprechende Grafiken zu überführen. Visualisierungen sollten dabei einfach und schnell zu verstehen sein.
  5. Aussagen klar machen: Es gilt sich zu überlegen, welche Informationen die Empfänger*innen auf den ersten Blick erkennen sollen. Jedes Diagramm, jede Tabelle sollte eine klare Botschaft haben.

Mehr als nur Diagramme

Ein gut visualisiertes Reporting kann den Unterschied zwischen einer erfolgreichen und einer ignorierten Präsentation ausmachen. Statt einfach nur Zahlen zu zeigen, sollten Diagramme und Tabellen gezielt eingesetzt werden, um Trends und Erkenntnisse klar und deutlich zu machen. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Überladene Grafiken verwirren mehr, als dass sie helfen.

Ein Beispiel: Ein einfaches Balkendiagramm kann oft aussagekräftiger sein als ein kompliziertes Kreisdiagramm mit zu vielen Werten. Es können Farben genutzt werden, um positive und negative Entwicklungen hervorzuheben. Dabei sollte man darauf achten, dass die Darstellung die Betrachter*innen direkt zu den wichtigen Informationen führt.

Die Zielgruppe immer im Blick

Ein weiteres wichtiges Element im Reporting ist die Zielgruppe. Wer wird den Report lesen? Sind es die Kolleg*innen aus dem Advertising-Team, die tief in den Daten stecken? Oder ist es das Management, das weniger in die Details gehen will? Je nach Zielgruppe sollte das Reporting angepasst werden. Das bedeutet: Verschiedene Versionen für verschiedene Empfänger*innen sind manchmal unumgänglich.

Fazit

Ein gut durchdachtes Reporting ist nicht nur eine Pflichtaufgabe, sondern eine Chance, die eigene Arbeit sichtbar zu machen. Es hilft nicht nur, die Performance der Kampagnen zu dokumentieren, sondern auch, wichtige Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen. Indem man Reportings klar strukturiert, die richtigen Daten wählt und eine verständliche Visualisierung nutzt, stellst man sicher, dass der Report nicht nur gelesen, sondern auch verstanden wird. Und weniger ist manchmal mehr! Man sollte sich auf das reduzieren, was man wirklich aussagen möchte und dabei auch mal auf Kennzahlen verzichten.

 

 

Christian Haase – Meta

Die Plattformen von Meta, wie Facebook und Instagram, bieten Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, ihre Zielgruppen zu erreichen. Doch wie funktioniert das genau, und welche neuen Entwicklungen und Trends zeichnen sich ab? Christian Haase hat uns am Ads Camp ein bisschen tiefer blicken lassen.

Vortrag Christian Haase | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag Christian Haase | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Meta Ads – Ein erfolgreicher Rückblick

Die Arbeit mit Meta-Ads und Performance-Marketing hat sich in den letzten drei Jahren stark verändert. Unternehmen, die auf Performance setzen, sind besonders erfolgreich, da dieser Bereich den höchsten ROI verspricht. Branding spielt zwar auch eine Rolle, jedoch liegt der Fokus vieler Firmen auf performancebasierten Kampagnen, da diese den Interessen der Kund*innen entsprechen.

Viele Agenturen und Unternehmen seien der Ansicht, dass die Meta-Plattform eine der wichtigsten Tools für das Q4 und die Peak Season ist. Die kontinuierlichen positiven Ergebnisse, die in den Meta-Earnings Calls präsentiert werden, sprechen für sich. Trotz einiger Performance-Probleme, die durch Apples Datenschutzänderungen und die Pandemie entstanden sind, bleibt Meta eine der erfolgreichsten und nützlichsten Plattformen für Werbung.

Künstliche Intelligenz und Automatisierung als Game-Changer

Eine der spannendsten Entwicklungen in der Welt des Performance-Marketings ist der Einsatz von KI und Automatisierung. Meta ist mit dem Lama-Modell ganz vorne dabei. Diese Technologie kann genutzt werden, um Open-Source-Lösungen in den eigenen Geschäftsmodellen zu integrieren. Dadurch wird KI zunehmend Teil der täglichen Arbeitsabläufe und dieser Trend wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. KI bietet auch neue Möglichkeiten im kreativen Bereich, sei es bei der Generierung von Bildern oder im Bereich von Ad Enhancements. Viele Unternehmen finden es jedoch schwierig, diese automatisierten Lösungen mit ihren Markenrichtlinien in Einklang zu bringen, insbesondere wenn automatisierte Creatives nicht den gewünschten visuellen Standards entsprechen.

Datenschutz

Datenschutz ist gerade bei Meta immer wieder ein kritisches Thema, welches gewisse Herausforderungen mit sich bringt. Meta investiert seit Jahren massiv in Datenschutz und Sicherheit und beschäftigt weltweit Tausende von Mitarbeitenden, um die Plattform konform mit Datenschutzbestimmungen zu halten. Trotz gelegentlicher Kritik bleibt Meta führend in der Branche und setzt sich für den Schutz der Nutzerdaten ein.

Advantage Plus und das Performance-Marketing

Die Advantage Plus Kampagnenstruktur bietet Werbetreibenden neue Möglichkeiten, ihre Kampagnen zu optimieren. Diese automatisierten Kampagnen sind nicht nur effizienter, sondern auch skalierbar, was zu höheren Conversion Rates und besseren Ergebnissen führt. Besonders im E-Commerce-Sektor erzielen diese Kampagnen eine deutlich höhere Performance, wie Daten aus über einer Million Kampagnen belegen.

Ein weiterer Vorteil von Advantage Plus ist die Möglichkeit, Non-Purchase-Events, wie Leads oder Registrierungen, zu optimieren. Dies ermöglicht es Werbetreibenden, spezifische Ziele zu verfolgen, die über den klassischen Verkauf hinausgehen, um somit die gesamte Customer Journey besser abzubilden.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Meta Ads und das Performance-Marketing allgemein in den nächsten Jahren verstärkt durch KI und Automatisierung unterstützt werden. Dabei bleibt der Datenschutz ein zentrales Thema, das es zu beachten gilt, um das Vertrauen der Kund*innen nicht zu verlieren.

 

 

Michael Schirnhofer – INCRDBL

Wie gelingt es, kreative Inhalte direkt vom Smartphone aus zu erstellen? Michael Schirnhofer gewährte spannende Einblicke in das Potenzial von CapCut und anderen Video Apps. Er zeigte auf, wie man mit einfachen Mitteln professionell wirkende Videos erstellen kann – sogar unterwegs.

Vortrag Michael Schirnhofer | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag Michael Schirnhofer | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Kreativität mobil entfesseln

Der Vortrag begann mit der Vorstellung von CapCut als einem wahren „Powerhouse“ für mobile Videoerstellung. Die App bietet eine Vielzahl von Tools und Funktionen, die es ermöglichen, Videos direkt auf dem Smartphone zu bearbeiten und mit kreativen Effekten zu versehen. Dabei betonte der Referent, dass CapCut nicht isoliert steht, sondern Teil eines ganzen Ökosystems von Apps ist. Neben CapCut selbst wurden Tools wie Mojo für Textanimationen, Canva für statische und bewegte Inhalte sowie GoDaddy Studio und Motion Ninja erwähnt. All diese Apps tragen dazu bei, kreative Inhalte noch vielfältiger zu gestalten.

Von der Idee zum fertigen Video

Ein zentraler Punkt des Vortrags war die Frage, wie man mit einfachen Tools, wie etwa CapCut, Videos erstellt, die professionell und ansprechend wirken. Michael Schirnhofer zeigte anhand von Praxisbeispielen, wie man Videos effizient schneidet, animiert und mit Effekten versieht. Besonders hervorgehoben wurde die Keyframing-Technik, die es ermöglicht, Objekte oder Effekte gezielt zu animieren und Bewegung flüssig wirken zu lassen. Dies sei eine Technik, die auch von Nutzer*innen auf Basic-Level beherrscht werden können. Viele würden das Potenzial von Keyframes oft unterschätzen.

CapCut und das erweiterte Ökosystem

Neben CapCut selbst gibt es zahlreiche ergänzende Apps, die das Videoerlebnis auf ein neues Level heben. Zu diesen Tools zählen unter anderem Canva für Grafiken, Motion Ninja für Animationen und Mojo für Textanimationen. Diese Vielfalt an Apps ermöglicht es, den kreativen Prozess zu erweitern und jedes Video individuell und einzigartig zu gestalten. All diese Apps lassen sich nahtlos in CapCut integrieren, um einen fliessenden Workflow zu schaffen. Besonders praktisch: CapCut ist nicht nur auf dem Smartphone verfügbar, sondern auch als Desktop- und iPad-Version, was den kreativen Prozess noch flexibler macht.

Tipps und Tricks für die Praxis

Im weiteren Verlauf des Vortrags stellte Michael Schirnhofer einige wertvolle Tricks vor, wie man das Beste aus CapCut herausholen kann. Ein Highlight war die Erklärung, wie man Green-Screen-Effekte nutzt, um Videos eine besondere visuelle Tiefe zu verleihen. Er zeigte, wie einfach es ist, Hintergründe auszutauschen und Texte oder Objekte in Videos zu integrieren. Ein weiteres nützliches Feature ist das automatische Anpassen von Schnitten an den Beat der Musik, wodurch Videos noch dynamischer wirken.

Zusammenarbeit im Team

Schirnhofer erklärte, dass CapCut zwar nicht primär als kollaboratives Tool entwickelt wurde, es aber durchaus möglich ist, Projekte in der Cloud zu speichern und zwischen verschiedenen Geräten zu wechseln. Für grössere Teams, die professionellere Tools wie Adobe Premiere verwenden, kann CapCut jedoch als kreative Ergänzung dienen, um Ideen schnell und unkompliziert umzusetzen.

Fazit

CapCut ist ein leistungsstarkes Tool, das besonders durch seine einfache Bedienbarkeit und die Vielzahl an Funktionen überzeugt. Ob für Anfänger oder Profis, die App bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um kreative Videos direkt auf dem Smartphone zu erstellen. Mit der richtigen Kombination aus Effekten, Animationen und ergänzenden Apps lassen sich beeindruckende Ergebnisse erzielen. Einmal mehr hat Michael Schrinhofer mit seinem Vortrag ins Schwarze getroffen.

 

 

Robin Maeter & Jascha Helmer – CREW10

Der Videoschnitt spielt eine grosse Rolle, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen und zu halten. Im Vortrag „Cut Like a Pro“ von Robin und Jascha wurde verdeutlicht, warum der Schnitt so einen grossen Unterschied macht und wie man durch kreative Schnitttechniken, passende Software und unerwartete Elemente das Maximum aus seinen Kurzvideos herausholt.

Vortrag Crew10 | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag Crew10 | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Storytelling und Schnitt

Beim Videoschnitt kommt es nicht nur auf die Technik an, sondern vor allem auf das Storytelling. Jede Szene muss sitzen, jede Einstellung muss ihre Berechtigung haben. Auch wenn eine geniale Story vorliegt, der Schnitt jedoch langweilig ist – wird das Video womöglich nicht den Erwartungen gerecht. Das Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen zu fesseln und sie bis zum Ende mitzunehmen. Wie wird das erreicht? Indem immer wieder unerwartete Momente eingebaut werden. Ein gutes Beispiel dafür sind Social Ads, bei denen plötzliche, unerwartete Handlungen auftauchen – wie ein Backflip, den niemand erwartet hat. So wird die Spannung hochgehalten und dafür gesorgt, dass die Zuschauer*innen am Ball bleiben.

Zeig mir Deinen Hook

Bevor überhaupt der erste Schnitt erfolgt, muss klar sein, dass der erste Frame eines Videos entscheidend ist. Laut aktuellen Studien hat man nur 0,4 Sekunden, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen zu gewinnen. Der Einstieg in das Video, auch als „Hook“ bezeichnet, ist daher elementar. Ein überraschendes Bild, wie ein auffälliger Schuh oder ein Tennisball, der durch die Luft fliegt, kann bereits den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Ohne einen starken Hook wird der Rest des Videos nur selten Beachtung finden.

Die Zuschauer*innen bei Laune halten

Neben dem Hook braucht jedes erfolgreiche Video eine klare Story. Es muss etwas passieren, das die Zuschauer*innen bei der Stange hält. Das Problem, das zu Beginn des Videos aufgeworfen wird, muss spannend und mitreissend aufgelöst werden. Dabei sollten ständig neue visuelle oder erzählerische Reize gesetzt werden, damit keine Langeweile aufkommt. Ein unerwartetes Element, wie der Auftritt einer Person aus einem Einkaufswagen oder ein plötzliches Auto, sorgt dafür, dass das Interesse wach bleibt. Wenn sich die Zuschauer*innen bereits vorstellen können, was als Nächstes passiert, wird das Video uninteressant.

Die richtige Software

Obwohl es zahlreiche hochprofessionelle Programme wie Final Cut Pro, Premiere Pro oder DaVinci gibt, sind sie für viele Projekte nicht zwingend erforderlich. Tools wie CapCut und InShot bieten gerade für Social Media und mobile Kurzvideos ausreichende Funktionen, um schnell und effizient zu arbeiten. Besonders für die Produktion von Social Ads empfiehlt es sich, auf diese benutzerfreundlichen und kostenlosen Tools zu setzen. Die Wahl der Software ist oft weniger entscheidend als die Kreativität und der Einsatz, den man in das Projekt steckt.

Captions und unerwartete Wendungen

Da ein Grossteil der Nutzer*innen Videos ohne Ton ansieht, sind Untertitel (Captions) heutzutage unverzichtbar. Sie sorgen nicht nur dafür, dass der Inhalt verständlich bleibt, sondern bieten auch eine zusätzliche Ebene, die die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen bindet. Während das Bild vielleicht statisch ist, halten die sich bewegenden Captions die Zuschauer*innen bei der Stange. Darüber hinaus sollte jedes Video eine unerwartete Wendung enthalten – ein Moment, der die Zuschauer*innen überrascht und begeistert. Dies erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass das Video bis zum Ende angesehen wird, sondern steigert auch die Chance, dass es geteilt wird.

Hardware – Qualität ist entscheidend

Auch wenn die Software flexibel gewählt werden kann, ist die Qualität der Hardware nicht zu unterschätzen. Wer erfolgreich Videos für Social Media produzieren will, sollte sicherstellen, dass das genutzte Smartphone oder die Kamera eine ausreichende Bildqualität bietet. Ein iPhone 16 Pro Max oder vergleichbare Geräte setzen hier den Standard, während ältere Modelle oder weniger leistungsfähige Smartphones an ihre Grenzen stossen. Denn am Ende zählt, dass das Video in den ersten Sekunden mit einer glasklaren Bildqualität überzeugt.

Fazit

Der Weg zu erfolgreichen Social Ads führt über den richtigen Schnitt, kreatives Storytelling und die Nutzung von unerwarteten Elementen. Dabei muss nicht immer die teuerste Software zum Einsatz kommen. Es reicht der clevere Einsatz von Tools wie CapCut und InShot. Ein starker Hook, kontinuierliche Action und hochwertige Captions tragen massgeblich dazu bei, dass Videos viral gehen und geteilt werden.

 
   

 

Panel-Diskussion

Im Performance-Marketing wird oft der Return on Ad Spend (ROAS) als die wichtigste Kennzahl angesehen. Doch immer mehr Experten erkennen, dass diese Metrik in vielen Fällen nicht ausreicht, um den tatsächlichen Erfolg einer Kampagne zu bewerten. Stattdessen wird der Fokus zunehmend auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie den EBIT gelegt. Genau darum ging es beim Ads Camp in der Panel-Diskussion zum Thema „Kill ROAS, Kiss EBIT“. Dabei wurde verdeutlicht, warum der ROAS seine Grenzen hat und welche Alternativen es gibt, um Kampagnen effizient zu steuern.

Panel Diskussion | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Panel Diskussion | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

ROAS – eine Metrik mit Grenzen

Der ROAS gibt an, wie viel Umsatz für jeden eingesetzten Werbe-Euro oder -Franken generiert wird. Auf den ersten Blick klingt das vielversprechend. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass der ROAS in vielen Fällen nicht die volle Wahrheit über die Performance einer Kampagne verrät. Florian Literst erklärte, dass der ROAS oft überbewertet wird, da er keine Rücksicht auf die tatsächliche Profitabilität, wie zum Beispiel die Margenstruktur, nimmt. Ausserdem kann die Attribution von Verkäufen über verschiedene Kanäle verzerrt sein, was zu einer überhöhten Darstellung des ROAS führen kann.

Attribution und Marschen – die wahren Erfolgsfaktoren

Maria, die bei der Kartenmacherei im Performance-Marketing tätig ist, sprach darüber, wie komplex es ist, eine sinnvolle Attribution über alle Kanäle hinweg zu gewährleisten. In ihrem Unternehmen wird der ROAS nicht isoliert betrachtet, sondern in einen betriebswirtschaftlichen Kontext gesetzt. Entscheidend ist dabei der sogenannte “Treiberbaum”, bei dem Umsätze, Orders und andere Shop-KPIs regelmässig analysiert werden. Der ROAS wird zwar als Indikator genutzt, aber am Ende zählen Margen und Profitabilität mehr als ein hoher ROAS.

Der Wandel im Performance-Marketing

Florian und Maria waren sich einig, dass das Performance-Marketing in den letzten Jahren eine deutliche Evolution durchlaufen hat. Während früher der ROAS als Hauptkennzahl galt, hat sich der Fokus inzwischen auf tiefere betriebswirtschaftliche Kennzahlen verlagert. Neben dem ROAS wird verstärkt auf die Contribution Margin, den AOV (Average Order Value) und die CAC (Customer Acquisition Costs) geachtet. Auch das Thema Inkrementalität, also die Frage, wie viele zusätzliche Verkäufe durch eine Kampagne generiert werden, wird immer wichtiger. Hierfür nutzen Unternehmen wie die Kartenmacherei Post-Purchase-Umfragen und Conversion-Lift-Studien, um die tatsächliche Wirkung ihrer Kampagnen zu messen.

Wie man den Erfolg von Kampagnen wirklich misst

Florian erläuterte mehrfach, dass der ROAS allein oft nicht ausreicht, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Um alle relevanten Daten in die Werbeplattformen wie Meta oder Google Ads zurückzuspielen, sollen Tools wie die Conversion API eingesetzt werden. So kann der Neukunden-ROAS vom Bestandskunden-ROAS getrennt werden, was eine präzisere Optimierung ermöglicht.

Die Rolle der Tools und Datenintegration

Die Diskussion zeigte, dass eine umfassendere Betrachtung nötig ist. Mit Tools wie Google Analytics, Tableau oder spezialisierten Attributionstools können die Daten aus verschiedenen Kanälen zusammengeführt und analysiert werden. Allerdings warnt Florian davor, zu viele Dashboards zu verwenden, da dies oft mehr Verwirrung stiftet, als es hilft. Der Fokus sollte immer auf den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen liegen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Fazit

Der ROAS kann eine nützliche Metrik sein, um den Erfolg von Werbekampagnen zu messen, doch er ist nicht die einzige Kennzahl, die berücksichtigt werden sollte. Im Performance-Marketings spielen betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie der EBIT und die Contribution Margin eine immer wichtigere Rolle. Unternehmen, die langfristig erfolgreich sein wollen, müssen lernen, den ROAS als einen Teil eines grösseren Kennzahlensystems zu sehen und ihre Entscheidungen auf fundierten Daten zu basieren. Nur so lässt sich der wahre Erfolg einer Kampagne messen und die Profitabilität steigern.

 

 

Marcin Zawisza & Joshua Gerstendorf – TikTok

Marcin und Josh, beide erfahrene Experten im Bereich Digital- und Social Media Marketing, gaben uns interessante Einblicke in das Thema Marketing-Attribution. Das zentrale Thema drehte sich um die Bedeutung von effektiven Measurement-Methoden, insbesondere bei TikTok, und warum der „Last Click“ als einzige Quelle der Wahrheit nicht ausreicht.

Vortrag TikTok | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag TikTok | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Ziel des Vortrags

Im Vortrag ging es insbesondere um Attribution, also die Frage, wie man den Erfolg von Werbemassnahmen richtig misst, und welche Tools dafür zur Verfügung stehen. Ziel der Session war es, den Teilnehmenden ein tieferes Verständnis von den verschiedenen Aspekten der Customer Journey zu vermitteln und aufzuzeigen, wie man diese optimal tracken kann, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Die Grenzen des „Last Click“-Ansatzes

Josh verglich den „Last Click“-Ansatz mit einer Instrumentalversion eines Songs von Barry White: Man erkennt die Melodie, aber es fehlt die Stimme und damit ein wichtiger Teil des Gesamtbildes. Genauso verhält es sich beim „Last Click“-Modell. Es bildet lediglich den letzten Berührungspunkt einer Customer Journey ab und vernachlässigt die zahlreichen vorherigen Interaktionen, die zum endgültigen Kauf geführt haben. Dies ist vergleichbar mit einem Fussballtor, das zwar dem Torschützen zugeschrieben wird, jedoch ohne die vorherigen Pässe und die Teamarbeit nie zustande gekommen wäre. Genau hier liegt das Problem: Der „Last Click“ zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Customer Journey.

Effektive Tools zur Messung der gesamten Customer Journey

Im weiteren Verlauf des Vortrags wurden verschiedene Tools und Methoden vorgestellt, die helfen, die gesamte Customer Journey abzubilden und so eine präzisere Attribution zu ermöglichen:

  1. Post-Purchase-Survey: Diese Methode gibt direktes Feedback von den Kund*innen, wo sie erstmals von einem Produkt gehört haben. Zwar erinnert sich nicht jede*r Kund*in an den genauen Ursprung, aber die Umfrage liefert wertvolle Informationen über die Wahrnehmung und den Impact der verschiedenen Touchpoints.
  2. Brand Lift Study: Dieses Tool misst, wie effektiv Branding-Kampagnen auf TikTok sind. Die User*innen werden nach dem Kontakt mit einer Anzeige befragt, um zu ermitteln, ob sie sich an die Marke erinnern und ob die Kampagne ihre Kaufabsicht beeinflusst hat. Besonders effektiv ist die sogenannte „Multi-Cell“-Variante, bei der zwei verschiedene Kampagnen gegeneinander getestet werden.
  3. Conversion Lift Study: Hierbei wird gemessen, wie viele zusätzliche Conversions durch eine Kampagne auf TikTok erzielt wurden. Dies erfolgt durch den Vergleich von Test- und Kontrollgruppen, um den inkrementellen Effekt einer Werbemassnahme zu bestimmen.
  4. Offline Sales Tracking: Diese neuere Methode ermöglicht es, den Einfluss von TikTok-Kampagnen auf Verkäufe in physischen Geschäften zu messen. Auch hier werden Test- und Kontrollgruppen miteinander verglichen, um den Uplift durch die Kampagne zu erkennen.

Ein robustes Signal-Setup ist Pflicht

Marcin betonte, dass es bei der Performance-Messung auf TikTok unerlässlich ist, alle relevanten Signale zu erfassen. Dies geschieht durch die Implementierung von Pixeln und Events API, die zusammen genutzt werden sollten, um eventuelle Diskrepanzen auszugleichen. Ohne eine saubere Signal-Erfassung ist eine genaue Erfolgsmessung nahezu unmöglich.

Cross-Channel-Vergleiche

Ein weiteres wichtiges Thema war der Cross-Channel-Vergleich. Viele Marken nutzen neben TikTok auch andere Plattformen wie Google, Snapchat oder Pinterest. Hier ist es wichtig, nicht nur die Performance eines einzelnen Kanals zu betrachten, sondern das Zusammenspiel der verschiedenen Kanäle zu analysieren. TikTok bietet in diesem Kontext einzigartige Nutzergruppen, die auf anderen Plattformen nicht zu finden sind, weshalb ein genauer Blick auf die spezifischen Eigenschaften und das Nutzerverhalten jeder Plattform sinnvoll ist.

Fazit

„Last Click“ ist nicht genug. Marken sollten sich auf moderne Attributionstools verlassen und ihre Messmethoden kontinuierlich weiterentwickeln, um den wahren Wert ihrer Kampagnen zu verstehen. Dabei ist es unerlässlich, Tests durchzuführen und die verschiedenen Kanäle miteinander zu vergleichen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Wer diese Methoden anwendet, wird nicht nur bessere Einblicke in die Customer Journey erhalten, sondern auch die Performance seiner Kampagnen optimieren können.

 

 

Ann-Cathrin Edelhoff & Johannes Gerresheim – Gymondo

Johannes und Ann-Cathrin präsentierten auf dem Adscamp Einblicke in die Strategien von Gymondo, einer führenden Plattform für Fitness- und Ernährungsangebote. Der Fokus lag dabei auf Performance-Marketing und wie man in einem hart umkämpften und saisonal geprägten Markt erfolgreich Kund*innen gewinnt und langfristig bindet.

Vortrag Gymondo | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag Gymondo | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Gymondo – Was ist das?

Gymondo bietet eine Vielzahl von Fitnesskursen und Ernährungsplänen, um Menschen zu einem fitteren und gesünderen Leben zu verhelfen. Besonders stolz ist das Unternehmen auf seine Vielfalt an Fitnessprogrammen und über 2000 Rezepte, die sich flexibel in jeden Lebensstil integrieren lassen – ob unterwegs, im Hotel oder zu Hause.

Die Herausforderungen des Fitnessmarktes

Der Fitnessmarkt ist hart umkämpft, und das nicht nur von grossen Marken, sondern auch aufgrund der stark saisonalen Nachfrage. Etwa 12 % aller physischen Fitnessstudio-Anmeldungen erfolgen im Januar. Digital sind es sogar 30-40 %. Das bedeutet, dass die Kosten für die Kundengewinnung besonders zu Jahresbeginn hoch sind. Gymondo legt daher grossen Wert auf den Customer Lifetime Value (CLV), um sicherzustellen, dass Kund*innen über die ersten drei Monate hinaus bleiben und ihre Abonnements verlängern.

Optimierung der Kampagnenstruktur

Die Kampagnenstruktur von Gymando basiert auf einem „Always-On“-Ansatz, kombiniert mit gezielten Rabattaktionen. Während die „Always-On“-Kampagnen ohne direkte Rabatte funktionieren, werden auf den zugehörigen Landingpages dennoch Rabatte kommuniziert, was die Conversion-Rate deutlich erhöht. Ann-Cathrin empfahl, etwa 40 % des Budgets in „Always-On“-Kampagnen und 60 % in gezielte Rabattaktionen zu investieren. Dieser Ansatz erwies sich als erfolgreich, da er eine kontinuierliche Präsenz gewährleistet, während gleichzeitig Spitzen in der Performance genutzt werden können.

Kundenbindung durch zielgerichtete Kommunikation

Anfang des Jahres stehen Fitnessziele wie Abnehmen im Vordergrund. Hier nutzt Gymando Trends und Google-Insights, um gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kund*innen einzugehen. Ann-Cathrin betonte, dass die Kommunikation über das gesamte Jahr hinweg angepasst wird, um stets relevant zu bleiben und die verschiedenen Phasen der Fitnessreise der Kund*innen zu begleiten. Ein besonders nützliches Tool für die Verwaltung von Budgets während Peak-Zeiten ist das „Budget Scheduling“ im Ads Manager. Damit kann das Budget zu den Zeiten automatisch erhöht werden, in denen die meisten Nutzer*innen online sind – ein wertvolles Feature, um die Effizienz der Kampagnen zu maximieren.

Kreativität und Testing

Ann-Cathrin zeigte verschiedene Werbeanzeigen, die von der Gegenüberstellung von Fitnessstudio vs. Gymando bis hin zu kreativen Split-Screen-Anzeigen reichten. Besonders erfolgreich war die Us-Against-Them-Anzeige, die die Vorteile von Gymando im Vergleich zu traditionellen Fitnessstudios hervorhob. Auch Testimonial-Videos zeigten eine hohe Performance. Im Rahmen der Tests stellte sich heraus, dass eine monatliche Preisstruktur bei den Kund*innen besser ankommt als die Darstellung eines wöchentlichen Preises, obwohl man ursprünglich das Gegenteil erwartet hatte. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, Hypothesen zu testen und die tatsächlichen Reaktionen der Zielgruppe zu analysieren.

Influencer-Marketing und Partnership Ads

Gymando nutzt auch Influencer-Marketing als effektives Mittel, um Vertrauen aufzubauen und die Reichweite zu erhöhen. Johannes erklärte, dass Influencer*innen wie Fiona Erdmann oder Team Harrison erfolgreich in die Kampagnen integriert wurden. Durch „Partnership Ads“ kann Jumondo die Inhalte der Influencer*innen direkt in den eigenen Kampagnen nutzen, was zu einer höheren Conversion-Rate führte. Ann-Cathrin empfiehlt dabei, die Rechte an den Inhalten bereits bei Vertragsverhandlungen sicherzustellen, um spätere Probleme zu vermeiden.

Fazit

Der Erfolg von Gymando im Performance-Marketing basiert auf einer klaren Strategie, die saisonale Trends nutzt, einfache und attraktive Angebote kommuniziert und durch kontinuierliche Tests und Anpassungen optimiert wird. Die Kombination aus „Always-On“-Kampagnen, gezielten Rabattaktionen und einer kreativen Kommunikation hat sich als äusserst effektiv erwiesen. Influencer-Marketing und die Nutzung moderner Tools wie „Budget Scheduling“ und „Partnership Ads“ runden die Strategie ab und sorgen für eine nachhaltige Steigerung der Kundenakquise und -bindung.

 
   

 

Daniel Zoll – #einfachdan

Daniel Zoll gab uns Einblicke in die Welt der Videoproduktion und zeigte, wie man auch ohne teures Equipment oder aufwändige Technik effektive und ansprechende Videos kreieren kann.

Hauptsache, Du legst los

Daniel betonte, dass es oft nicht die teuren Kameras oder das aufwändigste Setup sind, die den Erfolg eines Videos ausmachen. Vielmehr kommt es darauf an, kreativ zu sein und mit dem zu arbeiten, was man zur Verfügung hat. Ein inspirierendes Beispiel: Eine Influencerin schafft es, mit einfachen Haushaltsgegenständen beeindruckende Videos zu produzieren. Ein Fön dient beispielsweise als Windmaschine und Luftballons sorgen für den richtigen Effekt – und das alles ohne professionelle Ausrüstung. Die Kernbotschaft: Es braucht nicht das beste Equipment, sondern den Mut, einfach anzufangen und auszuprobieren.

Inspiration

Einer der wichtigsten Faktoren in der Videoproduktion ist Inspiration. Daniel empfahl, sich von anderen Kreativen inspirieren zu lassen und regelmässig interessante Inhalte zu speichern. Ob auf TikTok, Instagram oder anderen Plattformen – die gespeicherten Clips dienen später als kreative Grundlage für eigene Videos. Daniel wies zudem darauf hin, dass es selten nötig ist, das Rad neu zu erfinden. Es reicht oft, Ideen aufzugreifen und sie mit einem eigenen Twist umzusetzen.

Eine starke Hook für den ersten Eindruck

Eine der grössten Herausforderungen bei der Videoproduktion besteht darin, die Zuschauer*innen von Anfang an zu fesseln. Besonders bei kurzen Videos auf Social Media ist die sogenannte “Hook” – also der Einstieg in das Video – entscheidend. Daniel erklärte, dass es oft nur Bruchteile von Sekunden gibt, um die Aufmerksamkeit der Betrachter*innen zu gewinnen. Dafür können verschiedene Elemente eingesetzt werden: ein starker visueller Einstieg, spannende Soundeffekte oder provokante Aussagen. Wichtig ist, dass der Anfang neugierig macht und die Zuschauer*innen dazu bringt, weiterzuschauen.

Storytelling und Spannung durch einfache Techniken

Spannung und Dynamik sind zentrale Elemente erfolgreicher Videos. Daniel riet dazu, mehrere Ebenen in die Videos einzubauen, um sie interessanter zu gestalten. Ein Beispiel: Während eine Person spricht, könnte im Hintergrund eine weitere Handlung ablaufen – ganz ähnlich wie in Talkshows, bei denen während des Gesprächs gleichzeitig gekocht wird. Solche zusätzlichen Handlungsebenen machen das Video lebendiger und sorgen dafür, dass die Zuschauer*innen länger dranbleiben.

Eine weitere Technik, die Daniel ansprach, ist die “Poke-the-Pool”-Methode. Dabei handelt es sich um eine Technik, die Spannung erzeugt, indem zwei Dinge gleichzeitig passieren. Ein bekanntes Beispiel aus der Filmwelt ist „The Big Short“, in dem komplexe Finanzthemen erklärt werden, während eine Person in einer Badewanne Champagner trinkt. Diese Art von visueller Abwechslung sorgt dafür, dass selbst trockene Themen interessant bleiben.

Transitions und kreative Übergänge

Es wurde darauf hingewiesen, dass auch einfache Übergänge die Qualität eines Videos erheblich steigern können. Es geht dabei nicht darum, die spektakulärsten Effekte einzubauen, sondern Bewegung und Dynamik zu schaffen. Ein Beispiel wäre, eine Person im Video durch den Raum laufen zu lassen, während der Hintergrund wechselt. Solche kleinen Effekte halten die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen und sorgen für Abwechslung.

Echte Objekte statt digitaler Effekte

Ein weiterer Tipp von Daniel ist es, echte Objekte in Videos zu verwenden, statt ausschliesslich auf digitale Effekte zu setzen. Auch da nannte er ein Beispiel: Wenn man in einem Video über Zuckergehalt spricht, sollte man den Zucker physisch im Video zeigen, anstatt nur Zahlen einzublenden. Diese kleine, aber effektive Technik macht das Video authentischer und greifbarer für das Publikum.

Musik und Soundeffekte

Musik und Soundeffekte spielen eine entscheidende Rolle in der Videoproduktion. Sie können Emotionen verstärken und das Video lebendiger wirken lassen. Daniel betonte jedoch auch die Bedeutung von Stille. Das bewusste Weglassen von Musik an bestimmten Stellen kann ebenfalls Spannung erzeugen. Zudem sollten Soundeffekte gezielt eingesetzt werden – etwa das Starten eines Autos oder das Bremsen, um dem Video mehr Realismus zu verleihen.

Fazit

Der Vortrag vermittelte auf unterhaltsame Weise, dass erfolgreiche Video-Ads keine hochprofessionelle Ausrüstung erfordern. Vielmehr geht es darum, kreativ zu sein, sich von anderen inspirieren zu lassen und den Mut zu haben, einfach loszulegen. Indem man mit echten Objekten arbeitet, spannende Übergänge einbaut und auf eine starke Hook achtet, lassen sich Videos kreieren, die das Publikum fesseln – und das selbst mit minimalem Budget. Wer diese Prinzipien umsetzt, kann mit seinen Video-Ads maximale Resonanz erzielen.

 

 

Patrick Kaschuba – barkerz

Patrick widmete sich in seinem Vortrag der Zukunft der Ad Creatives. Der Fokus liegt dabei auf der strategischen Rolle des Creative Strategists – einer Position, die zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Vortrag Patrick Kaschuba | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Vortrag Patrick Kaschuba | Quelle: Foto by Hutter Consult AG

Die Bedeutung des Creative Strategists

Die Rolle des Creative Strategists eine Schlüsselposition im Prozess der Entwicklung von Winning Ad Creatives. Während früher oft der Media Buyer alle Aufgaben übernahm, hat sich die Komplexität der Anforderungen stark erhöht. Der Creative Strategist ist derjenige, der den Prozess leitet und die Strategie definiert. Es geht nicht mehr nur darum, gute Creatives zu erstellen, sondern um die Vorgehensweise in der Umsetzung. Patrick betont, dass diese Rolle nicht alleine ausgefüllt werden kann. Ein guter Creative Strategist arbeitet in einem Team, das gemeinsam die verschiedenen Schritte von der Analyse über die Content-Produktion bis hin zum Media-Buying abdeckt. Ohne ein starkes Team wird es schwierig, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Trends für Winning Ad Creatives

Die Anforderungen an Creatives sind im Wandel. Es wird nicht mehr ausreichen, einfache User-Generated Content (UGC)-Videos zu produzieren. Der Content muss diverser, kreativer und auf spezifische Zielgruppen zugeschnitten sein. Patrick spricht davon, dass es wichtig ist, verschiedene Personas und Schauspieler*innen einzusetzen, um unterschiedliche Blickwinkel und Storys zu erzählen. Auch die Qualität des Inhalts wird eine zentrale Rolle spielen – und das nicht nur in technischer Hinsicht, sondern vor allem auf der Ebene der kreativen Ideen. Ein wichtiger Trend ist die Diversifikation. Creatvies müssen über verschiedene Formate und Plattformen hinweg skaliert werden. Der Prozess der Creative Diversification stellt sicher, dass verschiedene Zielgruppen erreicht und alle Phasen des Funnels abgedeckt werden. Das Konzept „Evolution statt Revolution“ beschreibt diese Herangehensweise sehr treffend.

Der MVP-Prozess

Patrick beschreibt den strukturierten Prozess, den er und sein Team bei der Erstellung von Creatives verfolgen. Der Startpunkt ist immer eine fundierte Analyse und Recherche, um Hypothesen für die zu testenden Creatives aufzustellen. Danach folgen Copywriting, Content-Produktion und schliesslich die Postproduktion. Dabei kommt es besonders darauf an, dass alle Schritte klar durchdacht sind und das Team zusammenarbeitet. Der Creative Strategist ist dabei verantwortlich für die Planung und Durchführung, aber er ist nicht derjenige, der alles allein macht. Patrick verdeutlicht, dass ein Creative Strategist eher wie ein Quarterback im Team agiert: Er gibt die Richtung vor, muss aber auf die Unterstützung seines Teams zählen können, um das Ziel zu erreichen.

Testing und Diversifikation

Der Prozess des Creative Testings ist ein zentraler Bestandteil der Strategie. Es geht darum, systematisch und auf Basis fundierter Hypothesen verschiedene Kreativansätze zu testen. Dabei sollte jedoch immer darauf geachtet werden, nicht zu viele Tests durchzuführen, da dies die Relevanz verwässert. Die wichtigste Kennzahl in diesem Zusammenhang ist die Ad Spend per Deploy Creative – also die Frage, wie viel Budget auf ein Creative verwendet werden kann, ohne dass dessen Performance nachlässt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Diversifikation erfolgreicher Creatives. Sobald ein Winner gefunden wurde, geht es darum, diesen über verschiedene Kanäle, Formate und Zielgruppen zu skalieren. Das Ziel ist es, möglichst viele Varianten eines funktionierenden Creatives zu entwickeln, um omnipräsent zu werden und die volle Bandbreite des Funnels abzudecken.

Immer einen Schritt voraus

Im Performance Marketing sei es entscheidend, ständig neue Ideen und Ansätze zu entwickeln. Dazu gehört nicht nur, Trends zu erkennen und zu nutzen, sondern auch, innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) in den kreativen Prozess zu integrieren. Ein Beispiel aus der Praxis ist die Nutzung von AI-generierten Inhalten, die überraschend erfolgreich sein können – auch wenn man es zunächst nicht erwartet.

Fazit

Der Vortrag von Patrick zeigt, dass die Rolle des Creative Strategists für den Erfolg von Performance-Kampagnen immer wichtiger wird. Um in Zukunft erfolgreich zu sein, braucht es eine klare Strategie, die auf fundierten Analysen basiert, sowie die Fähigkeit, Trends zu erkennen und innovative Ansätze zu verfolgen. Die erfolgreiche Führung eines Teams, das in allen Phasen des Prozesses zusammenarbeitet, ist der Schlüssel, um Winning Ad Creatives zu entwickeln und zu skalieren.

 

 

Manuel Kekeisen – LinkedIn

LinkedIn entwickelt sich in einem rasanten Tempo weiter, besonders im deutschsprachigen Raum. Manuel, verantwortlich für das Agentur- und Partnergeschäft bei LinkedIn, stellte im Rahmen des diesjährigen Adcamps die Pläne und Zukunftsvisionen der Plattform vor. Der Fokus lag dabei auf der Frage, wohin sich LinkedIn in den kommenden Jahren entwickeln wird, welche Trends und Tools im Vordergrund stehen und welche Chancen sich für Marken, Unternehmen und Talente bieten.

LinkedIn wächst weiter

LinkedIn hat weltweit eine beeindruckende Marke erreicht: Über eine Milliarde Nutzerinnen und Nutzer sind inzwischen auf der Plattform registriert. Besonders spannend für den deutschsprachigen Raum ist, dass DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) zu den am schnellsten wachsenden Regionen gehört – nur Indien liegt in puncto Wachstum noch vor der DACH-Region.

Aktuell hat LinkedIn in dieser Region mehr als 25 Millionen Mitglieder, und die Tendenz ist weiterhin steigend. Auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind auf LinkedIn stark vertreten und zeigen ein enormes Wachstum. Besonders Startups sehen in der Plattform grosses Potenzial, was die Präsenz und die Ansprache potenzieller Kund*innen betrifft.

Welche Inhalte und Formate auf LinkedIn wichtig sind

LinkedIn zeichnet sich durch eine professionelle, geschäftsorientierte Nutzerschaft aus. Themen wie Business und Management dominieren die Interessen der Mitglieder. Auch technologische Entwicklungen, insbesondere rund um künstliche Intelligenz (AI), gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Ein weiteres, zunehmend relevantes Thema ist die Arbeitsplatzkultur. Manuel betonte, dass die Generation Z – die jüngste und am schnellsten wachsende Nutzergruppe auf LinkedIn – grosses Interesse an Themen wie Arbeitsumfeld und Diversität zeigt. Diese Generation, die in naher Zukunft einen erheblichen Teil des globalen Arbeitsmarktes ausmachen wird, stellt besondere Anforderungen an Arbeitgeber und erwartet flexiblere, authentische und werteorientierte Arbeitsmodelle.

Die Bedeutung der Markenkommunikation auf LinkedIn

Für Unternehmen wird es immer wichtiger, ihre Marke auf LinkedIn in drei Dimensionen zu präsentieren: als Corporate Brand, Product Brand und Talent Brand. Marken wie Apple und Audi zeigen, wie man auf LinkedIn erfolgreich zwischen diesen Bereichen balanciert. Es geht nicht nur darum, das Produkt oder die Dienstleistung zu bewerben, sondern auch die Arbeitgebermarke zu stärken und sich gesellschaftlich verantwortungsbewusst zu positionieren.

Besonders die Talent Brand werde in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen, da die Generation Z verstärkt auf der Suche nach Arbeitgeber*innen ist, die ihnen mehr als nur einen Job bieten – sie suchen nach Sinn, kultureller Passung und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Unternehmen, die diese Bedürfnisse verstehen und gezielt ansprechen, können sich auf LinkedIn erfolgreich als attraktive Arbeitgeber*innen präsentieren.

Tools auf LinkedIn

KI wird auch auf LinkedIn eine zentrale Rolle spielen, um Effizienz und Benutzerfreundlichkeit zu steigern. Ein Beispiel hierfür ist LinkedIns neues Tool Accelerate, das KI-gestützte Lösungen zur Kampagnenerstellung bietet. Damit können Nutzer*innen Entwürfe schneller erstellen und optimieren, was die Erstellung von Ads erheblich vereinfacht und effizienter macht.

Ebenso spannend ist der neue Buyer Group-Ansatz, bei dem KI genutzt wird, um Zielgruppen noch genauer anzusprechen. Hierbei geht es nicht nur darum, Entscheidungsträger*innen zu identifizieren, sondern auch versteckte Einflussgruppen innerhalb eines Unternehmens zu finden. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten für das Targeting und macht es einfacher, Kaufentscheidungen zu beeinflussen.

Neue Formate und Features für 2025

Video-Content erlebt auf LinkedIn einen enormen Aufschwung. Die Einführung eines dedizierten Video-Feeds zeigt, dass LinkedIn in diesem Bereich zunehmend Relevanz sieht. Auch wenn das Feature aktuell vorwiegend organisch genutzt wird, ist davon auszugehen, dass Video-Ads in Zukunft ein zentraler Bestandteil der Paid-Strategien auf der Plattform werden.

Ein weiteres Feature ist die Integration von Live-Events in Kampagnen. Unternehmen können künftig eine Kampagne aufsetzen, die vor, während und nach einem Live-Event gezielte Werbung schaltet. So können sowohl Reichweite als auch Interaktionen mit der Zielgruppe gesteigert werden – eine vielversprechende Entwicklung, die Unternehmen die Möglichkeit gibt, ihre Event-Strategie noch effektiver zu gestalten.

Fazit

LinkedIn entwickelt sich von einer reinen Recruiting-Plattform zu einem umfassenden Ökosystem für Unternehmen, Marken und Talente. Die zunehmende Integration von Video, KI und neuen Formaten eröffnet spannende Möglichkeiten. Besonders die Generation Z wird in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen, und Unternehmen sollten bereits jetzt beginnen, ihre Inhalte auf diese Zielgruppe auszurichten.

 
   

 

Laura Rieger – Perspective

Ein erfolgreiches Ad Spend-Management scheint oft eine Herausforderung zu sein, vor allem, wenn es um hohe Budgets geht. Laura Rieger erklärte bei ihrem Vortrag, dass es nicht nur um das kreative Element in einer Anzeige geht, sondern vor allem um die richtige Strategie und Prozesse. In ihrem Vortrag gab sie wertvolle Einblicke, wie Unternehmen ihren Ad Spend erfolgreich managen können, indem sie bewährte Frameworks und Testmethoden anwenden.

Mehr als nur kreative Ideen

Laura betonte zu Beginn, dass es nicht immer auf das kreativste oder neueste Ad-Format ankommt. Vielmehr seien klare Prozesse und eine durchdachte Strategie entscheidend, um langfristig erfolgreich und profitabel zu sein. Wer sich auf “Quick Wins” oder den neuesten Hype-Kanal konzentriert, erreicht vielleicht kurzfristige Erfolge, doch nachhaltige Profitabilität lässt sich nur mit einem klaren Plan erzielen. Das Wichtigste sei daher, strukturierte Prozesse zu implementieren. Diese stellen sicher, dass Kampagnen getestet, angepasst und optimiert werden. Hierbei gehe es auch darum, sich nicht nur auf Einzelmassnahmen zu verlassen, sondern eine übergreifende Strategie zu entwickeln, die auf allen Plattformen konsistent umgesetzt wird.

Das Testing Framework: In drei Schritten zum Erfolg

Eine zentrale Säule von Lauras Ansatz ist ihr Testing Framework. Sie stellte den dreistufigen Prozess vor, der von der Nachrichtentests über Conversion-Tests bis hin zur Skalierung führt.

  • Phase 1: Message Testing
    In dieser Phase wird getestet, wie gut die Message einer Anzeige ankommt. Dies geschieht oft durch Traffic-Kampagnen, bei denen überprüft wird, welche Botschaften und Creatives am besten klicken. Hier werden oft verschiedene Angles ausprobiert, um den besten Cost per Click (CPC) zu erzielen.
  • Phase 2: Conversion Testing
    Die zweite Phase konzentriert sich auf die tatsächliche Conversion. Hier werden die besten Varianten aus Phase 1 weiter getestet und auf ihre Conversion-Fähigkeit hin überprüft. Eine Anzeige wird nur dann als “Gewinner” identifiziert, wenn sie mindestens zehn Conversions erzielt hat.
  • Phase 3: Scaling
    In der letzten Phase werden nur noch die besten Creatives und Audiences aus den vorherigen Phasen verwendet. Diese Kampagnen werden dann mit höherem Budget skaliert, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Iterationen und kontinuierliche Optimierung

Ein wichtiger Punkt in Lauras Vortrag war das Konzept der Iteration. Sobald ein kreativer Ansatz funktioniert, wird er in verschiedenen Variationen getestet, um immer wieder neue Potenziale zu entdecken. Ein bewährtes Creative kann so durch kleinere Anpassungen, wie zum Beispiel andere Headline-Varianten oder leicht abgeänderte Designelemente, immer wieder neu eingesetzt werden. Besonders interessant war dabei der Einsatz von “Talking Head”-Videos, bei denen Personen direkt in die Kamera sprechen. Diese Art von Videos funktionierten laut Laura besonders gut, da sie eine direkte, persönliche Ansprache ermöglichten.

Doppelkanal-Strategie

Für ihr Unternehmen hat Laura eine Doppelkanal-Strategie implementiert, die Meta und LinkedIn kombiniert. Während auf Meta vor allem Direct-Response-Kampagnen laufen, bei denen es um die Generierung von Leads geht, wird LinkedIn hauptsächlich für Brandbuilding und Thought Leadership genutzt. Besonders auf LinkedIn hat sich gezeigt, dass “ungated” Content – also Inhalte, die ohne Barriere wie Formulare oder Registrierungen zugänglich sind – besser funktioniert als traditionelle Lead-Generierungs-Ansätze. Auf Meta hingegen laufen immer noch sehr erfolgreiche “gated” Kampagnen, wie zum Beispiel ein Funnel für eine Videofallstudie, die bereits seit zwei Jahren ohne grössere Anpassungen läuft und nach wie vor Leads generiert.

Erfolgsfaktoren für profitablen Ad Spend

Zum Abschluss ihres Vortrags fasste Laura die wichtigsten Punkte für eine erfolgreiche Ad-Strategie zusammen:

  • Relevante Angebote: Ein starkes Angebot ist die Basis für jede erfolgreiche Kampagne.
  • Creatives und Testing: Auch wenn kreative Anzeigen wichtig sind, sollten sie immer strukturiert getestet und optimiert werden.
  • Klare KPIs: Die Festlegung von Key Performance Indicators (KPIs) hilft dabei, den Erfolg von Kampagnen messbar zu machen und Anpassungen vorzunehmen.
  • Plattform-spezifische Strategien: Jede Plattform hat ihre eigenen Anforderungen und Möglichkeiten. Erfolgreiche Unternehmen passen ihre Strategie entsprechend an.

Fazit

Lauras Vortrag verdeutlichte, dass erfolgreicher und profitabler Ad Spend nicht allein auf kreativen Ideen basiert. Vielmehr sind es klar strukturierte Prozesse, die den Erfolg langfristig sichern. Unternehmen, die ihre Anzeigen durch iterative Tests immer weiter optimieren und eine plattformgerechte Strategie entwickeln, können ihre Kampagnen nicht nur effizienter gestalten, sondern auch messbare Ergebnisse erzielen. Das Ziel sollte immer sein, profitabel zu arbeiten – und das gelingt nur durch eine Kombination aus Strategie, Testing und kontinuierlicher Optimierung.

 

 

Ines Kriebernig – Dynatrace

Ines Kriebernig stellte sich im am Ads Camp im Fireside Chat allen Fragen hinsichtlich LinkedIn. Die Session lebte vom Dialog und vor allem von den Fragen des Publikums.

LinkedIn-Werbung – Theorie vs. Praxis

Ines, die als Gastrednerin eingeladen war, stellte gleich klar, dass ihre Session von den praktischen Erfahrungen lebt, die sie im Umgang mit LinkedIn-Kampagnen gemacht hat. Sie hat das Glück, auf viele Beta- und Alpha-Features von LinkedIn zugreifen zu können, die für normale Nutzer*innen oft noch nicht verfügbar sind. Diese Vorreiterrolle ermöglicht es ihr, frühzeitig Erfahrungen mit neuen Funktionen zu sammeln und die Ergebnisse im beruflichen Kontext zu analysieren. Ihre Reise auf LinkedIn begann im Sommer 2017, als sie ihre erste Kampagne schaltete. Damals gab es im DACH-Raum kaum Ressourcen oder Unterstützung für LinkedIn-Werbung. Mit viel Eigeninitiative und dem Austausch mit Experten wie AJ Wilcox, der in den USA bereits sehr aktiv war, sammelte sie wertvolle Learnings. Diese Erfahrungen halfen ihr später, LinkedIn als einen der wichtigsten Kanäle bei Dynatrace zu etablieren.

LinkedIn-Kampagnen bei Dynatrace – Ein Blick hinter die Kulissen

Ines erklärte, dass Dynatrace mittlerweile über 300.000 Follower auf LinkedIn hat und in über 55 Ländern Kampagnen fährt – darunter auch in Ländern wie Saudi-Arabien, Ghana und Japan. Diese globale Präsenz zeigt, wie stark LinkedIn als Plattform für internationale B2B-Kampagnen genutzt werden kann. Eine Besonderheit von Dynatrace ist, dass sie LinkedIn nicht nur für Lead-Generierung, sondern auch für Brand-Awareness-Kampagnen nutzen. Dabei hat sich im letzten Jahr ein starker Shift in der Ausrichtung ergeben. Während früher der Fokus fast ausschliesslich auf Leads lag, setzen sie nun vermehrt auf Markenbekanntheit. Dies spiegelt sich auch in neuen Features wie Thought Leadership Ads wider, die für B2B-Influencer-Marketing besonders interessant sind.

Thought Leadership Ads

Ines beschrieb den anfänglichen Enthusiasmus, als dieses Ad-Format eingeführt wurden. Die Erwartungen waren hoch, aber die Realität zeigte, dass die Performance anfangs enttäuschend war. Dennoch setzen sie diese Ads weiterhin gezielt ein – insbesondere dann, wenn authentische Inhalte von Mitarbeitenden oder C-Level-Personen verwendet wurden. Eine Erkenntnis aus der Praxis: Je authentischer und organischer der Content, desto besser die Performance. Insbesondere Postings von Entwickler*innen oder technischem Personal, die kurze, prägnante Videos erstellen, erzielen deutlich mehr Engagement als formale Beiträge des C-Level.

Measurement und Brand Awareness – Eine Herausforderung

Der Bereich Measurement ist für Ines besonders wichtig, vor allem seit LinkedIn neue Tools und Metriken zur Verfügung stellt, wie etwa die Dwell Time. Diese Metrik misst die Verweildauer von Nutzer*innen auf einer Anzeige und ist besonders für Brand Awareness-Kampagnen relevant. Auch wenn Dynatrace diese Metrik noch nicht vollständig integriert hat, zeigt sie sich von den Möglichkeiten begeistert.

Auch Brand Lift Studies seien sehr interessant. Hier setzt Dynatrace auf Kooperationen mit externen Anbietern wie Kantar, um den Einfluss von Kampagnen auf die Markenbekanntheit zu messen. Eine wichtige Erkenntnis war, dass eine höhere Frequency einen erheblichen Einfluss auf die Markenwahrnehmung hat. Besonders interessant: Eine Frequency von über 20 führte zu einem deutlich höheren Brand Lift.

Lead-Generierung vs. Brand Awareness

Ines erläuterte, dass es eine Balance zwischen Lead-Generierung und Brand Awareness geben muss. Lead-Kampagnen machen auf LinkedIn durchaus Sinn, besonders wenn sie durchdacht und gut gemessen werden können. Wichtig ist dabei, dass die Creatives für Awareness-Kampagnen von hoher Qualität sind, da schlecht gestaltete Awareness-Kampagnen oft mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Es wurde zudem erwähnt, dass viele Werbetreibende die Plattform als teuer empfinden. Insbesondere im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken. Dennoch sieht Ines LinkedIn als wertvolles Tool, besonders im B2B-Bereich, und empfiehlt, Budgets mit Bedacht zu planen und ständig zu optimieren.

Fazit

Die Session bot einen tiefen Einblick in die Praxis der LinkedIn-Werbung, insbesondere für grosse internationale Unternehmen wie Dynatrace. Ines konnte wertvolle Erfahrungen teilen, insbesondere im Umgang mit neuen Features und der Balance zwischen Lead-Generierung und Brand Awareness. Für Unternehmen, die LinkedIn als Werbeplattform nutzen, sei es entscheidend, kontinuierlich zu testen, zu optimieren und sich auf die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe zu fokussieren.

 

 

Britta Behrens – Die Nerds

Britta Behrens betonte, wie wichtig es sei, LinkedIn nicht nur als Plattform für Social Ads zu sehen, sondern als umfassendes Tool für Personal Branding und Corporate Influencing. Ein starkes Unternehmensprofil und engagierte Mitarbeitende, die als Corporate Influencer*innen auftreten, spielen dabei eine zentrale Rolle. Nur durch das Zusammenspiel aus Werbung, organischer Kommunikation und einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung kann das volle Potenzial von LinkedIn ausgeschöpft werden.

Follower sind nicht alles

Viele Unternehmen streben nach mehr Followern auf ihrer Unternehmensseite. Doch Britta stellte klar: Follower-Ads sollten niemals das Hauptziel sein. Zwar kann man mit Follower-Ads die Sichtbarkeit steigern, jedoch ist es wesentlich sinnvoller, eine organische Strategie zu verfolgen, bei der Mitarbeitende ihre Netzwerke nutzen, um Follower zu gewinnen. Jede*r Mitarbeiter*in kann bis zu 30 Personen pro Monat zu einem Unternehmensprofil einladen, was eine viel günstigere und effektivere Methode ist.

Events clever nutzen

LinkedIn Events bieten die Möglichkeit, sowohl organisch als auch über bezahlte Werbung Leads zu generieren. Ein besonderes Feature: Mit einem Anmeldeformular im Event können direkt Kontakte gesammelt werden, die anschliessend über CRM-Systeme wie HubSpot oder Salesforce weiterbearbeitet werden. Wer auf diese Weise Teilnehmer*innen für ein Event sammelt, kann im Nachgang gezielt E-Mail-Marketing betreiben und die Leads weiterqualifizieren.

LinkedIn-Newsletter als Reichweiten-Booster

Unternehmen, die bereits einen LinkedIn-Newsletter einsetzen, profitieren von einem enormen Reichweitenvorteil. Sobald der erste Newsletter versendet wird, erhält jeder Follower eine Benachrichtigung und die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren. Besonders Unternehmen mit einer grossen Follower-Basis, wie Audi, können so tausende von Abonnenten gewinnen und ihre Inhalte direkt in die Posteingänge ihrer Zielgruppe bringen. Dies umgeht den üblichen Algorithmus und stellt sicher, dass wichtige Inhalte bei den richtigen Personen ankommen.

Video-Content als Wachstumsstrategie

Mit dem zunehmenden Fokus auf Video-Inhalte schafft LinkedIn ein Format, das vor allem die jüngere Generation anspricht. Unternehmen sollten daher verstärkt auf 9:16 Videos setzen, um in den neuen Video-Feed zu gelangen. Diese Videos erzielen derzeit deutlich höhere Reichweiten, was sie zu einem wichtigen Baustein für eine erfolgreiche LinkedIn-Strategie macht. Auch wenn LinkedIn aktuell noch keine umfangreichen Bearbeitungs-Tools wie TikTok oder Instagram bietet, lohnt es sich, auf den Trend zu setzen.

Thought Leadership Ads

Wie andere Speaker*innen am Ads Camp, sprach auch Britta in ihrem Vortrag von den Thought Leadership Ads. Die Ads funktionieren jedoch nur dann, wenn sie authentisch sind. Mitarbeitende, die bereits eine starke persönliche Marke auf LinkedIn haben, sollten gezielt als Corporate Influencer*innen eingesetzt werden. Wichtig ist, dass sie nicht nur ihre Posts teilen, sondern auch aktiv auf Kommentare reagieren und sich in Diskussionen einbringen.

Influencer-Marketing auf LinkedIn

Immer mehr Influencer*innen aus anderen Plattformen entdecken LinkedIn für sich. Hierbei gelten allerdings die gleichen Regeln wie auf anderen Social-Media-Plattformen: Werbung muss klar gekennzeichnet werden. Unternehmen sollten langfristige Kooperationen mit Influencer*innen anstreben, die ihre Zielgruppe authentisch ansprechen. So lassen sich wertvolle Beziehungen aufbauen und die Glaubwürdigkeit der Marke stärken.

Sales und Marketing müssen Hand in Hand gehen

Eine erfolgreiche LinkedIn-Strategie im B2B-Bereich erfordere zudem die enge Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb. Mithilfe des Sales Navigators können gezielte Kampagnen gefahren und die richtigen Ansprechpartner*innen identifiziert werden. Besonders effektiv sind sogenannte Smart Links, die detaillierte Informationen darüber geben, welche Inhalte sich potenzielle Kund*innen angesehen haben. Diese Insights ermöglichen es dem Vertrieb, gezielt auf die Interessen der Leads einzugehen und die Konversation zu vertiefen.

Fazit

LinkedIn bietet weit mehr als nur bezahlte Werbeanzeigen. Um das volle Potenzial der Plattform auszuschöpfen, sollten Unternehmen auf eine ausgewogene Mischung aus organischen und bezahlten Massnahmen setzen. Das Zusammenspiel von Personal Branding, Corporate Influencing und gezielten Ads sorgt dafür, dass nicht nur Reichweite und Leads generiert werden, sondern auch das Vertrauen in die Marke langfristig wächst. Wer diese Strategien konsequent umsetzt, kann seine LinkedIn-Performance deutlich verbessern.

 

 

Das Ads Camp war auch in diesem Jahr wieder ein herausragendes Highlight für alle, die sich mit Social Media Advertising auseinandersetzen. Die Vorträge boten tolle Einblicke in die neuesten Trends, darunter der geschickte Einsatz von kreativen Video-Ads, die richtige Balance zwischen Push-Marketing und Full-Funnel-Skalierung sowie die zunehmende Bedeutung von datengetriebenen Reporting-Methoden. Wie jedes Jahr waren viele praxisorientierten Case Studies, die zeigten, wie Unternehmen mithilfe von Automatisierung, kreativen Prozessen und effektiven Kampagnenstrukturen ihre Werbebudgets profitabel einsetzen können. Es wurde einmal mehr nicht nur an der Oberfläche gekratzt, sondern dank vielen Deep Dives in andere Welten abgetaucht.

Kurz gesagt: Das Event hat nicht nur wertvolle strategische Impulse geliefert, sondern auch eine Fülle an anwendbaren Best Practices und konkreten Tools präsentiert, die allen Teilnehmenden helfen, ihre Skills und Kampagnen-Setups zu erweitern. Wie immer war es ein Event, das durch seine energiegeladene Atmosphäre und die geballte Expertise der Speaker*innen neue Massstäbe gesetzt hat.

Bleibt nur noch zu sagen: Ads Camp – WE LOVE YOU!

Meta: Neue Tools für mehr Markensicherheit

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Meta News Update, Oktober 2024

In den letzten Jahren hat Meta intensiv in Tools investiert, die Unternehmen mehr Kontrolle und Transparenz über die Sicherheit und Eignung ihrer Markenumgebung bieten. Meta kündigt nun weitere Tests für zusätzliche Tools an, die noch mehr Kontrolle hinsichtlich Brand Safety bieten sollen. Zudem werden weitere Meta Business Partnerschaften folgen, um Drittanbieter-Anbindungen zu erweitern. Auch im Bereich der Werbeanzeigen gibt es neue Filter- und Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise der Funktion, Kommentare auf Ads zu deaktivieren.

Neue Steuerungsmöglichkeiten für Werbeanzeigen

Meta legt großen Wert darauf, dass Unternehmen Kontrolle darüber haben, wie ihre Anzeigen auf Facebook und Instagram erscheinen. Im letzten Jahr führte Meta beispielsweise einen Inhaltsfilter für Feed-Inhalte ein, der mittlerweile auch für Reels und zahlreiche Sprachen verfügbar ist.

Nun testet Meta eine neue Steuerungsfunktion, die es Unternehmen ermöglicht, Kommentare zu ihren Facebook- und Instagram-Anzeigen zu deaktivieren. Diese Funktionalität ist besonders relevant für Marken, die sensible Kampagnen schalten oder in sensiblen Zeiten tätig sind. Derzeit steht diese Kommentarsteuerung nur einer begrenzten Anzahl an Unternehmen zur Verfügung. Meta plant jedoch, die Funktion weiter zu testen und zu erweitern.

 

 

Zusätzlich erhalten Unternehmen mehr Kontrolle darüber, auf welchen Profilen ihre Anzeigen erscheinen. Letztes Jahr führte Meta die Möglichkeit ein, Anzeigen auf Facebook- und Instagram-Profilen zu schalten, um noch mehr Nutzer*innen erreichen zu können. Um die Kontrolle zu erweitern, testete Meta, dass Unternehmen ihre Anzeigen mithilfe einer «Publisher-Blockliste» auf bestimmten Instagram-Profilen blockieren können. Aufgrund des Interesses an dieser Funktion wird diese Kontrolle jetzt auf Facebook-Profilanzeigen ausgeweitet. Unternehmen können eine Liste öffentlicher Profile hochladen, auf denen sie ihre Anzeigen nicht erscheinen lassen möchten.

 

 

Mehr Kontrolle und Transparenz durch erweiterte Drittanbieter-Integrationen

Zusätzlich zu den Steuerungen in den eigenen Tools wie Ads Manager und dem Brand Safety and Suitability Center baut Meta die Integration mit Drittanbietern weiter aus. Meta arbeitet mit Meta Business Partnern zusammen, die es ermöglichen sollen, Anzeigen im Feed und in Reels mit Hilfe von Drittanbieter-Inhaltsblocklisten zu steuern.

Unternehmen arbeiten dabei direkt mit Meta Business Partnern zusammen, um die gewünschten Blockierungskategorien festzulegen. Diese Entscheidungen werden von den Unternehmen und ihrem gewählten Meta Business Partner getroffen. Erste Tests zeigen, dass Unternehmen, die den Meta-Filter für Feed und Reels mit dieser Drittanbieter-Inhaltsblockliste kombinieren, eine höhere Brand Safety und Brand Awareness für ihre Marke erzielen.

Als ersten Testpartner hat Meta Integral Ad Science (IAS) ausgewählt. Es ist geplant, diese Funktion Anfang 2025 nach Abschluss der Tests und Analysen für weitere Meta Business Partner zugänglich zu machen.

 
   

Verbesserte Verifizierung für Drittanbieter

Zusätzlich zur Entwicklung dieser Drittanbieter-Steuerungen für Markensicherheit arbeitet Meta an der Verbesserung bestehender Drittanbieter-Verifizierungsmöglichkeiten. So sollen Daten in Zukunft um mehr als 75% schneller für Drittanbieter bereitgestellt werden können. Dadurch können Werbetreibende schneller das Umfeld analysieren, in dem ihre Anzeigen erscheinen, und bei Bedarf Anpassungen vornehmen.

 

Vereinfachte Einrichtung und Verwaltung der Brand Safety

Meta erleichtert Unternehmen die Steuerung ihrer Eignungspräferenzen mit neuen Updates für das Brand Safety and Suitability Center. Zu Beginn des Jahres wurde das Übersichts-Dashboard eingeführt, das Werbetreibenden eine Zusammenfassung einiger Markeneignungseinstellungen bietet. Nun können Unternehmen auch ihre Sicherheitseinstellungen – wie den Inhaltsfilter für In-Content- und In-Feed-Anzeigen sowie Publisher-Blocklisten – direkt über das Dashboard steuern.

 

 

Meta wird weiterhin in diese Bereiche investieren und das Engagement in der Entwicklung von Produkten zu Brand Safety stetig ausbauen.

 


 

Meta Ads ohne Kommentare – was heisst das für Unternehmen?

Mit dieser Frage haben sich auch Thomas Besmer und Thomas Hutter im Monthly Talk Oktober beschäftigt. Jetzt anhören und detaillierter ins Thema eintauchen 👇