
Julian Gottke widmete sich diesem Thema in einem Lab-Experiment: Ausgangsbasis war eine Landingpage, auf der die Besucherinnen und Besucher ein eBook mit Instagram-Tipps herunterladen konnten. Mit einer zweitgeteilten Studie im A/B-Test wurde zuerst geprüft, ob gegenderte Ad-Copys gegenüber nicht-gegenderten zu einer höheren CTR und einem niedrigeren CPC führen. Im zweiten Teil wurden die Creatives mit gendergerechter Sprache versehen und die Performance der Werbewirkung gemessen.
Die Hypothesen des Agorapulse-Teams waren:
- Gendern im Text der Werbeanzeige führt zu mehr Klicks.
- Gendern im Creative der Werbeanzeige führt zu einer besseren Performance.
Das Targeting
Bei allen Varianten wurde dasselbe Targeting verwendet:
- 3% Lookalike auf Website Purchases (Zielgruppengröße: 1,1 Mio.)
- Location: Deutschland, Österreich, Schweiz
- Alter: 25-54
- Laufzeit: 10 Tage
- Sprache: Deutsch
- Placement: Facebook Newsfeed
Auch die Laufzeit sowie Adspend waren mit 10 Tagen und 250 Euro (in der ersten Stufe) bzw. 500 Euro (in der zweiten Testphase) jeweils identisch.
Die Ergebnisse
Wie man anhand der Screenshots erkennen kann, lagen die Landing Page Views im ersten Test etwas höher und der Cost per Result leicht niedriger.
In der zweiten Stufe der Studie zeigten die gegenderten Creatives auch eine bessere Leistung bei den Landing Page Aufrufen und den Cost per Result.
Die gesamte Studie mit Angaben zu den erreichten Zielgruppen ist hier zu finden.
Fazit
Die jeweiligen gegenderten Anzeigen haben zwar gewonnen, die Unterschiede sind aber in diesem Vergleich noch nicht in einem Bereich, der eine signifikante Steigerung zeigt. Ein interessanter Ansatz ist die Studie allemal und es wird sich zeigen, wie sich diese Zahlen in Zukunft auswirken.